Dorstener Tage des Grundgesetzes 2022 sind eröffnet

Die Dorstener Tage des Grundgesetzes 2022 sind eröffnet. Am Donnerstagvormittag erfolgte auf dem Marktplatz die Eröffnungsfeier, die maßgeblich von Schülerinnen und Schülern des St. Ursula-Gymnasiums und der Geschwister-Scholl-Schule gestaltet wurde.

Der ukrainische Schüler Olles sprach während der Auftaktveranstaltung mit Christel Briefs. Foto: Heye

Die Dorstener Tage des Grundgesetzes 2022 begannen mit einer Aktion des Gymnasiums. Die Schülerinnen und Schüler lasen die ersten elf Artikel des Grundgesetzes vor und veranschaulichten sie in zwei kurzen Theatersequenzen. Außerdem stellten sie Fragen an die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Briefs. Darin ging es um die Möglichkeiten der Stadtgesellschaft, Jugendliche beim Erleben der Menschenwürde zu unterstützen. Ein Schüler, der vor kurzem als Kriegsflüchtling aus der Ukraine nach Dorsten gekommen ist, vertiefte zudem die Fragen auf seine spezifische Situation bezogen. Auch einige Jugendliche der Geschwister-Scholl-Schule beteiligten sich an dem Programm.

Spielszenen nehmen Bezug auf das Grundgesetz

Zuerst kamen Schüler mit selbst gemachten Plakaten auf dem Marktplatz an. Nachdem St.-Ursula-Schülersprecher Carl Seibert und Geschichtslehrer Dr. Benjamin Städter die Feier anmoderiert hatten, lasen zwei Schülerinnen den ersten Artikel des Grundgesetzes vor: „Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.”.

Um den Bezug zur heutigen Lage zu schaffen, wurden dann einige Probleme in kurzen Spielszenen angesprochen. Dazu gehörten unter anderem Mobbing und Ausgrenzung, als auch die erschwerte Aufnahme von Flüchtlingen. Auf die Frage “Was kann die Stadt Dorsten machen, um Flüchtlingen das Recht auf Asyl zu ermöglichen” gab Bürgermeisterin Christel Briefs eine Antwort. „Flüchtlinge werden zugewiesen, dann ist zunächst die Ausländerbehörde aktiv“, erklärte sie den Schülern das Verfahren. „Flüchtlinge und Asylsuchende können privat untergebracht werden oder sie können in städtischen Unterkünften sein.“ Die Stadt miete zu diesem Zweck auch Wohnungen an.

Applaus für jungen Ukrainer

Christel Briefs verkündete, dass 32 ehrenamtliche Integrationshelfer am 23. Mai ein Zertifikat bekommen sollen. Diese Auszeichnung hätten sie sich verdient, weil sie Flüchtlingen, Asylsuchenden und Asylbewerbern helfen sich hier in der Stadt zurechtzufinden. Auch leisten die Helfer zum Beispiel Unterstützung bei Bewerbungen. Auch einer der Geflüchteten kam zu Wort. Olles, ein jugendlicher Ukrainer, wurde mit seiner Mutter in Dorsten aufgenommen. Er geht hier zur Schule und bekam seinen eigenen Applaus dafür, dass er schon sehr gut Deutsch spricht.

Programm bis zum 23. Mai

Bis zum 23. Mai (Montag) gibt es Aktionen zu Menschenwürde, Demokratie und Respekt. Das breit gefächerte Programm bietet neben Vorträgen vor allem Aktionen zum Mitmachen und Mitreden.

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