Die Interessengemeinschaft (IG) Dimker Heide hat ihren Widerstand gegen die geplante Flüchtlingsunterkunft Wulfen eingestellt. Das ging am Freitag aus einem Facebook-Posting der Sprecherin Jennyfer Scheuplein hervor. In Zukunft wollen sich die Mitglieder unter einem anderen Namen für ein friedliches Miteinander einsetzen.
Die IG Dimker Heide hatte sich im Vorfeld gegen die geplante zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) für Flüchtlinge in Dorsten-Wulfen ausgesprochen. Der Stadtrat von Dorsten hatte jedoch den Bau dieser Einrichtung beschlossen. Nun gibt die IG ihren Widerstand auf.
Distanzierung von fremdenfeindlicher Gesinnung
Jennyfer Scheuplein erklärte in ihrem Posting, dass sich die IG Dimker Heide dafür eingesetzt habe, dass keine großen Menschenmengen in die ruhige Siedlung einziehen. „Wir haben uns dafür eingesetzt, dass keine Menschenmassen, egal welcher Nationalität und Hautfarbe, in unserer ruhigen, abgelegenen und harmonierenden Gemeinschaft einzieht,“ schrieb sie.
Die IG äußerte Bedenken hinsichtlich der Lebenssituation in einer solch überdimensionierten Einrichtung. Diese würde ihrer Ansicht nach unpersönlich und konfliktbehaftet sein. Sie betonten dabei, dass ihre Position nicht fremdenfeindlich sei. „Wir distanzieren uns ausdrücklich von jeder fremdenfeindlichen Gesinnung, mit der wir von manchen Seiten in Verbindung gebracht werden,“ so Scheuplein weiter.
Keine weiteren Schritte gegen die Einrichtung
Scheuplein betonte, dass die Mehrheit der IG-Mitglieder, bestehend aus über 50 Betrieben und Privathaushalten, keine weiteren Schritte unternehmen werde, um die Flüchtlingsunterkunft Wulfen zu verhindern. „Gleichwohl hoffen wir aber natürlich weiterhin auf ein vernünftiges Überdenken der Verantwortlichen der Stadt Dorsten, eine humanere Alternative für alle hier lebenden Menschen zu finden,“ fügte sie hinzu.
Dank an die Unterstützer
Die IG Dimker Heide bedankt sich bei allen Unterstützern und solidarischen Mitstreitern. Diese hätten ihnen in großer Zahl in den letzten Wochen zur Seite gestanden. Sie berichteten von einem starken Zusammenhalt und gegenseitiger Unterstützung innerhalb der Gemeinschaft während ihres Protests gegen die ZUE.
Neue Gruppe „Miteinander = Füreinander“
Abschließend kündigte Scheuplein an, dass die positiven Erfahrungen und der Zusammenhalt unter dem neuen Namen „Miteinander = Füreinander Dimker Heide und Umgebung“ fortgeführt werden sollen. Die Gemeinschaft plant, in Zukunft Projekte und Veranstaltungen zu organisieren, die ein harmonisches und friedliches Miteinander fördern.




























