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Sag Ja! zu Dorsten: Klaus Schmitz neuer Vorsitzender des Unternehmervereins

Wechsel an der Spitze des Unternehmervereins „Sag Ja! zu Dorsten“: Bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstag, 23. April 2026, im Alten Rathaus wurde Klaus Schmitz zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Er folgt auf Björn Wesler, der den Verein sieben Jahre lang mitgeprägt hat.

Der Unternehmerverein, der in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert, zählt rund 130 Mitglieder aus der lokalen Wirtschaft. Er versteht sich als Netzwerk für Handel, Dienstleistung, Gastronomie und Unternehmen in Dorsten und bringt sich regelmäßig in das Stadtleben ein.

Klaus Schmitz will Verein verjüngen

In seinen ersten Worten als neuer Vorsitzender machte Klaus Schmitz deutlich, worauf er einen besonderen Schwerpunkt legen möchte: Der Verein soll verjüngt und somit für die Zukunft breiter aufgestellt werden. Einen ersten Schritt in diese Richtung sieht der neue Vorstand dabei bereits gemacht. Mit Nicklas Michalik und Daniel Sottek rückten zwei neue Mitglieder direkt in den Beirat auf.

Gleichzeitig will „Sag Ja! zu Dorsten“ bewährte Wege fortsetzen. Der Verein möchte auch künftig eine treibende Kraft in der Stadt bleiben. Dazu gehören unter anderem die Dorstener Besentage, die Unterstützung der Blumenampeln am Markt, die Organisation der Weihnachtsbeleuchtung sowie große Veranstaltungen wie „Dorsten is(s)t mobil“, das Altstadtfest und das Lichterfest. Auch Aktionen für Kinder und Familien, etwa die Schultütenaktion und die Nikolausstiefelfüllaktion, bleiben fester Bestandteil der Vereinsarbeit.

Björn Wesler blickt auf sieben Jahre zurück

Björn Wesler gab den Vorsitz mit einem lachenden und einem weinenden Auge ab. Er erinnerte an sieben Jahre Vorstandsarbeit, die er mit vielen engagierten und unterstützenden Menschen im Verein erlebt habe. In seine Amtszeit fiel dabei unter anderem die Fusion mit der Dorstener Interessengemeinschaft Altstadt (DIA). Auch die schwierige Zeit der Corona-Pandemie prägte die Arbeit des Vereins während seiner Zeit an der Spitze.

Sag Ja! zu Dorsten Raimund Enning und Björn Wesler
Raimund Enning und Björn Wesler geben den Staffelstab im Verein „Sag ja! zu Dorsten“ nach erfolgreicher Arbeit weiter. Foto: Christian Sklenak

Mehrere Posten neu besetzt

Nicht nur im Amt des 1. Vorsitzenden gab es Veränderungen. Thomas Jägering und Claudia Michel übernehmen künftig die Posten der stellvertretenden Vorsitzenden. Bernd Bittner folgt auf Steffen Stötzel als Kassierer. Neu im Beirat ist zudem Wilhelm Schürholz.

Verabschiedet wurden Manfred Hürland und Raimund Enning. Beide scheiden nach Jahrzehnten aus der Vorstandsarbeit aus. Der Verein würdigte ihr langjähriges Engagement und ihre wertvolle Arbeit für „Sag Ja! zu Dorsten“.

Starke Rauchentwicklung in Dorsten: Brand in Wohnung an Schiffbauerstraße

Ein Wohnungsbrand an der Schiffbauerstraße hat am Montagmittag für eine weithin sichtbare Rauchentwicklung gesorgt. Eine Person konnte sich rechtzeitig ins Freie retten, auch eine Katze blieb unverletzt. Die Feuerwehr sperrte den Bereich während des Einsatzes vollständig.

Küche im ersten Stock in Vollbrand

Gegen 12 Uhr rückte die Feuerwehr Dorsten zum Einsatz aus. Bereits auf der Anfahrt war die starke Rauchentwicklung sichtbar. Auslöser war ein Brand in der Küche einer Wohnung im ersten Obergeschoss. Mehrere Trupps gingen unter schwerem Atemschutz in das Gebäude vor.

Starke Rauchentwicklung bei Wohnungsbrand an der Schiffbauerstraße in Dorsten, Feuerwehr im Einsatz
Foto: JDC

Nach Angaben von Jan Heppner habe es sich um einen Vollbrand in der Küche gehandelt. Glücklicherweise hätten sich zum Zeitpunkt des Brandes keine weiteren Personen in der Wohnung befunden. Die Einsatzkräfte löschten das Feuer vollständig ab.

Feuerwehr Dorsten löscht Küchenbrand im ersten Obergeschoss an der Schiffbauerstraße
Foto: JDC

Straße während des Einsatzes gesperrt

Während der Löscharbeiten sowie der anschließenden Aufräumarbeiten blieb die Fahrtrichtung Innenstadt zwischen Schiffbauerstraße und Ostwall in Richtung Hervest voll gesperrt. Der Verkehr wurde umgeleitet.

Feuerwehr setzt auf konsequenten Gesundheitsschutz

Nach dem Einsatz führten die Feuerwehrkräfte umfangreiche Hygienemaßnahmen durch. Hintergrund sei die Belastung durch krebserregende Stoffe im Brandrauch.

