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Ehrenamt-Tour: Bundespräsident Steinmeier kommt nach Dorsten

Dorsten steht im Mai für eine Woche im Zeichen von Menschenwürde, Demokratie und bürgerschaftlichem Engagement. Zu den „Dorstener Tagen des Grundgesetzes“ kommt am Montag, 18. Mai 2026, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in die Stadt. Es ist der erste Besuch eines amtierenden Bundespräsidenten in Dorsten.

„Wir sind sehr stolz, zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik einen amtierenden Bundespräsidenten begrüßen zu dürfen“, sagte Bürgermeister Tobias Stockhoff bei der Vorstellung des Programms. Der Besuch steht im Zusammenhang mit dem neuen bundesweiten „Ehrentag“, der am 23. Mai, dem Tag der Verabschiedung des Grundgesetzes, erstmals begangen wird. Dorsten ist dabei Auftakttermin der bundesweiten Tour des Bundespräsidenten.

Brücke zwischen Grundgesetz und Ehrenamt

Der Ehrentag soll demokratische Werte stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken und zugleich das Ehrenamt würdigen. Genau diese Verbindung passt aus Sicht der Stadt besonders gut zu Dorsten. Denn die Tage des Grundgesetzes sind hier seit Jahren bürgerschaftlich geprägt. Vereine, Schulen, Initiativen und engagierte Einzelpersonen gestalten gemeinsam das Programm.

Bürgermeister Stockhoff sprach von einer besonderen Wertschätzung für das langjährige Engagement des Dorstener Stadtdialogs für Menschenwürde, Demokratie und Respekt. „Der Bundespräsident erweist damit dem langjährigen Engagement des Dorstener Stadtdialogs, den daraus entstandenen Tagen des Grundgesetzes und dem ausgeprägten Ehrenamt in unserer Stadt eine besondere Ehre“, sagte Stockhoff.

Die Dorstener Tage des Grundgesetzes finden in diesem Jahr vom 17. bis 23. Mai statt. Sie werden zum sechsten Mal ausgerichtet. Stockhoff erinnerte daran, dass die Aktionstage 2021 erstmals stattfanden. Inzwischen hätten sie sich zu einem festen Bestandteil des städtischen Lebens entwickelt. Er sprach von einem „kleinen Jubiläum“. Jedes Jahr steht die Woche unter einem neuen Motto. 2026 lautet es „Demokratie.konkret“.

Dorstener Tage des Grundgesetzes 2026 Demokratie konkret
Freuen sich auf die Aktionswoche (v.l.n.r.): Tristan Gayda (Lehrer Gymnasium Petrinum), Adrian Deckers (Lehrer Gymnasium St. Ursula), Bürgermeister Tobias Stockhoff, Ralf Losen (Dorsten gegen rechts), Joachim Thiehoff (Koordinator der Aktionswoche), Martin Bach (Dorsten gegen Rechts), Annika Teuber (Schülersprecherin St. Ursula) und Julia Möller (Schülersprecherin Petrinum). Foto: Borgwardt

Demokratie soll greifbar werden

Mit dem Motto wollen die Organisatoren deutlich machen, dass das Grundgesetz nicht nur ein historisches Dokument ist. Es soll mit dem Alltag der Menschen verbunden werden. „Demokratie.konkret“ bedeute, über Themen zu sprechen, die nicht abstrakt seien, sondern direkt mit dem Leben der Menschen zu tun hätten, sagte Stockhoff.

Auch Joachim Thiehoff, Koordinator der Aktionstage, zeigte sich erfreut über die breite Beteiligung. Das Programm sei erneut bunt und vielfältig. Viele Impulse kämen direkt aus der Bürgerschaft. Insgesamt umfasst die Woche rund 30 Aktionspunkte. Auch der Grundgesetzladen in der Suitbertusstraße 7 werde „üppig bespielt“, so Thiehoff.

Der Grundgesetzladen ist während der Aktionswoche zentraler Treffpunkt in der Innenstadt. Dort geht es um Information, Austausch und Begegnung. Besucherinnen und Besucher können sich mit der Entstehung und Bedeutung des Grundgesetzes beschäftigen, miteinander ins Gespräch kommen und an verschiedenen Formaten teilnehmen. Geplant sind unter anderem Ausstellungen, Lesungen, Workshops, Diskussionen, kreative Aktionen sowie Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Schulen bringen sich aktiv ein

Eine wichtige Rolle spielen auch die Dorstener Schulen. Davon können etwa Tristan Gayda, Lehrer am Gymnasium Petrinum, und Schülersprecherin Julia Möller sowie Adrian Deckers, Lehrer am Gymnasium St. Ursula, und Schülersprecherin Annika Teuber berichten.

Die beiden Schülersprecherinnen machten deutlich, dass das Grundgesetz auch im Schulleben eine wichtige Rolle spielt. Jugendliche setzten sich intensiv mit demokratischen Werten, Mitsprache und Verantwortung auseinander. Auch die Lehrer betonten, dass das Grundgesetz ein zentrales Thema an den Schulen sei.

Beide Schulen haben ihre Schülerinnen und Schüler eingeladen, an einer Menschenkette teilzunehmen. Trotz der Nachmittagszeit sei die Bereitschaft dazu groß. Das zeige, dass junge Menschen Demokratie nicht nur im Unterricht behandeln, sondern auch öffentlich sichtbar machen wollten.

Grundgesetzladen lebt vom Ehrenamt

Auch Ralf Losen und Martin Bach vom Bündnis „Wir in Dorsten gegen Rechts“ hoben die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements hervor. Besonders der Grundgesetzladen lebe davon, dass viele Menschen dort Zeit, Ideen und Überzeugung einbringen. Neben Initiativen und Vereinen füllten auch Schülerinnen und Schüler den Laden mit Leben.

