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Bürgerinitiative unterstützt Olympia-Idee für die Hürfeld-Halde

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Die Idee, die Hürfeld-Halde in Dorsten als möglichen Austragungsort für olympische Mountainbike-Wettbewerbe zu prüfen, erhält weiteren Rückhalt aus der Bürgerschaft. Die Bürgerinitiative zum Schutz vor Bergbau- und Umweltschäden in Dorsten e. V. (BISBU) hat sich in einem offenen Brief ausdrücklich hinter den entsprechenden Bürgerantrag gestellt – und richtet sich dabei direkt an die RAG-Stiftung.

Adressatin des Schreibens ist Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied des Vorstands der RAG-Stiftung. Anlass ist ein früherer Besuch Bergerhoff-Wodopias in Dorsten im Jahr 2018, bei dem sie anlässlich der Eröffnung des Outdoor-Sportparks Fürst Leopold junge Menschen dazu ermutigt hatte, Ideen für ihre Heimat zu entwickeln. Ihr damaliger Appell „Lassen Sie sich was einfallen“ wird von der Bürgerinitiative nun bewusst aufgegriffen.

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2018 besuchte RAG-Stiftungsvorstand Bärbel Bergerhoff-Wodopia (vorne rechts) den neuen Outdoor-Sportplatz in Dorsten. Foto: RAG Stifung / Nikelowski

Fokus bislang auf Einhaltung der Haldenverträge

In ihrem Schreiben macht die Bürgerinitiative deutlich, dass sie sich bislang vor allem für die konsequente Einhaltung der Haldenverträge eingesetzt habe. Diese sehen vor, dass die Hürfeld-Halde nach Abschluss der bergbaulichen Nutzung renaturiert und der Bevölkerung als Naherholungsgebiet zur Verfügung gestellt wird. Ziel sei es gewesen, die Halde „möglichst ohne juristische und weitergehende öffentliche Auseinandersetzungen“ an die Menschen zurückzugeben.

Gleichzeitig betont die Initiative, dass es ihr nicht darum gehe, erneut die umfangreichen bergbaubedingten Belastungen der Region in den Vordergrund zu stellen. Vielmehr suche man nun ausdrücklich nach einer „gesichtswahrenden Lösung“ für alle beteiligten Akteure.

Unterstützung für Bürgerantrag „Olympia auf der Halde“

Vor diesem Hintergrund begrüßt die Bürgerinitiative ausdrücklich den Bürgerantrag des Dorsteners Uwe Kähler. Dieser hatte vorgeschlagen, die Hürfeld-Halde als möglichen Austragungsort für Mountainbike-Wettbewerbe bei Olympischen Spielen ab 2036 zu prüfen.

Die Olympia-Idee könne, so die Initiative, „der durch den Bergbau arg gebeutelten Region guttun“. Zugleich würde sie auch dem Image der RAG und der RAG-Stiftung nutzen. Zudem verweist die BISBU auf mögliche Fördermittel, die erfahrungsgemäß mit Großprojekten dieser Art verbunden seien und sich positiv auf die langfristigen Betriebskosten der Halde auswirken könnten.

Klaus Wagner und Johannes Kloer BISBU
Klaus Wagner und Johannes Kloer vom Vorstand der BISBU. Foto: privat

Appell an RAG-Stiftung: Streit beenden

Am Ende des Schreibens richtet die Bürgerinitiative einen deutlichen Appell an die RAG-Stiftung. Man solle gemeinsam überlegen, wie der Konflikt um die Hürfeld-Halde beigelegt werden könne – „bevor der Vorgang noch mehr Öffentlichkeit bekommt und noch mehr Porzellan zerschlagen wird“.

Unterzeichnet ist der Brief von den Vorstandsmitgliedern Klaus Wagner und Johannes Kloer.

Wachsende Unterstützung für sportliche Perspektive

Mit der Unterstützung der Bürgerinitiative erhält der Olympia-Vorschlag zusätzliche politische und gesellschaftliche Bedeutung. Nachdem der Bürgerantrag bereits kurzfristig auf die Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses gesetzt wurde und die Stadt zentrale Akteure um Stellungnahmen gebeten hat, wächst nun auch der Rückhalt aus dem zivilgesellschaftlichen Umfeld.

Ob die Olympia-Idee tatsächlich zu einer neuen Perspektive für die Hürfeld-Halde wird, bleibt offen. Klar ist jedoch: Die Debatte um die Zukunft der Halde entwickelt sich zunehmend weg von einer reinen Konfrontation – hin zu der Suche nach einem vermittelnden Ausweg.

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