Cinderella, eine Mischung aus „Barbie“ und „Chantal“. So beschreibt die VHS aus Rhade die gefeierte Interpretation des Theater Klassikers. Die Schauspielgruppe „Off Broadway Players“ musste aufgrund der hohen Nachfrage schon mehrere Zusatztermine einrichten. Der Erfolg war aber schon quasi von Anfang an garantiert. Schließlich verbirgt sich hinter den Kulissen ordentliche Unterstützung aus Hollywood.
Am Sonntagnachmittag fand im Carola-Martius Haus die erstmal letzte Aufführung von „Cinderella“ statt. Die Sitzreihen waren voller Eltern mit ihren Kindern, schließlich ist die Musical-Komödie mit viel Humor und Leichtigkeit auf Familien ausgelegt. Zum Beispiel veranstaltet der Prinz eine Art offenes Casting, um seine Partnerin zu finden. Auch der berühmte Spiegel sagt nicht sofort, wer die Schönste im Land ist, sondern befördert die Königin zuerst in die Warteschleife.

Trotzdem gibt es einen tiefen kunstkulturellen Hintergrund. Cirsten Piduhn, Regisseurin von Cinderella, erklärt die Inspiration hinter ihrer Version des Klassikers: „Unsere Interpretation von Cinderella ist an die britische Pantomime angelehnt. Das ist eine Theaterform, bei der man Komödie, Musical und Märchen kombiniert. Außerdem werden viele Frauenrollen von Männern gespielt. Bei uns sind das zum Beispiel die Stiefschwestern von Cinderella.“
Neues Leben in bekannten Figuren
Das Stück orientiert sich zwar am klassischen Cinderella Märchen, verleiht den Charakteren aber ganz neue, frische Facetten. Selbst eingeschweißte Disney Fans konnten sich also zum zweiten Mal in ihre geliebten Figuren verlieben. Neben dem Humor und den Gesangseinlagen sind die Interaktionen zwischen den Charakteren ein wesentlicher Bestandteil des Charmes von Cinderella. So weiß die Gute Fee zum Beispiel als einzige, dass sie in einem Theaterstück ist. Oder die Stiefschwestern, gespielt von Männern, streiten sich, wer die Schönere ist.
Die Darsteller selbst haben große Freiheiten, inwiefern sie ihre Rolle spielen. „Die Schauspieler verändern die Handlung mit. Wenn jemand eine Idee hat, wie er seinen Charakter spielen will, dann ist das super. Auch Improvisationen auf der Bühne können zu sehr dynamischen, interessanten Momenten führen“, verrät Regisseurin Cirsten Piduhn.

Hollywood-Unterstützung von der Seitenlinie
Der bekannte Hollywood Regisseur Wayne Graves arbeitete ebenfalls an Cinderella mit. Das Ehepaar übernahm jeweils unterschiedliche Rollen in der Erstellung des Stücks: „Ich und mein Mann Wayne haben uns die Arbeit gut aufgeteilt. Ich kümmerte mich um alles inhaltliche, also unter anderem um die Geschichte. Er macht die Technik, das Licht, das Sounddesign und alles, was dazu gehört. Das, was auf der Bühne passiert, ist meine Aufgabe und alles drumherum ist Waynes Aufgabe.“





































