Start Blog Seite 29

„Das halte ich nicht durch“: Baustelle bringt Café Anneliese in Not

Die Baustelle vor der Tür macht dem Café Anneliese in Dorsten-Hardt schwer zu schaffen. Parkplätze weg, Haltestellen verlegt, kaum Laufkundschaft. Inhaberin Pia Kötting sagt: „Das halte ich nicht durch.“ Trotzdem plant sie weiter Aktionen und hofft, dass Dorsten ihr Café nicht vergisst.

Wer das Café Anneliese an der Fährstraße kennt, weiß: Es ist kein anonymer Gastronomiebetrieb, sondern ein Ort mit viel Persönlichkeit. Inhaberin Pia Kötting hat ihr Café Stück für Stück aufgebaut, mit alten Möbeln, Erinnerungsstücken, regionalen Produkten und viel Liebe zum Detail. Schon beim Betreten soll das Gefühl entstehen, „gemütlich wie bei Oma und Opa“ zu sitzen. Genau dieses Konzept hatte Dorsten-Online bereits in einem früheren Porträt über Pia Kötting und ihr Café vorgestellt.

Doch derzeit ist von dieser warmen Café-Atmosphäre vor allem drinnen etwas zu spüren. Draußen bestimmen Baustellen den Eindruck. Durch die Arbeiten an der Klosterstraße und der Fährstraße ist das Umfeld des Cafés aktuell stark beeinträchtigt. Für Pia Kötting ist das längst mehr als nur eine vorübergehende Unannehmlichkeit.

„In den vergangenen Wochen ist mein Umsatz enorm eingebrochen“, sagt sie. Die Sorge ist ihr deutlich anzumerken. Denn viele Gäste, die sonst spontan vorbeikamen oder regelmäßig ihren festen Platz im Café hatten, bleiben derzeit aus.

Pia Kötting mit Ehemann und dem gemeinsamen Hund Murphy. Foto: Borgwardt

Baustelle schneidet den gewohnten Weg ab

Hintergrund sind die Bauarbeiten im Bereich Klosterstraße/Fährstraße. Der Abschnitt ist gesperrt, Buslinien werden umgeleitet, nahe gelegene Haltestellen fallen vorübergehend weg. Für viele Menschen mag das ärgerlich sein. Für die Gäste des Café Anneliese ist es aber oft ein echtes Hindernis.

Besonders ältere Besucherinnen und Besucher sind betroffen. Viele von ihnen kamen bislang mit dem Bus oder legten nur kurze Wege zu Fuß zurück. Die Ersatzhaltestellen liegen nun weiter entfernt. Was für jüngere Menschen vielleicht nur ein kleiner Umweg ist, kann für Senioren zur Hürde werden. Wer nicht mehr gut zu Fuß ist, wer einen Rollator nutzt oder auf kurze Wege angewiesen ist, überlegt sich den Besuch zweimal oder schafft ihn schlicht nicht mehr.

Damit fehlt manchen älteren Gästen nicht nur Kaffee und Kuchen. Ihnen fehlt ein wichtiger Treffpunkt im Stadtteil. Das Café Anneliese ist für viele ein Ort der Begegnung, ein Platz für Gespräche, kleine Rituale und ein Stück Alltag. Wenn dieser Ort plötzlich schwer erreichbar wird, reißt das auch eine Lücke in den sozialen Austausch.

Parkplätze fehlen, Laufkundschaft bleibt aus

Auch mit dem Auto ist die Lage schwierig. Die Parkplätze direkt vor dem Café sind wegen der Baustelle derzeit nicht nutzbar. Damit fällt ein wichtiger Vorteil weg: kurz anhalten, aussteigen, Kaffee trinken, Kuchen mitnehmen oder sich mit Bekannten treffen.

Hinzu kommt: Als privater Betrieb darf das Café keine eigenen Hinweisschilder vor der Baustelle aufstellen, um auf den geöffneten Betrieb aufmerksam zu machen. Wer nicht genau weiß, dass das Café trotz Baustelle erreichbar ist, fährt oder läuft unter Umständen daran vorbei.

Für Pia Kötting bedeutet das: Die Laufkundschaft bleibt praktisch aus. Stammgäste kommen seltener. Neue Gäste finden den Weg kaum. Gerade ein kleines Café, das von persönlicher Nähe, wiederkehrenden Gästen und spontanen Besuchen lebt, spürt solche Einschränkungen sofort.

„Das halte ich nicht durch“

Pia Kötting hat nach eigenen Angaben bereits zahlreiche Gespräche geführt und bei verschiedenen Stellen angerufen. Eine praktikable Lösung habe sich bislang aber nicht ergeben. Auch Ideen wie ein Taxibus oder andere Hilfen für mobilitätseingeschränkte Gäste seien bisher ohne Ergebnis geblieben.

Pia Kötting macht sich große Sorgen um ihr kleines Café. Foto: Borgwardt

Für die Inhaberin ist die Situation existenzbedrohend. Denn die Baustelle könnte sich noch über Monate hinziehen. „Das halte ich nicht durch“, sagt Pia Kötting.

Dabei trifft es ausgerechnet einen Betrieb, der mit viel Herzblut aufgebaut wurde. Das Café Anneliese ist kein Ort, an dem Gäste einfach nur schnell etwas konsumieren. Viele kommen wegen der Atmosphäre, wegen der Gespräche, wegen der Kuchen und wegen des Gefühls, willkommen zu sein. Wenn diese Menschen plötzlich nicht mehr hinkommen, fehlt dem Café nicht nur Umsatz, sondern auch das, was den Ort ausmacht.

Pia Kötting plant weiter Aktionen

Trotz der schwierigen Lage gibt Pia Kötting nicht auf. Für die kommenden Wochen hat sie mehrere Aktionen geplant. Am 1. Mai soll es Hohe-Mark-Eis geben. Zum Muttertag ist eine Blumenaktion vorgesehen. An Vatertag möchte sie Bockwurst und Kartoffelsalat anbieten. Auch ein Rentner-Speed-Dating im Herbst ist bereits in Planung.

Gerade diese Ideen zeigen, wie sehr Pia Kötting ihr Café als Treffpunkt versteht. Es soll ein Ort sein, an dem Menschen zusammenkommen, nicht nur für Kaffee und Kuchen, sondern auch für Begegnung.

Die gemütliche Sitzecke bleibt derzeit viel zu oft leer. Foto: Borgwardt

Café bleibt trotz Baustelle erreichbar

Pia Kötting hofft nun darauf, dass ihre Gäste ihr Café trotz Baustelle nicht vergessen. Wer helfen möchte, kann das ganz einfach tun: vorbeikommen, Kuchen mitnehmen, einen Kaffee trinken oder anderen erzählen, dass das Café Anneliese weiterhin geöffnet ist.

Denn am Ende geht es nicht nur um eine Baustelle. Es geht um einen kleinen Dorstener Betrieb, der mit viel Liebe aufgebaut wurde, und um einen Treffpunkt, der für viele Menschen im Stadtteil wichtig geworden ist.

Das Café Anneliese befindet sich an der Fährstraße 19 in Dorsten.

Dorstener Band „Vertikal“ will zu Rock am Ring

Die Dorstener Rockband Vertikal steht im Finale eines Bandcontests von Brillux Radio. Der Preis wäre ein Auftritt bei Rock am Ring 2026 am Nürburgring. Jetzt zählt jede Stimme.

Für die Band Vertikal aus Dorsten könnte 2026 ein besonderer Traum wahr werden. Die sechsköpfige Formation hat es in die finale Votingrunde eines Bandcontests von Brillux Radio geschafft. Dem Gewinner winkt ein Auftritt bei Rock am Ring, einem der bekanntesten Musikfestivals Deutschlands.