„Die Einsatzkräfte haben sich an einem Gerätewagen entkleidet, weil erkannt wurde, dass Brandrauch auch nachträglich in der Kleidung krebserregende Stoffe enthält. Deshalb soll keine Kontamination über Fahrzeuge oder Wachen verschleppt werden“, erklärte Heppner.

Feuerwehr Dorsten mit Hygieneschutzmasken nach Wohnungsbrand an der Schiffbauerstraße im Einsatz
Foto: JDC

Die Feuerwehrleute trugen dabei Hygieneschutzmasken zum Eigenschutz. „Hier wird die Kleidung abgelegt, die in der Brandwohnung getragen wurde. Gleichzeitig haben die Einsatzkräfte die Möglichkeit, sich geschützt, auch bei Regen, umzuziehen und frische Kleidung anzulegen“, so Heppner.

Mit diesen Maßnahmen wolle die Feuerwehr verhindern, dass Schadstoffe in Fahrzeuge oder Feuerwehrhäuser gelangen. Die Einsatzkräfte könnten anschließend ohne zusätzliche Belastung den Heimweg antreten.

Jan Heppner-Pressesprecher Feuerwehr Dorsten
Foto: JDC
Einsatz Feuerwehr Dorsten Ostwall
Foto: JDC

Bastelnachmittag in Hervest wächst weiter: 36 Kinder im Heimathaus dabei

Der Heimatverein Dorf Hervest setzt seinen neuen Kurs konsequent fort und baut seine Angebote für Familien weiter aus. Nach dem gelungenen Auftakt vor einigen Wochen fand am 22. April erneut ein Bastelnachmittag im Heimathaus statt. Die Resonanz fiel diesmal noch größer aus. Insgesamt 36 Kinder nahmen teil und sorgten für einen lebendigen und bunten Nachmittag.

Kreativ, vielseitig und mit viel Begeisterung

Das Angebot war breit gefächert und kam bei den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr gut an. Gemeinsam wurde gehäkelt, Steine wurden bemalt und Armbänder sowie Schlüsselanhänger gestaltet. Auch Mücken-Roll-ons und eigene Tinkturen konnten die Kinder herstellen.

Fantasievoll gestaltete Steine und Ketten. Foto: privat

Ein besonderes Highlight waren kleine Wildbienenhotels aus Baumscheiben. Diese haben die jungen Teilnehmer mit viel Liebe zum Detail gebaut und anschließend individuell bemalt. Dabei verband sich kreatives Arbeiten mit einem spielerischen Zugang zum Thema Natur.

Während des gesamten Nachmittags war die Freude deutlich spürbar. Man konnte ausprobieren, lachen und mit großer Konzentration arbeiten. Immer wieder präsentierten die Kinder stolz ihre fertigen Werke.

Ein Bienenhotel. Foto: privat

Erfolgreicher Kurs des Heimatvereins

Für den Heimatverein bestätigt auch diese Veranstaltung den eingeschlagenen Weg. Nach dem ersten Bastelnachmittag mit 23 Kindern zeigt die steigende Teilnehmerzahl, dass das Angebot in Hervest sehr gut angenommen wird. Ziel bleibt es, junge Familien stärker einzubinden und das Gemeinschaftsleben im Ort zu fördern.

Jung und Alt arbeiten Hand in Hand. Foto: privat

Die Verantwortlichen kündigen an, auch künftig regelmäßig solche Aktionen anzubieten. Der Bastelnachmittag soll fester Bestandteil des Vereinsprogramms werden und weitere Begegnungen zwischen den Generationen ermöglichen.

Dank an die Unterstützer

„Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die mit viel Engagement zum Gelingen des Nachmittags beigetragen haben. Ohne diesen Einsatz wäre eine Veranstaltung in dieser Form nicht möglich“, lobte der Vorsitzende des Heimatvereins, Carsten Bewer.

Der Heimatverein blickt bereits auf die kommenden Termine und freut sich auf die nächste kreative Runde im Heimathaus.

Streit im Park in Dorsten: Mann schwer verletzt

Ein Streit zwischen zwei Gruppen hat am Freitagabend in Dorsten einen größeren Einsatz der Polizei ausgelöst. In einer Parkanlage im Bereich der Straße „Im Werth“ wurden zwei Männer verletzt. Ein 40-jähriger Dorstener musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.

Zwei Gruppen geraten aneinander

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte sich eine Gruppe mit etwa 15 Personen in der Parkanlage aufgehalten und dort gefeiert. Gegen 22.40 Uhr soll es dann zu einem Streit im Park mit einer weiteren, etwas kleineren Gruppe gekommen sein. Zunächst blieb die Auseinandersetzung offenbar verbal, kurz darauf wurde sie jedoch handgreiflich.

Bei dem Vorfall wurde ein 40-jähriger Mann aus Dorsten schwer verletzt. Ein weiterer Dorstener, 39 Jahre alt, erlitt leichte Verletzungen. Nach ersten Informationen soll bei der Auseinandersetzung auch ein Messer eingesetzt worden sein.

Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung

Die Polizei ermittelt nach dem Streit im Park wegen gefährlicher Körperverletzung. Wer für die Tat verantwortlich ist, steht nach Angaben der Polizei noch nicht fest. Den Ermittlern liegen jedoch bereits Hinweise vor, denen nun nachgegangen wird.

Zeugen, die Angaben zu dem Vorfall oder zu möglichen Tatverdächtigen machen können, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0800/2361 111 entgegen.

