Erste private und digitale Messtafel in Wulfen soll Raser zum Langsamfahren animieren
Zu schnell gefahren? Im Wulfener Neubaugebiet am Orthöver Weg weist ein rotes und grimmig aussehendes Smiley den Autofahrer auf seine erhöhte Geschwindigkeit hin.
Jörg Gisselmann investierte aus eigener Tasche viel Geld und ließ eine 2000 Euro teure, digitale Messtafel auf der anderen Seite seines Hauses im Wulfener Neubaugebiet am Orthöver Weg anbringen.

Zu schnelles Fahren
Grund dafür waren seine Beobachtungen, dass besonders an dieser Stelle die Autofahrer schneller als 30 km/h fahren. Damit möchte er die Kinder, die hier nicht nur wohnen, sondern auch draußen spielen, schützen. Da er keine Mitstreiter in der Nachbarschaft fand, die sich an diesem Projekt beteiligten wollten, finanzierte er die Messtafel kurzerhand aus eigener Tasche.
Mit Unterstützung der Stadt wurde das Verkehrsschild fachgerecht am Laternenmast angebracht und am Dienstagnachmittag offiziell vorgestellt. Autos, die mit überhöhter Geschwindigkeit und ungebremst in den Orthövers Weg hineinfahren, werden schon früh von dem Schild erkannt und entsprechend gemaßregelt. Der Messpunkt liegt bei zirka 200 Meter davor und fordert die Fahrer zu Disziplin auf.
„Es ist ein gutes Beispiel, denn davon profitieren alle, denn es ist eine gute Verkehrssicherheit für Kinder“.
Zitat: Bürgermeister Tobias Stockhoff
Positive Auswirkungen
„Herr Gisselmann hat durch den Kauf dieser Tafel dafür gesorgt, dass dauerhaft hier am Orthöver Weg die Verkehrssicherheit erhöht wird und sich das Ganze auch positiv, sowohl verkehrssicherheitstechnisch als auch vom Lärmpegel, auf die Nachbarschaft auswirkt“, freute sich Stockhoff am Dienstagnachmittag bei der offiziellen Vorstellung.
Vier temporäre Tafel im Stadtgebiet
Die Stadt Dorsten unterhält vier solcher Smiley-Tempotafel. Diese werden temporär an wechselnden Stellen im Stadtgebiet eingesetzt und signalisieren den Autofahrern, ob sie sich an die Tempovorschrift halten. Diese Tafeln sind sehr beliebt und ihr Einsatz in Wohngebieten ist stark gefragt. Bei vier Tafeln allerdings können sie jeweils nur in großen Abständen an wechselnden Stellen im Stadtgebiet eingesetzt werden.
Mehr Tafeln, mehr Sicherheit. Um die Verkehrssicherheit in der Stadt zu verbessern, hat Bürgermeister Tobias Stockhoff darum frühzeitig das Angebot gemacht, Anwohner und Nachbarschaften zu unterstützen, die auf eigene Kosten und für den dauerhaften Betrieb eine solche Tempomesstafel anschaffen möchten.
Erstes private Projekt
Mit der Familie Gisselmann im Wulfener-Neubaugebiet konnte nun dieses Projekt erstmalig umgesetzt werden.
Nun hofft der Bürgermeister, dass dieses Schild nicht das Einzige in der Stadt bleibt, als gutes Beispiel vorangeht und weitere Nachbarschaften motiviert. „Es ist ein gutes Beispiel, denn davon profitieren alle, denn es ist eine gute Verkehrssicherheit für Kinder“.
Gruppen in einzelnen Stadtteilen, die sich auch für sein privates Messschild interessieren, können sich an Verkehrsplaner Manfred Lampen der Stadt Dorsten wenden und sich direkt vor Ort beraten lassen.
Kontakt: (Tel. 02362/66 49 52)
Petra Bosse




























