Sonniges Wetter, viele Besucher und eine friedliche Stimmung: Der Maifeiertag im Bürgerpark Maria Lindenhof ist ruhig verlaufen. Zahlreiche Menschen nutzten den freien Tag, um die Sonne zu genießen, Freunde zu treffen und gemeinsam zu feiern.
Schon im Laufe des Tages füllte sich der Bürgerpark. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene kamen in Gruppen zusammen. Einige hatten Bollerwagen dabei, teils mit Musikanlagen, die für Musik und Mai-Stimmung sorgten. Auf den Wiesen wurde gesessen, geredet und gefeiert.
Viele Gruppen feiern bei Sonnenschein
Das schöne Wetter trug deutlich zur entspannten Atmosphäre bei. Viele Besucherinnen und Besucher machten es sich im Park gemütlich, nutzten die Grünflächen für ein Treffen mit Freunden oder verbrachten den Tag bei Musik und Gesprächen im Freien.
Trotz der vielen Menschen blieb die Lage überschaubar. Nach den angekündigten Kontrollen im Vorfeld waren Ordnungskräfte vor Ort präsent und achteten auf die Einhaltung der Regeln. Dazu gehörten unter anderem Jugendschutz- und Alkoholkontrollen sowie der Blick auf Müll, Grillflächen und geschützte Bereiche.
Ordnungskräfte sorgen für ruhigen Verlauf
Die Präsenz von Stadt und Polizei zeigte Wirkung. Die Einsatzkräfte sorgten dafür, dass die geltenden Spielregeln eingehalten wurden. Dadurch blieb der Maifeiertag im Bürgerpark friedlich. Größere Zwischenfälle wurden nicht bekannt.
Auch die Rücksichtnahme auf Anwohnerinnen und Anwohner sowie auf die sensiblen Bereiche rund um Lippeauen und Lippedamm stand im Fokus. Bereits im Vorfeld hatten Stadt und Polizei angekündigt, diese Bereiche besonders im Blick zu behalten.
Bürgerpark bleibt beliebter Treffpunkt am 1. Mai
Der Bürgerpark Maria Lindenhof hat sich erneut als zentraler Treffpunkt am Maifeiertag gezeigt. Bei bestem Frühlingswetter kamen viele Menschen zusammen, um den Feiertag gemeinsam im Grünen zu verbringen.
Dass der Tag friedlich verlief, lag auch an der klaren Präsenz der Ordnungskräfte und an der Bereitschaft vieler Besucherinnen und Besucher, sich an die Regeln zu halten. So blieb der 1. Mai im Bürgerpark vor allem das, was er sein sollte: ein sonniger Feiertag mit Begegnung, Musik und guter Stimmung.
Den Wonnemonat Mai begrüßen die Menschen auf unterschiedliche Weise: Viele rumpeln am Feiertag mit dem vollbepackten Bollerwagen feuchtfröhlich bis zum Pupillenstillstand durch die Gegend. Andere schwingen sich aufs Drahtross und teilen sich das Picknick mit Waldameisen und Borkenkäfern. Politisch Ambitionierte demonstrieren am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, auf Kundgebungen für Arbeitnehmerrechte. Und dann gibt es tatsächlich noch solche wie eine Kollegin, die sich auf ihre 1. Mai-Begrüßungsliste „Holzhacken“ mit anschließendem Grillen aufs Programm geschrieben hat.
Aber egal, zu welcher Fraktion man zählt, auf gar keinen Fall sollte man fahrlässig mit offenem Feuer umgehen. In der ausgetrockneten Natur brennt das Grün wie Zunder und breitet sich in unbere-chenbarer Schnelle aus. Dieser Schreckmoment widerfuhr kürzlich auch einem Ehepaar in meiner Nachbarschaft. Eigentlich wollte der ordnungsliebende Hausherr nur das wuchernde Unkraut am Heckensaum zum Gehweg mit einem Gasbrenner wegflämmen. Doch ein Windstoß trieb den Funken in die furztrockene Botanik, und schon züngelten die Flammen lichterloh.
Ehe der Gartenschlauch montiert war und Wasser spuckte, waren schon große Teile der Hecke vom Feuer gefressen, auch die heraneilenden Nachbarn konnten der wilden Feuersbrunst keinen nach-haltigen Einhalt gebieten. Die herbeigerufene Feuerwehr löschte schließlich das brandheiße Spiel mit gezielten „Wasser Marsch“ ins Gebüsch.
