Sie wohnen alle unter einem Dach: Die Nachbarschaft der Zechenstraße 2 umfasst 17 Mietparteien.

Dorsten.Vor fast genau drei Jahren zogen sie hier ein. Von Anfang an war die Harmonie untereinander spürbar. „Jeder passt hier auf jeden auf“, lobt Andree Gramadtke, der Hausmeister. Er schaut stets nach dem Rechten und hilft, wo Hilfe gebraucht wird.

Nachbarschaft bedeutet hier: Aufeinander achten

In der Zeit vor Corona feierten die Nachbarn jährlich ein Sommerfest, bauten Zelte auf und grillten. Sie kamen im Keller zur Weihnachtsfeier zusammen.

Das alles geht jetzt nicht, dennoch achten alle aufeinander: „Auch unser Hausverwalter steht hinter uns und unterstützt uns“, erklärt Wolfgang Chlebna, einer der Mieter des Hauses. „Was mir besonders auffällt, ist der Zusammenhalt. Der ist einmalig und toll“, lobt auch Peter Bach. Sie alle sind Mieter der ersten Stunde. „Im Hausflur gibt es einen Tisch. Auf dem finden sich Zeitungen, Illustrierte und Bücher von den Mietern für andere Mieter ausgelegt“, betont Mieterin Ranghild Kortboyer. So leihen sie sich gegenseitig den Lesestoff aus und entdecken auch immer wieder altes Neues auf dem Tisch.

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Immer Zeit für ein Gespräch

Alle 17 Mietparteien haben die Wohnungen in Erstbezug angemietet und kamen so ziemlich zeitgleich hier an: „Das war ein ziemliches Gewusel“, erinnert sich Conny Chlebna, als die Möbel transportiert und die Kisten geschleppt wurden. „Damals war der Aufzug noch nicht freigegeben“, erklärt Ulla Steffen. Auch sie und ihr Mann Josef Steffen sind vor drei Jahren eingezogen.

An diesem Mittwochmorgen haben sie aber noch mehr Grund zur Freude: Sie sind auf den Tag genau 60 Jahre verheiratet. „Groß feiern ist ja nicht.“, meinen sie nachdenklich. Doch die Glückwünsche der Nachbarn sind gewiss. „Wir sind zufrieden und froh, so eine schöne Hausgemeinschaft gefunden zu haben. Da haben wir alles richtig gemacht“, erklärt Alfred Gramadtke, Vater des Hausmeisters und Bewohner. „Man hat immer kurz Zeit für ein Gespräch“, sind sich alle einig. „Wir lösen Unstimmigkeiten ohne Streit. Man redet drüber und wird sich einig“, meint Wolfgang Chlebna.

Begegnung auf Augenhöhe

So begegnen sich hier alle auf Augenhöhe, achten nicht auf arm oder reich. Gemeinsam hat die Hervester Hausgemeinschaft zudem einen Brunnen mit Pumpe gebaut, kürzlich die Weihnachtsdeko im Treppenhaus aufgehangen und den Weihnachtsbaum aufgestellt. Sie beweisen: Weihnachtsstimmung flammt auch ohne Weihnachtsfest auf. „Wir haben ein Riesenglück, ein sehr ruhiges Haus gefunden zu haben, indem alle auf Sauberkeit achten“, lobt Mieterin Annette Nikolai. „Ich kam rein und wurde sogleich herzlich aufgenommen.“  

Bleibt nur noch zu sagen: „Ein dicker Dank an die Hausgemeinschaft!“

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