Das war der feierliche Schützen-Samstag in Deuten: Hunderte Dorstener feierten im großen Festzelt an der Birkenallee bis tief in die Nacht zu DJ-Hits und tanzbarer Live-Musik. Am Sonntag folgten Königsschießen, Festumzug und Krönungsball.
Der Bürgerschützenverein lebte ihren Thron noch einmal richtig hoch. Kaiserpaar Martin Große-Peclum und Mechthild Hawig sowie die anderen Schützen-Adligen ernten ordentlich Applaus von den Deutener Schützen ab. Auch die anderen Gäste hatten sichtlich ihren Spaß. Die Band „hi-Five“ begeisterte mit lebhafter Musik, der Dancefloor war die ganze Nacht über voll.
Schützenfest am Sonntag: Oliver Fasselt wurde König
Am Sonntag folgte ab 11 Uhr das Königsschießen. Nach einem spannenden Finale holte Oliver „Olli“ Fasselt den Vogel von der Stange. Mit Königin Silke Brüggerbusch präsentierte er sich später beim Festumzug durch Deuten.
Deuten eröffnet die Dorstener Schützenfestsaison 2026. Schon seit Freitag feiern die Schützen im großen Festzelt an der Birkenallee. Am Samstag versammelten sich die hunderte Schützen, um feierlich das Kaiserpaar zu empfangen und zum großen Festumzug anzutreten.
Vom Festzelt an der Birkenallee marschierten hunderte Schützen den Lasthausener hinauf. Am Straßenrand feierten die Deutener ihren Schützenfeiern ordentlich ab. Der Schützen-Zug legte am Deutener Weg eine Pause ein und erwarteten den Auftritt von ihrem Kaiserpaar.
Das aktuelle Kaiserpaar Martin Große-Peclum und Mechthild Hawig amtiert seit 2024. Foto: Christian Haug
Martin Große-Peclum und Mechthild Hawig stellen das aktuelle Kaiserpaar. Zum aktuellen Thron gehören die Minister Andreas Eißing, Guido Fasselt und Stefan Hawig. Ehrendamen sind Andrea Stößel, Sandra Günther und Claudia Große-Peclum.
Damit steht das Schützenfest 2026 auch im Zeichen dieser besonderen Regentschaft. Der Kaiserthron wird das Bataillon durch die Festtage begleiten, bevor am Sonntag beim Königsschießen die Frage im Mittelpunkt steht: Wer übernimmt die nächste Regentschaft in Deuten? Am Sonntag wird dann beim Königsschießen der Thron neu gemischt.
Partystimmung beim Schützenfest Deuten 2026 am Samstag und Sonntag
Dorsten kann sich auf am Samstag- und Sonntagabend auf astreine Partystimmung freuen. Das Festzelt öffnet ab 20 Uhr seine Pforten, die Band „hi-Five“ sorgt für energiegeladene Live-Musik.
Am Sonntag findet der traditionelle Krönungsball statt. Deuten kann sich auf Nächte voller Party und guter Musik freuen. Der königliche Thron hat auch noch einmal die Chance, sich ordentlich abfeiern zu lassen.
Der offizielle Trailer zum Kinofilm „The Loser Club“ ist erschienen. Das Filmprojekt der VHS Dorsten entstand im Rahmen des Kulturrucksack NRW und wurde mit Kindern und Jugendlichen aus Dorsten und Umgebung umgesetzt. Jetzt hat auch der Ticketverkauf für die Kinovorführungen in Dorsten begonnen.
Der Film steht unter der Leitung des amerikanischen Regisseurs Wayne Graves sowie der Regisseurin Cirsten Piduhn. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen sechs Jugendliche, die im Alltag mit Ausgrenzung und Mobbing konfrontiert werden. Gemeinsam gründen sie den „The Loser Club“ und setzen sich gegen Vorurteile, sozialen Druck und das Gefühl ein, nicht dazuzugehören.
The Loser Club erzählt von Zusammenhalt und Mut
Das Projekt wurde im Rahmen des Kulturrucksack NRW gemeinsam mit jungen Darstellerinnen und Darstellern aus Dorsten und Umgebung realisiert. Der Film greift Themen auf, die viele Jugendliche aus ihrem Alltag kennen, darunter Mobbing, soziale Ausgrenzung und der Wunsch nach Zugehörigkeit.
Mit dem „The Loser Club“ zeigen die Jugendlichen im Film, dass Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung helfen können, schwierige Situationen zu bewältigen.
Beim Dreh mit Kevin Müller. Foto: Petra Bosse/Archiv
Bekannte Gesichter im Filmprojekt
Neben den jungen Schauspielerinnen und Schauspielern wirken auch prominente Gäste im Film mit. Dazu gehören Kevin Müller vom FC Schalke 04 sowie Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff.
Ticketverkauf für Kino Dorsten gestartet
Der Ticketverkauf für die Vorführungen im Kino Dorsten ist ab sofort gestartet. Der offizielle Trailer zu „The Loser Club“ wurde jetzt veröffentlicht und gibt erste Einblicke in das Filmprojekt der VHS Dorsten.The Loser Club: Offizieller Trailer für Dorstener Kinofilm veröffentlicht
🎟️ Der Ticketverkauf für das Kino Dorsten ist ab sofort gestartet! Ticketverkauf
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Die Realschule St. Ursula in Dorsten hat ihren neuen Ursula-Garten offiziell eingeweiht. Aus einer lange Zeit eher funktionalen Hoffläche ist ein grüner Aufenthaltsort mit Sitzbereichen, Rückzugsorten und einem sanierten Brunnen entstanden. Möglich wurde das Projekt durch viele Unterstützer, Sponsoren und das Engagement der Schulgemeinschaft.