Tag der offenen Tür in der Kläranlage Dorsten Holsterhausen

Ein Ort, an dem sonst kaum jemand Zutritt hat, wurde am Sonntag zum Besuchermagneten: Der Lippeverband hatte anlässlich seines 100 jährigen Bestehens zum Tag der offenen Tür in die Kläranlage Dorsten Holsterhausen eingeladen. Zwischen 11 und 16 Uhr nutzten über 1000 Gäste die Gelegenheit, die Anlage an der Baldurstraße 75 aus nächster Nähe kennenzulernen.

Bei Führungen durch die Kläranlage, Einblicken in das Pumpwerk Hammbach, Kinderaktionen und gastronomischen Angeboten zeigte sich: Abwasserreinigung ist weit mehr als ein technischer Vorgang im Verborgenen. Sie ist ein zentraler Baustein moderner Daseinsvorsorge.

Ein sonst verschlossener Ort öffnet seine Tore

Besonders gefragt waren die rund 45 minütigen Führungen über das Gelände. Betriebsleiter Christian Wolf erklärte den Besuchern, was mit dem Abwasser geschieht, nachdem es aus Haushalten, Betrieben und Industrie in die Kanalisation gelangt.

Die Tore die sonst verschlossen sind öffneten sich für Besucher. Foto: Alexander Fichtner

„Viele Menschen wissen gar nicht, welche Technik und wie viel Verantwortung hinter einer modernen Kläranlage stecken“, sagte Wolf während einer Führung. „Heute können wir zeigen, wie sorgfältig jeder einzelne Reinigungsschritt funktioniert.“

Das Interesse war entsprechend groß. Immer wieder blieben Gruppen an Becken, Pumpen und Steueranlagen stehen, stellten Fragen und zeigten sich überrascht von der Dimension des Betriebs. Das Klärwerk Dorsten Holsterhausen stammt aus dem Jahr 1977 und wurde zuletzt 2001 ausgebaut. Es ist auf 137.000 Einwohnerwerte ausgelegt. Gemeint sind damit nicht nur Menschen, sondern auch gewerbliche und industrielle Einleiter.

Die Führungen waren beliebt. Foto: Alexander Fichtner

Jährlich werden hier mehr als zehn Millionen Kubikmeter Abwasser gereinigt. Im normalen Betrieb strömen abends etwa 100 Liter pro Sekunde, tagsüber rund 200 Liter pro Sekunde in die Anlage. Bei Regenereignissen kann die Menge deutlich steigen.

Vom Schmutzwasser zum gereinigten Wasser im Klärwerk

Eine moderne Kläranlage arbeitet in mehreren Stufen. Zunächst wird das ankommende Abwasser mechanisch gereinigt. Rechen halten grobe Stoffe wie Feuchttücher, Papier oder andere Fremdkörper zurück. Danach setzen sich im Sandfang schwerere Bestandteile wie Sand und Kies ab. In Vorklärbecken können weitere Schwebstoffe entfernt werden.

Foto: Alexander Fichtner

Anschließend beginnt der biologische Teil der Reinigung. In großen Belebungsbecken übernehmen Mikroorganismen die Hauptarbeit. Sie bauen organische Stoffe ab und helfen dabei, Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor zu reduzieren. Damit diese Prozesse funktionieren, wird Sauerstoff eingebracht und die Anlage genau gesteuert.

Beginn der Führung. Foto: Alexander Fichtner

Im Nachklärbecken trennt sich der belebte Schlamm vom gereinigten Wasser. Das klare Wasser kann danach in ein Gewässer abgegeben werden. Der entstehende Klärschlamm wird weiterbehandelt. In Dorsten Holsterhausen spielt dabei auch Energiegewinnung eine wichtige Rolle: Rund 75 Prozent des Energiebedarfs werden aus erneuerbaren Quellen gedeckt, unter anderem durch Solarenergie und selbst gewonnenes Biogas.

Pumpwerk, Parkour und Programm für Familien

Neben den Führungen durch die Kläranlage bot der Lippeverband auch einen Shuttle zum Pumpwerk Hammbach an. Dort erhielten Besucher bei rund 30 minütigen Führungen weitere Einblicke in die wasserwirtschaftliche Infrastruktur der Region.

Dank der Schnellzeichner konnte man ein Andenken mitnehmen. Foto: Alexander Fichtner

Auch Familien kamen auf ihre Kosten. Eine Parkour Runner Show sorgte für Bewegung und Staunen, während Schnellzeichner, Ballonkunst und Glitzertattoos besonders bei jüngeren Gästen gut ankamen. Dazu gab es verschiedene gastronomische Angebote, darunter auch vegane Optionen.

„Wir wollten eigentlich nur kurz vorbeischauen, sind dann aber viel länger geblieben“, sagte eine Besucherin. „Man sieht diesen Ort sonst nie von innen. Gerade das macht ihn so spannend.“

Gelungene Veranstaltung mit nachhaltigem Eindruck zur Kläranlage

Trotz begrenzter Parkplätze verlief der Besucherstrom geordnet. Der Lippeverband hatte im Vorfeld empfohlen, mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Nahverkehr anzureisen. Viele Gäste folgten diesem Hinweis.

Blick über die Becken. Foto: Alexander Fichtner

Am Ende stand eine gelungene Veranstaltung, die Technik, Umweltbildung und Familienprogramm miteinander verband. Der Tag der offenen Tür machte sichtbar, wie viel Arbeit nötig ist, bevor gereinigtes Wasser wieder in den natürlichen Kreislauf zurückkehren kann.