Rauchendes Brand-Mahnmal zum Mai
Zurück blieben ein schwarz-rauchendes Heckenskelett und ein Ehepaar, das letztendlich froh war, glimpflich davongekommen zu sein. Vor dem Brand-Mahnmal sammeln sich nun Spaziergänger zu Anteilnahme und Austausch. „Erst drücken sie uns ihr Bedauern aus“, berichtet das betroffene Ehe-paar und fügt empört hinzu, „und dann geben sie uns Ratschläge, wie wir am besten die Versiche-rung bescheißen können: ,Sagt doch einfach, jemand hätte Eure Hecke angezündet!‘“
Vermutlich sind das genau die Leute, die den ganzen Tag über den Niedergang Deutschlands me-ckern und ungeniert „abzockende Eindringlinge in unser Sozialsystem“ anprangern. Denen möchte ich raten: Geht nach Hause und denkt mal über Euch nach! Am 1. Mai habt Ihr ja Zeit dazu. Holz-hacken geht aber auch. Ich habe gehört, dass das zum Abbau von Frust und Aggression wahre Wunder wirken kann. In diesem Sinne tanzen wir nun alle zum Takt des traditionellen Frühlingsliedes in den Wonnemonat: „Komm, lieber Mai, und mache die Hecke wieder grün …“
Wer sich bei einer inklusiven Band vorstellt, dass die Musiker mit Beeinträchtigungen lediglich Statisten sind, der irrt sich. Der irrt sich sogar ganz gewaltig. Zumindest, wenn es sich um die Rockband „TEILHABEQUATSCH“ handelt. Jakob, Lona, Marie, Maria, Luca und Dominik sind gleichberechtigte Mitglieder und haben alle ihren festen Platz innerhalb der Band. Das merke ich in dem Moment, in dem die Band loslegt und probt.
Heute bin ich Gast bei der fünften Probe der neu gegründeten Band. Ich sehe Schlagzeug, Keyboard, Gitarren, Notenständer. Ich sehe vor allem aber Menschen, die Musik ernst nehmen und dafür brennen. Und auch das, was ich zu hören bekomme, klingt für mich richtig gut, wenn es auch für meine Ohren deutlich zu laut ist. Meine Frage „Seid ihr alle schwerhörig?“ lockt bei allen nur ein Schmunzeln hervor. „Wir müssen so laut proben, damit wir ein Gefühl für die Musik bekommen, da wir auf der Bühne so gut wie nichts hören“, erzählt mir Dominik Schütter, Leiter des Dorstener Lebenshilfe Centers.
Der musikalische Kopf der Band ist Jakob Meyer, Geschäftsführer der Lebenshilfe Dorsten e. V., der auch die erste Musikgruppe der Lebenshilfe Dorsten „Handgemacht“ leitet. „Ich wollte gerne eine inklusive Rockband mit E-Gitarre neben meinen eigenen Bands auf die Beine stellen.“
Die Mitglieder der Band, von unten links nach oben rechts: Luca und Jakob, Marie und Maria, Dominik und Lona. Foto: privat
Die Band ergab sich einfach – ohne Casting
Und wie ich sehen konnte, hat das ja auch geklappt. Allerdings nicht in einer Art Casting, sondern es ergab sich einfach so. So hat der 18-jährige Luca ein riesiges Rhythmusgefühl und liebt zudem sein Schlagzeug, sodass für Dominik und Jakob feststand: „Du musst unbedingt das Schlagzeug spielen.“ Luca ist in seiner Schulband eigentlich der Sänger, bevor er sein Talent an den Drums entdeckte.
Auch Marie spielte in einer Schulband. „Ich habe vor fünf Jahren die Schule beendet und habe seitdem erfolglos eine neue Band gesucht, die auch Menschen mit Handicap aufnimmt“, erzählt mir die 26-Jährige. Bei „TEILHABEQUATSCH“ ist sie nun mit ihrer markanten dunklen Stimme unverzichtbar im Duett mit Jakob. Überzeugen konnte ich mich davon während der verschiedenen Lieder, die die Band zum Besten gab. „Natürlich spielen und singen wir jetzt und auf der Bühne live“, ist die einhellige Meinung, als ich danach frage. „Vom Band kommt nur ein Grund-Beat für das Schlagzeug, der Luca unterstützt“, erklärt mir Jakob.