Dorsten. Der Innenhof der Realschule St. Ursula hat sich sichtbar verändert. Wo früher eine vor allem funktionale Fläche mit Stolperkanten, alten Gitterrosten und wenig Aufenthaltsqualität lag, ist in den vergangenen Monaten ein neuer Garten entstanden. Am Freitag, 8. Mai 2026, wurde der Ursula-Garten offiziell eingeweiht. Auf dem Programm standen eine kleine Feierstunde, ein Grußwort von Bürgermeister Tobias Stockhoff sowie Begegnungen und Gespräche bei Speis und Trank.
Schulleiterin Miriam Baumeister bei der Begrüßung. Foto: Borgwardt
Schulleiterin Miriam Baumeister erinnerte bei der Einweihung an den früheren Zustand des Bereichs. „Wer den alten Zustand noch vor Augen hat, der weiß: Dieser Ort war lange Zeit nur funktional, aber auch wenig einladend“, sagte sie. Der Umbau sei deshalb weit mehr als eine Verschönerung des Schulgeländes. „Der Ursula-Garten ist für uns nicht nur eine bauliche Veränderung. Er ist ein Zeichen dafür, wie aus gemeinsamer Anstrengung ein gemeinsamer Ort entstehen kann.“
Der vorherige Zustand: Wenig einladende Betonflächen. Foto: Schule
Schüler wünschten sich mehr Grün und Rückzugsorte
Die Planungen orientierten sich stark an den Wünschen der Schülerinnen und Schüler. Gewünscht waren mehr Grün, mehr Sitzgelegenheiten und mehrere kleine Bereiche, in denen man mit Freunden sitzen kann. Genau dieses Konzept wurde nun umgesetzt: Der Garten bietet verschiedene Sitzinseln, Pflanzflächen, geschützte Ecken und einen Stelenbereich, der einzelne Aufenthaltsbereiche voneinander trennt. Laut Baumeister werde gerade dieser Bereich bereits besonders gut genutzt, weil man dort etwas geschützter sitzen könne.
Blick auf den neu gestalteten Garten. Foto: Borgwardt
Die Bauphase begann im vergangenen Jahr in den Sommerferien und wurde in dieser Woche abgeschlossen. Für die Schule sei das Projekt ein Kraftakt gewesen, sagte Baumeister. Der Innenhof sei lange nicht grundlegend saniert worden. Viele Elemente stammten noch aus dem ursprünglichen Zustand der Anlage. Auch aus Sicherheitsgründen habe Handlungsbedarf bestanden.
Der Schulchor bei der Einweihungsfeier. Foto: Borgwardt
Viele Unterstützer machten das Projekt möglich
Möglich wurde der neue Ursula-Garten durch eine breite Unterstützung. Baumeister dankte den Sponsoren ebenso wie der Schulgemeinschaft. Auch Schülerinnen und Schüler hatten über Jahre hinweg mit Aktionen wie Waffelverkäufen und Sponsorenläufen Geld gesammelt.
Foto: Borgwardt
Zu den Unterstützern gehören unter anderem Elektro Ambrozy, Baumeister, Elvermann, der Konvent der Ursulinen Dorsten, Michael Niewerth Schlosserbetrieb, die Elternschaft der St.-Ursula-Realschule, die Sparkasse Vest Recklinghausen, Holz Sprungmann, die Stadt Dorsten, Toplak Werbeagentur/Werbetechnik, der Verein zum Erhalt der St.-Ursula-Schulen und Vornbrock Garten- & Landschaftsbau.
Foto: Borgwardt
Matthias Feller, geschäftsführender Vorstand der Stiftung St. Ursula, sprach mit einem Augenzwinkern sogar von einem „Ursula-Kurgarten“. Die Schule und alle Beteiligten könnten sehr stolz darauf sein, ein solches Projekt auf die Beine gestellt zu haben.
Auch der Brunnen wurde saniert
Zum neuen Garten gehört auch der Springbrunnen von Schwester Paula. Er wurde im Zuge des Projekts ebenfalls grundlegend saniert. Laut Baumeister war der Brunnen undicht und musste erneuert werden. Diese Arbeiten bildeten den Auftakt des gesamten Umbauprojekts und wurden bereits in den Osterferien des vergangenen Jahres umgesetzt.
Foto: Borgwardt
Der Ursula-Garten hat damit nicht nur eine optische Aufgewertung erfahren. Er soll künftig auch im Alltag der Schule eine wichtige Rolle spielen. Schülerinnen und Schüler können ihn als Aufenthaltsort nutzen, zugleich ist er als vielseitiger Außenbereich für Veranstaltungen gedacht.
Ein Gewinn für Schule und Stadt
Bürgermeister Tobias Stockhoff freute sich über das Ergebnis und darüber, dass die Stadt Dorsten das Projekt unterstützen konnte. Den Begriff „Kurgarten“ griff er humorvoll auf: Wenn Dorsten tatsächlich ein Kurort wäre, werde vermutlich alles durch eine Kurtaxe teurer. Zugleich stellte er fest, dass der neue Innenhof tatsächlich etwas von einem Kurgarten habe.
Foto: Borgwardt
Stockhoff sieht den neuen Ursula-Garten nicht nur als Gewinn für die Schule, sondern auch für Veranstaltungen in der St.-Ursula-Aula. Er könne sich den Bereich auch als kulturellen Begegnungsort vorstellen, im Sommer wie im Winter. Gerade in Zeiten, in denen der Ton in den sozialen Medien immer unfreundlicher werde, seien Orte wichtig, an denen Gemeinschaft erlebbar werde.
Foto: Borgwardt
Auch Miriam Baumeister betonte, dass der Garten künftig über den Schulalltag hinaus genutzt werden kann. Bei Veranstaltungen in der Aula soll der Innenhof vor Beginn und in den Pausen geöffnet sein. Besucher können ihn dann mit Snacks und Getränken nutzen. Denkbar seien zudem kleinere Lesungen oder musikalische Veranstaltungen. Dafür wurden an verschiedenen Stellen Steckdosen eingebaut, um auch Technik im Außenbereich einsetzen zu können.
