„Ich hatte das Gefühl, nicht mehr zu wissen, wo ich wirklich hingehöre“, fasst Guido Bunten, ehemaliger Geschäftsführer der KKRN Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH, seine Entscheidung kurz und knapp zusammen. Nun, mit 54 Jahren, wagte er nicht nur beruflich einen Neuanfang.
Nach seinem Studium arbeitete der Diplom-Ökonom bis 1999 in Hamburg, zog dann aber aus beruflichen Gründen nach Dorsten. Dort trat er 2002 die Stelle als Leiter des Controllings im Dorstener St.-Elisabeth-Krankenhaus an. „Es hat hier in Dorsten sofort gematcht“, erinnert sich Guido. „Beruflich wie auch zwischenmenschlich passte alles. Wir bekamen sofort Anschluss in der Nachbarschaft und bildeten schnell unseren großen Freundeskreis.“

Für Guido Bunten ging es beim KKRN aufwärts
Karrieretechnisch kletterte der gebürtige Meppener die Karriereleiter weiter aufwärts: vom stellvertretenden Verwaltungsleiter des Dorstener Krankenhauses zum Prokuristen des Klinikverbundes KKRN und schließlich 2022 zum Geschäftsführer im Klinikverbund.
Im Juli hat Guido auf eigenen Wunsch den Verbund verlassen und blickt auf seine berufliche Laufbahn zurück: „Ganz besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Coronazeit. Sie war nicht nur emotional, sondern auch arbeitsmäßig sehr intensiv. Spätabends haben wir noch Telefonkonferenzen mit unserem Bürgermeister abgehalten, um zu erfahren, welche Änderungen wir am nächsten Tag einführen mussten. Diese Zeit hat alle Mitarbeitenden unseres Krankenhauses fest zusammengeschweißt. Zu Tobias pflege ich übrigens eine sehr gute berufliche Beziehung, die über die vielen Jahre Bestand hat.“
Diese Wertschätzung beruht auf Gegenseitigkeit: „Guido Bunten ist ein großartiger Kaufmann und führte das St. Elisabeth-Krankenhaus als Kapitän in wütenden Wellen genauso souverän wie auf ruhiger See. Sein Herz schlug dabei für die Menschen, die in diesem Haus Heilung suchen, und für alle, die hier arbeiten. Er ist zuverlässig und als amtierender Schützenkönig in Holsterhausen-Dorf zeigt Guido Bunten, dass man mit ihm auch richtig gut feiern kann“, betont Tobias Stockhoff.
Verabschiedung nach 23 Jahren
Anfang Juli war es dann nach 23 Jahren für Guido so weit: Zahlreiche Mitarbeitende des Krankenhauses verabschiedeten ihren Chef in einer feierlichen Zeremonie. Stellvertretend für alle Mitarbeiter steht hierbei die Aussage Birgit Böhme-Luegs, langjährige Kollegin im Bereich Marketing: „Bis zum Geschäftsführer hat Guido Bunten einen tollen Karriereweg im Dorstener Krankenhaus beschritten. Er hat wirklich viele Weichen gestellt, um es gut aufzustellen. Zusammen mit dem Ärztlichen Direktor Priv.-Doz. Dr. med. Wilhelm Gross-Weege sowie der Pflegedirektorin Hiltrud Hachmöller hat er gemeinsam mit Tobias Stockhoff und vielen Bürgern um den Erhalt des Brustzentrums und der Kardiologie gekämpft. Für mich war Guido ein empathischer, sehr gut strukturierter Chef, der immer ein offenes Ohr für jeden Mitarbeiter hatte und somit eine Unternehmenskultur geprägt hat, in der Menschen gerne arbeiten.“

Am Ende unseres Treffens betont der ehemalige Geschäftsführer noch einmal: „Ich bin stolz zu sehen, wie sich das Dorstener Krankenhaus baulich und personell entwickelt hat. Daher gehe ich natürlich auch mit einem weinenden Auge.“ Aber Guido blickt nach vorne. Im August startete er mit seiner neuen Aufgabe als Klinikmanager beim Evangelischen Klinikum Gelsenkirchen.
Auch in Sachen Liebe startet der Camper und Radfahrer neu durch. Mit seiner Aussage „Anfang des Jahres zog ich mit meiner großen Liebe Birgit in Holsterhausen zusammen“ gewährt er einen kleinen Einblick in sein „neues“ Leben.




