Sprung ins kalte Wasser nach der dritten Probe
„Kopenhagen“, „Flieg mit mir“ oder auch der Rausschmeißer „Lichter der Stadt“ sind aus Jakobs Feder, teilweise mit Unterstützung seiner Bands, manchmal entsteht ein Refrain einfach beim gemeinsamen Üben. Fünf eigene Stücke haben die sechs mittlerweile im Repertoire, damit schafft die Band locker dreißig Minuten Programm. Bereits nach der dritten Probe wagten sie sich „ins kalte Wasser“ und spielten auf dem 18. Geburtstag ihres Schlagzeugers. Und Luca ließ es sich nicht nehmen, selbst mitzuspielen und seinen Gästen sein Können zu zeigen. „Es ist schön, mit seinem Bruder die Leidenschaft zur Musik zu teilen“, betont Dominik und fährt lachend fort. „Dafür lerne ich jetzt sogar das Bassspielen, denn ich möchte nicht der Bremsklotz der Band sein“, und konzentriert sich weiter auf sein Instrument.
Am Keyboard steht die FSJ-lerin Lona, die mehr oder weniger „zwangsverpflichtet“ wurde, als Jakob hörte, dass sie Klavier spielt. „Ich bleibe aber dabei, auch wenn im August mein freiwilliges soziales Jahr endet“, verspricht sie, und Dominik ergänzt: „Du musst auch bleiben, denn du verströmst gute Laune pur.“ Auch Maria, die leider krank ist und daher heute nicht dabei sein kann, freut sich jedes Mal auf die Probe. „Sie hört ein Lied und spielt es sofort nach, daher passt sie perfekt in unsere Band, auch weil sie bei ‚Handgemacht‘ seit elf Jahren Keyboard spielt“, betont Jakob.
Teilhabequatsch zeigt, wie Inklusion praktisch funktionieren kann
Dass es nur wenige inklusive Rockbands gibt, das ist schade und ein Ansporn zugleich. TEILHABEQUATSCH ist ein Beispiel dafür, wie Inklusion praktisch aussehen kann. Nicht als Alibi, nicht als Projekt, sondern als gleichberechtigte Praxis. Die Band bekommt inzwischen Anfragen für Auftritte, ein kurzes Video dazu können Sie sich auf den Social-Media-Kanälen der Lebenshilfe sowie auf YouTube ansehen.
In ganz Dorsten fand an vielen lebhaften Locations traditionelle Mai-Tänze statt. Auch das Vinylcafe auf Fürst Leopold begeisterte mit ihrer „Crash of Generations“ Party. DJ Hermann und DJ Phil versorgten die vielen Gäste mit tanzbarem Discofox, 80er Jahre Hits, Gothic und Wave Klängen.
Foto: Christian Haug
Das Vinylcafe veranstaltet schon seit Jahren ihre beliebten Tanz in den Mai Partys. Auch in diesem Jahr besuchten Gäste aus ganz Dorsten die Location, um gemeinsam zu ihren Lieblingssongs zu tanzen. Neben klassischen Partyhits boten die zwei DJs eine große Vielfalt an Musik. DJ Hermann spielte mehr tanzbaren Discofox, während DJ Phil mehr harte Gothic Klänge auf die Tanzfläche brachte.
Bis tief in die Nacht tanzte das Vinylcafe in den Mai. Bei dem großen Andrang kann man davon ausgehen, dass es nicht das letzte Mal war, dass das Vinylcafe am 30. April ihre Pforten öffnete.
Das Creativ Quartier Fürst Leopold verwandelte sich am Donnerstag in einen lebhaften Hot-Spot. Die Galerie der Traumfänger veranstaltete ihre eigene „Tanz in den Mai“ Feier mit einem kleinen Twist: die Party hat einen 90er Jahre Touch.
Die Mai-Feier in der Galerie der Traumfänger zählt zu den größten in ganz Dorsten. Hunderte Gäste kamen in die historische Kulisse, um Musik aus ihren Lieblingsjahrzehnt zu genießen. Neben der Musik sorgten Konfetti sowie Sweets & Candys für eine eindrucksvolle Nacht, an die sich Dorsten noch lange erinnern wird.
Foto: Christian Haug
Bis tief in die Nacht wurde noch auf Fürst Leopold gefeiert. Bei einem so erfolgreichen Abend kann man sich schon direkt auf die nächste Mai-Feier im nächsten Jahr freuen.
Der Tanz in den Mai am Wulfener Wappenbaum lockte am Mittwochabend bei bestem Frühlingswetter sehr viele Besucher an. Vor allem aus Wulfen kamen zahlreiche Menschen zusammen, um gemeinsam den Mai zu begrüßen. Jung und Alt feierten in entspannter Atmosphäre, kamen miteinander ins Gespräch und genossen einen warmen Abend unter freiem Himmel.
