„Schutz vor Hochwasser und Starkregenereignissen – Klimaschutz, Klimaresilienz und Katastrophenvorsorge“

Die letzte Flutkatastrophe sorgt bei der Dorstener CDU-Fraktion für Sorgenfalten und es stellt sich hier die Frage: Welche Maßnahmen können bei Starkregen und Überflutungsgefahr in der Stadt ergriffen werden?

Deshalb möchte nun die CDU-Fraktion den aktuellen Sachstand über Gefahrenbewertung mit Blick auf Hochwasser und Starkregenereignisse in Dorsten bekommen. Das Thema „Schutz vor Hochwasser und Starkregenereignissen – Klimaschutz, Klimaresilienz und Katastrophenvorsorge“ soll auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung gesetzt werden.  

Insbesondere sollen der Fluss Lippe, Gewässer wie der Hambach, der Schölzbach, der Wienbach usw. sowie eine mögliche Überlastung der Kanalisation in den Blick genommen werden.

2. über die Katastrophenvorsorge, z. B. den Ausbau der Warninfrastruktur (Sirenen) sowie Möglichkeiten der Beschleunigung des Ausbaus, zu berichten.

3. über erste Vorschläge für eine Bürgerinformationskampagne, z. B. zu den aktuellen Einstufungen des Stadtgebiets hinsichtlich Überflutungsgefahren und zu generellen Möglichkeiten zum Selbstschutz vor Hochwassergefahren zu berichten.

Bernd-Josef Schwane: „Die Politik ist dazu aufgerufen, in einem Workshop zu beraten, wie wir gemeinsam als Stadt Dorsten als Gemeinschaft und als Einzelne unseren Beitrag zu mehr nachhaltigem Klimaschutz leisten können“.

Die Begründung: Die aktuellen Folgen der Starkregenereignisse im Sauerland, dem Bergischen Land, der Eifel, in Bayern sowie in Ostsachsen führen uns vor Augen, dass Starkregenereignisse in kürzester Zeit zu verheerenden Zerstörungen führen können. Auch die Vorwarnzeit für die Bevölkerung lag hier nicht bei Tagen, sondern eher im Bereich von sehr wenigen Stunden. Die Menschen in Dorsten stellen daraus resultierend natürlich die Frage: „Kann das in Dorsten auch passieren?“.

Welche Maßnahmen gibt es?

Laut Schwane gebe es in Dorsten nicht wenige Maßnahmen, welche bereits vor einigen Jahren auf den Weg gebracht worden seien. Auch wenn der Politik durch die Ausschussarbeit viele dieser Maßnahmen bekannt seien, sieht sich die CDU-Fraktion in der Pflicht, über bereits angelaufene und geplante Maßnahmen die Öffentlichkeit zu informieren, um auch der Bürgerschaft einen gebündelten Überblick zu geben.

Das dennoch viele Bausteine in der Öffentlichkeit noch nicht bekannt seien, haben die aktuellen Anfragen aus der Bevölkerung deutlich gemacht, so Schwane.

Zwar habe die Stadt Dorsten sich mit dem Klimaschutzkonzept vor einigen Jahren parteiübergreifend auf den richtigen Weg gemacht, ihren Beitrag zu dieser weltweiten Kraftanstrengung zu leisten, wodurch sich aber auch durch mehr Klimaschutz solche Katastrophen am Ende nicht gänzlich verhindern lassen. Darüber hinaus wirken die Maßnahmen zum Klimaschutz in der Regel nur sehr langfristig. Daher sei laut Schwane neben dem Klimaschutz auch eine verbesserte Klimaresilienz notwendig, d. h. Maßnahmen, die eine bessere Reaktion auf solche Extremwettersituationen ermöglichen (z. B. Zwischenspeicherung oder Verbesserung der Ableitmöglichkeiten von Regenwasser).

Nachhaltigkeit vor Aktionismus!

Die Katastrophenvorsorge (z. B. durch ausreichende Warnmöglichkeiten) ist der dritte Baustein, welcher unerlässlich ist, um unsere Stadt und die Menschen besser zu schützen. Die furchtbaren Bilder aus den Krisenregionen dürfen jetzt nicht zu Aktionismus führen. Sie sollten aber zu einer nachhaltigeren Begleitung und Entwicklung von Hochwasserschutzkonzepten, einer besseren Katastrophenvorsorge sowie zu mehr Klimaschutz und Klimaresilienz führen. Das kann am Ende auch eine Neuausrichtung von Personal- und Finanzressourcen bedeuten. Der Rat der Stadt Dorsten sollte sich deshalb mit einer ausreichenden Beratungsmöglichkeit dazu positionieren. Dabei gilt: Nachhaltigkeit vor Aktionismus!

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