Große Ehre für einen Mann, der seit fast fünf Jahrzehnten den Tanzsport in Dorsten prägt. Helmut Winkler, Vorsitzender des TSZ Royal Wulfen, hat am Mittwoch, 29. Oktober, in Düsseldorf die Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten. Staatssekretärin Andrea Milz überreichte die höchste sportbezogene Auszeichnung des Landes im Namen von Ministerpräsident Hendrik Wüst im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Museum K21.
Gemeinsam mit Dr. Eva Selic, Vizepräsidentin Breitensport des Landessportbundes NRW, ehrte Milz insgesamt zwanzig Bürgerinnen und Bürger, die sich in besonderer Weise um den nordrhein-westfälischen Sport verdient gemacht haben. Erstmals wurden in diesem Jahr auch junge Engagierte unter 27 Jahren mit der Sportplakette ausgezeichnet. Auch das ist ein Zeichen für die wachsende Bedeutung des Ehrenamts über Generationen hinweg.
„Vorbild für ehrenamtliches Engagement“
„Die Geehrten gehen als Vorbilder voran und sorgen mit ihrem unermüdlichen Einsatz dafür, dass der Sport in Nordrhein-Westfalen so vielfältig ist“, betonte Staatssekretärin Milz in ihrer Laudatio. Die Änderung des Stiftungserlasses, die künftig auch junge Menschen berücksichtigt, sei „ein wichtiger Schritt, um Ehrenamt sichtbarer und zukunftssicher zu machen“.

Helmut Winkler steht beispielhaft für dieses Engagement: Seit 1975 ist er unermüdlich für den Tanzsport aktiv. Mit der Gründung des TSZ Royal Wulfen im Jahr 1985 legte er den Grundstein für seinen Verein. Dieser zählt heute mit über 600 Mitgliedern zu den größten Tanzsportvereinen im Kreis Recklinghausen. Unter seiner Leitung richtete der Verein über 200 Wettkämpfe, darunter nationale Meisterschaften, aus. Er schuf sich mit dem eigenen Trainingszentrum am Rhönweg eine professionelle Heimat.
Anerkennung für ein Lebenswerk
Für Winkler ist die Sportplakette eine weitere Station in einer langen Reihe von Ehrungen. Bereits 2004 wurde ihm die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen, 2021 folgte das Bundesverdienstkreuz – ebenfalls für sein außergewöhnliches Wirken im und für den Sport.

„Diese Auszeichnung gebührt nicht nur mir, sondern allen, die den Verein über Jahrzehnte mitgetragen haben“, sagte Winkler nach der Verleihung bescheiden. „Ohne mein Team, meine Familie und die vielen ehrenamtlich Engagierten beim TSZ Royal wäre all das nicht möglich gewesen.“
Dritter Dorstener mit NRW-Sportplakette
Mit der Verleihung der Sportplakette reiht sich Helmut Winkler in eine kleine, aber illustre Gruppe Dorstener Sportgrößen ein. Vor ihm erhielten bereits der paralympische Goldmedaillengewinner Heinz Simon und die Basketball-Nationalspielerin Marlies Askamp diese besondere Ehrung.
Für die Dorstener Sportszene ist die Auszeichnung nicht nur eine Würdigung der persönlichen Lebensleistung Winklers, sondern auch ein Signal für die Bedeutung des Ehrenamts im Vereinssport. Es gibt ein Beispiel dafür, wie Leidenschaft, Beharrlichkeit und Gemeinschaftssinn den Sport in Nordrhein-Westfalen lebendig halten.




























