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Grußwort des Bürgermeisters: Zur Freiheit berufen, zur Solidarität aufgerufen

Veröffentlicht am

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am Vorabend zum 3. Advent beim Weihnachtskonzert der Glory Singers in der Kreuzkirche in Hervest ging es in kurzen Impulsen um das weihnachtliche Schenken. Es lohnt, darüber nachzudenken.

Die Wurzeln des weihnachtlichen Schenkens liegen in einem Bibelvers aus dem Johannes-Evangelium begründet. Dort heißt es: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“

Für mich persönlich bedeutet das: Gott macht uns Menschen mit der Geburt seines Sohnes ein bedingungsloses Geschenk der Solidarität und der Freiheit. Gott erwartet von uns keine Gegenleistung dafür. Ob wir es annehmen wollen, dieses Geschenk der Liebe Gottes – auch diese Entscheidung überlässt er uns.

Wir sind mit diesem Geschenk zur Freiheit berufen. Freiheit, die es uns ermöglicht, unser eigenes Leben in die Hand zu nehmen, uns mit unseren Talenten zu entfalten. Freiheit, sich für unsere Mitmenschen in der Familie, am Arbeitsplatz, im Ehrenamt oder in der Schule einzusetzen. Papst Johannes Paul II. hat dazu einmal gesagt:

„Freiheit besteht nicht darin, dass man tun kann, was man will. Sie gibt einem nur das Recht, zu tun, was man soll.“

Somit sind wir zur Solidarität aufgerufen. Solidarität mit den Menschen, die ihre Freiheit nicht nutzen können. Die sich selbst nicht aus Armut, Ängsten, Zwängen und Hoffnungslosigkeit befreien können.

Unsere solidarischen Bemühungen um unsere Mitmenschen sollten daher immer das Ziel haben, dass diese soweit wie möglich auf eigenen Beinen stehen können, um ihre eigene Freiheit (wieder) zu entdecken.

Auch in unserer Stadtgesellschaft sind wir zur Freiheit berufen. Viele tausend Bürgerinnen und Bürger übernehmen in unserer Stadt Verantwortung für ihre Mitmenschen und für sich selbst.

Wirken mit Ideen und Taten daran mit, dass unsere Gesellschaft besser wird. Sie reden nicht abstrakt oder kommentieren destruktiv. Sie handeln konkret und wirken konstruktiv mit. Diese Menschen machen uns allen ein kostbares Geschenk.

Was wir dafür benötigen, quasi eine Gebrauchsanweisung dafür, habe ich am 3. Advent ebenfalls gehört. In einem bekannten Pfadfinderlied:

Kommt, lasst uns den Anfang machen.
Wir probieren neue Sachen.
Wir brauchen Mut und Phantasie,
sonst verändern wir die Erde nie!

Flinke Hände, flinke Füße,
wache Augen, weites Herz,
Freundschaft die zusammen hält,
so verändern wir die Welt.

Ich wünsche Ihnen, Ihren Familien und Freunden von Herzen, dass Sie andere in diesem Sinne reich beschenken und Geschenke dieser Art annehmen können – als Fundament für  ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes und gesegnetes Jahr 2018!

Ihr Tobias Stockhoff

Bürgermeister

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