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OGS-Plätze Dorsten: SPD-Fraktion fragt nach Versorgung an Grundschulen

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Reichen die OGS-Plätze in Dorsten künftig aus? Mit dieser Frage beschäftigt sich jetzt die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Dorsten. Hintergrund ist der ab dem Schuljahr 2026/2027 schrittweise geltende Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. In einer Anfrage an den Rat bittet die Fraktion um Auskunft zur aktuellen Situation an den Dorstener Grundschulen.

Die SPD-Fraktion fragt die Stadtverwaltung, ob für das kommende Schuljahr ausreichend Plätze in der Offenen Ganztagsschule, kurz OGS, sowie in der Übermittagsbetreuung, ÜMI, zur Verfügung stünden. Dabei gehe es laut dem stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Julian Fragemann ausdrücklich nicht nur um die neuen Erstklässlerinnen und Erstklässler, sondern auch um Kinder höherer Jahrgänge.

„Viele Familien brauchen Planungssicherheit. Deshalb möchten wir frühzeitig wissen, ob die vorhandenen Kapazitäten an den Dorstener Grundschulen ausreichen“, erklärt Fragemann.

SPD fordert schulscharfe Übersicht

In ihrer Anfrage bittet die SPD um eine detaillierte Darstellung für jede einzelne Grundschule, sofern die Zahl der Anmeldungen das vorhandene Raumangebot übersteige oder zeitweise überstiegen habe. Damit wolle die Fraktion klären, an welchen Standorten besonderer Handlungsbedarf bestehen könnte.

Außerdem thematisiere die SPD-Fraktion mögliche Auswirkungen auf Familien, deren Kinder bislang einen gesicherten OGS- oder ÜMI-Platz gehabt hätten. Die Verwaltung solle beantworten, ob künftig Auswahl- oder Losverfahren notwendig werden könnten und ob Kinder dadurch ihren bisherigen Betreuungsplatz verlieren würden.

„Es darf nicht passieren, dass Familien plötzlich ohne verlässliche Betreuung dastehen“, so Fragemann weiter.

Blick auf den Rechtsanspruch ab 2026

Mit dem ab dem Schuljahr 2026/2027 schrittweise geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung wachse der Druck auf Städte und Kommunen, ausreichende Betreuungsangebote bereitzustellen. Die SPD-Fraktion wolle deshalb erfahren, welche Erkenntnisse die Verwaltung nach dem ersten Anmeldelauf gewonnen habe.

Dabei gehe es auch um die Frage, ob die im Schulentwicklungsplan vorgesehenen Maßnahmen ausreichten oder ob zusätzlicher Handlungsbedarf bestehe. Konkret frage die SPD, ob bekannte Optionen im Raumprogramm sowie mögliche Ausweichquartiere genügten, um den Bedarf rechtzeitig und verlässlich abzudecken.

Verwaltung soll Einschätzung geben

Die Anfrage richte sich an den Vorsitzenden des Rates, Dirk Groß. Eine Antwort der Verwaltung werde in den kommenden Wochen erwartet. Besonders für Familien mit Grundschulkindern dürfte die Entwicklung bei den OGS-Plätzen in Dorsten von großem Interesse sein.

Fog Ninja aus Dorsten: Jung, digital, ambitioniert

Drei junge Männer, drei unterschiedliche Lebenswege und eine gemeinsame Vision. Moritz Weißmann, Patryk Widulinski und Mateusz Goralewski stehen hinter dem Startup „Fog Ninja“. Zwei von ihnen haben ihre Wurzeln in Polen und sind als Kinder nach Dorsten gekommen. Heute entwickeln sie digitale Lösungen für Unternehmen und wollen gleichzeitig ihrer Region etwas zurückgeben.

Mateusz Goralewski erinnert sich noch gut an die Anfangszeit. Als Kind kam er nach Deutschland und musste sich in einer neuen Sprache und Umgebung zurechtfinden. „Am Anfang war das schwierig, aber ich habe schnell gemerkt, dass ich über den Computer meinen Weg finde.“ Programmieren, gestalten und ausprobieren wurden für ihn zum Zugang in eine Welt, in der Herkunft keine Rolle mehr spielte.

Ähnlich verlief der Weg von Patryk Widulinski. Auch er kam aus Polen, besuchte später die Gesamtschule Wulfen und entdeckte früh seine Leidenschaft für digitale Projekte. „Ich wollte immer etwas erschaffen, das andere nutzen können.“ Erste eigene Server und kleine Software-Projekte folgten. Der Antrieb war klar: etwas Eigenes aufbauen.

Moritz Weißmann ist in der Region verwurzelt. Nach dem Abitur absolvierte er eine Ausbildung bei der Volksbank Schermbeck und ging anschließend zum Studium nach Wien. Dort kam er erstmals intensiver mit der Startup-Szene in Kontakt. „Da habe ich gemerkt, was alles möglich ist. Dieses Feuer wollte ich nach Dorsten bringen.“

Gemeinsam entwickeln die drei jungen Unternehmer ihre Projekte weiter. Foto: Borgwardt

Vom Schulprojekt zur Gründung

Zusammengefunden hat das Trio über Studium und gemeinsame Projekte. Ein wichtiger Meilenstein war „Talentrail“, ein Bildungsprojekt zur Berufsorientierung. In Workshops entwickelten Schülerinnen und Schüler eigene Geschäftsideen, mehr als 1.000 nahmen teil.

Wirtschaftlich tragfähig war das Projekt jedoch nicht. „Irgendwann mussten wir ehrlich sein, so konnten wir das nicht dauerhaft weiterführen“, schaut Moritz Weißmann zurück. Aus dieser Erfahrung entstand „Fog Ninja“.

Digitale Lösungen für den Mittelstand

Heute unterstützt das Team kleine und mittlere Unternehmen bei ihrer digitalen Präsenz. Der Ansatz geht über klassische Webseiten hinaus. „Wir bauen keine einzelnen Produkte, sondern ganze Systeme“, erklärt der in Barkenberg lebende Patryk Widulinski. Ziel ist ein digitales Ökosystem, in dem Website, Inhalte und Prozesse ineinandergreifen.