Traditionell wurde das Fest mit Blasmusik eröffnet. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, Freunde, Nachbarn und Bekannte zu treffen. Rund um den Wappenbaum herrschte eine gemütliche Stimmung, die das Maifest seit Jahren prägt. Gerade das Miteinander im Ortsteil stand auch diesmal im Mittelpunkt.
Frühlingshafte Stimmung rund um den Wappenbaum. Foto: Borgwardt
Auch die Stadt Dorsten war vertreten. Der stellvertretende Bürgermeister Julian Fragemann nahm an der Veranstaltung teil und vertrat Bürgermeister Tobias Stockhoff. Er freute sich über die Einladung, lobte den starken Zusammenhalt in Wulfen und würdigte das schöne Fest, das von vielen Ehrenamtlichen auf die Beine gestellt worden war.
Die Vorsitzenden Thorsten Schadwinkel und Reiner Schulze-Tenberge mit dem stellvertretenden Bürgermeister Julian Fragemann bei der Begrüßung. Foto: Borgwardt
Viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit
Dass der Abend in dieser Form stattfinden konnte, war vor allem dem Einsatz zahlreicher Helfer aus den beteiligten Vereinen zu verdanken. Sie investierten viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit, um den Besuchern am Wappenbaum einen gelungenen und friedlichen Tanz in den Mai zu ermöglichen.
Gut gelaunte Helfer. Foto: Borgwardt
Genau dieser Einsatz ist es, der den Charakter der Veranstaltung seit Jahren prägt. Der Gewinn aus der Veranstaltung fließt seit Jahren in Projekte zur Verschönerung des Dorfes oder für Kinderaktionen zu Ostern und am Nikolaustag.
Fröhliche Besucher. Foto: Borgwardt
So wurde der 16. Tanz in den Mai erneut zu einem Treffpunkt für das Dorf. Nachbarn kamen zusammen, gute Gespräche prägten den Abend, und bei angenehmen Temperaturen wurde in fröhlicher Atmosphäre gefeiert.
Probleme abseits des Geländes
Nicht ganz ohne Schatten blieb der Abend allerdings. Am Rande der Veranstaltung kam es zu teils erheblichen Problemen. Nach Angaben aus dem Umfeld sammelten sich abseits des eigentlichen Veranstaltungsgeländes große Gruppen von mehreren Hundert Jugendlichen, die vielfach mit Bussen aus anderen Stadtteilen angereist waren.
Auf dem Gelände des Maifestes selbst blieb die Lage friedlich. Dort waren selbst mitgebrachte Getränke verboten, zudem achtete ein Sicherheitsdienst auf die Einhaltung der Regeln. Innerhalb des Wappenbaumparks blieb das Fest daher ruhig und geordnet.
Abseits des Geländes kam es in der Nacht jedoch zu körperlichen Auseinandersetzungen und Sachbeschädigungen. Nachbarn berichteten unter anderem von beschädigten Autos und Gartenzäunen. Außerdem sollen Jugendliche Vorgärten als Toilette benutzt haben. Glas und Müll blieben ebenfalls zurück. Die Polizei musste mit mehreren Streifenwagen anrücken, um die oft noch minderjährigen Gruppen zur Ordnung zu rufen. Entlang der Hervester und Dülmener Straße kam es zu gefährlichen Situationen, als alkoholisierte Teenager unvermittelt über die Straße liefen oder versuchten, Autos anzuhalten. Durch Schläge mit Flaschen wurden mehrere Jugendliche verletzt.
Große Enttäuschung bei den Organisatoren
Beim Wulfener Wappenbaum Verein sorgten die Vorfälle für große Enttäuschung. „Wir arbeiten sehr hart dafür, allen Wulfenern ein schönes friedliches Fest zu gestalten“, sagte Reiner Schulze-Tenberge, 1. Vorsitzender des Vereins. „Solche Menschen, auch wenn sie gar nicht bei uns auf dem Gelände den Ärger machen, machen uns Wulfenern alles kaputt. Wir möchten ein schönes friedliches Fest haben und ein gutes Verhältnis zu unseren Nachbarn.“
Ehrenamtliche Helfer am Grillstand. Foto: Borgwardt
Der Familiencharakter der Veranstaltung sei dem Verein besonders wichtig. Deshalb habe man auch in diesem Jahr auf Sicherheitsmaßnahmen gesetzt, den Verzehr mitgebrachter Getränke auf dem Festgelände untersagt und bewusst Angebote für unterschiedliche Altersgruppen geschaffen, darunter Kinderspielmöglichkeiten und einen Eiswagen.
