Die Feuerwehr in Dorsten übernimmt eine zentrale Rolle für die Sicherheit der Bevölkerung. Besonders die Hauptwache ist rund um die Uhr im Einsatz, um Menschen zu helfen und Gefahren zu beseitigen. Im Rahmen eines Interviews mit Dominic Zientek, Koordinator Rettungsdienst bei der Feuerwehr Dorsten, konnte unser Redaktionspraktikant Ayrton wichtige Einblicke in den Berufsalltag und die Aufgaben der Feuerwehr gewinnen.
von Ayrton Nunes Caneiras
Hauptwache ist seit 2010 im Einsatz
Die Hauptwache der Feuerwehr in Dorsten besteht seit dem Jahr 2010. Seitdem ist sie ein wichtiger Bestandteil des Rettungs- und Brandschutzsystems der Stadt. Der Fokus liegt vor allem auf dem Schutz und der Rettung von Menschen und Tieren. Dazu gehört es, „Personen und Tiere aus gefährlichen Situationen zu befreien, Brände zu bekämpfen und weitere Schäden zu verhindern“, wie Dominic Zientek erklärt. Neben Brandeinsätzen übernimmt die Feuerwehr auch viele Aufgaben im Bereich der technischen Hilfeleistung, beispielsweise bei Unfällen oder Unwettern.

Ein Alltag, der kaum planbar ist
Ein typischer Arbeitstag auf der Hauptwache beginnt morgens um 8 Uhr und dauert 24 Stunden. Dabei ist der Alltag schwer planbar, da Einsätze jederzeit auftreten können. Dominic Zientek beschreibt dies so: „Der Tagesablauf ist nie genau vorhersehbar, da er stark von den eingehenden Einsätzen abhängt.“ Neben Einsätzen gehören auch Fahrzeugkontrollen, Ausbildung und Übungen zum Alltag.
Viele Einsätze im Rettungsdienst
Die Feuerwehr in Dorsten hat jährlich eine hohe Anzahl an Einsätzen. Besonders häufig handelt es sich um medizinische Notfälle, insbesondere bei Personen mit Kreislauferkrankungen, erklärt Dominic Zientek. Insgesamt kommt die Feuerwehr auf etwa 12.000 Rettungsdiensteinsätze im Jahr.

Gute Vorbereitung durch Ausbildung und Übungen
Um auf diese Situationen vorbereitet zu sein, durchlaufen Feuerwehrleute eine intensive Ausbildung. „Die Feuerwehrleute bereiten sich durch eine langjährige Ausbildung, intensives Training und regelmäßige Übungen gezielt auf solche Einsätze vor“, erklärt Dominic Zientek. Dabei spielt Teamarbeit eine besonders wichtige Rolle.
Moderne Technik unterstützt die Einsatzkräfte
Auch die Technik entwickelt sich stetig weiter. Laut Dominic Zientek hat sich vieles verändert: „Immer mehr Abläufe werden computerunterstützt gesteuert und dokumentiert, wodurch die Einsätze effizienter werden.“ Sogar der Einsatz von künstlicher Intelligenz wird bereits teilweise geprüft.
Nachwuchs bleibt eine große Aufgabe
Eine große Herausforderung für die Feuerwehr ist die Gewinnung von Personal. Dominic Zientek betont: „Eine große Herausforderung ist die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern sowohl im Hauptamt als auch im Ehrenamt.“ Daher ist es wichtig, dass sich auch junge Menschen, zum Beispiel in der Jugendfeuerwehr, engagieren.

Helfen als persönliche Motivation
Die Motivation für den Beruf liegt vor allem im Wunsch, anderen Menschen zu helfen. So erklärt Dominic Zientek: „Ich wollte schon immer Menschen helfen und eine verantwortungsvolle Arbeit ausüben.“ Besonders wichtig ist dabei auch die persönliche Zufriedenheit: „Es macht mir Freude, anderen zu helfen, und jedes Mal fühlt es sich wie ein Erfolg an, wenn ich etwas Gutes tun kann.“
Jeder kann im Notfall helfen
Abschließend richtet Dominic Zientek eine wichtige Botschaft an die Gesellschaft: „Zivilcourage und Mitgefühl sind keine Extras, sondern essenziell für eine funktionierende Gesellschaft.“ Jeder Mensch kann im Notfall helfen, sei es durch einen Notruf, Erste Hilfe oder einfach durch Unterstützung vor Ort.




