Das Festival findet vom 5. bis 7. Juni 2026 am Nürburgring statt. Dann stehen dort drei Tage Konzerte und mehrere Tage Camping auf dem Programm. Rock am Ring ist für 2026 bereits ausverkauft.

Publikum entscheidet über den Festivalauftritt

Insgesamt zwölf Bands haben es in die finale Abstimmungsrunde geschafft. Vertikal ist als Dorstener Beitrag mit dabei. Noch bis zum 3. Mai können Fans online für ihre Favoriten abstimmen. Die Gewinnerband darf an allen drei Festivaltagen auf der Brillux Radio Karaoke Stage auftreten, die zentral zwischen den beiden Hauptbühnen am Nürburgring liegt.

Für Vertikal wäre das ein Auftritt vor einem großen Festivalpublikum. Der Bandcontest richtet sich an frische und interessante Acts. Bewerben konnten sich die Bands mit einer Coverversion aus ihrem jeweiligen Genre. Begleitend zur Abstimmung stellt Brillux Radio die teilnehmenden Gruppen im Programm und online vor. Dazu gehören Airplay, Interviews und weitere digitale Präsenz.

Ska-Punk aus Dorsten

Vertikal ist in Dorsten und im Ruhrgebiet keine unbekannte Band. Die Musiker verbinden deutschsprachige Texte mit Ska-Punk-Attitüde und energiegeladenen Shows. Auf der offiziellen Bandseite werden die sechs Mitglieder als Töle, Fuldner, Pax, Dan, Joni und Bobby vorgestellt.

Auch lokal war Vertikal bereits mehrfach auf der Bühne zu erleben. 2024 spielte die Band unter anderem im Treffpunkt Altstadt in Dorsten und sorgte dort als Support für einen rockigen Konzertabend.

So können Fans abstimmen

Wer Vertikal unterstützen möchte, kann seine Stimme online auf der Seite von Brillux Radio abgeben. Dort sind auch die teilnehmenden Bands, die Bewerbungsbeiträge und weitere Informationen zum Contest zu finden.

Abstimmung: www.brillux.radio/rockt-am-ring

Voting läuft bis: 3. Mai 2026
Festival: Rock am Ring, 5. bis 7. Juni 2026, Nürburgring

„Tiere suchen ein Zuhause“ dreht im Tierheim Dorsten

Das Tierheim Dorsten hatte am Freitag, 24. April, besonderen Besuch: Das Team der bekannten WDR-Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ war zu Gast, um mehrere Tiere aus dem Tierheim vorzustellen. Mit dabei war Moderatorin Simone Sombecki, die seit 2012 durch die Sendung führt.

Für Sombecki war der Termin in Dorsten nicht nur ein beruflicher Besuch. Die Moderatorin, Diplom-Pädagogin und Schauspielerin stammt aus Marl und ist vielen WDR-Zuschauern auch aus der Serie „Ein Fall für die Anrheiner“ bekannt. Privat ist sie seit Langem im Tierschutz engagiert. „Auf Dorsten freue ich mich immer ganz besonders, denn das ist ja für mich als Ruhrpottmädchen ein Heimspiel“, sagte sie beim Dreh. Auch persönlich hat sie enge Verbindungen in die Stadt: Ihre Mutter und Schwiegermutter leben in Dorsten, zudem stammt ihr Ehemann aus Dorsten.

Zur Vorbereitung gab es von Moderatorin Simone Sombecki einige Leckerchen für den Hund. Links Pflegerin Janina Hahn. Foto: Borgwardt

Drei Hunde vor der Kamera

Vor der Kamera standen vom Tierheim-Team Marina Hinz, Vorstandsmitglied des Tierschutzvereins Dorsten und die Herrlichkeit Lembeck e.V. sowie Leiterin des Tierheim-Teams, und Janina Hahn. Vorgestellt wurden die Hunde Püppi, Tassima und Diva.

Foto: Borgwardt

Für das Tierheim ist der Besuch des WDR eine besondere Chance. Denn die Sendung erreicht seit vielen Jahren ein großes Publikum und kann dabei helfen, für heimatlose Tiere ein neues Zuhause zu finden. Marina Hinz freute sich entsprechend über den Drehtermin in Dorsten. Einige der vorgestellten Hunde bringen schwierige Vorgeschichten mit. Dazu gehören schlechte Behandlung bei früheren Haltern oder ein schlechter Gesundheitszustand bei der Aufnahme im Tierheim.

Foto: Borgwardt

Hühner als neugierige Zuschauer

Gedreht wurde auf der Rasenfläche neben dem Hühnergehege. Dort sorgten nicht nur Kamera, Licht und Mikrofone für Aufmerksamkeit. Auch die Hühner verfolgten das Geschehen sichtbar neugierig und saßen eng beieinander, während das Team arbeitete. Für die Aufnahmen blieb das Tierheim während dieser Zeit geschlossen.

Bereits 2022 war „Tiere suchen ein Zuhause“ im Tierheim Dorsten zu Gast. Nun bekommt das Dorstener Tierheim erneut die Möglichkeit, Tiere einem größeren Publikum vorzustellen und auf ihre Schicksale aufmerksam zu machen.

Tiere suchen ein Zuhause WDR Drehtermin Tierheim Dorsten
Foto: Borgwardt

Ausstrahlung am 3. Mai

Die Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ wird bereits seit 1991 im WDR ausgestrahlt. In den Folgen werden Hunde, Katzen, Kleintiere und gelegentlich auch andere Tiere vorgestellt, die ein neues Zuhause suchen. Dazu kommen Tipps von Fachleuten zu Haltung, Erziehung und Gesundheit.

Der Beitrag aus dem Tierheim Dorsten soll am 3. Mai um 18 Uhr im WDR-Fernsehen ausgestrahlt werden.

Stadt und Polizei zeigen am 1. Mai Präsenz im Bürgerpark Maria Lindenhof

Zum Maifeiertag rechnen Stadt Dorsten und Polizei auch in diesem Jahr wieder mit vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Bürgerpark Maria Lindenhof. Damit das Treffen am Freitag, 1. Mai, sicher und friedlich verläuft, werden Ordnungsamt, Jugendamt und Polizei mit starker Präsenz vor Ort sein.

Geplant sind unter anderem Jugendschutz- und Alkoholkontrollen. Die Stadt erinnert in diesem Zusammenhang an die geltenden „Spielregeln“ für den Aufenthalt im Bürgerpark.

Alkohol, Rauchen und Cannabis: Das gilt am 1. Mai

Für Jugendliche unter 16 Jahren gilt ein generelles Alkoholverbot. Junge Menschen zwischen 16 und 18 Jahren dürfen Bier und Biermischgetränke konsumieren, Spirituosen sind für sie jedoch tabu. Die Einsatzkräfte werden Ausweise kontrollieren und nicht erlaubte Getränke je nach Alter einziehen.

Auch beim Rauchen gelten klare Regeln: In der Öffentlichkeit ist Rauchen erst ab 18 Jahren erlaubt. Der Konsum von Cannabis ist im gesamten Bürgerpark Maria Lindenhof verboten.

Grillen in Maria Lindenhof nur auf ausgewiesenen Flächen

Wer am 1. Mai im Bürgerpark grillen möchte, darf dies nur auf den vorgesehenen runden betonierten Grillflächen tun. Stadt und Polizei weisen zudem darauf hin, dass Müll ordnungsgemäß zu entsorgen ist. Dafür sollen ausreichend Abfallbehälter bereitstehen.

Besonders geschützt sind die Lippeauen als Naturschutzgebiet sowie der Lippedamm. Die Einsatzkräfte werden darauf achten, dass diese Bereiche nicht beeinträchtigt werden.