Damit werde deutlich, was die Aktionstage ausmachen: Demokratie wird nicht nur erklärt, sondern praktisch erlebt. Menschen kommen zusammen, diskutieren, arbeiten gemeinsam an Projekten und setzen Zeichen für Menschenwürde, Respekt und Zusammenhalt.

Auftakt im Bürgerpark, Abschluss mit Picknick

Den Auftakt der Aktionswoche bildet am Sonntag, 17. Mai, ein Gottesdienst im Bürgerpark Maria Lindenhof. Am Montag, 18. Mai, folgt die offizielle Eröffnung im Beisein von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Details zum genauen Ablauf des Besuchs will das Bundespräsidialamt voraussichtlich im Laufe dieser Woche bekanntgeben.

Den Abschluss bildet am Samstag, 23. Mai, dem neuen bundesweiten Ehrentag, ein großes Picknick im Bürgerpark Maria Lindenhof. Dort präsentieren sich Initiativen und Vereine, laden zum Austausch ein und machen Demokratie vor Ort erlebbar.

„Die Dorstener Tage des Grundgesetzes zeigen eindrucksvoll, wie lebendig Demokratie in unserer Stadt ist“, betonte Bürgermeister Stockhoff. „Sie entsteht dort, wo Menschen sich begegnen, miteinander sprechen und Verantwortung übernehmen.“

Alle Veranstaltungen sind grundsätzlich kostenlos. Für einzelne Programmpunkte ist eine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen gibt es bei der Stadt Dorsten im Büro für Bürgerengagement, Ehrenamt und Sport bei Joachim Thiehoff unter Telefon 02362 66-3334 oder per E-Mail an [email protected]
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Oldtimerfreunde Lembeck bereiten Acker für lebendiges Museum vor

Am Busbahnhof in Lembeck haben die Oldtimerfreunde Lembeck ein Stück Erde in Bewegung gebracht. Wo zuletzt Wildwuchs und brachliegender Boden das Bild prägten, soll in den kommenden Wochen eine bunte Blühfläche entstehen. Mit alten Treckern, historischen Geräten und viel Handarbeit bereiteten die Mitglieder den Acker vor. Langfristig ist dort ein lebendiges Museum für historische Landwirtschaft geplant.

„Wir haben wie zu Opas Zeiten gearbeitet“, sagt Georg Bögel, Sprecher der Oldtimerfreunde Lembeck. Genau darum ging es den Ehrenamtlichen auch: nicht nur eine Fläche herzurichten, sondern zugleich zu zeigen, wie landwirtschaftliche Arbeit früher funktionierte. Schritt für Schritt kamen alte Maschinen und Geräte zum Einsatz, wie sie früher auf vielen Höfen selbstverständlich waren.

Arbeiten wie früher auf dem Acker

„Den Anfang machten Fabian Stroick und Madeleine Hauck. Mit einem alten Deutz wurde der Wildwuchs abgemäht“, erklärt Georg Bögel. „Anschließend pflügte Johannes Mecking den Acker mit seinem Deutz und einem Zweischarpflug um. Danach wurde die Fläche von Peter Nitoschil gewalzt.“

Oldtimerfreunde Lembeck Acker Blühwiese Museum
Berd Mecking zieht eine Löffelegge über den gepflügten und gewalzten Acker. Foto: Oldtimerfreunde

Im nächsten Schritt bearbeitete Bernd Mecking den Boden mit seinem Deutz und einer Löffelegge. Erst danach konnte der Blumensamen ausgestreut werden. Diese Arbeit übernahmen Bernd Mecking und Thomas Wesseling per Hand. Eine alte Sämaschine kam dafür nicht infrage. „Die unterschiedliche Größe der Samen war für unsere alte Sämaschine nicht geeignet“, erklärt Georg Bögel.

Oldtimerfreunde Lembeck Acker Blühwiese Museum
Bernd Mecking und Thomas Wesseling säen das Saatgut per Hand aus. Foto: Oldtimerfreunde

Damit die Saat nicht gleich wieder von Krähen und Tauben aus dem Boden geholt wird, wurde sie anschließend eingearbeitet. Georg Bögel nutzte dafür seinen Hanomag und eine Netzegge. Zum Abschluss walzte Peter Nitoschil den Acker noch einmal. So entstand aus einer zunächst unscheinbaren Fläche ein vorbereiteter Boden, auf dem nun Wild- und Sonnenblumen wachsen sollen.

Blühfläche als sichtbares Zeichen im Dorf

Die Aktion soll das Grundstück am Busbahnhof schon jetzt aufwerten. „Die ganze Aktion sollte den Acker wieder etwas schöner aussehen lassen, bis wir dort mit dem Aufbau unseres Schirmschoppens als lebendiges Museum für historische Landwirtschaft beginnen können“, sagt Bögel.

Die Blühfläche ist damit mehr als eine kurzfristige Verschönerung. Sie ist ein sichtbares Zeichen für das, was die Oldtimerfreunde auf dem Gelände entwickeln möchten: einen Ort, an dem alte Landwirtschaftstechnik nicht nur gesammelt, sondern auch praktisch erklärt und vorgeführt wird. Auf dem Patenschaftsgelände soll weiterhin mit altem Werkzeug und historischen Maschinen gearbeitet werden.