Ein Besucher brachte es auf den Punkt: „Man dreht zu Hause den Wasserhahn auf oder spült ab und denkt nicht weiter darüber nach. Nach so einer Führung sieht man das mit anderen Augen.“

Am Ende bleibt Klärschlamm der weiterverarbeitet wird. Foto: Alexander Fichtner

Jüdischen Museum Westfalen: Tag der offenen Tür

Gegen Mittag war bereits deutlich zu spüren, dass der Tag der offenen Tür im Jüdischen Museum Westfalen gut angenommen wurde. Besucherinnen und Besucher gingen durch die Ausstellungsräume, Familien kamen mit Kindern, Gespräche entstanden bei Kaffee, Kuchen und Waffeln. Das Museum zeigte sich am Samstag, 25. April, als offenes Haus, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Begegnung ermöglicht.

Von 11 bis 17 Uhr war das Museum für alle Interessierten frei zugänglich. „Wir haben heute Tag der offenen Tür. Von 11 bis 17 Uhr ist heute das Museum geöffnet, für alle Besucherinnen und Besucher zugänglich“, erzählte Mareike Fiedler vom Jüdischen Museum Westfalen. Das Programm verband Führungen, Musik, Kinderangebote und gemeinsames Verweilen.

Arche Noah, Nachhaltigkeit und Samenbomben

Für Kinder gab es Bastelangebote und ein Kamishibai Erzähltheater. Erzählt wurde die Geschichte der Arche Noah. Daran anschließend konnte gebastelt werden. „Passend dazu basteln wir dann auch Samenbomben, weil es ja so ein bisschen auch das Thema Nachhaltigkeit und wie gehen wir mit unserer Welt um ist“, erklärte Fiedler.

Chanukka Leuchter mal. neu gedacht. Foto: Alexander Fichtner

So wurde eine alte biblische Erzählung in die Gegenwart geführt, mit einer Frage, die gerade junge Besucher unmittelbar verstehen: Wie gehen wir mit der Welt um, die uns anvertraut ist?

Führungen durch Dauer und Sonderausstellung

Auch die Ausstellungen standen im Mittelpunkt. Angeboten wurden Führungen durch die Dauerausstellung und durch die aktuelle Sonderausstellung. So konnten neue Gäste erste Zugänge zur jüdischen Geschichte und Kultur finden, während andere Besucherinnen und Besucher das Museum aus einer neuen Perspektive erlebten.

Gäste in der Dauerausstellung. Foto: Alexander Fichtner

Musik von „Handgemacht“

Für musikalische Akzente sorgte die Lebenshilfe mit der Band „Handgemacht“. Auf dem Programm standen eigene Lieder ebenso wie Coversongs. Die Musik trug dazu bei, dass das Haus an diesem Tag nicht nur ein Ort des Lernens war, sondern auch ein Ort der Freude und Teilhabe.

Die Band: Handgemacht Foto: Alexander Fichtner

Ein bewährtes Format kehrt zurück

Nach Angaben des Museums fand der Tag der offenen Tür bereits wiederholt statt. Im vergangenen Jahr hatte das Haus im Rahmen der Langen Nacht der Kultur sogar bis Mitternacht geöffnet. In diesem Jahr kehrte das Format wieder in den Tag zurück, offen, niedrigschwellig und familienfreundlich.

Blick in die Dauerausstellung. Foto: Alexander Fichtner

Neue Gesichter im Museum

Anja Mausbach vom Museum zog ein positives Zwischenfazit: „Es ist schön zu sehen, dass auch neue Gesichter das Museum entdecken.“ Genau das war an diesem Samstag zu beobachten. Das Jüdische Museum Westfalen wurde für einige Stunden zu einem lebendigen Treffpunkt, an dem Geschichte, Gegenwart und Gemeinschaft miteinander ins Gespräch kamen.

Foto: Alexander Fichtner

Abendliche Exkursion in die Welt der Fledermäuse

Wenn die Sonne untergeht und sich langsam die Dunkelheit über den Wald legt, beginnt für Fledermäuse die aktivste Zeit des Tages. Genau diesen besonderen Moment nutzten rund 25 Teilnehmende einer Exkursion der VHS Dorsten, um die faszinierenden Tiere hautnah zu erleben.

Geleitet wurde die Veranstaltung von Heike Kalfhues, Diplom-Landschaftsökologin, die sich ehrenamtlich im Landesfachausschuss Fledermausschutz Recklinghausen engagiert. Ziel der Exkursion war es, den Teilnehmenden nicht nur theoretisches Wissen zu vermitteln, sondern ihnen auch direkte Begegnungen mit den nachtaktiven Tieren zu ermöglichen.

Wissensvermittlung auf dem Rundgang

Während eines gemeinsamen Rundgangs durch den Wald erklärte Kalfhues anschaulich die Lebensweise der Fledermäuse. Dabei ging sie unter anderem auf ihre Lebensraumansprüche, ihr Jagdverhalten sowie ihre Bedeutung für das Ökosystem ein. Besonders betonte sie, wie wichtig strukturreiche Landschaften für die Tiere sind.

„Gute Beobachtungsplätze für Fledermäuse sind Waldränder, Waldwege oder auch stille Gewässer mit vielen Gehölzen“, erklärte Kalfhues. Dort sei das Nahrungsangebot besonders groß, da sich viele Insekten in diesen Bereichen aufhalten.