Stadt und Polizei wollen Gewalt verhindern

Grundsätzlich sind Zusammenkünfte wie am Maifeiertag im Parkgelände Maria Lindenhof erlaubt. Die Einsatzkräfte appellieren jedoch an alle Besucher, sich rücksichtsvoll und angemessen zu verhalten. Das gelte auch mit Blick auf die Anwohner rund um den Bürgerpark und die umliegenden Bereiche.

Ansätze von Gewalt sollen konsequent unterbunden und verfolgt werden. Platzverweise werden nach Angaben der Stadt bei Bedarf ausgesprochen und durchgesetzt.

Toilette wird am Abend wieder abgeschlossen

Die Stadt weist außerdem darauf hin, dass die mobile Toilette am Wasserspielplatz am Abend wieder abgeschlossen wird, wenn die Feiern sich dem Ende nähern. Hintergrund ist ein früherer Maifeiertag, bei dem die Sanitäranlage in den späten Abendstunden stark beschädigt wurde.

Besucher, die sich danach noch im Park aufhalten möchten, sollten daher berücksichtigen, dass die Toilette am Abend nicht mehr zur Verfügung steht.

Falscher Stadtwerke-Mitarbeiter bestiehlt Seniorin in Dorsten-Hardt

Eine ältere Frau aus Dorsten ist auf der Hardt Opfer von Trickbetrügern geworden. Ein Mann gab sich als Mitarbeiter der Stadtwerke aus und verschaffte sich so Zutritt zur Wohnung der Seniorin. Später stellte die Frau fest, dass Goldschmuck fehlte.

Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Polizei bereits am Montagnachmittag (27. April) gegen 14.30 Uhr auf der Querstraße. Anzeige wurde am Mittwoch erstattet. Nach bisherigen Erkenntnissen klingelte ein Mann bei der Seniorin und gab vor, Mitarbeiter der Stadtwerke zu sein. Er soll entsprechende Kleidung getragen haben, einen dunkelblauen Anzug mit der Aufschrift „Stadtwerke“.

Seniorin an Wasseruhr abgelenkt

Die Dorstenerin ließ den vermeintlichen Mitarbeiter in die Wohnung. Gemeinsam gingen beide zur Wasseruhr. Während die Frau dort offenbar abgelenkt wurde, betrat vermutlich ein zweiter Täter die Wohnung. Am Abend bemerkte die Seniorin schließlich, dass Goldschmuck fehlte.

Die Polizei geht nach derzeitigem Stand von einer bekannten Betrugsmasche aus. Trickdiebe geben sich dabei häufig als Handwerker, Mitarbeiter von Versorgungsunternehmen oder Amtspersonen aus, um in Wohnungen zu gelangen.

Polizei sucht Zeugen

Der Mann, der sich als Stadtwerke-Mitarbeiter ausgab, wird wie folgt beschrieben: Er soll etwa 40 bis 45 Jahre alt und rund 1,80 bis 1,85 Meter groß sein. Er hatte kurze dunkle Haare, trug einen dunkelblauen Anzug mit der Aufschrift „Stadtwerke“ und sprach Deutsch mit vermutlich arabischem Akzent.

Die Polizei bittet Zeugen, die im Bereich der Querstraße in Dorsten-Hardt verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, sich zu melden.

Warnung vor Trickbetrügern

Die Polizei warnt zugleich vor ähnlichen Maschen. Unbekannte Personen sollte man grundsätzlich nicht in die Wohnung lassen. Wer Besuch von angeblichen Mitarbeitern eines Unternehmens bekommt, sollte sich immer einen Dienstausweis zeigen lassen und diesen sorgfältig prüfen. Im Zweifel empfiehlt die Polizei, direkt beim angeblichen Arbeitgeber anzurufen.

Wichtig sei außerdem, sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Wer unsicher ist, sollte Nachbarn, Angehörige oder andere Vertrauenspersonen hinzuziehen. Türen sollten geschlossen bleiben und nur mit Sicherung, etwa über den Türspalt, geöffnet werden. Im Verdachtsfall sollte man sofort die Polizei über den Notruf 110 informieren.

Gerade ältere Menschen werden immer wieder gezielt von Trickbetrügern angesprochen. Die Polizei rät deshalb, auch mit Angehörigen und Nachbarn über solche Betrugsmaschen zu sprechen.

Schützenfest Deuten 2026: Start in die Schützenfest-Saison

Deuten hat die Dorstener Schützenfestsaison 2026 eröffnet. Der Bürgerschützenverein Deuten feierte vom 8. bis 10. Mai sein Schützenfest. Neuer Schützenkönig ist Oliver „Olli“ Fasselt, Königin ist Silke Brüggerbusch. Die Vorparade am 2. Mai stimmte das Dorf auf drei festliche Tage ein.

Direkt zu: Vorparade · Kaiserpaar · Festbeginn · Parade · Königsschießen · Programm · Mehr zum Schützenfest

Deuten bereitete sich auf eines der wichtigsten Wochenenden im Dorfleben vor. Als das Bataillon antrat, die Fahnen an den Straßen hingen und das Festzelt gefüllt war, stand wieder das Schützenfest im Mittelpunkt. Im Rückblick richtete sich der Blick besonders auf den Kaiserthron um Martin Große-Peclum und Mechthild Hawig sowie auf den Silberthron mit König Martin Timmermann und Königin Hedwig Tovar.

Bereits eine Woche vor dem eigentlichen Fest stieg die Vorfreude deutlich. Am Samstag, 2. Mai, lud der Bürgerschützenverein Deuten zur Vorparade ein. Sie war längst mehr als nur eine Übung für den großen Festzug. Mit Biervogelschießen, Musik und Zeltparty hatte sie sich in den vergangenen Jahren zu einem eigenen Treffpunkt für Deutener und Gäste aus der Umgebung entwickelt.

Vorparade mit Biervogelschießen und Zeltparty

Das Festzelt an der Birkenallee öffnete am Samstag der Vorparade bereits um 14.15 Uhr. Neben gekühlten Getränken war auch der Fanartikel-Stand des Bürgerschützenvereins aufgebaut. Um 15 Uhr trat das Bataillon unter dem Kommando des neuen Obersts Andreas Narr im Festzelt an.

2024 wurde Noah Pech der neue Biervogelkönig von Deuten. Foto: Petra Bosse

Anschließend führt der Weg über die Birkenallee, die Noldestraße und den Bühnert zum Biwak auf dem Schulhof. Nach der Parade an der Kirche marschieren die Deutener Schützen zurück zum Festzelt. Dort folgt eine Ansprache des neuen 1. Vorsitzenden Hubert Stenkamp. Danach steht das Biervogelschießen der Vereinsmitglieder auf dem Programm.

Auch bei der dritten Auflage rechnen die Organisatoren wieder mit vielen Schaulustigen. Die Vorparade hat sich im Dorstener Norden mit anschließender Party im Zelt auch für Auswärtige zu einem beliebten Ereignis entwickelt.

Die Deutener Bürgerinnen und Bürger waren gebeten, schon zur Vorparade die Straßen zu schmücken und die Fahnen aufzuhängen. So wurde die Vorfreude auf das Schützenfest vom 8. bis 10. Mai im ganzen Dorf sichtbar.

Der Thron von 2024 bis 2026 vor dem Schützenfest in Deuten. Foto: BSV Deuten

Kaiser Martin Große-Peclum regiert mit Mechthild Hawig

Der aktuelle Thron erinnert an ein außergewöhnliches Schützenfest 2024. Damals wurde Martin Große-Peclum nach einem spannenden und teilweise dramatischen Königsschießen der erste Kaiser in der Vereinsgeschichte. Gegen Mittag war noch unklar, ob sich überhaupt genügend Bewerber für die Königswürde finden würden. Am Ende traten gleich vier Anwärter an. Mit dem 86. Schuss fiel der hartnäckige Vogel schließlich von der Stange.