Oldtimerfreunde Lembeck Acker Blühwiese Museum
Georg Bögel in seinem Hanomag und mit der Netzegge. Foto: Oldtimerfreunde

Schirmschoppen als Museum geplant

Geplant ist ein sogenannter Schirmschoppen. Dabei handelt es sich um eine offene oder halboffene Unterstellhalle in traditioneller Bauweise. Solche Gebäude dienten früher dazu, Geräte, Wagen oder landwirtschaftliche Maschinen wettergeschützt abzustellen.

Diese Bauart soll künftig den Rahmen für das Museum bilden. Die Oldtimerfreunde wollen dort alte Geräte, Werkzeuge und Maschinen zeigen und ihre Funktionsweise erklären. Das Museum soll regelmäßig für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Plan des künftigen Museumsgeländes. Grafik: Oldtimerfreunde

Gerade die Lage am Busbahnhof und in unmittelbarer Nähe zu Schule und Kindergärten sehen die Oldtimerfreunde als großen Vorteil. „Schule und Kindergärten sind ja direkt in der Nachbarschaft, und die Lage mitten im Dorf ist natürlich auch ideal“, sagt Bögel. Damit könnte der Schirmschoppen zu einem Lernort werden, an dem Kinder, Familien und interessierte Besucher erleben, wie Landwirtschaft früher aussah.

Noch ist das Projekt allerdings nicht startklar. „Wir warten noch auf die Zusage auf Förderung von Münster. Erst dann können wir starten“, erklärt Bögel. Nach bisherigen Planungen sind für das Vorhaben zunächst rund 160.000 Euro veranschlagt. Grundlage für das Museum ist zudem eine alte Scheune, die die Oldtimerfreunde bereits in Senden abgebaut und nach Lembeck gebracht haben.

Auch Obstbäume und Dreschkasten gepflegt

Während auf dem Acker gearbeitet wurde, liefen auf dem Gelände weitere Arbeiten. Thomas Wesseling nahm einen kleinen Rückschnitt an den Obstbäumen vor. Außerdem wurde mit Unterstützung von Philip Hacker ein historischer Dreschkasten als Denkmal auf Gehsteigplatten gestellt. So sollen die Holzräder besser vor Nässe geschützt werden.

Oldtimerfreunde Lembeck Acker Blühwiese Museum
Der Dreschkasten bekommt seinen neuen Standort. Foto: Oldtimerfreunde

Auch diese Arbeiten zeigen, worum es den Oldtimerfreunden geht: um den Erhalt alter Technik, aber auch um die Pflege des Geländes und die Vermittlung von Geschichte. Der Dreschkasten steht dabei beispielhaft für eine Zeit, in der viele landwirtschaftliche Arbeiten noch mit schwerem Gerät, Muskelkraft und viel Erfahrung erledigt wurden.

Oldtimerfreunde waren auch beim Tiermarkt vertreten

Viel Zeit zum Ausruhen blieb den Ehrenamtlichen nach der Arbeit auf dem Acker nicht. Bereits am vergangenen Wochenende waren die Oldtimerfreunde Lembeck auch beim Tiermarkt in der Schlossgemeinde vertreten. Dort gehörten sie mit historischen Fahrzeugen, ländlicher Atmosphäre und ihrem Engagement erneut zum festen Bild der Veranstaltung.

Oldtimerfreunde Lembeck Acker Blühwiese Museum
Oldtimerfreunde während des Arbeitstages neben dem Lembecker Acker. Foto: Oldtimerfreunde

Der Tiermarkt zieht seit Jahren zahlreiche Besucherinnen und Besucher nach Lembeck. Die Oldtimerfreunde trugen auch diesmal dazu bei, dass neben klassischem Marktgeschehen, Begegnungen und Familienprogramm ein Stück lebendige Landwirtschaftsgeschichte sichtbar wurde.

Trecker- und Fahrradwallfahrt im Juni

Der nächste Termin der Oldtimerfreunde steht ebenfalls bereits fest. Am Sonntag, 14. Juni 2026, ist eine Trecker- und Fahrradwallfahrt nach Eggerode geplant. Start ist um 6.45 Uhr am Lembecker Busbahnhof. „Hier kann jeder, der möchte, gerne mitfahren“, sagt Georg Bögel. Weitere Informationen zur Anmeldung sollen noch folgen.

Für die Oldtimerfreunde ist das Projekt am Busbahnhof damit nur ein Teil ihres Engagements. Sie wollen alte Technik bewahren, Wissen weitergeben und gleichzeitig das Dorfleben bereichern. Wenn die Blühfläche in den kommenden Wochen aufgeht, wird das am Busbahnhof erstmals auch für alle sichtbar.

Schornstein am Brauturm in Wulfen wird abgebaut

Am Brauturm in Wulfen verschwindet ein markantes Stück alter Industriegeschichte. Am Montag, 4. Mai, wurde der Schornstein am ehemaligen Brauereistandort mit einem Kran zurückgebaut. Grund sind bauliche Mängel im alten Mauerwerk. Während der Kamin verschwindet, ist im früheren Brauhaus längst wieder neues Leben eingezogen: Das Maredo Beef & Beer ist bereits geöffnet, der Biergarten wird derzeit fertiggestellt.

Wer am Montagvormittag am Brauturm in Wulfen vorbeikam, konnte die Arbeiten kaum übersehen. Ein großer Kran ragte neben dem alten Schornstein in den Himmel, Arbeiter standen in luftiger Höhe am oberen Rand des gemauerten Kamins. Stück für Stück wurde das Bauwerk zurückgebaut. Nach ersten Informationen war der Abbau notwendig geworden, weil das alte Mauerwerk bauliche Mängel aufwies.