An mehreren Stationen entlang des Weges stoppte die Gruppe, um weitere Details zu erfahren. Die Informationen wurden dabei leicht verständlich und praxisnah vermittelt, sodass sowohl Einsteiger als auch naturinteressierte Teilnehmende auf ihre Kosten kamen.

Fledermaus Exkursion in Lembeck
Foto: Emily Flade

Spielerische Annäherung an die Tiere

Ein besonderes Element der Exkursion waren die spielerischen Einheiten. Diese sollten verdeutlichen, wie Fledermäuse sich orientieren und ihre Umwelt wahrnehmen. Durch kleine Übungen konnten die Teilnehmenden selbst nachvollziehen, wie herausfordernd die Orientierung in der Dunkelheit ohne visuelle Reize ist.

Diese interaktiven Elemente lockerten die Führung auf und sorgten gleichzeitig für ein besseres Verständnis der besonderen Fähigkeiten der Tiere.

Fledermaus-Pirsch mit Detektoren

Mit Einbruch der Dunkelheit begann der spannendste Teil des Abends. Ausgestattet mit sogenannten Fledermausdetektoren machten sich die Teilnehmenden in Zweiergruppen auf den Weg, um die Tiere selbst aufzuspüren.

Die Geräte wandeln die für Menschen unhörbaren Ultraschallrufe der Fledermäuse in hörbare Signale um. So konnten die Teilnehmenden plötzlich wahrnehmen, was ihnen sonst verborgen bleibt: das rege Treiben der Tiere bei der nächtlichen Jagd.

Der Wald wurde dabei zu einer ganz neuen Erlebniswelt. Überall waren die typischen Klick- und Zwitschergeräusche zu hören, die verrieten, dass Fledermäuse in unmittelbarer Nähe unterwegs waren.

Fledermaus Exkursion in Lembeck
Fledermaus Detektoren. Foto: Emily Flade

Fledermäuse hautnah erleben

„Wir haben uns damit beschäftigt, wie Fledermäuse leben, welche Lebensräume sie brauchen und wo man sie gut beobachten kann. Anschließend sind wir mit dem Fledermausdetektor auf Pirsch gegangen, um sie in Aktion zu erleben“, fasste Kalfhues den Abend zusammen.

Neben den Fledermäusen konnten die Teilnehmenden auch das Zusammenspiel der nächtlichen Natur beobachten. Besonders beeindruckend war dabei das Lichtspiel leuchtaktiver Insekten, das dem Abend eine zusätzliche besondere Atmosphäre verlieh.


Traumhochzeit mit 20 LKWs in Dorsten: Überraschungs-Korso rührt Braut zu Tränen

Ein Hochzeitskorso der besonderen Art sorgte in Dorsten für Aufmerksamkeit. Rund 20 Lastwagen begleiteten ein Brautpaar durch die Stadt. Die Überraschung rührte die Braut zu Tränen.

LKW-Korso wartete an der Autobahnabfahrt

Bei strahlendem Sonnenschein begann an der Autobahnabfahrt Königsberger Straße ein ungewöhnlicher Hochzeitskorso. Zahlreiche Lastwagen standen bereit, Fahrer warteten auf das Signal aus der St.-Nikolauskirche in Dorsten-Hardt. Dort fand die kirchliche Trauung von Laura und Marcel Krykwa statt.

Hochzeitskonvoi mit LKWs in Dorsten-Hardt
Einzug der Giganten. Foto: Petra Bosse

Geschlossene Aktion der Spedition

Rund 20 Fahrzeuge der Spedition Nitz aus Dorsten-Wulfen setzten sich schließlich in Bewegung. In gleichmäßiger Formation rollten die Lkw Richtung Hardt zur Trauung des Arbeitskollegen und trafen pünktlich ein, als das frisch vermählte Paar die Kirche verließ.

Hochzeit-Dorsten-Hardt-LKW Konvoi
Foto: Petra Bosse

Die Aktion zog Aufmerksamkeit auf sich. Passanten blieben stehen, Smartphones waren schnell gezückt. Wedding-Planer Hans Schuster hatte bereits eine Drohne in Stellung gebracht, um die Überraschung beim Verlassen der Kirche festzuhalten.

Hochzeitsplaner Hans Schuster aus Dorsten
Hochzeitsplaner Hans Schuster aus Dorsten, hatte alles fest im Griff. Foto: Petra Bosse

Überraschung gelingt, Braut zeigt Emotionen

Die Braut hatte sich getraut, der Konvoi gehörte sichtbar zum Konzept der Hochzeit. Die Spedition organisierte die Fahrt, die Fahrer beteiligten sich geschlossen an dem besonderen Anlass. Die Strecke führte durch das Gebiet rund um die Hardt.

Die Fahrzeuge fuhren kurz vor 15.45 Uhr lautstark vor, ordentlich der Reihe nach, denn die schmale Straße ließ nichts anderes zu. Hupen und Gesten begleiteten die Ankunft. Der Moment markierte den Übergang zur anschließenden Fahrt quer durch Dorsten und weiter zur Feier in der Location Galerie Traumfänger.