Schützenfest Deuten 2024
2024: Das neue Kaiserpaar wurde jubelnd auf die Schultern gehoben. Foto: Petra Bosse

An der Seite von Kaiser Martin Große-Peclum steht Königin Mechthild Hawig. Zum aktuellen Thron gehören die Minister Andreas Eißing, Guido Fasselt und Stefan Hawig. Ehrendamen sind Andrea Stößel, Sandra Günther und Claudia Große-Peclum.

Damit stand das Schützenfest 2026 auch im Zeichen dieser besonderen Regentschaft. Der Kaiserthron begleitete das Bataillon durch die Festtage, bevor am Sonntag beim Königsschießen die nächste Regentschaft entschieden wurde: Oliver Fasselt holte den Vogel von der Stange.

Silberthron mit Martin Timmermann und Hedwig Tovar

Eine besondere Rolle nimmt in diesem Jahr auch der Silberthron von 2000 ein. Silberkönig ist Martin Timmermann. An seiner Seite steht Königin Hedwig Tovar. Minister sind Werner Gülker und Herbert Tovar. Als Ehrendamen gehören Susanne Timmermann und Anneliese Gülker zum Silberthron.

Schützenverein Deuten
Am 29. Mai 2000 wurde Martin Timmermann Schützenkönig. An seiner Seite steht Königin Hedwig Tovar. Foto: BSV Deuten

Solche Jubiläumsthrone zeigen, wie stark das Schützenwesen in Deuten von Kontinuität, Erinnerung und persönlicher Verbundenheit lebt. Viele Namen sind seit Jahren eng mit dem Verein verbunden. Für das Dorf ist das Schützenfest deshalb nicht nur ein Festwochenende, sondern auch ein Wiedersehen über Generationen hinweg.

So begann das Schützenfest: Gottesdienst und Zapfenstreich

Das Schützenfest begann am Freitag, 8. Mai, um 18.30 Uhr mit einem gemeinsamen Gottesdienst. Anschließend zogen die Schützen zum Ehrenmal. Dort folgten die Kranzniederlegung und der Große Zapfenstreich.

Groß und Klein bei der Vorparade 2024. Foto: Petra Bosse

Ab 20.30 Uhr wurde im Festzelt gefeiert. Für Musik sorgte die Partyband hi-five. Damit startete das Festwochenende mit einem Mix aus feierlichem Gedenken, Tradition und geselligem Abend im Zelt.

Festzug und Parade am Samstag

Der Samstag begann um 10.30 Uhr mit Konzert und Frühschoppen im Festzelt. Um 11 Uhr wurden Vorstandsmitglieder, Offiziere und Vereinsmitglieder geehrt. Am Nachmittag rückte dann der große Festzug in den Mittelpunkt.

Um 14.20 Uhr trat das Bataillon im Zelt zum Festumzug an. Um 14.45 Uhr startete der Festumzug durch Deuten. Die Parade fand um 16 Uhr an der Kirche statt. Anschließend marschierten die Schützen um 17 Uhr ins Festzelt ein.

Am Abend lud der Bürgerschützenverein zum Festball ein. Ab 20 Uhr spielte erneut die Partyband hi-five. Um 22 Uhr folgte die Flaggenparade.

Königsschießen als Höhepunkt am Sonntag

Der Sonntag begann um 9.30 Uhr mit dem Treffen am Festzelt zum allgemeinen Schützenfrühstück. Um 11 Uhr begann das Königsschießen.

Dort entschied sich, wer die Nachfolge des amtierenden Kaiserthrons antrat. Oliver „Olli“ Fasselt holte den Vogel von der Stange und wurde neuer Schützenkönig von Deuten.

Um 17 Uhr folgten Festumzug und Parade vor dem neuen Königspaar. Der Krönungsball begann um 20 Uhr im Festzelt. Auch hier spielte die Partyband hi-five. Um 22 Uhr beendete die Flaggenparade das Schützenfest offiziell.

So war das Programm beim Schützenfest Deuten 2026

Freitag, 8. Mai

18.30 Uhr: Gemeinsamer Gottesdienst, anschließend Kranzniederlegung am Ehrenmal und Großer Zapfenstreich
20.30 Uhr: Tanz im Festzelt mit der Partyband hi-five

Samstag, 9. Mai

10.30 Uhr: Konzert und Frühschoppen im Festzelt
11.00 Uhr: Ehrung der Vorstandsmitglieder, Offiziere und Vereinsmitglieder
14.20 Uhr: Antreten zum Festumzug im Zelt
14.45 Uhr: Festumzug
16.00 Uhr: Parade an der Kirche
17.00 Uhr: Einmarsch ins Festzelt
20.00 Uhr: Festball mit der Partyband hi-five
22.00 Uhr: Flaggenparade

Sonntag, 10. Mai

9.30 Uhr: Treffen am Festzelt zum allgemeinen Schützenfrühstück, Anmeldung beim Vorstand bis zum 2. Mai erforderlich
11.00 Uhr: Beginn des Königsschießens
17.00 Uhr: Festumzug und Parade vor dem neuen Königspaar
20.00 Uhr: Krönungsball mit der Partyband hi-five
22.00 Uhr: Flaggenparade


Mehr zum Schützenfest Deuten 2026

Alle Berichte, Fotos und Ergebnisse stehen im Rückblick auf das Schützenfest Deuten 2026. Den Überblick über die gesamte Saison gibt es unter Schützenfeste Dorsten 2026.

775 Jahre Stadt Dorsten: Eine Stadt an der Lippe schreibt Geschichte

„Es neigt sich ein sehr besonderes Jahr seinem Ende zu, mit viel Engagement, tollen Begegnungen und gemeinsamen Erinnerungen“, sagt Anja Schäfer, stellvertretende Leiterin der Dorstener Stadtagentur und blickt zurück auf die Zeit mit den Stadtteilfesten im Rahmen des Doppeljubiläums.

Mit einem großen Auftaktfest im Juni 2025 im Bürgerpark Maria Lindenhof begann das Jubiläumsjahr in Dorsten. Seitdem hat jeder einzelne Stadtteil auf seine eigene Weise dazu beigetragen, dieses Jubiläum mit Leben zu füllen. Ob Altendorf-Ulfkotte, Altstadt, Deuten, Feldmark, Hardt, Hervest, Holsterhausen, Östrich, Wulfen, Rhade oder Lembeck, sie alle haben mit viel Herzblut und Kreativität ihre Jubiläumsmonate gestaltet und in vielen Aktivitäten gezeigt, was unsere Stadt so besonders macht. „Das gezeigte Engagement in den Stadtteilen hat mich total begeistert. Allen Aktiven möchte ich dafür noch einmal herzlich danken!“

In-Artikel Anzeige
Anzeige
Modehaus Sinn Dorsten 775 Jahre Jubiläum Gewinnspiel Anzeige

Vom 12. bis zum 14. Juni wird nun mit einem besonderen Altstadtfest nicht nur „775 Jahre Stadt Dorsten“ gefeiert, denn im Juni 1251 verlieh der damalige Erzbischof von Köln, Konrad von Hochstaden, Dorsten die Stadtrechte, sondern auch der Abschluss der Stadtjubiläen. „Das Altstadtfest wurde einst ins Leben gerufen, unter anderem auch als Erinnerung an die Verleihung der Stadtrechte“, so Anja Schäfer.