Plan des neugestalteten Ursula-Gartens. Foto: Borgwardt
So ist aus einem lange in die Jahre gekommenen Innenhof ein neuer Ort für Pausen, Gespräche, Veranstaltungen und Begegnungen geworden. Oder, wie es bei der Einweihung mehrfach ankang: ein Garten, der zeigt, was entstehen kann, wenn viele gemeinsam an einem Ziel arbeiten.
Als im August 2021 am Flughafen Kabul Tausende Menschen verzweifelt auf einen Platz in einer Evakuierungsmaschine hofften, mussten deutsche Soldaten in kürzester Zeit Entscheidungen treffen, die über Leben, Sicherheit und Zukunft entschieden. Einer von ihnen war Marc Hinzmann. Der ehemalige Dorstener, frühere Bundeswehr Offizier und Autor, las am Donnerstagabend, 7. Mai 2026, im Forum der VHS Dorsten aus seinem Buch „Leben und sterben lassen. Die letzten Tage der Bundeswehr in Afghanistan“.
Rund 80 Besucher kamen zu der Lesung. Unter ihnen waren zahlreiche Reservisten, aber auch Bürgermeister Tobias Stockhoff und der stellvertretende Bürgermeister Jan Heppner. Ihre Anwesenheit unterstrich die politische und gesellschaftliche Bedeutung des Abends. Gerade in einer Zeit, in der erneut über Wehrpflicht, Verteidigungsfähigkeit und die Aufrüstung der Bundesrepublik diskutiert wird, gewann die Lesung zusätzliche Aktualität.
Bürgermeister Tobias Stockhoff begrüsst die Gäste bei der Lesung. Foto: Alexander Fichtner
Verantwortung am Nordtor von Kabul
Hinzmann war während der Evakuierungsmission als Feldjäger am Flughafen Kabul eingesetzt. Gemeinsam mit seiner Einheit stand er am Nordtor des Flughafens vor einer kaum lösbaren Aufgabe. Unter chaotischen Bedingungen, enormem Zeitdruck und ständiger Bedrohung mussten Entscheidungen getroffen werden, für die es keine einfachen Antworten gab.
Eindrückliche Schilderung der Lage in Kabul. Foto: Alexander Fichtner
In seiner Lesung schilderte Hinzmann die dramatischen Tage nicht aus der Distanz, sondern aus der unmittelbaren Perspektive eines Soldaten vor Ort. Es ging um militärische Abläufe, aber vor allem um Verantwortung, moralische Konflikte und die Frage, wie Menschen in Ausnahmesituationen handeln, wenn jede Entscheidung Folgen hat.
Sein Buch, das es auf die Spiegel Bestsellerliste geschafft hat, ist damit mehr als ein Einsatzbericht. Es ist ein persönliches Zeugnis aus einem Moment, der sich tief in das sicherheitspolitische Gedächtnis Deutschlands eingebrannt hat.
„Dieses Buch hätte jeder meiner Kameraden schreiben können“
Besonders eindringlich wurde der Abend, als Hinzmann über die Bedeutung seiner Kameraden sprach. Er machte deutlich, dass sein Buch zwar seinen Namen trage, die Erfahrungen aber niemals nur seine eigenen seien.
Das Forum war gut gefüllt. Foto: Alexander Fichtner
„Dieses Buch ist nicht allein meine Geschichte. Jeder meiner Kameraden hätte es schreiben können. Ohne sie, ohne ihren Mut, ihre Haltung und ihren Zusammenhalt, wäre keiner von uns durch diese Tage gekommen“.
Mit diesen Worten rückte Hinzmann jene Männer und Frauen in den Mittelpunkt, die während der Evakuierungsmission vor Ort Verantwortung übernehmen mussten. Gerade diese Haltung verlieh der Lesung eine besondere Tiefe. Nicht Selbstdarstellung stand im Vordergrund, sondern die Erinnerung an einen gemeinsamen Einsatz unter extremen Bedingungen.
Rückkehr in die alte Heimat
Für Marc Hinzmann war der Abend in Dorsten auch persönlich bedeutsam. Viele Freunde, Bekannte und Teile seiner Familie waren unter den Zuhörern. Die Lesung wurde dadurch nicht nur zu einer öffentlichen Veranstaltung, sondern auch zu einer Rückkehr in seine frühere Heimatstadt.
Ausschnitt aus dem Podcast von Markus Lanz über Marc Hinzmann. Foto: Alexander Fichtner
Dass ein ehemaliger Dorstener von einem der dramatischsten Bundeswehreinsätze der vergangenen Jahrzehnte berichtete, verlieh der Veranstaltung eine besondere lokale Dimension. Das Publikum erlebte keinen abstrakten Vortrag über Afghanistan, sondern eine Begegnung mit einem Menschen, der selbst Teil dieser Geschichte war.
VHS setzte die Lesung von Marc Hinzmann kurzfristig um
VHS Leiter Carsten Feldhoff hob hervor, dass die Veranstaltung erst vergleichsweise kurzfristig geplant und realisiert wurde. Die Idee sei im März entstanden und bereits im Mai umgesetzt worden.
Marc Hinzmann mit Carsten Feldhoff dem Leiter der VHS Dorsten. Foto: Alexander Fichtner
„Wir haben diese Lesung sehr kurzfristig geplant und auf den Weg gebracht. Umso mehr freut es mich, dass so viele Menschen gekommen sind. Der Abend zeigt, wie groß das Bedürfnis ist, hinter die Schlagzeilen zu blicken und die Ereignisse von Kabul aus erster Hand einzuordnen.“
Feldhoff betonte damit den besonderen Wert der Veranstaltung. Die Lesung bot nicht nur einen Rückblick auf die letzten Tage der Bundeswehr in Afghanistan, sondern auch einen Raum für Fragen, Gespräche und persönliche Einordnung.