Für viele Wulfener ist der Schornstein mehr als nur ein altes technisches Relikt. Er gehört zu einem Ort, der über Jahrzehnte eng mit der früheren Rose-Brauerei verbunden war. Der Brauturm und das Umfeld erinnern bis heute an eine Zeit, in der in Wulfen Bier gebraut, abgefüllt und weit über den Ort hinaus ausgeliefert wurde.

Stück für Stück wird der Schornstein abgebaut. Foto: privat

Erinnerung an die Rose-Brauerei

Die Geschichte der Rose-Brauerei reicht bis ins Jahr 1879 zurück. Aus einer Wulfener Landbrauerei entwickelte sich ein Betrieb, der für den Ort 113 Jahre lang wirtschaftlich und gesellschaftlich eine große Bedeutung hatte. Bier aus Wulfen wurde zeitweise weit über die Gemeinde hinaus verkauft. Das ehemalige Brauereigelände prägte das Ortsbild und war für viele Menschen auch Arbeitsplatz und Treffpunkt.

Nach dem Ende der Bierproduktion 1991 blieb der Standort dennoch im Bewusstsein des Dorfes verankert. Der Name „Brauturm“ erinnert bis heute an diese Vergangenheit. Auch wenn sich das Areal in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert hat, ist die frühere Brauereigeschichte weiterhin ein wichtiger Teil der Wulfener Identität.

Die Rose-Brauerei auf einer Postkarte aus dem Jahr 1913. Foto: Archiv / Wulfen-Wiki

Der nun laufende Rückbau des Schornsteins ist deshalb auch ein sichtbarer Einschnitt. Zwar bleibt der Brauturm als Standort und Begriff erhalten, doch mit dem Kamin verschwindet ein weiteres Stück der alten Bausubstanz aus dem Ortsbild.

Vom Brauhaus zum Maredo Beef & Beer

Gleichzeitig zeigt sich am Brauturm, wie historische Orte neu genutzt werden können. Das frühere Brauhaus am Brauturm hat inzwischen als Maredo Beef & Beer wieder geöffnet. Geführt wird das Restaurant mit Bar von Alexandros Tassios und seiner Familie.

Das Konzept setzt auf eine Mischung aus Restaurant und Bier-Bar. Gäste sollen dort in lockerer Atmosphäre zusammensitzen, ein Bier trinken und essen können. Schon bei der Vorstellung des Projekts war klar: Der Standort soll nicht einfach nur wieder gastronomisch genutzt werden, sondern an seine alte Funktion als Treffpunkt anknüpfen.

Maredo Brauturm Wulfen Biergarten
Der neue Biergarten am Brauturm. Foto: privat

Der Innenbereich ist inzwischen fertiggestellt und in Betrieb. Aktuell laufen noch letzte Arbeiten am Biergarten. Sobald dieser fertig ist, soll auch der Außenbereich wieder stärker genutzt werden können. Gerade für den Standort am Brauturm ist das ein wichtiger Schritt, denn der Platz lebt nicht nur von seiner Geschichte, sondern auch von seiner Rolle als Treffpunkt im Stadtteil.

Alter Standort, neues Leben

Der Abbau des Schornsteins macht deutlich, dass die Geschichte des Brauturm-Areals nicht stehen bleibt. Auf der einen Seite verschwindet ein sichtbares Relikt der alten Brauereizeit. Auf der anderen Seite wird der Ort weiterhin genutzt und entwickelt. Wo früher Bier gebraut wurde, treffen sich heute wieder Gäste zum Essen und Trinken.

Für Wulfen bleibt der Brauturm damit ein besonderer Ort zwischen Erinnerung und Neuanfang. Der alte Schornstein wird aus Sicherheitsgründen zurückgebaut, doch die Geschichte der Rose-Brauerei bleibt mit dem Standort verbunden. Zugleich sorgt das Maredo Beef & Beer dafür, dass am ehemaligen Brauereigelände weiterhin Betrieb herrscht.

Hendrik Wildner holt DM-Bronze für die LG Dorsten

Hendrik Wildner hat bei den Deutschen Langstreckenmeisterschaften in Celle seine erste DM-Medaille gewonnen. Der Läufer der LG Dorsten wurde in der Seniorenklasse M50 Dritter über 5.000 Meter.

Starke Steigerung im entscheidenden Rennen

Wildner lief die 5.000 Meter in 17:30,39 Minuten. Damit verbesserte er seine Qualifikationsleistung um 14 Sekunden. In der Meldeliste hatte er zuvor noch auf Rang sieben gestanden.

Im Rennen steigerte sich der promovierte Biologe, der an der Universität Zürich arbeitet und weiter für die LG Dorsten startet, genau im richtigen Moment. Mit Bronze sicherte er sich seine erste Medaille bei Deutschen Meisterschaften.

Früher schon in der nationalen Spitze

Bereits als Jugendlicher zählte Wildner zu den starken deutschen Nachwuchsläufern. Als 18-Jähriger lief er 8:35 Minuten über 3.000 Meter und gehörte damit zur nationalen Spitze. Damals war er Teil des Landeskaders von LG-Trainer Leo Monz-Dietz.

Gesundheitliche Beeinträchtigungen verhinderten später, dass Wildner im jungen Erwachsenenalter sein volles Leistungsvermögen zeigen konnte.

Neue Chancen in der Altersklasse M55

Im Seniorenbereich bieten sich für Wildner nun neue sportliche Perspektiven. Im kommenden Jahr wechselt er in die Altersklasse M55. Dort dürften sich seine Medaillenchancen weiter verbessern.