Im engen Austausch mit Hans Schuster von der Eventagentur Nightaffairs, Organisator und Veranstalter des ‚traditionellen‘ Altstadtfestes, steckt Anja Schäfer mit ihrem Team der Stadtagentur gerade noch mitten in der Planung der Feierlichkeiten. „Es soll ein Fest für die gesamte Stadtgesellschaft und alle Generationen werden. Mit unterschiedlichen Aktionen und Formaten möchten wir Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien ansprechen“, verrät Anja Schäfer aber schon.

Feier von Vergangenheit und Gegenwart

Im Rahmen des Festes soll auf der einen Seite ein Blick zurück in die Geschichte und Vergangenheit Dorstens geworfen werden, so viel darf verraten sein, auf der anderen Seite soll aber auch die Gegenwart gefeiert werden, die in Dorsten gerade durch eine starke Gemeinschaft, Engagement und Zusammenhalt geprägt ist.

„Es wird ein tolles Bühnenprogramm geben, Musik und Tanz und die ein oder andere Mitmach-Aktion. Einiges wird den Bürgern aus Dorsten und der Region schon bekannt sein, wie zum Beispiel das Dorstener Chorfestival. Aber auch andere Formate, wie ein kleiner Hansemarkt, sollen Einzug finden“, verrät Anja Schäfer noch und ergänzt mit einem Augenzwinkern: „Das Programm wird so vielfältig sein, dass für jeden etwas dabei sein wird.“

Eine Stadt an der Lippe schreibt Geschichte

775 Jahre Stadt Dorsten, das klingt nach einer Zahl, die man feierlich auf ein Banner drucken kann. Dahinter verbirgt sich aber weit mehr als ein historisches Datum. Als Erzbischof Konrad von Hochstaden Dorsten im Juni 1251 die Stadtrechte verlieh, machte er aus einer Siedlung an der Lippe einen Ort mit besonderen Rechten, Pflichten und Möglichkeiten. Dorsten durfte Märkte abhalten, sich befestigen, Handel treiben und eigene städtische Strukturen entwickeln. Aus dem Ort am Fluss wurde eine Stadt.

Stadtjubiläum 775 Jahre Dorsten 50 Jahre Kommunale Neuordnung

Die Lippe als Lebensader

Dass gerade hier eine Stadt entstand, war kein Zufall. Die Lippe war über Jahrhunderte Verkehrsweg, Grenze, Schutzlinie und Einnahmequelle zugleich. Wer zwischen Haltern und Wesel den Fluss überqueren wollte, kam an Dorsten kaum vorbei. Brücken- und Wegezölle spülten Geld in die Stadtkasse, lockten Händler an und machten die kleine Hansestadt zu einem wichtigen Knotenpunkt am nördlichen Rand des Vestes Recklinghausen. Wo heute Autos über Brücken rollen und Spaziergänger am Wasser entlanggehen, bewegten sich früher Kaufleute, Fuhrleute, Soldaten und Reisende durch die Stadt. Selbst im Schiffsbau machte sich Dorsten einen Namen.

Schiffbau Dorsten
Schiffbauer in Dorsten. Foto: Archiv / Kolorierung: Borgwardt

Markt, Mauern und Stadttore

Mit dem Wohlstand kamen Mauern, Tore und Türme. Dorsten wurde befestigt, bekam Stadttore wie das Lippetor und das Essener Tor, eine Stadtwaage am Markt und ein Rathaus, das über Jahrhunderte zum Mittelpunkt des städtischen Lebens wurde. Auf dem Markt wurde gehandelt, gewogen, verhandelt und gestritten. Hier trafen sich die Wege, hier schlug der Puls der Stadt. Die Agathakirche wachte mit ihrem Turm über das Geschehen, während sich in den Gassen Handwerker, Wirte, Händler, Nonnen, Mönche und Schulkinder ihren Platz suchten.

Luftbild Dorsten
Luftaufnahme von Dorsten 1925. Foto: Archiv / Kolorierung: Borgwardt

Wenn Geschichte Spuren hinterlässt

Doch Dorstens Lage war nicht nur ein Vorteil. Wer an einem wichtigen Übergang wohnte, wurde in unruhigen Zeiten schnell zum Spielball größerer Mächte. Immer wieder zogen fremde Heere durch die Stadt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Dorsten zur Festung ausgebaut und belagert, im Siebenjährigen Krieg beschossen, in napoleonischer Zeit neu geordnet. Noch lange erinnerten Straßennamen wie „Am verbrannten Platz“ an die Wunden, die frühere Kriege hinterlassen hatten.

Drubbel
Der Drubbel, ein Gebäudeensemble auf der Lippestraße, bestand bis zum Zweiten Weltkrieg. Foto: Archiv / Kolorierung: Borgwardt

Industrie, Eisenbahn und Kohle

Auch das 19. Jahrhundert veränderte Dorsten tiefgreifend. Die Stadtmauern verschwanden, neue Straßen entstanden, die Eisenbahn kam, später der Kanal. Aus der alten Ackerbürger- und Handelsstadt wurde mehr und mehr ein Ort im Sog der Industrialisierung. Fabriken, Zechen, Bahnhöfe und neue Siedlungen prägten das Bild. Hervest, Holsterhausen und Wulfen wuchsen durch den Bergbau. Mit Fürst Leopold, Baldur und den großen Plänen für Wulfen verbanden sich Hoffnungen auf Arbeit, Aufstieg und Zukunft. Nicht alles erfüllte sich so, wie es einmal versprochen wurde. Aber die Kohle hat Dorsten geprägt, in der Landschaft, in den Stadtteilen und in den Biografien vieler Familien.

Alte Post
Die Alte Post zur Kaiserzeit. Foto: Archiv / Kolorierung: Borgwardt

Dunkle Jahre

Das dunkelste Kapitel der Stadtgeschichte begann mit der nationalsozialistischen Herrschaft. Auch in Dorsten wurden Menschen ausgegrenzt, verfolgt, verschleppt und ermordet. Die jüdische Gemeinde, deren Zentrum einst in der Wiesenstraße lag, wurde ausgelöscht. Menschen mit Behinderungen aus Maria Lindenhof wurden Opfer der NS-Ideologie. Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und politische Gegner litten unter einem Regime, das auch in Dorsten seine Spuren hinterließ.

Zerstörung und Neubeginn

Am 22. März 1945 traf der Krieg die Stadt mit verheerender Wucht. Alliierte Bomber zerstörten große Teile der historischen Altstadt. Häuser, Straßen, Kirchen, vertraute Plätze und ganze Stadtbilder verschwanden in wenigen Minuten. Nur wenige Tage später rückten amerikanische Truppen ein. Dorsten lag in Trümmern, doch die Stadtgeschichte endete nicht dort. Sie begann neu.

Ruinen Dorsten
Ruinen in der Altstadt kurz nach Kriegsende. Foto: Archiv / Kolorierung: Borgwardt

Der Wiederaufbau verlangte Kraft, Geduld und manchmal auch Abschied von dem, was nicht mehr zu retten war. Die Agathakirche bekam wieder ihren Platz im Herzen der Stadt, das Alte Rathaus blieb erhalten, neue Wohn- und Geschäftsstraßen entstanden. Später kamen weitere Einschnitte hinzu: die Fußgängerzone, der Strukturwandel, die Schließung der Zechen, die Entwicklung des CreativQuartiers Fürst Leopold, der Bürgerpark Maria Lindenhof und die Erneuerung der Altstadt.