Foto: Borgwardt

Statt auf Baukästen setzt das Startup auf eigene Lösungen, inklusive eigener Serverstruktur in Deutschland. Auch künstliche Intelligenz spielt eine wichtige Rolle, etwa bei der Automatisierung und Content-Erstellung. „Die Unternehmer sollen wieder Zeit für ihr eigentliches Geschäft haben“, erklärt Moritz Weißmann die Idee dahinter.

Neue Ideen für junge Gründer

Parallel arbeiten die drei an einem neuen Projekt, das an ihre Wurzeln anknüpft. Unter dem Titel „Mach dein Ding“ sollen Schülerinnen und Schüler lernen, eigene Geschäftsideen zu entwickeln. Das Angebot ist ehrenamtlich und wird von Mentoren begleitet.

Geplant ist ein mehrwöchiges Programm mit einem abschließenden Pitch vor einer Jury aus Wirtschaft und Institutionen. Noch befindet sich das Projekt in der Aufbauphase, Gespräche mit Partnern laufen. „Das Thema Berufsorientierung ist für uns eine Herzensangelegenheit“, sagt Moritz Weißmann.

Dorsten als Chance

Auch wenn das Team flexibel und digital arbeitet, bleibt Dorsten der Mittelpunkt. Langfristig planen die Gründer einen eigenen Standort als Treffpunkt für kreative Köpfe und neue Ideen.

„Hier gibt es viel Potenzial“, weiß Patryk Widulinski. Die junge Generation sei digitaler denn je, viele Unternehmen hätten noch Nachholbedarf. Fog Ninja versteht sich daher nicht nur als Dienstleister, sondern auch als Impulsgeber.

Oder, wie es die Gründer selbst formulieren: „Wir wollen zeigen, was möglich ist.“

Igel in Gefahr: Warum Schutz und Hilfe vor Ort so wichtig sind

Wie geht es eigentlich den Igeln in unserer Stadt? Im Kreis Wesel wurde im Rahmen der sogenannten Igel-Challenge eine Umfrage durchgeführt, um mehr über die Verbreitung von Igeln und ihren Schutz zu erfahren.

von Ayrton Nunes Caneiras

Organisiert wurde diese Challenge von der Ortsgruppe des BUND. Sprecherin Angelika Eckel erklärt das Ziel: „Mit der Hilfe der Bevölkerung wollen wir wichtige Daten sammeln und so den Naturschutz unterstützen.“

Was ist die Igel-Challenge?

Die Igel-Challenge ist ein Projekt aus dem Bereich der Bürgerforschung, auch Citizen Science genannt. „Menschen können dabei selbst aktiv werden, indem sie Igel beobachten und melden“, erklärt Eckel. Mithilfe der kostenlosen App „ObsIdentify“ oder über entsprechende Plattformen können Fotos hochgeladen werden.

So werden Daten gesammelt, die zeigen, wo Igel leben und wie häufig sie vorkommen. „Die Igel-Challenge ist eine gute Möglichkeit, mehr über die Tiere in unserer Region zu erfahren“, sagt Angelika Eckel.

Außerdem betont sie, dass die Daten dabei helfen, besser einzuschätzen, wie es den Tieren geht und wo sie gefährdet sind. Auf dieser Grundlage können gezielte Schutzmaßnahmen entwickelt werden. Die gesammelten Daten und Fotos werden geprüft, ausgewertet und fließen anschließend in den Naturschutz ein.

Igelschutz auch in Dorsten

Bisher gibt es die Challenge nur im Kreis Wesel. Wäre eine solche Aktion auch in Dorsten sinnvoll? Wir haben Yvonne Brock-Künstler gefragt, die sich in Dorsten seit Jahren für Igel einsetzt. Sie findet die Challenge grundsätzlich gut. „Allein reicht das nicht, aber es ist ein wichtiger Schritt“, sagt sie.

Denn die putzigen Tiere sind durchaus gefährdet. Im Alltag sind Igel vielen Risiken ausgesetzt, sogar in unseren Gärten. Yvonne Brock-Künstler erklärt: „Menschen können selbst einiges tun, um Igel zu schützen. Dazu gehört, auf Gift im Garten zu verzichten, den Garten natürlicher zu gestalten und Unterschlupfmöglichkeiten wie Laubhaufen anzubieten. Außerdem helfen Wasserstellen und kleine Durchgänge in Zäunen.“

Igel Igelhilfe Yvonne Brock Künstler
Yvonne Brock Künstler und ihrer Tochter liegt das Wohl von Igeln in Dorsten besonders am Herzen. Foto: Borgwardt

Vorsicht beim Mähen und Aufräumen

Besonders im Frühling und Sommer sei Vorsicht geboten. Vor dem Mähen oder Aufräumen sollte man genau hinschauen. „Gerade Jungtiere oder Nester sind gut versteckt“, betont Yvonne Brock-Künstler.
Zudem weist sie darauf hin, dass Mähroboter möglichst nicht mehr benutzt werden sollten, da sie für Igel eine große Gefahr darstellen. Die Stacheltiere können von den scharfen Klingen des Mähwerkzeugs schwer verletzt werden.

Igelhilfen stoßen an ihre Grenzen

Ein großes Problem ist die Überlastung der Igelhilfen. Yvonne Brock-Künstler spricht da in Dorsten aus Erfahrung. „Es gibt immer mehr verletzte Tiere, aber zu wenig Helfer und Wissen.“ Sie macht deutlich, dass es deshalb wichtig ist, dass sich mehr Menschen informieren und engagieren.

Yvonne Brock Künstler mit einem geretteten Igel. Foto: privat

Digitale Hilfe für verletzte Tiere

Dank moderner Kommunikation gibt es für die Igelhelfer bereits praktische digitale Unterstützung. Yvonne Brock-Künstler sagt: „Viele Angebote laufen inzwischen online, zum Beispiel über Facebook-Gruppen oder auf anderen Plattformen. Es gibt sogar Chat-Funktionen, etwa über Messenger, die innerhalb weniger Minuten passende Anlaufstellen in der Nähe vermitteln.“
Dadurch können Menschen schnell Hilfe bekommen, wenn sie ein verletztes Tier finden.