Foto: Borgwardt
So bleibt unter dem Strich ein eigentlich schönes und gut besuchtes Maifest, das durch die Vorfälle außerhalb des Geländes einen bitteren Beigeschmack bekam. Für viele Besucher im Wappenbaumpark war der Abend dennoch das, was er sein sollte: ein geselliges Frühlingsfest für das Dorf.
Es war ein Tag, auf den der Dorstener Regisseur Christopher Meier-Wilkening lange hingearbeitet hatte. Am 25. April feierte sein neues Filmprojekt „Zu Kino Sag Ich Nie No“ seine Vorpremiere im Central Kino. Und das Interesse war enorm. Das Kino war brechend voll, der Andrang riesig, die Stimmung erwartungsvoll.
Anspannung beim gesamten Team
Für Christopher Meier-Wilkening und sein Team war der Moment sichtbar bewegend. Nach Monaten intensiver Arbeit, zahlreichen Drehtagen, spontanen Herausforderungen am Set und den letzten Schnittarbeiten in der Postproduktion stand nun der Augenblick bevor, den Film erstmals einem größeren Publikum zu zeigen. Entsprechend war auch bei der Crew eine gewisse Anspannung zu spüren. Zu Unrecht, wie sich schnell zeigte.
Die Anzeigetafel im Kino verkündet den Premierentitel. Foto: Ralf Meier
Denn die Resonanz auf „Zu Kino Sag Ich Nie No“ fiel großartig aus. Das Publikum nahm den Film mit Begeisterung auf und honorierte die Arbeit des Dorstener Filmemachers und seines Teams mit lang anhaltendem Applaus. Besonders passend war dabei der Ort der Vorpremiere selbst. Das Central Kino diente nicht nur als Veranstaltungsort, sondern spielt auch innerhalb der Filmhandlung eine zentrale Rolle. Dadurch entstand eine besondere Verbindung zwischen Leinwand, Kinosaal und Publikum.
Schon vor Filmbeginn wartete eine kleine Überraschung auf die Besucher. An jedem Sitz stand eine Packung buntes Popcorn von Popcorn Affairs. Ein liebevolles Detail, das für die richtige Kinostimmung sorgte.
Popcorn für die Gäste. Foto: Ralf Meier
Auch nach dem gefeierten Abspann war es noch nicht vorbei. Christopher Meier-Wilkening hatte sich für das Publikum noch etwas Besonderes ausgedacht. Die im Hauptfilm nur kurz angeteaserten „Kurzfilme im Film“ wurden anschließend in chronologischer Reihenfolge und diesmal vollständig präsentiert. Damit bekamen die Zuschauer noch einmal einen erweiterten Blick auf die Ideenwelt des Films.
Für mehrere Heiterkeitsausbrüche sorgte der Regisseur dabei selbst. In einem der Kurzfilme trat er als Reality-Star in Erscheinung und zeigte in dieser Rolle auch sein eigenes komödiantisches Talent. Das Publikum nahm die Zugabe begeistert auf.
Liebeserklärung an das Kino
Die Vorpremiere zeigte aber auch, wie viel Herzblut in dem Projekt steckt. „Zu Kino Sag Ich Nie No“ ist nicht nur ein Film über das Kino, sondern auch eine Liebeserklärung an genau diesen Ort, an Begegnungen, skurrile Situationen, spontane Momente und die Menschen, die Kino lebendig machen.
Wer bei der für geladene Gäste reservierten Vorpremiere nicht dabei sein konnte, bekommt schon bald die nächste Gelegenheit, das Versäumte nachzuholen. Am 17. Mai um 13:00 Uhr wird „Zu Kino Sag Ich Nie No“ erneut im Central Kino Dorsten gezeigt.
Neuer Monat, neue Lokallust. Sie kommt frisch aus der Druckerei und wartet darauf, in Ihre Briefkästen gesteckt zu werden. Auch diese Ausgabe ist wieder bunt, vielfältig, informativ, aktuell und gespickt mit neuen lokalen Geschichten und Nachrichten und natürlich weiterhin gratis.
Wir beginnen unsere Ausgabe mit der Titelgeschichte über Marc Hinzmann. Mit Alex Fichtner hat sich der ehemalige Soldat über seinen Einsatz in Kabul unterhalten.
Auf einen Kaffee hat sich Martina Jansen mit Eden Fähnrich-Winkel getroffen. Die Leiterin der Abteilung Jugendförderung und Sonderdienste im Amt für Jugend und Familie wünscht sich einen anderen Blick aufs Jugendamt.
Mit den drei jungen Machern hinter „Fog Ninja“ traf sich Oliver Borgwardt. Sie erzählten ihm von ihrem neuen Projekt.