Vermisste 15-Jährige aus Dorsten nach versuchtem Lkw-Diebstahl festgenommen

In Datteln haben aufmerksame Zeugen in der Nacht zu Samstag einen mutmaßlich versuchten Lkw-Diebstahl verhindert. Eine 15-Jährige aus Dorsten und ein 18-Jähriger wurden kurz darauf von der Polizei vorläufig festgenommen.

Eine Jugendliche aus Dorsten ist in der Nacht von Freitag auf Samstag nach einem versuchten Lkw-Diebstahl in Datteln vorläufig festgenommen worden. Nach Angaben der Polizei waren zwei aufmerksame Zeugen gegen 1.30 Uhr an der Ahsener Straße auf die 15-Jährige aufmerksam geworden. Sie saß demnach in einer Hofeinfahrt.

Kurz darauf bemerkten die Zeugen die eingeschalteten Scheinwerfer eines Lkw, der auf dem Hof abgestellt war. Als sie sich dem Fahrzeug näherten, sprang ein junger Mann aus dem Lkw und versuchte zu flüchten. Nach bisherigen Erkenntnissen soll der 18-Jährige zuvor versucht haben, den Lastwagen zu entwenden.

Zeugen halten Tatverdächtigen vor Lkw-Diebstahl auf

Die Zeugen konnten den 18-Jährigen aufhalten und informierten die Polizei. Die eingesetzten Beamtinnen und Beamten nahmen den jungen Mann, der nach Polizeiangaben aktuell keinen festen Wohnsitz hat, sowie die 15-Jährige aus Dorsten vorläufig fest.

Die 15-Jährige war seit Anfang der vergangenen Woche vermisst worden. Seit Donnerstag, 30. April, suchte die Polizei auch öffentlich nach ihr. Diese Suche hat sich nun erledigt.

Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Alexander Fichtner zeigt im Fritz Bauer Forum Bilder des Überlebens

Der Dorstener Fotojournalist und Künstler Alexander Fichtner präsentiert seine Ausstellung „Überleben im Zelt“ in Bochum. Die Arbeiten zeigen das Leben jezidischer Familien nach dem Genozid durch den sogenannten Islamischen Staat.

Mit seiner Ausstellung „Überleben im Zelt“ rückt der Dorstener Fotojournalist und Künstler Alexander Fichtner eine Wirklichkeit in den Blick, die im öffentlichen Bewusstsein oft zu verschwinden droht. Nach Stationen in der Tisa Stiftung in Dorsten und in der Ökumenischen Akademie in Gera sind die Arbeiten nun im Fritz Bauer Forum in Bochum zu sehen.

Blick in einen der Ausstellungsräume während des Aufbaus. Foto: Alexander Fichtner

Die Fotografien entstanden im Flüchtlingscamp Sheikhan in Nordirak. Sie zeigen die Lebenssituation jezidischer Familien, die seit dem Überfall des sogenannten Islamischen Staates auf die Region Shingal im August 2014 vertrieben wurden. Fast zwölf Jahre nach den Verbrechen leben viele Betroffene noch immer unter provisorischen Bedingungen.

Stille Bilder mit großer Wucht

Fichtner sucht in seinen Bildern nicht das Spektakel des Elends. Er richtet den Blick auf Spuren des Alltags, auf Zelte, Räume, Gegenstände, Landschaften und stille Zeichen menschlicher Behauptung. Gerade diese Zurückhaltung macht die Fotografien eindringlich. Sie erzählen von Verlust, Isolation und Würde, ohne die Menschen auszustellen.

„Gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtiger denn je, diese Bilder zu sehen und hinzuschauen, statt wegzusehen“, sagt Alexander Fichtner. Seine Arbeiten verstehen sich nicht nur als Dokumentation, sondern auch als Mahnung.

Ein passender Ort für Erinnerung und Verantwortung

Dass die Ausstellung im Fritz Bauer Forum gezeigt wird, verleiht ihr eine besondere Bedeutung. Das Bochumer Forum versteht sich als Ort der Erinnerung, Bildung, Demokratie und Menschenrechte. Benannt ist es nach dem Juristen Fritz Bauer, der maßgeblich zur juristischen Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen beitrug.

Fritz Bauer Forum Bochum. Foto: Alexander Fichtner

Damit ist das Haus ein besonders passender Ort für Fichtners Fotografien. Denn auch sie fragen danach, wie Erinnerung lebendig bleibt, wie Unrecht sichtbar gemacht wird und welche Verantwortung daraus für die Gegenwart entsteht.

Alexander Fichtner: Zwischen Fotojournalismus, Kunst und Recherche

Alexander Fichtner, 1979 in Herten geboren und im Ruhrgebiet aufgewachsen, bewegt sich seit Jahren zwischen Fotojournalismus, Kunst und Recherche. Diese Verbindung prägt auch „Überleben im Zelt“. Dokumentarische Genauigkeit trifft auf eine konzentrierte Bildsprache, in der Leere, Stille und Distanz zu eigenen Erzählformen werden.

Foto: Alexander Fichtner

Eröffnung mit humanitärer Stimme aus dem Nordirak

Zur Eröffnung am Dienstag, 5. Mai 2026, um 18 Uhr ist neben Alexander Fichtner auch Archimandrit Emanuel Youkhana online zugeschaltet. Der aus Dohuk stammende Geistliche und Gründer des Hilfswerks CAPNI gilt als wichtige humanitäre Stimme für gefährdete Minderheiten im Nordirak.

Die Ausstellung „Überleben im Zelt“ ist bis zum 23. Juni 2026 im Fritz Bauer Forum in Bochum zu sehen.