Zwischen Erinnerung und Gegenwart
Im Anschluss an die Lesung stand Marc Hinzmann dem Publikum für Fragen zur Verfügung. Dabei wurde deutlich, dass die Ereignisse von Kabul bis heute nachwirken. Der Abzug aus Afghanistan, die Evakuierungsmission und die politischen Folgen beschäftigen weiterhin Soldaten, Reservisten, Angehörige und eine Gesellschaft, die neu über Sicherheit und Verantwortung diskutiert.
Foto: Alexander Fichtner
Der Abend in der VHS Dorsten zeigte, wie nah Weltpolitik manchmal an die eigene Stadt heranrückt. Marc Hinzmann erzählte von Kabul, doch zugleich ging es um Fragen, die auch heute in Deutschland wieder an Dringlichkeit gewinnen: Was bedeutet Dienst für ein Land? Welche Verantwortung trägt Politik gegenüber Soldatinnen und Soldaten? Und wie geht eine Gesellschaft mit jenen um, die in ihrem Auftrag in Einsätze geschickt werden?
Die Lesung machte deutlich: Die letzten Tage der Bundeswehr in Afghanistan sind längst nicht nur Vergangenheit. Sie bleiben Teil einer Debatte, die gerade erst neu begonnen hat.
Die Feuerwehr in Dorsten übernimmt eine zentrale Rolle für die Sicherheit der Bevölkerung. Besonders die Hauptwache ist rund um die Uhr im Einsatz, um Menschen zu helfen und Gefahren zu beseitigen. Im Rahmen eines Interviews mit Dominic Zientek, Koordinator Rettungsdienst bei der Feuerwehr Dorsten, konnte unser Redaktionspraktikant Ayrton wichtige Einblicke in den Berufsalltag und die Aufgaben der Feuerwehr gewinnen.
von Ayrton Nunes Caneiras
Hauptwache ist seit 2010 im Einsatz
Die Hauptwache der Feuerwehr in Dorsten besteht seit dem Jahr 2010. Seitdem ist sie ein wichtiger Bestandteil des Rettungs- und Brandschutzsystems der Stadt. Der Fokus liegt vor allem auf dem Schutz und der Rettung von Menschen und Tieren. Dazu gehört es, „Personen und Tiere aus gefährlichen Situationen zu befreien, Brände zu bekämpfen und weitere Schäden zu verhindern“, wie Dominic Zientek erklärt. Neben Brandeinsätzen übernimmt die Feuerwehr auch viele Aufgaben im Bereich der technischen Hilfeleistung, beispielsweise bei Unfällen oder Unwettern.
Hilfe nach einem Unfall auf der Autobahn. Foto: Marc Gruber
Ein Alltag, der kaum planbar ist
Ein typischer Arbeitstag auf der Hauptwache beginnt morgens um 8 Uhr und dauert 24 Stunden. Dabei ist der Alltag schwer planbar, da Einsätze jederzeit auftreten können. Dominic Zientek beschreibt dies so: „Der Tagesablauf ist nie genau vorhersehbar, da er stark von den eingehenden Einsätzen abhängt.“ Neben Einsätzen gehören auch Fahrzeugkontrollen, Ausbildung und Übungen zum Alltag.
Viele Einsätze im Rettungsdienst
Die Feuerwehr in Dorsten hat jährlich eine hohe Anzahl an Einsätzen. Besonders häufig handelt es sich um medizinische Notfälle, insbesondere bei Personen mit Kreislauferkrankungen, erklärt Dominic Zientek. Insgesamt kommt die Feuerwehr auf etwa 12.000 Rettungsdiensteinsätze im Jahr.
Einsatz der Feuerwehr in einem Haus an der Marienstraße im Stadtteil Hervest. Foto: Marc Gruber
Gute Vorbereitung durch Ausbildung und Übungen
Um auf diese Situationen vorbereitet zu sein, durchlaufen Feuerwehrleute eine intensive Ausbildung. „Die Feuerwehrleute bereiten sich durch eine langjährige Ausbildung, intensives Training und regelmäßige Übungen gezielt auf solche Einsätze vor“, erklärt Dominic Zientek. Dabei spielt Teamarbeit eine besonders wichtige Rolle.
Moderne Technik unterstützt die Einsatzkräfte
Auch die Technik entwickelt sich stetig weiter. Laut Dominic Zientek hat sich vieles verändert: „Immer mehr Abläufe werden computerunterstützt gesteuert und dokumentiert, wodurch die Einsätze effizienter werden.“ Sogar der Einsatz von künstlicher Intelligenz wird bereits teilweise geprüft.
Nachwuchs bleibt eine große Aufgabe
Eine große Herausforderung für die Feuerwehr ist die Gewinnung von Personal. Dominic Zientek betont: „Eine große Herausforderung ist die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern sowohl im Hauptamt als auch im Ehrenamt.“ Daher ist es wichtig, dass sich auch junge Menschen, zum Beispiel in der Jugendfeuerwehr, engagieren.
Feuerwehr bei einer Übung unter Atemschutz im Atlantis Dorsten. Foto: Borgwardt
Helfen als persönliche Motivation
Die Motivation für den Beruf liegt vor allem im Wunsch, anderen Menschen zu helfen. So erklärt Dominic Zientek: „Ich wollte schon immer Menschen helfen und eine verantwortungsvolle Arbeit ausüben.“ Besonders wichtig ist dabei auch die persönliche Zufriedenheit: „Es macht mir Freude, anderen zu helfen, und jedes Mal fühlt es sich wie ein Erfolg an, wenn ich etwas Gutes tun kann.“
Jeder kann im Notfall helfen
Abschließend richtet Dominic Zientek eine wichtige Botschaft an die Gesellschaft: „Zivilcourage und Mitgefühl sind keine Extras, sondern essenziell für eine funktionierende Gesellschaft.“ Jeder Mensch kann im Notfall helfen, sei es durch einen Notruf, Erste Hilfe oder einfach durch Unterstützung vor Ort.