Luft am Film-Set schnuppern konnte Martina Jansen beim Dreh des „Loser-Clubs“. In dem Film geht es um Mobbing und ich freue mich immer noch, dass ich eine kleine Rolle als Chemielehrerin spielen konnte.
Unser Sonderteil dreht sich um das Dorstener Jubiläum. Vor 775 Jahren wurde „Durstinon“ die Stadtrechte verliehen und Martina Jansen hat daher aus Sicht der Stadt auf ihre Anfänge zurückgeblickt. Aber es gibt natürlich noch weitere Informationen rund um Dorsten in dieser Ausgabe, wie zum Beispiel die Fritz-Kolumne und Oliver Borgwardts Serie „Damals in Dorsten“, die Angebote unserer Werbekunden, und ihr könnt zudem lesen, was in Dorsten passiert ist und welche Veranstaltungen noch anstehen.
Bis Montag sollten Sie unser Monatsmagazin in Ihren Briefkästen haben, ansonsten melden Sie sich bitte bei uns. Sollten Sie Werbeverweigerer sein, können Sie die neue Ausgabe unseres beliebten Monatsmagazins an den bekannten Auslagestellen mitnehmen.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen das Team der Lokallust.
Das Schadstoffmobil des Kommunalen Servicebetriebs Dorsten (KSD) geht wieder auf Tour. Vom 5. bis 8. Mai 2026 können Dorstener Haushalte in den Stadtteilen gefährliche Abfälle und Elektrokleingeräte kostenfrei abgeben. Die Sammlung richtet sich ausschließlich an private Haushalte.
Angenommen werden Schadstoffe in haushaltsüblichen Mengen. Dazu zählen unter anderem Lackreste, Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel, Spraydosen, Pflanzenschutzmittel, Kleber, Säuren, Laugen, Bauschaumdosen, Energiesparlampen und Gerätebatterien. Fahrrad-Akkus werden nicht angenommen. Wichtig ist außerdem: Die Schadstoffe müssen in verschlossenen Behältern abgegeben werden und dürfen ein Gewicht von 20 Kilogramm nicht überschreiten.
Auch Elektrokleingeräte werden angenommen
Neben klassischen Schadstoffen können auch Druckerpatronen, CDs und gebrauchte Elektrokleingeräte abgegeben werden. Dazu gehören beispielsweise Toaster, Computer, E-Zigaretten, Kaffeemaschinen, Staubsauger, Netbooks, Handys oder Rasierapparate. Die Kantenlänge der Geräte darf maximal 40 Zentimeter betragen.
Nicht zulässig sind gewerbliche oder landwirtschaftliche Anlieferungen. Gewerbebetriebe können Sonderabfälle nur nach telefonischer Voranmeldung und gegen Gebühr am Wertstoffhof entsorgen.
Schadstoffe ganzjährig am Wertstoffhof abgeben
Unabhängig von der mobilen Sammeltour können Schadstoffe ganzjährig am Wertstoffhof des Kommunalen Servicebetriebs Dorsten, An der Wienbecke 15, abgegeben werden. Weitere Informationen gibt es unter www.dorsten.de/schadstoffmobil oder telefonisch unter 02362 66-56 04.
Fahrplan des Schadstoffmobils
Dienstag, 5. Mai
9.30 bis 10.15 Uhr: Holsterhausen, An der Vogelstange / Emmelkämper Weg 10.40 bis 11.10 Uhr: Dorf-Hervest, Dorfstraße vor dem Feuerwehrgerätehaus 11.50 bis 12.30 Uhr: Alt-Wulfen, Parkplatz der Sportanlage Wittenbrink 11 13.00 bis 13.30 Uhr: Deuten, Birkenallee / Söltener Landweg, am Glascontainer
Mittwoch, 6. Mai
9.30 bis 10.15 Uhr: Rhade, Dillenweg 120 / Parkplatz der Sportanlage 10.45 bis 11.30 Uhr: Lembeck, Am Hagen / Parkplatz der Sportanlage 12.30 bis 13.15 Uhr: Barkenberg, Wulfener Markt
Freitag, 8. Mai
9.30 bis 10.15 Uhr: Hardt, Storchsbaumstraße 59 / Parkplatz der Sportanlage des SV Dorsten-Hardt 10.45 bis 11.15 Uhr: Altstadt, Parkplatz Lippetal / vor dem Feuerwehrgerätehaus 11.45 bis 12.30 Uhr: Altendorf-Ulfkotte, Parkplatz der Sportanlage Gildenweg
Biga Hydrogen GmbH sichert Grundstück im Wenger Feld. In Dorsten sollen modulare Elektrolyseanlagen entstehen, die künftig grünen Wasserstoff produzieren und direkt ins Wasserstoffkernnetz einspeisen können.