Info

Ausstellung: „Überleben im Zelt“ von Alexander Fichtner
Ort: Fritz Bauer Forum, Bochum
Eröffnung: Dienstag, 5. Mai 2026, 18 Uhr
Dauer: bis 23. Juni 2026

Tiermarkt in Lembeck: Familienfest mit Herz

Der Tiermarkt in Lembeck lockte auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Besucher an und verwandelte den Ort in eine lebendige Festmeile. Bei bestem Markttreiben zeigte sich schnell: Diese traditionsreiche Veranstaltung ist längst mehr als nur ein Tiermarkt – sie ist ein Treffpunkt für die ganze Familie.

Großer Andrang und lebendige Atmosphäre

Schon in den frühen Stunden strömten die Besucher nach Lembeck. Die Straßen waren durchgehend gut gefüllt, an vielen Stellen wurde es richtig voll. Dennoch tat das der Stimmung keinen Abbruch – im Gegenteil: Überall herrschte eine ausgelassene, freundliche Atmosphäre. Familien, Kinder und Besucher jeden Alters schlenderten durch die Straßen, blieben an Ständen stehen und genossen das vielfältige Angebot.

Tiermarkt Lembeck 2026
Die Besucher bummelten durch die Straßen. Foto: Emily Flade

Kulinarische Vielfalt für jeden Geschmack

Ein fester Bestandteil des Tiermarkts ist das breite kulinarische Angebot. Zahlreiche Essensstände sorgten dafür, dass niemand hungrig bleiben musste. Besonders beliebt waren süße Klassiker wie frisch zubereitete Poffertjes und Crêpes, aber auch herzhafte Speisen wie Flammkuchen fanden großen Anklang.

Tiermarkt Lembeck 2026
Tiere hautnah. Foto: Emily Flade

Tierwiese als Highlight für Kinder

Ein besonderer Anziehungspunkt war die Tierwiese, die vor allem bei den jüngeren Besuchern für Begeisterung sorgte. Hier konnten Kinder nicht nur Ponyreiten, sondern auch bei kleinen Rennen mit Elektrokutschen mitmachen – organisiert vom „Reiches Ponyhof“. Darüber hinaus gab es die Möglichkeit, verschiedene Tiere wie Hühner und Kühe aus nächster Nähe zu erleben, zu beobachten und sogar zu streicheln. Für viele Kinder war das einer der Höhepunkte des Tages.

Ponyreiten beim Tiermarkt in Lembeck 2026
Ponyreiten auf der Tierwiese. Foto: Emily Flade

Heimathof: Tradition trifft Mitmachangebote

Rund um den Heimathof wurde Tradition lebendig. Die Oldtimerfreunde präsentierten dort eine Auswahl an historischen Traktoren, die bei vielen Besuchern für nostalgische Momente sorgten. Ein besonderes Erlebnis für Kinder: Auf einem der alten Traktoren durften sie sogar mitfahren.

Oldtimerfreunde am Heimathof in Lembeck
Oldtimerfreunde am Heimathof. Foto: Emily Flade

Doch damit nicht genug – der Heimathof bot zahlreiche weitere Aktionen speziell für Familien. Ein Kickertisch lud zum Spielen ein, kleine Handmühlen ermöglichten es den Kindern, selbst Mehl zu mahlen, und ein Sandkasten sowie eine große Hüpfburg sorgten für zusätzlichen Spaß und Bewegung.

Frauen Café auf dem Heimathof in Lembeck
Frauen Café auf dem Heimathof. Foto: Emily Flade

Treffpunkte für Groß und Klein

Neben den vielen Aktivitäten gab es auch gemütliche Bereiche zum Verweilen. Das sogenannte „Trecker-Frauencafé“ bot eine entspannte Möglichkeit für Gespräche und Pausen. Direkt daneben versorgte eine Grillstation die Besucher mit klassischen Bratwürsten im Brötchen – ein unkompliziertes und beliebtes Angebot, das bei vielen gut ankam.

Tiermarkt Lembeck 2026
Am Heimathof. Foto: Emily Flade

Flohmarkt-Charme in den Nebenstraßen

Ein besonderer Reiz des Tiermarkts zeigte sich auch abseits der großen Plätze. In den Nebenstraßen nutzten viele Anwohner die Gelegenheit, kleine private Stände vor ihren Häusern aufzubauen. Dort wurden unter anderem Spielzeuge wie Playmobil und andere gebrauchte Gegenstände angeboten. Diese persönlichen Verkaufsstände verliehen dem Markt einen fast dörflichen Flohmarkt-Charme und unterstrichen die starke Beteiligung der Dorfgemeinschaft.

Tiermarkt Lembeck 2026
Breites Angebot und interessierte Besucher. Foto: Emily Flade

Ein gelungenes Fest mit Gemeinschaftsgefühl

Der Tiermarkt in Lembeck hat einmal mehr bewiesen, wie wichtig solche Veranstaltungen für das gesellschaftliche Miteinander sind. Die Mischung aus Tradition, Familienangeboten, kulinarischer Vielfalt und dem Engagement der Bewohner machte den Tag zu einem rundum gelungenen Erlebnis. Viele Besucher dürften den Markt mit einem Lächeln verlassen haben – und sicherlich mit Vorfreude auf das nächste Jahr.

Los Angeles Besuch in der Galerie Türkis: Eröffnung „Katz & Kunst“

Am Samstagmittag eröffnete die Galerie Türkis in Holsterhausen ihre neue Ausstellung „Katz & Kunst“. Die vielen Katzenbilder begeisterten aber nicht nur Dorstener. Gäste aus Los Angeles haben sich ebenfalls die Gemälde angeschaut. Die Galerie möchte mit den Katzenbildern ebenfalls etwas für den guten Zweck tun.