Mitgefühl und Aufmerksamkeit als Antrieb

Die Motivation hinter der Igelhilfe beschreibt Yvonne Brock-Künstler so: „Mitgefühl, Aufmerksamkeit und der Wunsch, aktiv zu schützen, statt nur zuzusehen.“

Igel spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem. Sie tragen zum natürlichen Gleichgewicht bei, indem sie Schädlinge fressen. „Deshalb ist es besonders wichtig, sie zu schützen und ihre Lebensbedingungen zu verbessern“, ist die Igelschützerin überzeugt.

Wieder Betrug in Dorsten: Seniorin übergibt Schmuck

In Dorsten ist erneut eine Seniorin Opfer von Trickbetrügern geworden. Nach einem Anruf falscher Polizeibeamter übergab die Frau Schmuck und Silberbesteck an einen Abholer. Erst vor wenigen Tagen hatte es in Dorsten einen ähnlichen Fall gegeben. Auch in Marl wurde eine ältere Frau bestohlen.

Angeblicher Polizist setzt Seniorin unter Druck

Die Betrugsserie in Dorsten reißt nicht ab. Nachdem bereits ein Senior an der Holtstegge durch falsche Polizisten um Bargeld gebracht worden war, meldet die Polizei nun einen weiteren Fall aus Dorsten.

Am Dienstagnachmittag, 5. Mai, erhielt eine Seniorin aus Dorsten einen Anruf. Ein angeblicher Polizeibeamter behauptete, im Umfeld der Frau seien mehrere Täter festgenommen worden. Nun bestehe der Verdacht, dass auch ihre Wertgegenstände nicht mehr sicher seien.

Die Betrüger forderten die Frau auf, Schmuck und Silberbesteck bereitzulegen. Die Gegenstände müssten angeblich „dokumentiert“ werden. Um den Druck weiter zu erhöhen, schaltete sich nach Angaben der Polizei auch ein angeblicher Staatsanwalt in das Gespräch ein.

Abholer kommt zum Schlehenweg

Die Seniorin wurde offenbar gezielt verunsichert und unter Druck gesetzt. Schließlich übergab sie ihre Wertgegenstände an einen Mann, der zu ihr nach Hause an den Schlehenweg gekommen war.

Der Abholer wird als etwa 30 bis 40 Jahre alt beschrieben. Er soll zwischen 1,78 und 1,80 Meter groß und schlank gewesen sein. Zudem hatte er dunkle, kurze Haare und sprach gut Deutsch.

Referenzfall in Marl: Täter gibt sich als Hausmeister aus

Auch in Marl wurde eine Seniorin Opfer einer Betrugsmasche. Der Fall ereignete sich bereits am Montagnachmittag, 4. Mai, an der Josefa-Lazuga-Straße. Dort klingelte ein Mann bei einer älteren Frau und gab sich als neuer Hausmeister aus. Er erklärte, er müsse die Wohnung überprüfen.

Die Seniorin ließ den Mann in die Wohnung. Der Unbekannte durchwühlte offenbar mehrere Schubladen. Erst am nächsten Tag bemerkte die Frau, dass Schmuck fehlte, darunter auch Perlenketten.

Der Mann wird als etwa 40 bis 50 Jahre alt und rund 1,85 Meter groß beschrieben. Er hatte eine kräftige Statur, dunkle kurze Haare und einen dunklen kurzen Bart. Auch er sprach gut Deutsch.

Polizei sucht Zeugen in Dorsten und Marl

Die Polizei bittet Zeugen um Hinweise. Wer in Dorsten im Bereich Schlehenweg oder in Marl an der Josefa-Lazuga-Straße verdächtige Beobachtungen gemacht hat, soll sich melden. Auch Hinweise zu Personen oder möglichen Fahrzeugen können für die Ermittler wichtig sein.

Die Kriminalpolizei nimmt Hinweise unter der Telefonnummer 0800 2361 111 entgegen.

Polizei warnt erneut vor falschen Beamten

Die Polizei warnt eindringlich vor solchen Betrugsmaschen. Echte Polizeibeamte fordern niemals am Telefon dazu auf, Bargeld, Schmuck oder andere Wertsachen herauszugeben. Auch Staatsanwälte oder andere Amtspersonen schicken keine privaten Abholer zu Bürgerinnen und Bürgern nach Hause.

Wer einen solchen Anruf erhält, sollte sofort auflegen und die Polizei über den Notruf 110 informieren. Wichtig ist dabei, die Nummer selbst zu wählen und nicht die Rückruftaste zu nutzen.

Auch an der Haustür gilt besondere Vorsicht. Unbekannte Personen sollten nicht in die Wohnung gelassen werden. Das gilt auch für angebliche Handwerker, Hausmeister oder Amtspersonen, die nicht angekündigt wurden. Im Zweifel sollten Betroffene bei der Hausverwaltung, der zuständigen Stelle oder direkt bei der Polizei nachfragen.

Auch der „Kettentrick“ kommt wieder vor

Die Polizei weist außerdem darauf hin, dass es zuletzt wieder Fälle des sogenannten Kettentricks gegeben hat. Dabei sprechen Täter vor allem ältere Menschen gezielt an, fragen etwa nach dem Weg und bedanken sich anschließend überschwänglich. Durch Umarmungen oder körperliche Nähe gelingt es ihnen, hochwertigen Schmuck unbemerkt zu stehlen oder gegen wertlosen Modeschmuck auszutauschen.

Die Polizei rät daher, Abstand zu halten, sich nicht bedrängen zu lassen und im Zweifel laut auf sich aufmerksam zu machen. Wer Opfer eines Betrugs geworden ist, sollte sofort Anzeige erstatten.