Zwei Vereine, ein Festplatz, zwei eigene Traditionen und ein gemeinsames Finale: Vom 15. bis 17. Mai 2026 feierten der Allgemeine Bürgerschützenverein Dorsten-Hardt und der Schützenverein Hervest-Dorsten parallel auf dem Gelände am Kögelweg. Auf der Hardt wurde Jonas Spickermann neuer Schützenkönig. In Hervest-Dorsten beendete Ralf Schneider die Thronvakanz.
Dorsten-Hardt und Hervest-Dorsten schrieben 2026 ein besonderes Kapitel der Dorstener Schützengeschichte. Erstmals feierten zwei Schützenvereine in Dorsten parallel auf demselben Gelände. Dabei blieben beide Vereine eigenständig. Die Hardter stellten die Infrastruktur am Kögelweg, die Hervest-Dorstener brachten ihre eigenen Programmpunkte, ihr eigenes Wecken, ihre eigene Kranzniederlegung und ihr eigenes Vogelschießen mit.
Silberkönigin Renate Vengels feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Thronjubiläum. Im Jahr 2000 kam sie mit dem ersten Kaiser der Vereinsgeschichte, Gerd Grewing, auf den Thron. Foto: Verein
„Wir freuen uns ein Bein ab, dass es geklappt hat“, sagt Pressesprecher Werner Rommeswinkel vom Schützenverein Hervest-Dorsten. Für ihn ist klar: Dieses erste Doppel-Schützenfest ist mehr als eine organisatorische Lösung. Es ist ein Zeichen dafür, dass Schützentradition auch dann weiterleben kann, wenn Vereine neue Wege gehen müssen.
Hervest-Dorsten startet neu
Der Schützenverein Hervest-Dorsten hatte zuletzt eine schwierige Phase zu bewältigen. Nach dem Fest 2024 blieb der Thron vakant. Das scheidende Königspaar Anja I. Gibson und Prinz Markus I. Harding wurde im August 2024 verabschiedet. Danach war offen, wie es weitergeht. Die Kosten für ein eigenes Fest waren für den Verein kaum noch zu stemmen, gleichzeitig sollte die Tradition nicht aufgegeben werden.
Am 23. und 24. August 2024 verabschiedeten die Schützen ihr scheidendes Königspaar Anja I Gibson und Prinz Markus I Harding. Seitdem ist der Thron vakant. Foto: Verein
Nun gibt es eine Lösung, die in Dorsten für Aufmerksamkeit sorgt. Hervest-Dorsten feiert gemeinsam mit Dorsten-Hardt, bleibt aber als Verein sichtbar. Die Hervester treffen sich weiterhin auf ihrer Vereinswiese an der Wasserstraße, halten dort eigene Programmpunkte ab und ziehen dann zum gemeinsamen Festgeschehen am Kögelweg. „Auch Wecken und Ehrenmal finden bei beiden Vereinen separat statt, ansonsten wird gemeinsam gefeiert“, erklärt Rommeswinkel.
Der 1913 gegründete Verein zählt heute rund 100 Mitglieder. Beim Schützenfest 2026 holte Ralf Schneider den Vogel von der Stange und beendete damit die Thronvakanz in Hervest-Dorsten.
Zwei Vereine, zwei Vogelschießen, eine Krönung
Der Höhepunkt des gemeinsamen Festwochenendes folgte am Sonntag, 17. Mai. Bereits ab 6 Uhr wurden die Hervester Schützen durch das Aufspielen des Fanfarencorps Hervest-Dorsten geweckt. Ab 10 Uhr traten sie zum Vogelschießen auf der Vereinswiese des Schützenvereins Dorsten-Hardt an.
Anschließend folgte das Vogelschießen der Hardter Schützen. Am Ende standen zwei neue Königspaare fest: In Hervest-Dorsten beendete Ralf Schneider die Thronvakanz, auf der Hardt wurde Jonas Spickermann neuer Schützenkönig.
Am Abend wurde gemeinsam gefeiert. Damit entstand ein Fest, das bewusst auf Kooperation setzte, ohne die Eigenständigkeit der Vereine aufzugeben.
Dorsten-Hardt mit bewährtem Festprogramm
Für den Bürgerschützenverein Dorsten-Hardt beginnt die Festwoche bereits am Sonntag, 10. Mai. Dann stehen das Scheibenschießen der Kompanien, ein gemeinsames Kaffeetrinken im Gemeindehaus der Friedenskirche, Ehrungen am Georgsplatz und die Vorparade auf dem Programm. Am Donnerstag, 14. Mai, folgt die Zeltabnahme. Das eigentliche Festwochenende startet am Freitag, 15. Mai, mit Ehrenmalfeiern, ökumenischem Gottesdienst im Festzelt und dem Partyabend mit DJ Felix Mues.
Am Samstag, 16. Mai, geht es mit dem Biervogelschießen der 1. Kompanie weiter. Am Nachmittag folgen der Empfang der Fahnenabordnungen, die Parade auf dem Georgsplatz und der Umzug über die Hardt. Ab 19 Uhr steigt der Königsball im Festzelt mit der 2Night Partyband.
Der Sonntag wird dann zum großen Entscheidungstag. Nach dem Wecken um 7.30 Uhr beginnt um 10 Uhr der Frühschoppen im Festzelt, parallel dazu das Vogelschießen des BSV Hervest-Dorsten. Um 12.30 Uhr folgt das Vogelschießen der Hardt. Am Nachmittag stehen Parade, Festumzug, Empfang der Ehrengäste und die Abholung der Abordnungen auf dem Programm. Der Krönungsball beginnt um 19 Uhr mit Profisound Dorsten.