Dorsten Straßenbahn
Die Straßenbahn verband einst Dorsten mit Recklinghausen. Foto: Archiv / Kolorierung: Borgwardt

Viele Orte, eine Stadt

Seit der kommunalen Neuordnung von 1975 ist Dorsten zudem mehr als die alte Stadt an der Lippe. Lembeck, Rhade, Wulfen, Deuten, Altendorf-Ulfkotte, Holsterhausen und weitere Stadtteile brachten ihre eigenen Geschichten, Vereine, Traditionen und Identitäten mit. Manchmal war das Zusammenwachsen nicht einfach. Doch gerade diese Vielfalt macht Dorsten heute aus.

Nicht vergessen, woher man kommt

775 Jahre nach der Stadtrechtsverleihung ist Dorsten keine Stadt, die nur von ihrer Vergangenheit lebt. Aber sie trägt diese Vergangenheit sichtbar und unsichtbar mit sich. In alten Straßennamen, Kirchen und Höfen, in Zechensiedlungen und Brücken, in Erzählungen, Vereinsfahnen, Denkmälern und Erinnerungen.

Extraschicht 2025 Förderturm
Feuerwerk am Fördergerüst im heutigen CreativQuartier in Hervest. Foto: Archiv / Haug

Das Jubiläum ist deshalb mehr als ein Rückblick. Es ist eine Einladung, die Stadt neu zu betrachten: als gewachsenen Ort, der vieles verloren, vieles bewahrt und sich immer wieder verändert hat. Genau darin liegt vielleicht das eigentlich Dorstenerische: nicht stehenzubleiben, aber auch nicht zu vergessen, woher man kommt.

Elektro Bügers macht Lust auf Licht

„Sicher kann man bei uns eine einzelne Leuchte kaufen, unser Schwerpunkt liegt aber auf Lichtkonzepten“, sagt Claudia Zeuner, Fachberaterin für Beleuchtungskonzepte bei Elektro Bügers in Haltern am See. „Man kann sein Zuhause mit unterschiedlichen Leuchten ausstatten oder durch ein passendes Konzept für einzelne Räume oder den gesamten Wohnbereich einen ganz individuellen Charakter schaffen.“ Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt sich Claudia Zeuner mit Licht und dessen Wirkung. 

Individuelle Beratung und Konzepte

Der Weg zum perfekten Licht beginnt mit einem persönlichen Gespräch. Nach Terminvereinbarung trifft sich Claudia Zeuner mit Interessierten im Showroom an der Weseler Straße 19. „Zunächst geht es darum, den Bedarf kennenzulernen. Manchmal reicht das Gespräch anhand von Fotos und Plänen. Doch ein Termin vor Ort eröffnet ganz andere Perspektiven“, erklärt sie. 

Denn ein gutes Lichtkonzept entsteht immer im Zusammenspiel vieler Faktoren.

Claudia Zeuner von Elektro Bügers. Foto:

„Neben Raumschnitt und natürlichem Lichteinfall spielen auch Möbel, Bilder oder besondere Stücke eine wichtige Rolle“, sagt Claudia Zeuner. Dieses ganzheitliche Verständnis macht aus Räumen echte Lebensräume. 

Viele Kundinnen und Kunden überlegen, ob sie flächendeckendes Licht oder gezielte Akzente möchten. „Akzentuiertes Licht hebt einzelne Elemente besonders hervor. Ob Lieblingsbild, Erinnerungsstück oder indirekte Lichtquellen, die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos. Jedes Konzept ist so individuell, dass es sich kein zweites Mal exakt wiederholen lässt“, beschreibt sie die kreative Vielfalt ihrer Arbeit. 

Smart soll es sein

Auch smarte Steuerung wird immer wichtiger. „Die Menschen möchten Licht flexibel erleben, dimmen, Farbtemperaturen anpassen oder gezielt Bereiche beleuchten“, sagt Claudia Zeuner. „Nicht nur jüngere Menschen interessieren sich dafür. Auch die ältere Generation entdeckt die Vorteile sehr schnell im persönlichen Gespräch.“ 

Licht wird heute bewusster wahrgenommen. „Es geht nicht nur um Helligkeit, sondern um Wohlbefinden. Licht schafft Atmosphäre und beeinflusst Stimmungen“, erklärt sie. Immer mehr Menschen entscheiden sich deshalb für durchdachte Gesamtkonzepte. „Gut geplante Konzepte begeistern über viele Jahre. Wir unterstützen unsere Kundschaft dabei, ihre persönliche Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Denn wir von Elektro Bügers machen Lust auf Licht!“ 

Adresse: Weseler Straße 19 
45721 Haltern am See 
Terminvereinbarung: 02364/4656 
Web: www.elektro-buegers.de 

Beim Laden der Karte werden Daten an Google übermittelt.

Zukunft des Bauens: Lösungen, die überzeugen

Bauen und Sanieren in Dorsten bedeutet heute weit mehr als die Entscheidung für ein neues Haus, eine Modernisierung oder moderne Heiztechnik. Wer renoviert, neu baut oder sein Zuhause zukunftsfähig machen möchte, richtet den Blick auf Energie, Wohnkomfort, Werterhalt und verlässliche Fachbetriebe in Dorsten und der Region.

Direkt zu den Themen: Feuchtigkeitsschäden sanieren · Moderner Holzbau · Moderne Haustechnik · Wärmepumpen und Heiztechnik · Häufige Fragen

Bauen und Sanieren in Dorsten: kompetente Partner sind wichtig

Wer heute zeitgemäß bauen möchte, braucht kompetente Partner an seiner Seite. Das gilt von der Planung bis zur Schlüsselübergabe, denn die Anforderungen sind ebenso vielseitig wie die beteiligten Gewerke.

Doch die Region ist gut aufgestellt. Unternehmen wie Holzbau Pieper, Isotec, Vest Haustechnik und Gernemann stehen für Fachwissen, Erfahrung und Lösungen, die auf die Bedürfnisse von Eigentümern zugeschnitten sind. Denn jedes Gebäude stellt eigene Anforderungen. Mal wird Wohnraum benötigt, mal müssen Feuchtigkeitsschäden behoben werden, mal geht es um eine effiziente Heizung oder um eine Modernisierung, die den Alltag erleichtert.

Feuchtigkeitsschäden dauerhaft sanieren mit Isotec

Isotec unterstützt Eigentümer in Dorsten und der Region bei der Analyse und Sanierung von Feuchtigkeitsschäden, Schimmel und Abdichtungsproblemen.

Anzeige Isotec Dorsten zur Sanierung von Feuchtigkeitsschäden

„Wir sanieren nicht um Schäden zu verdecken.

Wir lösen Ursachen damit sie nicht zurück kommen. Die Zukunft gehört den Fachfirmen, die Probleme ganzheitlich verstehen, Verantwortung übernehmen und Ergebnisse liefern, die bleiben.“

Victor Costa, Geschäftsführer 

Abdichtungssysteme Costa GmbH – IsoTec Oer-Erkenschwick

Gerade beim Neubau rückt der Holzbau zunehmend in den Fokus. Holz verbindet natürliche Wohnqualität mit technischer Leistungsfähigkeit. Moderne Konstruktionen ermöglichen kurze Bauzeiten, flexible Grundrisse und eine sehr gute Energiebilanz. Wer mit einem erfahrenen Holzbaubetrieb plant, erhält keine Lösung von der Stange, sondern ein Konzept, das Gestaltung, Statik, Nachhaltigkeit und Präzision verbindet.

Moderner Holzbau und flexible Grundrisse mit Holzbau Pieper

Holzbau Pieper steht für nachhaltigen Holzbau, individuelle Planung und Systemholzbau für Neubau, Umbau und moderne Wohnkonzepte.

Anzeige Holzbau Pieper für nachhaltigen Holzbau und Systemholzbau

„Holz ist für uns mehr als ein Baustoff.