Dorsten macht einen weiteren Schritt in Richtung Wasserstoffwirtschaft. Die Biga Hydrogen GmbH plant im Bereich Wenger Feld den Bau modularer Elektrolyseanlagen zur Produktion von grünem Wasserstoff. Bei einem gemeinsamen Vor-Ort-Termin haben Vertreter des Unternehmens, der Fasteel GmbH, der Open Grid Europe GmbH (OGE), der Wirtschaftsförderung Dorsten (WINDOR) und der Stadt Dorsten den künftigen Standort besichtigt.
Das Vorhaben gilt als wichtiges Signal für den Industriestandort Dorsten. Der geplante Standort liegt in unmittelbarer Nähe zum künftigen Wasserstoffkernnetz und bietet damit besonders gute Voraussetzungen für die Einspeisung des vor Ort produzierten Wasserstoffs.
Direkter Anschluss ans Wasserstoffkernnetz geplant
Eine zentrale Rolle spielt dabei die Open Grid Europe GmbH. Sie betreibt die Wasserstoffpipeline in diesem Bereich und schafft über ein entsprechendes T-Stück die technische Voraussetzung für eine direkte Einspeisung in das Netz. Dieses T-Stück befindet sich derzeit in der Realisierung und wurde von WINDOR in Kooperation mit der Biga Hydrogen GmbH bestellt.
Oliver Göttlich, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung in Dorsten GmbH, sieht darin einen wichtigen Baustein für die künftige Energieversorgung. „Dadurch soll ein effizienter, sicherer und wirtschaftlicher Zugang zu grünem Wasserstoff geschaffen und langfristig zur regionalen und nationalen Energiewende beigetragen werden“, erklärt Göttlich.
Beitrag zur Dekarbonisierung
Realisiert wird das Projekt dabei von der Biga Hydrogen GmbH. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Produktion und den Vertrieb von Wasserstoff. Geschäftsführer Dr. Christian Postberg sieht in Dorsten einen geeigneten Standort für die geplante Anlage.
„Wir freuen uns, in Dorsten einen idealen Standort für die Wasserstoffproduktion gefunden zu haben und danken allen Beteiligten für ihr großes Engagement“, sagt Postberg. Mit der Umsetzung des Vorhabens wolle das Unternehmen künftig sowohl regionale als auch überregionale Abnehmer mit Wasserstoff versorgen. Damit wolle man einen Beitrag zur Dekarbonisierung und zur Rohstoffunabhängigkeit Deutschlands leisten.
Grüner Wasserstoff gilt als wichtiger Energieträger für Bereiche, in denen Strom aus erneuerbaren Energien nicht direkt genutzt werden kann. Dazu zählen insbesondere Teile der Industrie, des Schwerlastverkehrs und der Energieinfrastruktur. Für Dorsten eröffnet das Projekt damit die Chance, sich frühzeitig in einem Zukunftsmarkt zu positionieren.
WINDOR und Fasteel begleiten Projekt
Die Standortsuche wurde durch die Wirtschaftsförderung Dorsten und die Fasteel GmbH unterstützt. Beide Partner begleiten das Vorhaben auch in den weiteren Schritten bis zur Inbetriebnahme der Anlage federführend.
Für Dorsten ist das Projekt dabei mehr als eine einzelne Unternehmensansiedlung. Die geplante Wasserstoffproduktion kann den Industriestandort stärken und zugleich neue Entwicklungsmöglichkeiten schaffen. Perspektivisch könnten sich dann zusätzliche Energieprojekte ansiedeln. Auch Synergien mit der bestehenden Energieinfrastruktur und der Fernwärmenetzplanung sind dabei denkbar.
Mit dem Projekt der Biga Hydrogen GmbH nimmt die Rolle Dorstens als möglicher Erzeugungsstandort für grünen Wasserstoff weiter Gestalt an. Das Vorhaben zeigt, dass die Stadt nicht nur von ihrer Lage im regionalen Verkehrs- und Industrienetz profitiert, sondern auch bei der künftigen Energieversorgung eine aktivere Rolle einnehmen kann.
Der Frühlingsflohmarkt auf dem Brunnenplatz in Dorsten-Hervest ist erfolgreich verlaufen. Bei bestem Frühlingswetter nutzten am 11. April zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, durch die Stände zu bummeln, zu stöbern und kleine wie größere Schätze zu entdecken.