Hervest-Dorsten bleibt im eigenen Stadtteil präsent
Trotz des gemeinsamen Festplatzes am Kögelweg bleibt Hervest-Dorsten auch im eigenen Stadtteil sichtbar. Schon am 2. Mai hatte der Verein zum Übungsabend auf die Vereinswiese an der Wasserstraße eingeladen. Am Sonntag, 10. Mai, folgt dort ab 13 Uhr die Vorparade mit anschließendem Biervogelschießen.
Der Vorstand des Schützenvereins Hervest Dorsten. Foto: Verein
Am Freitag, 15. Mai, treffen sich die Hervester Schützen ab 17 Uhr am Ehrenmal zur Kranzniederlegung. Gegen 18 Uhr bis 18.15 Uhr fährt dann ein Bus mit allen Beteiligten zum Festzelt des Schützenvereins Dorsten-Hardt. Auch am Samstag beginnt der Tag für die Hervester zunächst im eigenen Umfeld: Ab 10 Uhr treten sie zum gemeinsamen Frühstück auf der Vereinswiese an der Wasserstraße an, bevor sie sich ab 14.30 Uhr am Festzelt der Hardter Schützen zur Parade treffen.
Damit verbindet der Verein das neue Konzept mit den eigenen Wurzeln. Der Neustart findet also nicht losgelöst vom Stadtteil statt, sondern ausdrücklich mit ihm.
Rückblick auf das vergangene Hardter Fest
Beim vergangenen Schützenfest Dorsten-Hardt 2024 hatte Christian Sedlatzek den Vogel mit dem 292. Schuss von der Stange geholt. An seiner Seite wurde seine Frau Nina Sedlatzek Königin. Das Paar hatte erst kurz zuvor direkt im Schützenfestzelt geheiratet und wurde damit zum frisch verheirateten Königspaar der Hardt. Zum Thron gehörten Charlotte und Udo Stephan sowie Maike und Alex Funk.
Der Thron der Hardt: Udo und Charlotte Stephan, Das Königspaar Nina und Christian Sedlatzek, sowie Maike und Alex Funk. Foto: Verein
2026 war die Spannung an der Vogelstange groß, denn am Sonntag suchten gleich zwei Vereine ihre neuen Majestäten. Für die Hardt wurde es die Fortsetzung einer lebendigen Festtradition. Für Hervest-Dorsten wurde es ein Neustart nach einer Phase der Unsicherheit.
Ein Modell für die Zukunft?
Dass dieser Schritt nun gelingt, dürfte in Dorsten genau beobachtet werden. Viele Vereine stehen vor ähnlichen Fragen: Wie lassen sich Kosten, Organisation und Tradition in Einklang bringen? Wie können Schützenfeste erhalten bleiben, wenn Mitgliederzahlen sinken und die Anforderungen steigen?
Dorsten-Hardt und Hervest-Dorsten gaben darauf 2026 eine praktische Antwort: nicht durch Aufgabe der Eigenständigkeit, sondern durch Zusammenarbeit. Das erste Doppel-Schützenfest am Kögelweg zeigte, dass Tradition nicht starr sein muss, um lebendig zu bleiben.
So war das Programm beim Schützenfest Dorsten-Hardt und Hervest-Dorsten 2026
Vorprogramm Hervest-Dorsten
Sonntag, 10. Mai 2026
13 Uhr: Treffen zur Vorparade auf der Vereinswiese an der Wasserstraße, anschließend Biervogelschießen
Vorprogramm Dorsten-Hardt
Sonntag, 10. Mai 2026
11 Uhr: Scheibenschießen der Kompanien auf dem Schießstand der Schießgruppe der Dorstener Altstadtschützen 15 Uhr: Gemeinsames Kaffeetrinken im Gemeindehaus der Friedenskirche und Ehrungen am Georgsplatz 17 Uhr: Vorparade auf dem Georgsplatz
Donnerstag, 14. Mai 2026
19 Uhr: Zeltabnahme
Freitag, 15. Mai 2026
Hervest-Dorsten
17 Uhr: Treffen am Ehrenmal zur Kranzniederlegung ca. 18 Uhr bis 18.15 Uhr: Busfahrt zum Festzelt des Schützenvereins Dorsten-Hardt
Dorsten-Hardt
14.30 Uhr: Ehrenmalfeier in Gahlen 17 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst im Festzelt 18 Uhr: Ehrenmalfeier am Wegekreuz an der Festwiese
Gemeinsames Programm 20 Uhr: Partyabend im Festzelt mit DJ Felix Mues, unterstützt von der Vereinten Volksbank
Samstag, 16. Mai 2026
Hervest-Dorsten
10 Uhr: Antreten zum gemeinsamen Frühstück auf der Vereinswiese an der Wasserstraße ab 14.30 Uhr: Treffen am Festzelt des Schützenvereins Dorsten-Hardt zur Parade anschließend gemeinsame Feierlichkeiten am Abend
Dorsten-Hardt
10.30 Uhr: Biervogelschießen der 1. Kompanie 14.30 Uhr: Empfang der Fahnenabordnungen am Festzelt und Empfang der Ehrengäste im Zelt auf dem Thron
Gemeinsames Programm
15.30 Uhr: Parade auf dem Georgsplatz mit Umzug über die Hardt 19 Uhr: Königsball im Festzelt mit Musik der 2Night Partyband
Sonntag, 17. Mai 2026
Hervest-Dorsten
6 Uhr: Wecken durch das Fanfarencorps Hervest-Dorsten 10 Uhr: Antreten zum Vogelschießen auf der Vereinswiese des Schützenvereins Dorsten-Hardt, geplant bis etwa 12 Uhr bis 12.30 Uhr
Dorsten-Hardt und gemeinsames Programm
7.30 Uhr: Wecken der Hardter Schützen 10 Uhr: Frühschoppen im Festzelt und Vogelschießen des BSV Hervest-Dorsten 11.30 Uhr: Sponsorenstammtisch 12.30 Uhr: Vogelschießen der Hardt ca. 15.30 Uhr bis 16 Uhr: Inthronisierung der beiden Königspaare durch Bürgermeister Tobias Stockhoff 16.30 Uhr: Antreten zur Parade auf dem Georgsplatz, anschließend Festumzug über die Hardt 17 Uhr: Treffen der Gastvereine am Sportplatz des SV Dorsten-Hardt, Empfang der Ehrengäste 17.30 Uhr: Abholung der Abordnungen 19 Uhr: Krönungsball im Festsaal mit Profisound Dorsten
Montag, 18. Mai 2026
19 Uhr: Dämmerschoppen im „12. Mann“
Festplatz: Festplatzwiese des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Dorsten-Hardt, Kögelweg 1, 46282 Dorsten
Regen, matschige Wege und laufende Motoren: Die Kommunal- & Profitage in Kirchhellen zeigten sich in diesem Jahr von ihrer rauen Seite – und genau das machte den besonderen Reiz der Veranstaltung aus. Zahlreiche Aussteller präsentierten moderne Maschinen und Geräte für Kommunen, Garten- und Landschaftsbau sowie Hausmeisterservices direkt im Praxiseinsatz.
