Überraschungserfolg soll wiederholt werden

Wulfen (pd). Es war die Sensation des 1. Spieltages in der Regionalliga West: Aufsteiger BSV Wulfen zwingt zum Saisonstart den Zweitliga-Absteiger Dragons Rhöndorf mit 88:81 in die Knie.

Dass dieser Überraschungserfolg für die Münsterland Baskets in der Endabrechnung noch einmal ganz wichtig sein könnte, steht außer Frage. Aber den Coup auswärts wiederholen? Das wäre mehr als eine Sensation, denn die Dragons vom Drachenfels am Rhein sind in der 1. Regionalliga aktuelle die „Mannschaft der Stunde“.

Dem holprigen Start in die Saison mit Entlassung von Trainer Markus Röwenstrunk folgten zuletzt sieben Siege in Folge. Anfang Oktober hatten die Rhöndorfer letztmalig gespürt, was es heißt, als Verlierer vom Feld zu gehen. Daher steht das Wolfsrudel aus dem Münsterland am Samstag, 30.11., um 19 Uhr im „Dragons Dome“ (Sporthalle des Sportzentrums Menzenberg, Menzenberger Str. 72, Bad Honnef) vor einer riesigen Herausforderung.

Sechs Punkte Abstand zu den Abstiegsplätzen

Nach zuletzt zwei wichtigen Siegen im Derby gegen die BG Dorsten und beim Verfolger SV Haspe 70 kann die Mannschaft von Gary Johnson befreit in die Partie gehen. Der Abstand zu den Abstiegsplätzen beträgt komfortable sechs Punkte. Der Rückstand zu den Playoff-Rängen gerade einmal zwei Pünktchen.

Aber damit der Tabellenzwölfte beim Tabellendritten gewinnt – da müsste bei den Gastgebern einiges schief und beim BSV alles perfekt laufen. Aber die Mannschaft von Gary Johnson hat schon an anderer Stelle bewiesen, dass sie auch mit den Topteams der Liga mithalten kann.

Gegen die Spitzenteams Köln, Ibbenbüren und Herford wurden die Matches erst in den letzten Minuten verloren. Vielleicht ein Tribut an die Jugendlichkeit der BSV-Mannschaft. Auch beim Sieg in Haspe ging wieder fast die Hälfte der Spielzeit an U22-Akteure, wobei der 19-jährige Leistungsträger Nils Peters sogar das gesamte Spiel auf der Bank saß.

Matej Šilić in Rhöndorf nicht dabei

In Rhöndorf nicht dabei ist Matej Šilić, der mit der zweiten Herrenmannschaft aktiv ist. Das gleiche gilt für die Landwehr-Brüder Simon und Felix. Daher könnte der 16-jährige Jonas Brozio wieder aufrücken und den 12. Kaderplatz einnehmen.

Die Stammkräfte beim BSV sind alle einsatzbereit, auch Kapitän Thorben Vadder hat den Pferdekuss von Samstag weggesteckt. Rhöndorf hat sich im Vergleich zum Hinspiel noch einmal mit dem Spanier Enric Garrido Foz verstärkt. Der Spielmacher hatte die Saison in Grevenbroich begonnen (und mit den Elephants in Wulfen verloren), bevor er dort in Ungnade fiel und auf die andere Rheinseite wechselte.

Der US-Amerikaner Curtis Hollis erzielt im Schnitt 20 Punkte pro Spiel, gehört zu den effizientesten Spielern der Liga und trainiert im BBL-Kader der Telekom Baskets Bonn mit. Das gleiche trifft auf den erst 19-jährigen Junioren-Nationalspieler Kilian Binapfl zu, der im Sommer vom Deutschen Meister Bayern München nach Bonn gewechselt ist.

Zuletzt verletzt war Center Gabriel de Oliveira, der auch im Bonner BBL-Kader steht. Viel Routine bringt Anish Sharda (37) mit, weiterer EU-Import neben dem Spanier Foz (auch 37 Jahre alt) ist der Slowene Jure Besedic. Der junge Slowake Samuel Horvath ist langzeitverletzt.

Da die Telekom Baskets Bonn bereits am Dienstag in der BBL gegen Alba Berlin spielten, werden die Dragons in der bestmöglichen Aufstellung antreten können. Sie sind turmhoher Favorit gegen den Underdog aus dem Norden Dorstens.

Drachen gegen Wölfe

Drachen gegen Wölfe: Dragons Trainer und Manager in Personalunion, Ex-Nationalspieler Yassin Idbihi, wird Wiedergutmachung für die Pleite im Hinspiel in Wulfen fordern. Dass man aber in Rhöndorf gewinnen kann, demonstrierten in dieser Saison die Herforder am 6. Spieltag – anders als Herten, Spitzenreiter Köln oder am letzten Samstag die BG Dorsten, die allesamt im Dragons Dome verloren.

Wer den Weg nach Rhöndorf nicht antreten kann: die Partie wird im Livestream bei Sportdeutschland.TV übertragen.

www.bsv.de

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André Elschenbroich
Moin, ich bin André Elschenbroich. Vielen bekannt unter dem Namen Elsch. Der Eine oder Andere verbindet mich noch mit der WAZ, bei der ich 1988 als freiberuflicher Fotojournalist anfing und bis zur Schließung 2013 blieb. Darüber hinaus war ich in ganz Dorsten und der Region gleichzeitig auch für den Stadtspiegel unterwegs. Nachdem die WAZ dicht machte, habe ich es in anderen Städten versucht, doch es war nicht mehr dasselbe. In über 25 Jahren sind mir Dorsten, Schermbeck und Raesfeld mit ihren Menschen ans Herz gewachsen. Als gebürtiger Dorstener Junge merkte ich schnell: Ich möchte nirgendwo anders hin. Hier ist meine Heimat – und so freut es mich, dass ich jetzt als festangestellter Reporter die Heimatmedien mit multimedialen Inhalten aus unserer Heimat bereichern kann.

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