Bürgerschützenverein Wulfen stellt Vorstand neu auf

Der Allgemeine Bürgerschützenverein Wulfen geht mit einem neu formierten Vorstand in die kommenden Jahre. Ende April traf sich das Gremium erstmals in seiner neuen Zusammensetzung. Nach den personellen Veränderungen bei der Generalversammlung Anfang März standen dabei nicht nur organisatorische Themen auf der Tagesordnung, sondern auch die Verabschiedung verdienter Vorstandsmitglieder.

Der 1. Vorsitzende Michael Diekert nutzte die Sitzung, um drei langjährige Wegbegleiter noch einmal offiziell zu verabschieden. Bereits bei der Generalversammlung hatten die anwesenden Schützen ihren Dank mit großem Applaus zum Ausdruck gebracht. Nun würdigte Diekert die Verdienste von Michael Vadder, der das Amt des 1. Geschäftsführers über viele Jahre mit großem Einsatz ausgeübt hatte.

Ebenfalls verabschiedet wurde Richard Vadder. Er hatte das Wulfener Schützenvolk nicht nur bereits als König angeführt, sondern war auch über viele Jahre als Zeugmeister im Vorstand tätig. Als dritten langjähriger Vorstandskollegen verabschiedeten die Schützen Andreas Badde, der bei der Generalversammlung nicht anwesend sein konnte. Michael Diekert bedankte sich bei allen drei für die geleistete Arbeit und wünschte ihnen für die Zukunft alles Gute.

Bürgerschützenverein Wulfen Vorstand 2026
Verabschiedung der ausscheidenden Vorstandsmitglieder. Foto: Schützen

Neue Kräfte für kommende Aufgaben

Neben den Verabschiedungen konnte der Verein auch mehrere neue Vorstandsmitglieder begrüßen. Die gesamte ehemalige Throngemeinschaft um den früheren König Holger Badde hat sich dem Vorstand angeschlossen. Dazu gehören neben Holger Badde auch seine ehemaligen Minister Jörg Borgmann, Sascha Schinkel, Günther Plechinger und Christian Wahl.

Zusätzlich verstärkt Martin Schwane den Vorstand des Bürgerschützenvereins. Damit sieht sich der Verein personell gut aufgestellt. Das gilt auch mit Blick auf größere Aufgaben in den kommenden Jahren. Ein besonderes Ziel ist bereits fest im Blick: Im Jahr 2033 feiert der Bürgerschützenverein Wulfen sein 200-jähriges Bestehen.

Bürgerschützenverein Wulfen Vorstand 2026
Die neuen Mitglieder des Vorstandes. Foto: Schützenverein

Wichtige Posten neu besetzt

Durch das Ausscheiden von Michael Vadder und Richard Vadder mussten mehrere Aufgaben im Vorstand neu verteilt werden. Thorsten Rathmann, bisher 2. Geschäftsführer, wurde bei der Generalversammlung einstimmig zum neuen 1. Geschäftsführer des Bürgerschützenvereins gewählt.

An seiner Seite übernimmt künftig Christian Maag das Amt des 2. Geschäftsführers. Er war in den vergangenen Jahren bereits als Beisitzer im Vorstand aktiv. Außerdem teilte Michael Diekert mit, dass Christian Borutta ab sofort das wichtige Amt des Zeugmeisters übernimmt.

Auch im Offizierskorps gibt es Verstärkung. Sebastian Münzner gehört ab sofort zum Team. Wer Interesse an einer Aufnahme in das Offizierskorps des Bürgerschützenvereins Wulfen hat, kann sich direkt an Oberst Marcel Schonebeck oder Major Daniel Knüfer wenden.

Sommerfest am Großen Ring

Der nächste große Termin steht ebenfalls bereits fest. Am Samstag, 27. Juni 2026, lädt der Bürgerschützenverein Wulfen zum großen Sommerfest auf dem Festplatz am Großen Ring ein. Eingeladen sind alle Mitglieder und Freunde des Vereins. Das Antreten der Schützen beginnt um 14.30 Uhr im Park am Wappenbaum.

Nahversorger in Rhade: Aldi und Edeka sollen deutlich erweitert werden

Die Lebensmittelmärkte im Nahversorgungszentrum Rhade sollen größer werden. Die Stadt Dorsten hat dazu ein Beteiligungsverfahren eingeleitet und auch die Gemeinde Raesfeld informiert. Geplant ist eine deutliche Erweiterung der Verkaufsflächen von Aldi und Edeka. Ein zusätzlicher Drogeriemarkt ist hingegen nicht vorgesehen.

Nach den aktuellen Planungen soll der Aldi-Markt in Rhade von bislang 751 auf künftig 1.100 Quadratmeter Verkaufsfläche erweitert werden. Der Edeka-Markt soll von derzeit 1.349 auf 1.800 Quadratmeter wachsen.

Die Stadt Dorsten hat hierzu eine Auswirkungsanalyse erstellen lassen. Darin wurden auch mögliche Folgen für benachbarte Versorgungsbereiche untersucht, unter anderem für Raesfeld und Erle.

Erweiterung vom EDEKA Honsel in Rhade geplant
Der Edeka-Markt soll von derzeit 1.349 auf 1.800 Quadratmeter wachsen. Foto: Petra Bosse

Auswirkungen auf Nachbarorte untersucht

Das Gutachten geht davon aus, dass durch die größeren Märkte Kaufkraft aus umliegenden Orten nach Rhade verlagert werden könnte.

Für den zentralen Versorgungsbereich in Raesfeld, also die dortigen Märkte von Rewe, K+K und Aldi, werden Umsatzverschiebungen von bis zu 600.000 Euro jährlich beziehungsweise maximal vier Prozent erwartet.

Für den Ortsteil Erle rechnet die Analyse mit Umsatzverlagerungen von rund 300.000 Euro pro Jahr beziehungsweise bis zu sechs Prozent. Betroffen wäre dort insbesondere der Edeka-Markt. Laut Gutachten seien deutliche Überschneidungen der Einzugsgebiete erkennbar. Dadurch könne sich die Wettbewerbssituation insbesondere für den Edeka-Markt in Erle verschärfen.