Organisatorin Ulla Brinkert erklärte, dass ursprünglich nur eigene Lieferanten eingeladen worden seien. Schnell hätten sich jedoch weitere Firmen gemeldet, die ebenfalls ausstellen wollten. „Je größer das Ganze wird, desto mehr Leute zieht es natürlich an“, sagte Brinkert. Gerade weil vergleichbare Fachmessen oft weit entfernt stattfinden, sei das Interesse an einer regionalen Veranstaltung besonders groß.
Technik zum Anfassen
Auf dem Gelände wurden unter anderem Großmaschinen, Motorgeräte, Grabenfräsen und Spezialfahrzeuge präsentiert. Einige Maschinen konnten trotz des Wetters sogar direkt vorgeführt werden. Besonders die großen Fahrzeuge sorgten immer wieder für Aufmerksamkeit und wurden von vielen Besuchern fotografiert und gefilmt.
Zwischen schweren Reifen, laufenden Motoren und regennassen Wiesen entstand eine besondere Atmosphäre, die auch für Social Media einiges hergab. „Wenn alles nur rumsteht, ist es langweilig“, hieß es während der Vorführungen lachend. Genau diese Mischung aus Action, Technik und echtem Arbeitseinsatz machte die Kommunal- & Profitage am Ende zu einem echten Hingucker.
Das Video mit den eindrucksvollsten Maschinen, Schlamm-Action und den Highlights des Tages gibt’s direkt unter dem Bericht. 🚜🌧️
Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.
In der Innenstadt von Dorsten gibt es eine neue Adresse für Modebegeisterte. Svenja Schemmer und Greta Vennemann eröffnen ihren eigenen Store und bringen frischen Wind in die Altstadt. Das Konzept: Verschiedene Marken, darunter Teile aus Dänemark und den Niederlanden.
Vom gemeinsamen Traum zum eigenen Store
Svenja Schemmer und Greta Vennemann verbindet mehr als nur ihr Leidenschaft für Mode. Die beiden sind langjährige Freundinnen und teilen seit Jahren den Traum, einen eigenen Laden zu eröffnen.
Mit ihrer kaufmännischen Ausbildung bringen sie nicht nur Leidenschaft, sondern auch das nötige Know-how mit, um ihr Herzensprojekt umzusetzen.
Foto: Marie Falke
Eröffnung mit kleinen Highlights
Die große Neueröffnung findet am Samstag von 10 bis 16 Uhr statt. Besucher dürfen sich auf eine entspannte Atmosphäre und kleine Highlights freuen: Auch die Kaffee Bar „Baboum Coffee“ ist vor Ort und bietet Gelegenheit für eine kleine Shoppingpause.
Zentrale Lage in der Innenstadt
Direkt am Eingang zur Altstadt gelegen, ist der Concept Store sowohl für spontane Shoppingtrips als auch gezielte Besuche gut erreichbar. Fahrradständer befinden sich vor der Tür, zusätzlich stehen Parkplätze in der Nähe zur Verfügung.
Blick in die Zukunft
Für die Zukunft sind regelmäßige Events geplant. Einmal im Monat sollen kreative Workshops stattfinden. Demnächst wird Julies Jewellery zu Gast im Store sein.
Besucher können mit ihr gemeinsam ihre eigenen Armbänder gestalten. Ausgewählte Stücke von Julies Jewellery werden außerdem dauerhaft im Store erhältlich sein.
Kleine Räder, große Freude: Der Fahrradhändler Lucky Bike hat der Manuel Neuer Kids Foundation 30 KTM-Laufräder des Modells „Wild Buddy“ gespendet. Die Übergabe fand am 7. Mai 2026 in Dorsten statt. Nach Angaben des Unternehmens hat die Spende einen Wert von rund 9.000 Euro.
Mit den Laufrädern sollen Kinder erste Erfahrungen auf zwei Rädern sammeln können. Gerade für jüngere Kinder sind Laufräder oft der erste Schritt, um Gleichgewicht, Koordination und Sicherheit im Straßenverkehr spielerisch zu entwickeln. Für viele Kinder bedeutet ein eigenes Rad zudem ein Stück Selbstständigkeit und Bewegungsfreude im Alltag.