Es ist die Grundlage für nachhaltiges, zukunftsfähiges Bauen. Mit moderner Technik und handwerklicher Erfahrung entwickeln wir individuelle Lösungen, die ökologisch und technisch überzeugen, Generationen überdauern und zugleich höchsten Ansprüchen an Qualität und Gestaltung gerecht werden.“

Lukas Schlütermann, Geschäftsführer

Nachhaltiger Holzbau mit System – Holzbau Pieper Datteln.

Moderne Haustechnik, Sanierung und Wartung greifen ineinander

Auch bei bestehenden Gebäuden entscheidet die richtige Analyse über den Erfolg. Feuchtigkeit, Schimmel oder schadhafte Abdichtung lassen sich nicht dauerhaft beseitigen, wenn nur sichtbare Spuren behandelt werden. Zukunftsfähige Sanierung beginnt an der Ursache. Fachbetriebe, die Schäden ganzheitlich betrachten, schaffen Sicherheit und schützen den Wert der Immobilie dauerhaft.

Moderne Haustechnik für Neubau und Modernisierung mit Vest Haustechnik

Vest Haustechnik verbindet Heizung, Sanitär, Wärmepumpen und intelligente Anlagenplanung für effiziente Haustechnik in Neubau und Modernisierung.

Anzeige Vest Haustechnik für Heizung, Sanitär und Wärmepumpen

„Moderne und zukunftsorientierte Haustechnik bedeutet für uns bei der Vest Haustechnik GmbH, Komfort, Effizienz und Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen.

Dabei behalten wir stets die individuellen Bedürfnisse unserer Kunden im Blick. Mit maßgeschneiderten Lösungen in den Bereichen Sanitär, Heizung und Wärmepumpen sorgen wir dafür, dass unsere Kunden bereits heute von den Möglichkeiten der Zukunft profitieren.“

Marcel Kroggel, Geschäftsführer

Effiziente Haustechniklösungen für heute und morgen – Vest Haustechnik.

Ein zentraler Baustein ist heutzutage die Haustechnik. Wärmepumpen, moderne Heizsysteme, Sanitärlösungen und intelligente Anlagenplanung machen Häuser komfortabler und effizienter. Ob im Neubau oder bei der Modernisierung. Entscheidend ist, dass die Technik zum Gebäude und zu den Menschen passt. Planung, Ausführung und Wartung greifen dabei ineinander.

Wärmepumpen und moderne Heiztechnik mit Gernemann

Gernemann Kälte- und Klimatechnik plant moderne Heiztechnik, Wärmepumpen und Klimatechnik passend zum Gebäude und zu den Anforderungen der Bewohner.

Anzeige Gernemann für moderne Heiztechnik, Wärmepumpen und Klimatechnik

„Eine gute Wärmepumpe sorgt für angenehme Wärme und unterstützt nachhaltiges Heizen auf moderne Weise.

Sie schafft Wohnkomfort – im Neubau genauso wie bei der Modernisierung. Wir planen jede Anlage individuell und passgenau. Mit regelmäßiger Wartung stellt unser Team sicher, dass sie dauerhaft zuverlässig und effizient läuft.“ 

Thomas Kock, Geschäftsführer

Gernemann Kälte- und Klimatechnik 

Die Zukunft des Bauens ist regional, fachkundig und individuell. Sie verbindet nachhaltige Materialien, saubere Sanierung, effiziente Technik und verlässliches Handwerk. Wer heute investiert, sucht nicht nur kurzfristige Verbesserung, sondern dauerhafte Qualität. Genau hier setzen qualifizierte Unternehmen an, mit Lösungen für moderne, sichere und zukunftsfähige Häuser.

Häufige Fragen zum Bauen und Sanieren

Welche Fachbetriebe helfen beim Bauen und Sanieren in Dorsten?

Je nach Vorhaben sind Betriebe für Holzbau, Feuchtigkeitssanierung, Heizung, Sanitär, Wärmepumpen und Klimatechnik gefragt. Wichtig ist, dass Planung, Ausführung und Wartung zusammen gedacht werden.

Welche Vorteile bietet moderner Holzbau?

Moderner Holzbau ermöglicht kurze Bauzeiten, flexible Grundrisse, natürliche Wohnqualität und eine gute Energiebilanz.

Wann sollte man Feuchtigkeitsschäden fachgerecht sanieren lassen?

Feuchtigkeitsschäden und Schimmel sollten frühzeitig geprüft werden, weil dauerhafte Sanierung an der Ursache ansetzt und nicht nur sichtbare Spuren entfernt.

Welche Haustechnik eignet sich für Neubau und Modernisierung?

Moderne Haustechnik umfasst unter anderem effiziente Heizsysteme, Wärmepumpen, Sanitärlösungen und intelligente Anlagenplanung, abgestimmt auf Gebäude und Nutzung.

Wo kann man in Dorsten in den Mai tanzen? Vier Veranstaltungen laden 2026 ein

Der April geht, der Mai kommt: Am Donnerstag, 30. April 2026, wird in Dorsten wieder an mehreren Orten in den Mai getanzt. Ob klassisch mit Maibaum, 90er-Party, Rock und Wave oder geselliger Abend am Wappenbaum, die Auswahl für den Tanz in den Mai ist groß. Vier Veranstaltungen in Rhade, Wulfen, im Vinylcafé Schwarzes Gold und in der Galerie der Traumfänger bieten ganz unterschiedliche Möglichkeiten, den Mai zu begrüßen.

Traditioneller Tanz in den Mai in Rhade

In Rhade lädt der SSV Rhade zum traditionellen Tanz in den Mai ein. Los geht es am Donnerstag, 30. April, um 18 Uhr. Im Mittelpunkt stehen das Aufstellen des Maibaums, Musik und ein geselliges Fest im Festzelt.

Bereits ab 18.15 Uhr begleitet der Akkordeonspielring Rhade das traditionelle Maibaumaufstellen. Im Anschluss geht das Programm im Festzelt weiter. Für Getränke und Imbiss ist gesorgt. Eine Besonderheit ist in diesem Jahr die symbolische „Staffelübergabe“ an Lembeck. Damit wird der Blick bereits auf das kommende Schützenfest in Lembeck gelenkt.

Wulfen feiert am Wappenbaum

Auch in Wulfen wird der Mai traditionell begrüßt. Der Wulfener Wappenbaum-Verein lädt am 30. April wieder zum Tanz in den Mai am Wappenbaum ein. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr und dauert bis etwa 1 Uhr.

Die Besucher erwartet ein geselliger Abend mit Musik, Blasmusik und gemeinsamem Singen. Dazu gibt es Grillangebote, Getränke und Eis. Die Einnahmen der Veranstaltung kommen wie in den Vorjahren örtlichen Projekten zugute. Damit verbindet der Wappenbaum-Verein Brauchtum, Nachbarschaft und ehrenamtliches Engagement.

„Crash of Generations“ im Vinylcafé Schwarzes Gold

Wer es musikalisch etwas härter und abwechslungsreicher mag, ist im Vinylcafé Schwarzes Gold im CreativQuartier Fürst Leopold richtig. Dort heißt es am 30. April: „Tanz in den Mai – Crash of Generations“.

Einlass ist um 20 Uhr, Beginn um 21 Uhr. Die DJs Hermann und Phil legen unterschiedliche Musikrichtungen auf. Auf der einen Seite gibt es tanzbare 80er-Jahre-Fox-Musik, auf der anderen Seite Rock, Wave, Gothic und härtere Klänge. Der Vorverkauf kostet 15 Euro. Falls noch Tickets verfügbar sind, beträgt der Eintritt an der Abendkasse 20 Euro.