Keine negativen städtebaulichen Auswirkungen erwartet

Trotz der erwarteten Umsatzverschiebungen kommt die Auswirkungsanalyse insgesamt zu dem Ergebnis, dass keine städtebaulich negativen Auswirkungen auf bestehende Versorgungsbereiche oder die wohnortnahe Versorgung in Rhade, Lembeck und Raesfeld zu erwarten seien.

Die Stadt Dorsten plant nach eigenen Angaben ausschließlich die Erweiterung der bestehenden Lebensmittelmärkte. Weitere Einzelhandelsansiedlungen sind derzeit nicht vorgesehen.

Insbesondere ein zusätzlicher Drogeriemarkt (Rossmann) ist nicht Bestandteil der Planung. Das wurde von der Gemeinde Raesfeld positiv bewertet, auch mit Blick auf die geplante Ansiedlung eines Rossmann-Marktes in Raesfeld.

Die Gemeinde Raesfeld kann im Rahmen des Beteiligungsverfahrens noch bis zum 22. Mai 2026 eine Stellungnahme bei der Stadt Dorsten einreichen.

Spatenstich für neuen Polizeistandort in Recklinghausen

In Recklinghausen hat am Dienstag, 5. Mai 2026, der Bau eines neuen zentralen Polizeistandorts begonnen. Auf dem Gelände am Westring soll zudem ein Regionales Trainingszentrum entstehen, das künftig auch Einsatzkräfte aus Gelsenkirchen und Oberhausen nutzen.

Mit einem symbolischen ersten Spatenstich ist in Recklinghausen der Startschuss für ein großes Bauprojekt der Polizei gefallen. Am Westring entsteht ein neuer zentraler Polizeistandort mit geplantem Regionalem Trainingszentrum. Das Vorhaben soll die polizeiliche Infrastruktur in der Region langfristig stärken und die Aus- und Fortbildung der Einsatzkräfte auf ein neues Niveau heben.

Zum offiziellen Baustart kamen NRW-Innenminister Herbert Reul, Recklinghausens Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen, Bürgermeister Axel Tschersich sowie weitere Vertreter von Polizei, Stadt, Planung und Bauunternehmen auf dem Gelände zusammen.

Moderne Arbeitsplätze und Trainingsmöglichkeiten

Der neue Polizeistandort soll künftig mehrere Bereiche der Polizei Recklinghausen an einem Ort bündeln. Geplant ist, dort unter anderem Verwaltungsdienststellen, die Hundertschaft, verschiedene Kriminalkommissariate sowie die Fahrzeugwerkstatt unterzubringen. Auf dem rund 62.000 Quadratmeter großen Gelände entstehen außerdem Park- und Fahrzeugflächen.

Neue Streifenwagen Polizei Recklinghausen 2026
Auch die aktuellen Streifenwagen der Polizei Recklinghausen können künftig in dem neuen Zentrum gewartet werden. Foto: LZPD NRW

Ein zentraler Baustein des Projekts ist das geplante Regionale Trainingszentrum. Dort sollen nicht nur Polizistinnen und Polizisten aus dem Polizeipräsidium Recklinghausen trainieren. Auch Einsatzkräfte der Polizeipräsidien Gelsenkirchen und Oberhausen sollen die Einrichtung künftig nutzen, um sich auf Ernstfälle im Einsatz vorzubereiten.

Reul: Professionelles Umfeld für die Polizei

NRW-Innenminister Herbert Reul betonte beim Spatenstich die Bedeutung moderner Trainingsbedingungen. „Moderne Dienststellen und regionale Trainingszentren gehören zu einer professionellen Polizeiarbeit dazu. Die Einsatzkräfte sorgen jeden Tag für unsere Sicherheit und riskieren im Ernstfall dafür ihr Leben. Im Gegenzug dürfen sie dann auch ein professionelles und zukunftsorientiertes Trainingsumfeld erwarten. Den Grundstein dafür haben wir hier heute gelegt“, sagte Reul.

Herbert Reul
Herbert Reul, Innenminister von NRW. Foto: Ralph Sondermann

Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen sprach von einem wichtigen Schritt für die Zukunft der Polizei in der Region. „Mit dem Spatenstich beginnt die Bauphase eines Projekts, das unsere Polizei zukunftstauglich macht. Die Liegenschaft und das geplante Regionale Trainingszentrum Recklinghausen ermöglichen eine moderne Infrastruktur, zeitgemäße und zukunftsorientierte Arbeitsplätze und Trainingsvoraussetzungen, um Einsatzkräfte bestens auf verschiedenste Einsatzlagen vorzubereiten.“

Stadt Recklinghausen sieht wichtigen Standortfaktor

Auch Recklinghausens Bürgermeister Axel Tschersich hob die Bedeutung des Projekts hervor. Die Polizei genieße in Recklinghausen großes Vertrauen in der Bevölkerung. Stadt und Polizei arbeiteten in vielen Bereichen eng zusammen. „Es ist in unser aller Interesse, dass die Polizei gut ausgebildet und gut ausgestattet ist. Natürlich unterstützen wir dieses Bauvorhaben nach Kräften, da wo wir gefordert sind. Eine solch moderne Landeseinrichtung ist für unsere Stadt auch ein wichtiger Standortfaktor“, erklärte Tschersich.

Bereits im Juli 2024 war der Mietvertrag für das Projekt unterzeichnet worden. Nach weiteren Planungen beginnt nun die Bauphase. Umgesetzt wird das Vorhaben gemeinsam mit dem Projektentwickler und Bauunternehmen Ten Brinke sowie den Architekten der JBR-Partnergesellschaft.

Finanzierung durch das Land NRW

Albert ten Brinke, CEO des Unternehmens Ten Brinke, sprach von einem anspruchsvollen Projekt mit hohen Anforderungen. „Hier entsteht ein modernes Polizeiquartier, das höchste Anforderungen der polizeilichen Arbeit erfüllt und architektonische Qualität bietet“, sagte er. Zugleich dankte er dem Land Nordrhein-Westfalen, der Polizei und der Stadt Recklinghausen für die bisherige Zusammenarbeit.