Spielerischer Zugang zu Bewegung
„Wir freuen uns riesig über die Zusammenarbeit mit KTM und bedanken uns herzlich für diese schöne Aktion. Es ist etwas ganz Besonderes, den Kindern eine Freude zu machen und ihnen mit dem ersten Laufrad den spielerischen Zugang zu gesunder Bewegung und zum Radfahren zu eröffnen“, sagt Christian Morgenroth, Geschäftsführer von Lucky Bike.
Die Spende in Dorsten ist Teil einer größeren Aktion: Insgesamt gibt Lucky Bike nach eigenen Angaben gemeinsam mit KTM 500 Laufräder an Kinder weiter. Die Räder sollen in mehreren Städten verteilt werden, in denen Lucky Bike mit Filialen vertreten ist. Zusätzlich gehen 100 Laufräder an das Deutsche Kinderhilfswerk.
Stiftung unterstützt Kinder und Jugendliche
Die Manuel Neuer Kids Foundation setzt sich für Kinder und Jugendliche ein, die Unterstützung in ihrem Alltag benötigen. Im Mittelpunkt stehen dabei Bildungsangebote, regelmäßige Mahlzeiten, Betreuung und erlebnispädagogische Aktivitäten. Mit den MANUS Kinder- und Jugendhäusern bietet die Stiftung jungen Menschen außerhalb der Schulzeit einen Ort, an dem sie begleitet und gefördert werden. Nach Angaben der Stiftung richtet sich das Angebot an Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder sozialem Status. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf benachteiligten jungen Menschen mit erhöhtem Förder- und Betreuungsbedarf.
Gegründet wurde die Stiftung 2010 von Fußballtorwart Manuel Neuer in seiner Heimatstadt Gelsenkirchen. Vier Jahre später eröffnete dort das erste offene Kinder- und Jugendhaus MANUS. Ein weiteres MANUS-Haus entstand später in Bottrop. Der Leitgedanke der Stiftung ist es, Kindern Mut zu machen, Perspektiven aufzuzeigen und sie in ihrer persönlichen Entwicklung zu stärken.
Die Freude in der Kita St. Antonius in Holsterhausen ist groß. Dank der Mitarbeitendeninitiative „Westenergie aktiv vor Ort“ konnte das Außengelände der Einrichtung verschönert und die Lehmhütte renoviert werden. Elf ehrenamtliche Helferinnen und Helfer packten gemeinsam an und investierten viel Zeit und Engagement in das Projekt.
Die Kita St. Antonius in Holsterhausen erhielt neben tatkräftiger Unterstützung auch einen finanziellen Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro für Materialkosten. Projektpatin Sophia Bolte, die selbst bei Westenergie tätig ist, hatte die Förderung bei ihrem Arbeitgeber erfolgreich beantragt.
Mitarbeitendeninitiative unterstützt Engagement vor Ort
Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Prozessmanagement entschied sich Sophia Bolte dazu, die Kita bei der Neugestaltung des Außengeländes zu unterstützen. Insgesamt elf ehrenamtliche Helferinnen und Helfer setzten die Maßnahmen in Eigenleistung um.
Dabei entstand eine Metall-Pergola mit Sitzbänken als neuer Aufenthaltsbereich mit Sonnenschutz. Außerdem wurde die Lehmhütte neu verputzt und ein Beet neu eingefasst. Zusätzlich reinigten und befüllten die Helferinnen und Helfer den Sandkasten und erneuerten mehrere Blumentöpfe.
Über die Mitarbeitendeninitiative „Westenergie aktiv vor Ort“ unterstützt das Unternehmen soziale Projekte in den Heimatkommunen und hilft Ehrenamtlichen dabei, ihre Ideen umzusetzen.
Freude über gemeinsames Engagement
„Es war schön zu sehen, was wir gemeinsam als Team an einem Tag bewegen konnten. Mit viel Einsatz und Freude haben wir die Kita unterstützt, damit die Kinder einen attraktiven und geschützten Außenbereich zum Spielen und Verweilen haben“, sagte Sophia Bolte.
Auch die Verantwortlichen der Kita freuten sich über die Unterstützung und die sichtbaren Verbesserungen auf dem Außengelände.
Ein maskierter Mann hat am Mittwochabend einen Supermarkt auf der Glück-Auf-Straße überfallen. Eine Kundin griff beherzt ein und sprühte dem Täter Pfefferspray ins Gesicht. Der Mann flüchtete anschließend ohne größere Beute.
Täter bedroht Kassiererin mit Messer
Nach Angaben der Polizei betrat der maskierte Mann gegen 20.55 Uhr den Supermarkt. An der Kasse bedrohte er eine Mitarbeiterin mit einem Messer, bei dem es sich vermutlich um ein Küchenmesser handelte. Der Täter forderte die Kassiererin auf, die Kassenschublade zu öffnen.
Während die Kasse geöffnet wurde, griff eine mutige Kundin ein. Sie sprühte dem Räuber Pfefferspray ins Gesicht. Der Mann brach daraufhin sein Vorhaben ab und flüchtete zu Fuß.
Nach Pfefferspray-Abwehr: Flucht in Richtung Friedhof
Nach ersten Erkenntnissen lief der Täter über die Straße Vogelsang in Richtung Friedhof davon. Die Polizei leitete sofort eine Fahndung ein, konnte den Mann bislang aber nicht stellen. Der Beuteschaden soll sich nach ersten Informationen in Grenzen halten.
Von dem Täter existieren nach Angaben der Polizei auch Videoaufnahmen. Die Ermittlungen dauern an.
Polizei sucht Zeugen
Der gesuchte Mann wird als etwa 1,80 bis 1,90 Meter groß und schlank beschrieben. Er war schwarz gekleidet, unter anderem mit einem Hoodie. Zudem trug er eine Sturmhaube. Als Tatwaffe nutzte er vermutlich ein Küchenmesser.
Die Polizei bittet Zeugen, die am Mittwochabend verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise auf den Täter geben können, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0800/2361 111 entgegen.