Katz und Kunst begeistert mit großer Vielfalt

Es gab eigentlich nur eine Regel, an die sich die Künstler halten sollten: Malt eine Katze, der Rest ist egal. So unterschiedlich sind dementsprechend auch die Ergebnisse. Manche Bilder inszenieren die Katze eher als psychedelisches Wesen, andere orientieren sich eher an realen Motiven. Ein Bild zeigt die Katze auch mit der berühmten Comicfigur „Catwoman“.

Das Catwoman Bild war ein echter Eye-Catcher innerhalb der Ausstellung. Foto: Christian Haug

Die Bilder unterscheiden sich auch in ihren Techniken. Von Acrylfarben bis hin zu Ölfarben und Pastel bot die Galerie Türkis auch eine große Bandbreite an Malprozessen. Gäste hatten ebenfalls die Möglichkeit, direkt mit den Künstlern über ihren Prozess zu sprechen. Der Austausch sorgte für eine ausgelassene Stimmung in der Galerie.

Galerie Türkis zieht Kunst-Fans aus LA an

Die Galerie Türkis zog auch internationale Kunstbegeisterte an. „Es kamen tatsächlich zwei Leute aus Los Angeles zu uns, um sich die Ausstellung anzuschauen. Sie waren bei Freunden aus Dorsten zu Besuch und sind dann auf unsere Galerie aufmerksam geworden. Und dann haben sie uns besucht, was uns natürlich total gefreut hat! Das zeigt, wie sehr Kunst Menschen verbindet. Auch über die Sprache hinaus.“, erklärt Künstlerin Ruth Ocken.

Es stellte ebenfalls ein Künstler aus Hannover sein Bild aus, das Gemälde mit Catwoman drauf. Von Ausstellung zu Ausstellung erweitert die Galerie ihr Ensemble an Künstlern. Nicht nur in Dorsten, sondern auch aus der Region.

Gemälde gehen ans Katzenheim

Nach einem Monat Ausstellung in der Galerie Türkis werden die Bilder ans Tierheim über dem „Cookies Veggies“ Dorsten weitergegeben. Beim Kauf von einem Bild geht ein Teil des Gewinns direkt an das Tierheim. Außerdem sucht die Galerie noch einen Tierarzt, der gerne ein Katzenbild in seine Praxis hängen möchte.

Auch der Verein „Streunerkatzen Dorsten“ engagierte sich während er Eröffnung. Sie backten für die vielen Gäste frische Waffeln, der Erlös ging direkt an den Verein.

Unfallflucht in Dorsten: Zwei Leichtverletzte nach Mofa-Unfall

Nach einem Unfall auf einem Geh- und Radweg an der Straße An der Seikenkapelle ermittelt die Polizei wegen Unfallflucht. Eine 50-jährige Dorstenerin wurde dort am Donnerstagabend (30. April) gegen 20.25 Uhr von einem Leichtmofa touchiert und stürzte.

Nach Angaben der Polizei näherte sich ein 48-jähriger Mann mit seinem Leichtmofa von hinten. Dabei kam es zur Berührung mit der Fußgängerin. Die Frau stürzte zu Boden. Sowohl sie als auch der Fahrer des Leichtmofas verletzten sich leicht.

Fahrer entfernt sich vom Unfallort

Der 48-Jährige entfernte sich nach dem Unfall unerlaubt von der Unfallstelle. Über das Kennzeichen des Leichtmofas konnte die Polizei jedoch seine Identität ermitteln. Die Beamten suchten ihn anschließend an seiner Wohnanschrift auf.

Da es Hinweise auf möglichen Alkoholkonsum gab, wurde eine Blutprobe angeordnet. Der Sachschaden wird auf etwa 50 Euro geschätzt.

Kind bei Unfall an Waschanlage in Dorsten-Hervest leicht verletzt

Bei einem Verkehrsunfall auf dem Gelände einer Waschanlage am Hainichenring ist am Freitagabend (1. Mai) ein sechsjähriges Kind leicht verletzt worden. Der Unfall ereignete sich nach Polizeiangaben gegen 20.10 Uhr.

Nach bisherigen Erkenntnissen wollte eine Autofahrerin mit ihrem Wagen eine Waschbox verlassen. Dabei übersah sie offenbar das Kind, das am Rand der Waschbox saß. Es kam zum Zusammenstoß.

Das sechsjährige Kind erlitt leichte Verletzungen. Zur weiteren Untersuchung brachten Rettungskräfte es in das Bergmannsheil nach Gelsenkirchen-Buer.

Offene Tür bei der freiwilligen Feuerwehr: „Jeder kann mitmachen.“

Was braucht es, um der freiwilligen Feuerwehr beizutreten? Der Löschzug Hervest öffnete am Freitag seine Türen, um Familien einen spannenden Einblick in die Arbeit als Feuerwehrmann zu geben. Man konnte sich nicht nur Feuerwehrautos von innen anschauen, sondern auch in Spielen sein Geschick unter Beweis stellen.

Einblick in die Welt der Feuerwehr

Jeder Feuerwehr-Fan kam am Samstag auf seine Kosten. Direkt am Eingang zum Innenraum des Hervester Löschzugs standen viele Feuerwehrautos, die man besichtigen konnte. Man konnte massig Feuerwehr-Goodies wie Shirts, Kappen und Plüschtiere kaufen. Ganz beliebt war die Miniaturversion des Geländes mitsamt detaillierten Fahrzeugen.