Finanziert wird das Bauvorhaben mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und auf Grundlage der Genehmigung des NRW-Innenministeriums.

Vertikal gewinnt Voting: Dorstener Band spielt bei Rock am Ring 2026

Großer Erfolg für Vertikal: Die Ska-Punk-Band aus Dorsten hat das Community Voting des Brillux Radio Bandcontests gewonnen. Damit tritt die Band Anfang Juni bei Rock am Ring 2026 auf.

Für die Dorstener Band Vertikal ist der Traum vom Auftritt bei Rock am Ring Wirklichkeit geworden. Die sechsköpfige Ska-Punk-Formation hat das Community Voting des Brillux Radio Bandcontests gewonnen und wird im Rahmen von „Rockt am Ring“ 2026 live auf der Brillux Radio Karaoke-Stage auftreten. Die Shows finden an allen Festivaltagen Anfang Juni statt.

Damit hat sich die Unterstützung aus Dorsten und darüber hinaus ausgezahlt. Noch vor wenigen Tagen hatte Vertikal um Stimmen geworben. Nun steht fest: Die Band hat ihre Community mobilisiert und sich im Wettbewerb durchgesetzt.

„Jetzt sehen wir uns am Holy Ground“

Beworben hatte sich Vertikal mit einer energiegeladenen Neuinterpretation des Songs „Hero“ von Enrique Iglesias. Dazu kam eine groß angelegte Social-Media-Kampagne, mit der die Band ihre Fans zum Abstimmen aufrief. Die Nachricht über den Gewinn erreichte die Musiker nach eigenen Angaben persönlich in einem Live-Anruf am Morgen.

„Wir sind sehr stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben. Jetzt sehen wir uns am Holy Ground“, teilte die Band mit. Mit „Holy Ground“ ist der legendäre Festivalboden am Nürburgring gemeint, auf dem Rock am Ring seit Jahrzehnten für viele Musikfans Kultstatus hat.

Besonderes Jubiläumsjahr für Vertikal

Für Vertikal kommt der Erfolg in einem besonderen Jahr. Die Band wurde 2006 gegründet und feiert 2026 ihr 20-jähriges Bestehen. Der Auftritt bei Rock am Ring markiert damit einen Höhepunkt in der bisherigen Bandgeschichte.

„2006 hätten wir uns so etwas niemals vorstellen können – und jetzt dürfen wir auf der Brillux Radio Karaoke-Stage im Infield bei Rock am Ring auftreten. Wahnsinn“, erklärt die Band.

Vertikal steht seit vielen Jahren für eine Mischung aus Ska und Punk, für energiegeladene Live-Auftritte und für eine enge Verbindung zur lokalen Musikszene. Auf der Bühne bei Rock am Ring will die Band diesen Sound nun einem großen Festivalpublikum präsentieren.

Ska-Punk aus Dorsten am Nürburgring

Bei den Auftritten auf der Brillux Radio Karaoke-Stage dürfen sich Festivalbesucher auf eigene Songs und ausgewählte Coverversionen freuen. Gleichzeitig versteht Vertikal den Auftritt auch als Gelegenheit, Dorsten und den Ruhrpott musikalisch zu vertreten.

„Ohne euch wären wir nicht hier. Wir werden alles geben und die Bühne rocken“, richtet die Band ihren Dank an Fans und Unterstützer. Der Sieg im Community Voting zeigt, wie stark der Rückhalt für Vertikal in Dorsten und darüber hinaus ist.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Marlene hebt ab: Wenn ein Kalenderbild zum echten Flugerlebnis wird

Ein Blatt Papier, ein paar Farben und ein Lieblingsort in Dorsten: Für Marlene aus der Feldmark begann damit ein kleines Abenteuer. Im Rahmen des Dorstener Familien-Jubiläumskalenders 2026 hatte sie im vergangenen Jahr den Segelflugplatz in der Feldmark gemalt.

Ihr Bild wurde ausgewählt und schmückt nun das Kalenderblatt für den Monat Juli. Am 1. Mai durfte Marlene ihren gemalten Lieblingsort aus einer ganz neuen Perspektive erleben: hoch über Dorsten, in einem echten Segelflugzeug.

Kinder zeigen ihre Sicht auf Dorsten

Der Familien-Jubiläumskalender ist Teil einer Aktion der Stadt Dorsten zum doppelten Stadtjubiläum. 2025 erinnerte Dorsten an 50 Jahre Kommunale Neuordnung, 2026 feiert die Stadt 775 Jahre Stadtrechte. Kinder aus allen elf Stadtteilen waren eingeladen, ihre Lieblingsorte zu malen und damit zu zeigen, wie sie ihre Heimatstadt sehen.

Das Kalenderblatt von Marlene. Foto: privat

Entstanden ist ein Kalender voller bunter, lebendiger und sehr persönlicher Blicke auf Dorsten. Die Bilder zeigen nicht nur bekannte Orte, sondern auch, was Kindern an ihrer Stadt wichtig ist: Plätze zum Spielen, Entdecken, Staunen und Wohlfühlen.

Vom gemalten Segelflugplatz in die Luft

Für Marlene blieb es nicht beim Kalenderbild. Auf Einladung des Luftsportvereins Dorsten e.V. durfte sie am 1. Mai den Ort besuchen, den sie zuvor gezeichnet hatte. Und mehr noch: Sie durfte selbst zu einem Segelflug starten.

Marlene in der Luft. Foto: privat

Aus dem Motiv auf Papier wurde damit ein echtes Erlebnis. Über Dorsten zu schweben, die Feldmark von oben zu sehen und die eigene Heimatstadt aus der Luft zu entdecken, war für Marlene ein besonderer Moment. Die Stille während des Fluges, der weite Blick über die Landschaft und das Gefühl, vom Wind getragen zu werden, hinterließen einen bleibenden Eindruck.

