Gesamtschüler aus Wulfen sammeln 280.000 Deckel

Wulfen (pd). Das Recycling von hochwertigen Kunststoff­verschlüssen bringt Geld. Geld, das 30 Klassen der Gesamtschule Wulfen in Form von Kunststoffdeckeln zur Bekämpfung der Kinderlähmung sammeln. „280.000 Kunststoffdeckel von PET-Flaschen, Saft- und Milchtüten haben sie bereits zusammengetra­gen. 64,7 kg kamen allein von der Klasse 5.6“, freut sich Schulleiter Hermann Twittenhoff. Die Deckel im Gesamtgewicht von 560 kg werden nun weiterge­leitet an den Verein „Deckel drauf“.

Die Idee hinter dem vom Rotary-Club gegründeten Verein ist einfach: Pfand kann auch ohne Deckel abgegeben werden. Durch das Sammeln, Ein­schmelzen und den anschließenden Verkauf des hochwertigen recyclingfähigen Materials Polyethylen oder Polypropylen werden Schluckimpfungen gegen Polio finanziert.

500 Deckel wiegen etwa ein Kilogramm und finanzieren eine Impfung in Afghanistan, Pakistan und Nigeria. Ziel der Aktion ist es, die Kinderlähmung weltweit auszurotten. „Unsere Kinder bekommen vermittelt, wie leicht es ist, anderen zu helfen“, erklärt Hermann Twittenhoff die Beweggründe. „Auf jeden Fall machen wir weiter.“

Polio ist die Abkürzung für Poliomyelitis, eine durch Polioviren hervorgerufene Infektionskrankheit. Die im Deutschen als Kinderlähmung bezeichnete Erkran­kung führt von Lähmungserscheinungen bis hin zum Tod. In Deutschland gilt Polio als ausgerottet, weltweit gibt es jedoch noch drei Länder, in denen die Krankheit auftritt. Die Ursache der Poliomyelitis, die Polioviren, können bisher nur durch Impfungen eingedämmt werden.

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