Erstaunte Hochzeitsgäste auf der Hardt-Dorsten.
Foto: Petra Bosse

„Eine logistische Meisterleistung“

Petra Micheel, Mitfahrerin in einem LKW, sagte: „Das war eine logistische Meisterleistung. Erstmal 20 Lkw von Wulfen hierher über die Autobahn zu bringen, war schon ein klasse Bild. Ganz viele Lkw hintereinander. Das zog die Aufmerksamkeit anderer Autofahrer an, sie guckten und waren begeistert. Also war das schon klasse. Und bei dem Wetter heute macht das richtig was her.“

Eins ist sicher, diese Traumhochzeit mit 20 LKWs hatte nicht nur ordentlich PS, sondern auch jede Menge Herz.

Auch das Team von Dorsten-Online wünscht dem Paar alles Gute für den gemeinsamen Lebensweg, mit viel Liebe ❤️ und natürlich immer genügend PS für alle kommenden Etappen.

Bauen und Wohnen Dorsten 2026: Erfolgreicher Auftakt auf Fürst Leopold

Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Fürst Leopold ist am Samstag die Messe „Bauen und Wohnen Dorsten“ erfolgreich gestartet. Auch am Sonntag, 26. April 2026, haben Besucher von 11 bis 17 Uhr noch die Gelegenheit, sich bei freiem Eintritt kompakt, persönlich und praxisnah zu informieren.

In der besonderen Industriekulisse des Creativquartiers drehte sich bereits am ersten Veranstaltungstag alles um die eigenen vier Wände, um energetische Sanierung, moderne Haustechnik, Feuchteschutz, Holzbau, Photovoltaik, Mobilität und viele weitere Themen rund ums Haus.

Zahlreiche Experten an den Ständen

Schon zum Auftakt zeigte sich, dass der Informationsbedarf groß und spezifisch ist. Die Besucher kamen häufig mit ganz konkreten Fragen zu den Ständen, verglichen Angebote, ließen sich technische Lösungen erklären und nutzten den direkten Kontakt zu regionalen Fachbetrieben. Gerade in Zeiten steigender Kosten und wachsender Anforderungen an Gebäude gewinnt die persönliche Beratung wieder deutlich an Bedeutung.

Besonders gefragt war erneut das Thema Energie. Am Stand von kWhoch2 freute sich Nick Weidemann über das ungebrochen große Interesse an Photovoltaik. Viele Eigentümer beschäftigen sich aktuell mit der Frage, wie sie ihre Immobilie unabhängiger, effizienter und langfristig kostensicherer machen können.

Bauen und Wohnen Dorsten 2026 Baumesse
Nick Weidemann und Lukas Kurig von kWhoch2. Foto: Elena Arat

„Das Interesse an Photovoltaik ist weiterhin sehr groß“, so Nick Weidemann. „Durch die stark steigenden Preise für fossile Energieträger wird das Thema für viele Hausbesitzer noch einmal deutlich relevanter.“

Damit dürfte Solarenergie auch am zweiten Veranstaltungstag zu den Themen, bei denen sich ein Messebesuch besonders lohnt. Wer wissen möchte, welche Möglichkeiten für das eigene Dach bestehen, kann sich vor Ort direkt beraten lassen.

Lösungsorientierte Beratungen

Auch das Team des ISOTEC-Fachbetriebs Abdichtungssysteme Costa GmbH ist vor Ort und informiert interessierte Besucher über Feuchte- und Schimmelschäden an Gebäuden. Gerade bei älteren Immobilien sind feuchte Wände, Kellerprobleme oder Schimmelbildung Themen, die viele Eigentümer beschäftigen.

Bauen und Wohnen Dorsten 2026 Baumesse
Das Team von IsoTec. Foto: Elena Arat

Die Experten zeigten, worauf Betroffene achten sollten, welche Ursachen hinter solchen Schäden stecken können und welche professionellen Abdichtungslösungen infrage kommen. Für Besucher bietet die Messe damit die Möglichkeit, erste Einschätzungen einzuholen und konkrete Fragen direkt mit Fachleuten zu besprechen.

Bei Pieper Holzbau standen individuelle Lösungen im Mittelpunkt. Ob Anbau, Modernisierung, Dachausbau oder besondere Konstruktionen, der Holzbau bietet viele Möglichkeiten, Wohnraum zu schaffen, Gebäude aufzuwerten oder bestehende Immobilien an neue Bedürfnisse anzupassen.

Bauen und Wohnen Dorsten 2026 Baumesse
Gute Laune am Stand von Pieper Holzbau. Foto: Elena Arat

Gerade die persönliche Beratung macht hier den Unterschied. Viele Projekte lassen sich nicht pauschal planen, sondern benötigen eine Lösung, die zum Gebäude, zum Budget und zu den Vorstellungen der Eigentümer passt. Genau dafür bietet die Messe den passenden Rahmen.

Hochmotiviert ging es auch am Stand von VEST Haustechnik zu. Der Samstag verlief bereits erfolgreich, das Interesse an moderner Heiztechnik, effizienten Systemlösungen und zukunftsfähiger Gebäudetechnik war groß.

Bauen und Wohnen Dorsten 2026 Baumesse
Der Stand von Vest Haustechnik. Foto: Elena Arat

Das Unternehmen zeigt zudem Synergien mit der Vaillant Group auf, die zusätzlich mit einem Wärmepumpen-Showtruck vor der Halle vertreten ist. Besucher können sich dort anschaulich über moderne Wärmepumpentechnik informieren und erleben, welche Möglichkeiten es für Neubau und Sanierung gibt.

