StartStadtteileAltendorf-UlfkotteAmprion-Konverter: Dorstener Grüne appellieren an Habeck

Amprion-Konverter: Dorstener Grüne appellieren an Habeck

Veröffentlicht am

Thorsten Huxel (Grüne) vor einem Schema des Konverters. Montage: Borgwardt

Auch die Dorstener Grünen stehen hinter den Menschen in Altendorf-Ulfkotte, die den Bau des Amprion-Konverters auf einer unbebauten Wiese ablehnen. Dazu haben sie noch einmal Kontakt zu Wirtschaftsminister Robert Habeck aufgenommen. In der Debatte wünschen sie aber mehr Sachlichkeit von Seiten des Bürgermeisters.

„Wir sind realistisch und wissen, dass die Chancen, den Standort in Altendorf-Ulfkotte zu verhindern, gering sind. Doch wir haben uns in den letzten Monaten immer wieder deutlich und aus unserer Sicht mit guten sachlichen Argumenten für den Kraftwerk-Standort in Gelsenkirchen-Scholven ausgesprochen“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Thorsten Huxel. „Unsere Argumente – keine weitere Flächenversiegelung und keine Beeinträchtigung der Menschen in Altendorf-Ulfkotte – haben wir in dieser Woche auch noch einmal in Schreiben gegenüber Mona Neubaur und Dr. Robert Habeck deutlich gemacht.“ Den Menschen in Altendorf-Ulfkotte sicherten die Grünen „unsere uneingeschränkte Solidarität und Unterstützung“ zu.

Anzeige
Anzeige zum Freizeitspezial 2026 auf Dorsten-Online

Kritik am Bürgermeister

Während die Grünen mit Bürgermeister Tobias Stockhoff bei der Ablehnung des Amprion-Konverters in Dorfnähe übereinstimmen, äußern sie aber auch Kritik an der Form. So seien einige Aussagen des Bürgermeisters nach dem Gespräch mit dem Wirtschaftsministerium grundlos überspitzt gewesen.

„Bürgermeister Tobias Stockhoff tut so, als es sei allgegenwärtig, dass sich die Politik in die Entscheidungen von Unternehmen einmischt. Dabei ist es gerade die CDU, die immer wieder Unternehmen gewähren lässt – auch bei der Flächenversiegelung“, so Ortsverbandssprecherin Kinga Krupa. „Für die politische Stimmungsmache dreht der Bürgermeister Regelfall und Ausnahme um. Würde sich der Bundeswirtschaftsminister hier bei Amprion und Uniper in deren Entscheidungen einmischen – was wir als Grüne in Dorsten in diesem Fall begrüßen würden -, so wäre es eine absolute Ausnahme.“

Was der Vorgang rund um Amprion nun mit dem angeblichen „Durchsetzen der Energiewende mit der Brechstange und gegen jede Logik“ zu tun hat, sei für die Grünen in Dorsten im Übrigen nicht nachvollziehbar. „Auch hier nutzt der Bürgermeister noch einmal die Amprion-Entscheidung für billige politische Stimmungsmache – unnötig, hat er doch in der Sache ausreichend gute Argumente auf seiner Seite“, heißt es von den Grünen.

Neuer WhatsApp-Kanal

Abonnieren Sie unseren WhatsApp-Kanal unter https://bit.ly/dorstenonline für aktuelle Infos. Wir bieten lokale Nachrichten, Event-Infos, Polizeimeldungen und mehr.

NEUSTE ARTIKEL

Für körperbehinderten Freund: Zwei Brüder radeln durch Europa

Seit über 17 Jahren sind Leo und Thomas mit Maceo befreundet. Sie gingen zusammen in den Kindergarten, wuchsen gemeinsam auf und wurden Freunde fürs Leben....

Mit Geschichten Kindern den Weg zum Lesen öffnen: Dorsten sucht Lesepaten

Vorlesen unterstützt Kinder beim Spracherwerb, erweitert den Wortschatz und weckt die Neugier auf Bücher. Das Netzwerk „Dorsten liest vor“ engagiert sich seit 24 Jahren in...

DTC Jüntgen feiert historischen Meistertitel vor heimischer Kulisse

Der Dorstener TC Jüntgen hat das erfolgreichste Wochenende seiner Vereinsgeschichte mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft gekrönt. Bei der erstmals im Final-Four-Format ausgetragenen Endrunde der...

Radfahrer nach Unfall am Lippe-Deich geschlagen und geflüchtet

Nach einem Zusammenstoß zweier Radfahrer am Lippe-Deich in Dorsten sucht die Polizei nach einem bislang unbekannten Mann. Er soll seinen Unfallgegner nach dem Sturz geschlagen...

Klick mich!