Luftsportverein zeigt Begeisterung fürs Fliegen

Der Segelflugplatz in der Feldmark ist für Dorsten mehr als nur ein markanter Ort im Stadtteil. Der Luftsportverein Dorsten e.V. steht seit vielen Jahren für die Begeisterung am Fliegen, für ehrenamtliches Engagement und für ein starkes Gemeinschaftsgefühl.

Der Beginn eines wunderbaren Hobbies? Foto: privat

Wer sich für den Segelflug interessiert, kann dort die Faszination des Luftsports hautnah erleben. Einführungsflüge, Schnupperangebote und Veranstaltungen geben Einblicke in ein Hobby, das Technik, Naturerlebnis und Teamarbeit miteinander verbindet.

Vielleicht der Beginn einer neuen Leidenschaft

Für Marlene, die inzwischen das St.-Ursula-Gymnasium besucht, könnte der Flug mehr gewesen sein als ein einmaliges Erlebnis. Sie hat offenbar „Blut geleckt“ und interessiert sich nun besonders für die Segelflug-AG, die ab der 8. Klasse angeboten wird.

Ihre Geschichte zeigt, was aus einer guten Idee entstehen kann: Ein Kind malt seinen Lieblingsort, dieser wird Teil eines Jubiläumskalenders, und am Ende wächst daraus vielleicht sogar eine neue Leidenschaft.

Möglich wurde dieses besondere Erlebnis durch die Aktion der Stadt Dorsten, die Unterstützung von Bürgermeister Tobias Stockhoff und die Einladung des Luftsportvereins Dorsten e.V. Für Marlene aus der Feldmark war es ein Tag, den sie sicher nicht so schnell vergessen wird.

Dorsten und Westenergie suchen die LokalStars 2026

Gemeinschaftsgarten, Repair-Café, Vorlesegruppe im Seniorenheim oder ein anderes Projekt für mehr Zusammenhalt: In Dorsten werden ab sofort die „LokalStars 2026“ gesucht. Mit dem neuen Award möchten die Stadt Dorsten und Westenergie Menschen, Vereine, Gruppen und Initiativen auszeichnen, die sich vor Ort für Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und eine lebenswerte Zukunft einsetzen. Bewerbungen sind bis zum 31. Mai 2026 möglich.

Der Preis richtet sich an alle, die mit konkreten Ideen das Leben in Dorsten sozialer, nachhaltiger oder zukunftsfähiger machen. Gesucht werden Projekte aus ganz unterschiedlichen Bereichen, etwa für eine starke Nachbarschaft, bewussten Konsum, Bildung, Kultur, Sport oder den Schutz der Natur.

„Bei uns vor Ort engagieren sich viele Menschen für eine lebenswerte Zukunft. Gemeinsam mit Westenergie unterstützen wir diesen Einsatz und machen mit den LokalStars nachhaltige Ideen in all ihren Facetten sichtbar“, sagt Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff.

500 Euro für das Gewinnerprojekt

Bewerben können sich Vereine, Gruppen, Initiativen, Institutionen, Unternehmen sowie engagierte Privatpersonen. Die Bewerbung läuft online über die Internetseite www.lokalstars.westenergie.de
. Einsendeschluss ist der 31. Mai 2026.

Nach der Bewerbungsphase folgt ein digitales Bürgervoting. Aus den drei beliebtesten Projekten wählt anschließend eine Jury das Siegerprojekt aus. Der kommunale Gewinner erhält im Rahmen einer Ehrung ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro. Darüber hinaus können sich alle kommunalen Gewinner für den Regionalentscheid qualifizieren. Dort winken zusätzliche Preisgelder von bis zu 5.000 Euro.

Nachhaltige Ideen sichtbar machen

Susen Griemens, Projektleiterin Westenergie LokalStars, betont den Gedanken hinter dem neuen Wettbewerb: „Die besten Ideen entstehen dort, wo Menschen zusammenkommen und Verantwortung übernehmen. Mit den LokalStars möchten wir nachhaltige Projekte sichtbar machen und auszeichnen.“

Auch Markus Droste, Kommunalmanager für Dorsten, hebt die Bedeutung des Engagements vor Ort hervor: „Zukunft entsteht dort, wo Menschen aktiv werden – für ihr Umfeld, für die Gemeinschaft und für ein besseres Morgen. Deshalb unterstützen wir diese Projekte mit dem Award.“

Mit den LokalStars will Westenergie gemeinsam mit den Partnerkommunen Projekte fördern, die dem Gemeinwohl dienen. Das Unternehmen engagiert sich nach eigenen Angaben unter anderem in den Bereichen Sport, Kultur, Bildung und Umwelt. Ziel sei es, lokale Ideen zu unterstützen und Menschen zu ermutigen, ihre Stadt aktiv mitzugestalten.

Bewerbung für die LokalStars 2026

Bewerbungen für die Westenergie LokalStars sind bis Sonntag, 31. Mai 2026, möglich. Weitere Informationen und das Bewerbungsformular gibt es online hier.

Tobias Stockhoff ist neuer Präsident des Städte- und Gemeindebundes NRW

Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff übernimmt eine neue landesweite Aufgabe. Das Präsidium des Städte- und Gemeindebundes Nordrhein-Westfalen hat ihn in seiner konstituierenden Sitzung einstimmig zum neuen Präsidenten des Verbandes gewählt. Damit steht der Dorstener Bürgermeister künftig an der Spitze einer der wichtigsten kommunalen Interessenvertretungen in NRW.

Der Städte- und Gemeindebund NRW vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von 361 Städten und Gemeinden im Land. Stockhoff folgt auf Prof. Dr. Christoph Landscheidt, Bürgermeister der Stadt Kamp-Lintfort, der nun Erster Vizepräsident des Verbandes ist. Die Amtszeit des Präsidenten beträgt zweieinhalb Jahre. Danach wechselt der Präsident turnusgemäß in das Amt des Ersten Vizepräsidenten.