Wer für Baustelle, Handwerk, Familie oder Freizeit noch das passende Fahrzeug sucht, findet ebenfalls Anknüpfungspunkte auf der Messe. Die Heddier Gruppe präsentiert passende Lösungen rund um Vans und Nutzfahrzeuge. Damit ergänzt das Angebot den Messebesuch um ein Thema, das für viele Selbstständige, Handwerksbetriebe und private Nutzer gleichermaßen interessant ist.

Auch am Sonntag kann man sich von 11 bis 17 Uhr informieren

Nach dem gelungenen Auftakt am Samstag geht die Messe „Bauen und Wohnen Dorsten“ am Sonntag in die zweite Runde. Für Besucher bietet sich noch einmal die Gelegenheit, ohne Eintrittskosten mit Ausstellern ins Gespräch zu kommen, konkrete Fragen zu stellen und sich Inspiration für eigene Vorhaben zu holen.

Gleich, ob es dabei um Photovoltaik, Wärmepumpe, Feuchteschutz, Holzbau, Modernisierung, Sanierung, Finanzierung, Sicherheit, Einrichtung oder den Garten geht. Das Spektrum der Messe ist breit. Wer aktuell ein Projekt plant oder überlegt, sein Zuhause energetisch, technisch oder optisch zu verbessern, findet auf Fürst Leopold viele Ansprechpartner an einem Ort.

Der zweite Messetag findet am Sonntag, 26. April 2026, von 11 bis 17 Uhr auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Fürst Leopold, Halterner Straße 105 in Dorsten, statt. Der Eintritt ist frei.

Eisstockarena Dorsten-Hardt: Sonniger Start für neue Bahnen

Eisstockarena Dorsten-Hardt, ein Wochenende im Mai, Sonnenschein und beste Laune. Der Samstag zeigte sich von seiner freundlichen Seite und passte damit perfekt zur Eröffnung der neuen Anlage auf dem Sportplatz Dorsten-Hardt. Rund 100 Gäste waren dabei und probierten die Bahnen direkt aus.

Spieler testen die 30 Meter langen Bahnen der Eisstockarena Dorsten-Hardt, die von zwei Seiten bespielbar sind
Spieler nutzen die Gelegenheit zu Probeläufen auf den 30 Meter langen Bahnen der Eisstockarena Dorsten-Hardt, die von zwei Seiten bespielbar sind.. Foto: Petra Bosse

Die Eröffnung der neuen Eisstockarena Dorsten-Hardt markiert einen weiteren Schritt in der lokalen Sportentwicklung. Auf dem Sportplatz Dorsten-Hardt wurde die Anlage feierlich eingeweiht. Zwei neue Bahnen stehen ab sofort für Training und Wettkampf bereit.

Sonniger Start für die neue Eisstockarena Dorsten-Hardt

Das Wetter spielte mit und sorgte für einen gelungenen Auftakt. Der Samstag war alles andere als eisig, sondern sehr sonnig und angenehm. Schon am Nachmittag nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit zu ersten Probeläufen auf den neuen Bahnen.

Spieler nutzen die Gelegenheit zu Probeläufen auf den 30 Meter langen Bahnen der Eisstockarena Dorsten-Hardt, die von zwei Seiten bespielbar sind.
Foto: Petra Bosse

Offizielle Eröffnung und Begrüßung

Der erste Vorsitzende Sven Hecker eröffnete die Veranstaltung offiziell, gemeinsam mit Bürgermeister Tobias Stockhoff. In seiner anschließenden Rede gratulierte der Bürgermeister dem Verein und ordnete die Neugründung in die Sportlandschaft der Stadt ein. Dorsten zähle nun 104 Sportvereine. Er lobte das Engagement der Beteiligten und gestaltete seinen Auftritt kurzweilig und humorvoll.

Ein Jahr Arbeit zahlt sich aus

Hinter dem Projekt steht der erste Asphalt- und Eisstockverein in Dorsten. Der Verein wurde als 1. Asphalt- und Eisstockverein in das offizielle Vereinsregister eingetragen. Den Verein gibt es seit rund einem Jahr. In dieser Zeit entstand die neue Anlage mit viel Eigeninitiative.

Eisstockarena Dorsten-Hardt Eröffnung mit Michael Maiß und Sven Hecker
Spieler nutzen die Gelegenheit zu Probeläufen bei der Eröffnung der Eisstockarena Dorsten-Hardt, begleitet von Michael Maiß und dem Vorsitzenden Sven Hecker. Foto: Petra Bosse

„Finanziert wurde das Projekt unter anderem durch Mittel aus der Sportpauschale sowie durch Sponsoring und Eigenleistungen der Mitglieder“, sagte Michael Maiß, Sportkoordinator der Stadt Dorsten. Insgesamt waren etwa 100 Gäste vor Ort, die sich auf mehrere Reihen verteilten. Die Stimmung war gelöst, das Interesse groß.

Spieler testen die Eisstockarena Dorsten-Hardt bei der Eröffnung
Foto: Petra Bosse

Training und Ausblick

Die neue Eisstockarena Dorsten-Hardt wird künftig regelmäßig genutzt. Trainiert wird einmal pro Woche, mittwochs ab 18.30 Uhr. Der Verein zählt derzeit etwas über 50 Mitglieder und möchte weiter wachsen.