Die Miniaturversion des Geländes zog viel Publikum an. Foto: Christian Haug

Kinder und Jugendliche konnten sich den ganzen Tag über richtig austoben. Die Volksbank stellte eine Hüpfburg zur Verfügung, das Atlantis Dorsten begeisterte Kinder mit ihren „Bubble-Balls“. Auch die Jugend der freiwilligen Feuerwehr betreuten die Kinder fleißig. An einem Stand mussten die kleinen Nachwuchs-Feuerwehrmänner aufgemalte Flammen aussprühen.

Neues Feuerwehrauto als Publikumsmagnet

Ein besonderes Highlight war die Präsentation des neuen Feuerwehrautos. Insgesamt kostete der neue Wagen 650.000 Euro. Jeder hatte die Chance, sich das neue Schmuckstück von außen und von innen anzuschauen. Besonders Kinder kletterten neugierig in das Cockpit und ließen sich von den Feuerwehrmännern die Innenausstattung erklären. Das Fahrzeug wurde vorher sogar noch einmal von einem Pfarrer gesegnet.

Hervester freiwillige Feuerwehr mit Tag der offenen Tür
Der Verplegungstrupp der Feuerwehr versorgte die vielen Gäste mit Speis und Trank. Foto: Christian Haug

Jeder kann der freiwilligen Feuerwehr beitreten

Ziel des Tages war es, mehr Menschen für die freiwillige Feuerwehr zu begeistern. Da fragt man sich: Was muss ich können, um der Feuerwehr beizutreten? Stellvertretender Löschzugführer Tobias Wagner klärt auf.

„Wir haben viele verschiedene Generationen in unserem Team. Von 16 bis 66 ist jedes Alter vertreten. Jeder kann bei uns mitmachen, man braucht keine speziellen Qualifikationen. Wir sind ebenfalls inklusiv. Wenn jemand gehbehindert ist, kann er vielleicht nicht bei einem Löscheinsatz dabei sein. Aber es gibt viele andere Bereiche, in denen man helfen kann, zum Beispiel im Verpflegungsteam. Wir freuen uns über jeden Interessenten!“

Kaiserzeit in Deuten geht zu Ende: „Wunderschöne zwei Jahre“

In Deuten ging die zweijährige Amtszeit von Kaiser Martin Große-Peclum und Schützenkönigin Mechthild Hawig zu Ende. Bei bestem Kaiser- und Königinnenwetter stimmte die Vorparade auf das Schützenfest 2026 ein.

Vorparade Schützenverein Deuten, Samstag 2026
Foto: Petra Bosse

Schon zur Vorparade zeigte sich Deuten von seiner besten Seite. Strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen am Straßenrand sorgten für echtes Kaiser- und Königinnenwetter. Das amtierende Kaiserpaar zog mit seinem Thron durch den Ort, begleitet von zwei Blaskapellen. Die Schützengemeinschaft stimmte sich auf die Festtage ein.

Vorparade in Deuten-Schützenverein Deuten 2026
Foto: Petra Bosse
Zaungäste bei der Parade durch Deuten bei der Vorparade
Zaungäste bei der Parade durch Deuten bei der Vorparade. Foto: Petra Bosse

Zwei Jahre im Zeichen des Schützenwesens

Nach zwei Jahren neigt sich die Regentschaft des Kaisers von Deuten dem Ende zu. „Eine schöne Zeit“, sagt er rückblickend. Das Amt habe viele Begegnungen ermöglicht. Acht Termine bei Gastvereinen standen in dieser Zeit auf dem Programm, dazu kamen Einladungen im Freundeskreis und weitere Besuche.

Er beschreibt die Zeit als aktiv und gemeinschaftlich geprägt: „Ob Kaiser oder König, egal, Hauptsache draufschießen, Spaß haben und mitmachen.“

 Kaiser Martin Große-Peclum und Königin Mechthild Hawig vom Schützenverein Deuten
Kaiser Martin Große-Peclum und Königin Mechthild Hawig vom Schützenverein Deuten. Foto: Petra Bosse
Vorparade Schützenverein Deuten 2026
Foto: Petra Bosse

Königin erinnert sich an viele Begegnungen

Auch Schützenkönigin Mechthild Hawig zieht eine positive Bilanz. „Es war eine klasse Zeit“, sagt sie. „Wir sind ein toller Thron. Es waren wunderschöne zwei Jahre. Ich weiß auch gar nicht, wo die zwei Jahre geblieben sind.“

Zum aktuellen Thron gehören die Minister Andreas Eißing, Guido Fasselt und Stefan Hawig. Ehrendamen sind Andrea Stößel, Sandra Günther und Claudia Große-Peclum.

Throngemeinschaft Schützenverein Deuten 2026
Foto: Petra Bosse
Vorparade Schuetzenfest Deuten 2026
Foto: Petra Bosse

Abschied mit Wehmut und Blick nach vorn

Mit dem Ende der Amtszeit mischt sich Wehmut in die Erinnerungen. „Es ist auf jeden Fall Wehmut dabei“, sagt Mechthild Hawig. Beide drücken dem kommenden Königspaar die Daumen. Spannend bleibt es am Sonntag den 10. Mai: Dann zeigt sich, wer treffsicher ist, den Vogel von der Stange holt und neuer König von Deuten wird.

Vorparade Deuten- Schuetzenfest 2026
Foto: Petra Bosse

Mehr zum Schützenfest Deuten 2026

Alle Berichte, Fotos und Ergebnisse stehen im Rückblick auf das Schützenfest Deuten 2026. Den Überblick über die gesamte Saison gibt es unter Schützenfeste Dorsten 2026.

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