Am Freitag wurde die feierliche Eröffnung der Werkstätten in der Laurentiusschule in Lembeck gefeiert
Lembeck. „Wir sind glücklich, euch hier bei uns in Lembeck begrüßen zu können“.
Das war der einstimmige Tenor aller Anwesenden am Freitag bei der offiziellen Eröffnung der Werkstätten in der ehemaligen Laurentiusschule Lembeck.

Seit Anfang September sind 72 von den insgesamt 300 Beschäftigten aus Dorsten, Erle und auch Schermbeck nach dem verheerenden Brand der Wulfener Werkstätte in der vorrübergehenden Werkstatt in der ehemaligen Laurentiusschule Lembeck untergebracht.
Bis zu diesem Zeitpunkt waren sie im gesamten Kreisgebiet in andere Werkstätten verteilt worden. Hier können alle Beschäftigten der Werkstätten der Diakonie nun wieder ihrer regelmäßigen Arbeit, ohne weitere Anfahrt, nachgehen. Das wurde am Freitag mit einem offiziellen Festakt gefeiert.

„Wir freuen uns, dass sie angekommen sind. Zuhause ist da, wo unsere Freunde sind und ich hoffe, dass alle hier eine produktive Zeit finden und später gar nicht mehr wegwollen“, so Verwaltungsreferentin der Kirchengemeinde St. Laurentius für Lembeck und Rhade.
In seiner Begrüßungsrede betonte Bürgermeister Tobias Stockhoff, dass er es sich wünsche, dass alle lange an diesem Ort bleiben und bedankte sich im Nachgang bei allen Beteiligten, die beim Brand in Wulfen im Einsatz waren.

Anja Kott vom Werkstattrat der Recklinghäuser Werkstätten bedankte sich bei der Stadt Dorsten, für die Unterstützung und das Zusammenrücken aller. „Wir sind eine Familie und es zeigt uns, dass wir ein Teil der Gesellschaft sind“.
Und auch Pfarrer Matthias Overath von der Ev. Kirche betonte, dass er sich freue, dass die Menschen der Werkstätten in Lembeck ein neues Zuhause gefunden haben. „Wir hoffen, dass es lange ein gutes Miteinander geben wird“.
Diakon Burkhard Altrath: „Wir freuen uns, dass ihr heute hier in Lembeck die Eröffnung der Werkstätten feiern könnt“.

Hervorragende Räumllichkeiten
Michael Wiese, Pressesprecher der Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen lobte besonders die hervorragenden Räumlichkeiten, die binnen sehr kurzen Zeit als Werkstätten hergerichtet wurden. „Das war schon eine sportliche Leistung, die Arbeitsräume aus den ehemaligen Klassenräumen, angefangen den Sicherheitsstandards und Brandschutz, bis hin zur Barrierefreiheit so zu schaffen, wie sie jetzt sind“, so Wiese.
Und weiter: „Ich finde es wirklich bemerkenswert, dass die Menschen und Vereine uns so mit offenen Armen hier in Lembeck empfangen haben. Das ist für uns eine ermutigende Erfahrung“, betonte Michael Wiese.

Drei von sechs Produktionen der Werkstätten, Lernmaterial unter anderem für den Schulbuch-Verlag Westermann, Montage von Fassaden und Einschlagdübel sowie die Näherei, haben nun vorübergehend in der Laurentiusschule eine neue Unterkunft gefunden.

Die Werkstätten der Diakonie für Menschen mit Handicap geben nicht nur Arbeit. Sie sehen auch ihre Aufgaben darin, in jedem Menschen eine selbstbestimmte Person zu sehen, die unabhängig von Art und Schwere der Behinderung in ihrer Entwicklung und entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen begleitet und gefördert werden.




