Am 27. und 28. Juni 2026 werden die Organisatoren den ersten „Vereinte Volksbank Eisstockcup der Vereine“ ausrichten. Noch können Interessierte Mitglied beim 1. AEV werden und für den Eisstockcup trainieren.

Die Anlage gilt als gelungenes Beispiel für ehrenamtliches Engagement und sportliche Entwicklung in Dorsten.

Musikschule lädt ein: Erste Berührungen mit Instrumenten

Viele Eltern ermutigen ihre Kinder dazu, schon in jungen Jahren ein Instrument zu lernen. Um herauszufinden, welches Instrument zu einem passt, veranstaltete die Musikschule in der VHS einen Tag der offenen Tür. Kinder konnten sich an einer großen musikalischen Bandbreite ausprobieren. Von Gitarre bis Schlagzeug stand alles zur Verfügung.

„Man muss erstmal den Spaß an der Musik wecken“

Geige, Cello, Kontrabass, Gitarre und noch vieles mehr hörte man auf den Gängen der Dorstener VHS. Zum Auftakt spielte um 10:00 Uhr eine hauseigene Band den Auftakt. Ab dann waren die dutzenden Kinder frei, ihr neues Lieblingsinstrument zu finden.

Musikschule VHS lädt zum Tag der offenen Tür ein
Harald Mielke (rechts) zeigt Kindern die Welt der Gitarren. Foto: Christian Haug

„Das wichtigste ist es, dass wir bei den Kindern den Spaß an der Musik wecken. Wir bieten diesen Tag vor allem zum ausprobieren an, dass man das erste Mal einen Ton mit dem Instrument erzeugt. Manchmal nimmt ein Kind eine Trompete in die Hand und pustet direkt einen Ton raus. Dann merkt man schon, dass es was besonderes für die Kinder ist“, verrät Wolfgang Endrös, Leiter der Musikschule.

Angebot zur musikalischen Früherziehung

Zu jeder halbe Stunde hatten Kinder die Möglichkeit, an einem besonderen Programm teilzunehmen. Wenke Ertmer führte Kinder ab drei Jahren in die Welt der Musik ein. Hier hatten die kleinen Nachwuchsmusiker erste Berührungspunkte mit Rhythmus und Melodie.

Musikschule VHS lädt zum Tag der offenen Tür ein
Kinder lernten unter anderem, wie man im Rhythmus auf Percussions schlägt. Foto: Christian Haug

Für Speis und Trank war ebenfalls gesorgt. Der Förderverein der Musikschule versorgte die Familien mit frischen Waffeln und kühlen Getränken. Bis 14:00 Uhr konnten man sich in den vielen Musikräumen ausprobieren. Das ein oder andere Kind ist an dem Tag mit einer neuen Leidenschaft fürs Leben nach Hause gegangen.

Tobias Mann über die Gesellschaft: Was ist Real, Was ist Fake?

„Amerika wird von einem Orang-Utan geführt“ und „unser Bundeskanzler hat jede Bevölkerungsschicht durchbeleidigt“. In den ersten 15 Minuten macht Kabarettist Tobias Mann klar, dass hier jede politische Figur auf die Schippe genommen wird. Vor allem, wenn dieser mit der aktuellen Regierung in Verbindung steht.

Egal ob klassischer Stand-Up oder musikalische Einlage, der gebürtige Mainzer begeisterte die Aula der St. Ursula Realschule. Sein aktuelles Programm „Real / Fake“ beschäftigt sich vor allem mit den Gegensätzen in der heutigen Welt. Allen voran natürlich Künstliche Intelligenz. „KI ist natürlich sehr schwer zu bedienen. Manche Menschen haben schon Probleme mit der natürlichen Intelligenz“, analysiert Tobias Mann das heutige Zeitgeschehen.

Tobias Mann in der Aula St Ursula
Tobias Mann witzelt scharf über unsere Bundesregierung. Foto: Christian Haug

Was sind die Probleme unserer Regierung?

Auf zwei Regierungschefs hat es Tobias besonders abgesehen. Der amerikanische Präsident Donald Trump kam am Abend nicht gut weg. „Bei Kabarett versucht man ja, die Oberflächlichkeit zu überwinden und das innere Wesen einer Person zu bewerten. Aber wie macht man Witze über eine Person, die wirklich nur oberflächlich ist?“, verrät der mehrfach ausgezeichnete Kabarettist.

Auch die aktuelle Bundesregierung kam nicht gut weg, vor allem Kanzler Friedrich Merz: „Fritze hat alle Bevölkerungsgruppen beleidigt. Die junge Generation ist faul, den Älteren wird die Rente gekürzt, wer krank wird ist selber Schuld und so weiter. Es fehlt nur noch, dass er sich mit den Babys anlegt. Hör auf rumzukrabbeln, lern endlich mal zu laufen!“

Tobias Mann in der Aula St Ursula
Volles Haus in der Aula St. Ursula. Foto: Christian Haug

„In meiner Brust schlagen zwei Herzen“

Als Kabarettist sollte man sich über all das gute politische Material freuen. Für den gebürtigen Mainzer ist es aber nicht ganz so einfach: „Natürlich bin ich auch etwas froh, wenn ich so viel Weltgeschehen in meinem Programm verarbeiten kann. Aber ist ist nun einmal auch die Realität, in der wir leben. Ich würde mir wünschen, dass es auf der Welt besser laufen würde. Da schlagen zwei Herzen in meiner Kabarettisten-Brust.“

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