90er-Edition in der Galerie der Traumfänger

Ebenfalls im CreativQuartier Fürst Leopold steigt die „Tanz in den Mai – 90er-Edition“ in der Galerie der Traumfänger. Die Party beginnt am Donnerstag, 30. April, um 21 Uhr und geht bereits in ihre neunte Runde.

In der besonderen Kulisse des ehemaligen Trafogebäudes treffen Kunst und Feierkultur aufeinander. Die Veranstalter setzen auf die besten Sounds der 90er, Konfetti-Regen sowie Sweets & Candys. Der Vorverkauf kostet 14 Euro, online 15 Euro. An der Abendkasse liegt der Eintritt bei 18 Euro, sofern noch Karten verfügbar sind. Vorverkaufsstellen sind Hähnchen Finke in Holsterhausen, das Bekleidungshaus Sinn in der Dorstener Innenstadt und die Textilreinigung Rademacher.

Von Brauchtum bis Clubnacht

Der Tanz in den Mai zeigt sich in Dorsten damit vielseitig. In Rhade und Wulfen steht das Brauchtum mit Maibaum, Musik und Nachbarschaft im Mittelpunkt. Auf dem Fürst-Leopold-Gelände wird dagegen in zwei Locations gefeiert: im Vinylcafé Schwarzes Gold mit einem musikalischen Generationen-Mix und in der Galerie der Traumfänger mit einer 90er-Party.

Wer den Mai in Dorsten begrüßen möchte, hat am 30. April also mehrere Möglichkeiten. Die Veranstaltungen unterscheiden sich deutlich im Charakter, richten sich aber alle an Menschen, die gemeinsam feiern und in den Mai starten möchten.

50 Jahre Kommunale Neuordnung: Lembeck gestaltet das Finale des Jubiläumsjahres

Mit dem Übergang am 30. April rückt Lembeck in den Mittelpunkt des Jubiläumsjahres. Der Dorstener Stadtteil ist geprägt von einem aktiven Vereinsleben und richtet den Blick im Mai auf ein zentrales Ereignis, das 150-jährige Bestehen des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Lembeck e.V., das sich wie ein roter Faden durch die kommenden Wochen zieht.

Auftakt mit Tiermarkt und Andacht

Bereits zu Beginn des Monats stehen mehrere Termine im Kalender, die unterschiedliche Facetten des Lembecker Lebens abbilden.

Am 3. Mai lädt die Lembecker LIG von 10 bis 18 Uhr zum Tiermarkt ein. Die Veranstaltung gehört seit Jahren zu den festen Größen und verbindet klassisches Marktgeschehen mit einem Treffpunkt für viele Besucher aus der Region.

Der Tiermarkt zieht jedes Jahr Tausende Besucher aus der Region an. Foto: Borgwardt

Am 5. Mai folgt um 19 Uhr eine Maiandacht am Marienbildstock bei Brömmel in Endeln. Getragen wird sie von der Kirchengemeinde, der Kolpingsfamilie Lembeck sowie der Harmonie Lembeck und bietet einen ruhigen Gegenpol im Veranstaltungsreigen.

Am 17. Mai richtet die Landjugend Lembeck den „Geburtstag“ der Outdoor-Kegelbahn aus. Die Besucher erwartet ein abwechslungsreicher Tag mit zahlreichen Aktionen, Musik und Angeboten für unterschiedliche Altersgruppen.

Outdoor Kegelbahn Lembeck
Die Outdoor-Kegelbahn in Lembeck. Foto: privat

Die Termine zu Beginn des Monats geben bereits einen guten Eindruck davon, wie vielfältig das Leben in Lembeck ist. Sie bringen Menschen zusammen und stimmen zugleich auf die zweite Monatshälfte ein, in der das Jubiläum des Bürgerschützenvereins den Ton angibt.

Mit den Schützen zum Monatshöhepunkt

Mit dem Eröffnungsabend am 22. Mai beginnt die Festwoche des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Lembeck e.V., die den Höhepunkt des Jubiläumsjahres im Stadtteil darstellt. Über mehrere Tage hinweg ist ein umfangreiches Programm geplant, das traditionelle Abläufe mit festlichen Programmpunkten verbindet.

Der Festumzug ist Tradition in Lembeck. In diesem Jahr wird er besonders groß. Foto: Archiv / Haug

Zu den Höhepunkten gehört der große Festumzug am 31. Mai, der um 14.15 Uhr startet und zu dem 17 Gastvereine erwartet werden. Gemeinsam mit acht Musikzügen sorgen sie für ein eindrucksvolles Bild im Ort. Insgesamt beteiligen sich rund 1500 Aktive und machen deutlich, welche Dimension dieses Jubiläum erreicht. Musik, Uniformen und festliche Inszenierung prägen das Geschehen und ziehen zahlreiche Zuschauer an die Straßen.

Ein weiterer Höhepunkt ist das zweite Kaiserschießen. Nach 25 Jahren treten zwischen 30 und 40 ehemalige Schützenkönige gegeneinander an. Dieses Aufeinandertreffen verbindet sportlichen Wettbewerb mit Erinnerungen an frühere Amtszeiten und sorgt für besondere Spannung. Den Abschluss der Festtage bildet am 1. Juni das Vogelschießen, bei dem ein neuer König ermittelt wird und sich ein weiteres Kapitel der Vereinsgeschichte anschließt.

Die Lembecker und Besucher aus der Region dürfen sich im Mai also auf ein dichtes und vielschichtiges Programm freuen, das den Stadtteil in seiner ganzen Vielfalt zeigt.

Shakespeare an der Realschule St. Ursula Dorsten

0

Vorhang auf für Shakespeare: Die Theaterkurse der Jahrgänge 9 und 10 der Realschule St. Ursula in Dorsten haben zu einem besonderen Theaterabend eingeladen. Unter der Leitung von Melina Neuhaus und Benedikt Rehling brachten die Schüler gleich zwei Klassiker der Weltliteratur auf die Aulabühne.

Auf dem Programm standen William Shakespeares „Romeo und Julia“ sowie „Ein Sommernachtstraum“. Die Jugendlichen setzten beide Stücke kreativ, ideenreich und mit sichtbarer Spielfreude um. Dabei zeigten sie nicht nur schauspielerisches Können, sondern auch ein gutes Gespür für Sprache, Szenenaufbau und Bühnenwirkung.

Viel Eigenverantwortung auf und hinter der Bühne

Besonders bemerkenswert: Die Schülerinnen und Schüler waren nicht nur als Darstellerinnen und Darsteller aktiv. Auch an der Inszenierung und an der technischen Umsetzung wirkten sie maßgeblich mit. Damit wurde der Theaterabend zu einem Gemeinschaftsprojekt, bei dem Engagement, Teamarbeit und Eigenverantwortung sichtbar wurden.

Die Aufführung zeigte, wie lebendig klassische Literatur im Schulalltag werden kann. Shakespeares Themen wie Liebe, Konflikte, Verwirrung, Träume und Missverständnisse fanden auf der Bühne der Realschule St. Ursula eine zeitgemäße und für das Publikum gut zugängliche Form.

Applaus auch am Schulvormittag

Neben dem Theaterabend präsentierten die Kurse ihre Stücke auch während des Schulvormittags ihren Mitschülerinnen und Mitschülern. Auch dort kam die Aufführung gut an: Die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler wurden mit begeistertem Applaus belohnt.

Für die Realschule St. Ursula war der Shakespeare-Abend damit ein gelungenes Kulturerlebnis. Der Dank galt allen Beteiligten, die mit ihrer Arbeit auf und hinter der Bühne zum Erfolg der Aufführungen beigetragen haben.

Klick mich!