Tobias Stockhoff: „Eine große Ehre“

Stockhoff bezeichnete die Wahl als große Ehre. „Ich freue mich, gemeinsam mit einem starken ehrenamtlichen Team im Präsidium und einer engagierten Geschäftsstelle die Interessen von über 90 Prozent der Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen vertreten zu dürfen“, sagte der Dorstener Bürgermeister.

Auch der Verband veröffentlichte eine Stellungnahme Stockhoffs. Darin betonte er, vor Ort entscheide sich jeden Tag, ob Politik bei den Menschen ankomme. Die Aufgaben der Kommunen würden immer mehr und komplexer. Umso wichtiger sei es, dass Städte und Gemeinden Unterstützung von Bund und Land erhielten, finanziell, organisatorisch und mit weniger Bürokratie.

Kommunale Interessen gegenüber dem Land vertreten

In seiner neuen Rolle soll Stockhoff vor allem bei strategischen Fragen die Sicht der Städte und Gemeinden gegenüber dem Land Nordrhein-Westfalen einbringen. Dazu gehört der Austausch mit Ministerpräsident, Landesregierung und Landespolitik. Zu den zentralen Themen zählen eine bessere kommunale Finanzausstattung, Bürokratieabbau, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Das operative Tagesgeschäft des Verbandes liegt weiterhin bei der Geschäftsstelle. Stockhoff übernimmt als Präsident aber die Leitung wichtiger Verbandsgremien, darunter Mitgliederversammlung, Hauptausschuss und Präsidium.

„Gerade bei der Beantwortung wichtiger Zukunftsfragen für unsere Kommunen bietet diese Aufgabe die Chance, sich noch stärker einzubringen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln“, sagte Stockhoff.

Bürgermeisteramt in Dorsten bleibt Hauptaufgabe

Stockhoffs Hauptamt als Bürgermeister der Stadt Dorsten bleibt unverändert. Der 1981 in Dorsten geborene CDU-Politiker ist seit 2014 hauptamtlicher Bürgermeister seiner Heimatstadt. Bei der Kommunalwahl 2025 wurde er erneut im Amt bestätigt. Der Verband verweist zudem darauf, dass Stockhoff bereits seit 2021 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für den Regierungsbezirk Münster des Städte- und Gemeindebundes NRW war und in dieser Funktion dem Präsidium angehörte.

Für Dorsten bedeutet die Wahl eine stärkere Sichtbarkeit auf Landesebene. Stockhoff wird künftig nicht nur als Bürgermeister der Stadt sprechen, sondern auch als Stimme vieler Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen, die auch Dorsten unmittelbar betreffen: die finanzielle Handlungsfähigkeit der Städte, weniger Verwaltungsaufwand, digitale Verfahren und die praktische Umsetzung politischer Entscheidungen vor Ort.

Neue Verbandsspitze gewählt

Neben Stockhoff wurde Dr. Eckhard Ruthemeyer, langjähriger Bürgermeister der Stadt Soest, zum Ehrenpräsidenten gewählt. Prof. Dr. Christoph Landscheidt ist neuer Erster Vizepräsident. Zweite Vizepräsidentin bleibt Alexandra Gauß, Bürgermeisterin der Gemeinde Windeck. Weitere Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten kommen unter anderem aus Kamen, Dülmen, Velbert, Havixbeck und Sprockhövel.

Falsche Polizisten erbeuten Bargeld von Senior in Dorsten

In Dorsten ist ein Senior am Montagabend Opfer eines Betrugs geworden. Unbekannte gaben sich am Telefon als Polizisten aus und brachten den Mann dazu, Bargeld abzuheben und an einen vermeintlichen Beamten zu übergeben. Die Polizei sucht Zeugen.

Anruf an der Holtstegge

Der Betrug ereignete sich am Montagabend an der Straße Holtstegge in Dorsten-Holsterhausen. Nach Angaben der Polizei erhielt ein Senior gegen 19.20 Uhr einen Anruf von einem unbekannten Mann. Dieser gab sich als Polizist aus und behauptete, aktuell sei Falschgeld im Umlauf. Auch der Dorstener sei angeblich betroffen.

Der falsche Polizist forderte den Senior auf, Bargeld von seinem Konto abzuheben. Anschließend solle das Geld an einen anderen Polizisten übergeben werden. Der Mann folgte den Anweisungen.

Geld an der Haustür übergeben

Gegen 22.20 Uhr klingelte schließlich ein unbekannter Mann an der Tür des Seniors. Der Dorstener übergab ihm das Bargeld. Erst kurz nach der Übergabe rief der Senior bei der Polizeiwache an, um sich nach dem angeblichen Einsatz zu erkundigen. Dort fiel der Betrug auf. Die Polizei leitete ein Strafverfahren ein.

Der Geldabholer wird wie folgt beschrieben: Er soll etwa 1,80 bis 1,90 Meter groß, 30 bis 40 Jahre alt, schlank und schick gekleidet gewesen sein. Zudem hatte er dunklere Haare.

Polizei bittet Zeugen um Hinweise

Die Polizei sucht nun Zeugen, die am Montagabend im Bereich Holtstegge verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Von Interesse ist unter anderem, ob jemand eine Person gesehen hat, die sich längere Zeit mit einem Telefon am Ohr in der Straße aufgehalten hat. Auch Hinweise auf einen Mann, der zur Beschreibung passt oder möglicherweise in ein Auto gestiegen ist, können wichtig sein.

Hinweise nimmt die Polizei unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 2361 111 entgegen.

So schützt man sich vor Betrügern

Die Polizei weist erneut darauf hin, bei solchen Anrufen besonders vorsichtig zu sein. Echte Polizeibeamte fordern niemals telefonisch dazu auf, Bargeld abzuheben oder Wertsachen an der Haustür zu übergeben.

Fremde Personen sollten nicht in die Wohnung oder ins Haus gelassen werden. Das gilt auch für angebliche Handwerker, die nicht selbst bestellt oder angekündigt wurden. Wer Zweifel hat, sollte sofort die Polizei anrufen. Wichtig: Dafür nicht die Rückruftaste nutzen, sondern die Nummer selbst wählen.

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