Auch das kulinarische Angebot trug zur guten Stimmung bei. Der Duft von frischen Waffeln, Kaffee und Würstchen zog viele Gäste an. Besonders gefragt war bei den warmen Temperaturen außerdem das Slush-Eis, das für eine willkommene Abkühlung sorgte.
Sommerflohmarkt am Brunnenplatz im Juli geplant
Nach dem gelungenen Flohmarkt steht der nächste Termin bereits fest. Am Samstag, 11. Juli 2026, lädt der Brunnenplatz von 11 bis 15 Uhr zum Sommerflohmarkt ein. Auch dann soll es wieder einen Deckenflohmarkt speziell für Kinder geben. Für Essen und Getränke wird ebenfalls gesorgt.
Für den Sommerflohmarkt sind noch Standplätze frei. Interessierte können sich bei Leni unter 0152 / 34125006 oder bei Marianne unter 0157 / 77815202 melden.
Organisiert wird der Flohmarkt von der Integrationsagentur im Referat für Migration und Integration im Kultur- und Begegnungszentrum am Brunnenplatz.
Ein erfolgreiches Turnierwochenende liegt hinter den Jazz- und Modern/Contemporary-Formationen des TSZ Royal Wulfen. Mehrere Teams gingen in ihren jeweiligen Ligen an den Start und konnten mit soliden bis sehr starken Leistungen überzeugen.
„Lumea“ sichert sich Rang vier in der Gesamtwertung
Für die Kinderliga-Formation „Lumea“ stand das vierte Turnier der Saison auf dem Programm. Die jungen Tänzerinnen zeigten erneut eine starke Leistung und erreichten einen guten vierten Platz. Damit sicherte sich die Formation zugleich Rang vier in der Gesamtwertung.
Lumea. Foto: TSZ Royal Wulfen
Auch die Jugendlandesliga-Formation „Fuego“ war im Einsatz. Beim dritten Turnier der Saison ertanzten sich die Tänzerinnen mit viel Einsatz und Teamgeist den neunten Platz. Neben dem Ergebnis sammelte das Team wichtige Erfahrungen für die kommenden Wettkämpfe.
Fuego. Foto: TSZ Royal Wulfen
Ebenfalls in der Jugendlandesliga startete die Formation „Perfetto“. Mit einer ausdrucksstarken Darbietung überzeugte das Team die Wertungsrichter und erreichte einen hervorragenden vierten Platz.
Perfetto. Foto: TSZ Royal Wulfen
„Cadence“ bestätigt starke Form in der Oberliga
Auch in den höheren Ligen waren die Wulfener Formationen erfolgreich vertreten. Für „Nuvia“, die in der Landesliga startet, war es das dritte Turnier der Saison. Wie bereits beim vorherigen Turnier erreichte die Formation den achten Platz. Besonders erfreulich war dabei der Sieg im kleinen Finale, das „Nuvia“ mit der Bestwertung 1-1-1-1-1 für sich entscheiden konnte.
Cadence. Foto: TSZ Royal Wulfen
In der Oberliga West 1 ging die Formation „Cadence“ ebenfalls beim dritten Saisonturnier an den Start. Das Team war erst in der vergangenen Saison in die Oberliga aufgestiegen und hat sich dort inzwischen sichtbar etabliert. Mit der Wertung 2-2-1-1-2 ertanzte sich „Cadence“ erneut den zweiten Platz. Damit knüpfte die Formation nahtlos an die bisherigen Saisonleistungen an, denn auch bei den beiden vorherigen Turnieren hatte das Team jeweils Rang zwei erreicht.
„Joy“ und „maju“ sammeln Punkte in der Oberliga West 2
In der Oberliga West 2 bestritten die Formationen „Joy“ und „maju“ ihr zweites Turnier der Saison. „Joy“, bereits im vergangenen Jahr in der Oberliga vertreten, erreichte im großen Finale den sechsten Platz und bestätigte damit die stabile Leistung in dieser Liga.
Die Formation maju. Foto: TSZ Royal Wulfen
Für „maju“ ist es die erste Saison in der Oberliga. Die Formation gewann das kleine Finale und belegte damit den achten Platz in der Gesamtwertung. Auch dieses Ergebnis zeigt, dass sich die Wulfener Teams in ihren Ligen behaupten können.
Insgesamt blickt das TSZ Royal Wulfen damit auf ein erfolgreiches Turnierwochenende zurück. Die Formationen sammelten wichtige Punkte, bestätigten ihre bisherigen Leistungen und zeigten, dass sich intensives Training und Teamgeist auszahlen.