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Erfolgreiches Turnierwochenende beim ZRFV Dorsten

Drei Tage voller Reitsport, Gemeinschaft und bester Stimmung: Das Dressur- und Springturnier des Zucht-, Reit- und Fahrvereins Dorsten e.V. vom 8. bis 10. Mai 2026 war ein voller Erfolg. Zahlreiche Reiterinnen und Reiter, Besucher, Familien und Unterstützer strömten an allen drei Tagen auf die Anlage am Ovelgünne und sorgten für eine rundum gelungene Veranstaltung.

Führzügel Wettbewerb auf dem Reitturnier in Dorsten
Führzügel Wettbewerb. Foto: Emily Flade

Bereits am Freitag startete das Wochenende mit den ersten Dressur- und Springprüfungen. Besonders die Jungpferdeprüfungen stießen auf großes Interesse und boten einen spannenden Auftakt in ein sportlich abwechslungsreiches Wochenende. Auch an den folgenden Tagen war das Gelände durchgehend hervorragend besucht. Die Tribünen, Wege und Zuschauerbereiche waren über das gesamte Wochenende hinweg bestens gefüllt, wodurch eine tolle Turnieratmosphäre entstand.

Sport, Gemeinschaft und volles Gelände

Neben den sportlichen Leistungen stand dabei vor allem das Gemeinschaftsgefühl im Mittelpunkt. Viele Helferinnen und Helfer sorgten mit großem Engagement dafür, dass Organisation, Abläufe und Versorgung reibungslos funktionierten. Der starke Zusammenhalt innerhalb des Vereins war an jeder Ecke spürbar und wurde auch von vielen Gästen besonders gelobt.

Mannschaftsspringen auf dem Turnier in Dorsten
Mannschaftsspringen KL. A*. Foto: Emily Flade

Sportlich bot das Wochenende zahlreiche spannende Prüfungen in Dressur und Springen – vom Nachwuchsbereich bis hin zu anspruchsvollen Springprüfungen. Viele Reiterinnen und Reiter konnten sich über starke Leistungen und Platzierungen freuen. Das vielfältige Prüfungsprogramm zeigte eindrucksvoll die große Bandbreite des Reitsports und machte das Turnier zu einem besonderen Erlebnis für Teilnehmer und Zuschauer gleichermaßen.

Auch kulinarisch hatte das Turnier einiges zu bieten. Für eine süße Abkühlung sorgte der Eiswagen der Schermbecker Eisdiele „Cremagelato“, der besonders bei den warmen Temperaturen ein beliebter Treffpunkt war. Ebenfalls großen Andrang gab es am Pizzawagen der „Pizzaiolos“, die die Besucher mit frischer neapolitanischer Pizza versorgten. Zusätzlich bot ein Süßigkeitenwagen allerlei Snacks und Leckereien für zwischendurch an und rundete das gastronomische Angebot perfekt ab.

Pizzaiolos auf dem Reitturnier in Dorsten
Pizzaiolos. Foto: Emily Flade

Stimmungsvoller Samstagabend begeistert Besucher

Für Unterhaltung abseits des Turniergeschehens sorgten mehrere Showacts, die über das Wochenende verteilt präsentiert wurden. Ein besonderes Highlight war der Samstagabend: Neben dem erstmals veranstalteten Reit-Biathlon sorgten auch Live-Sänger auf dem Turniergelände für ausgelassene Stimmung bis in den späten Abend hinein.

Reit-Biathlon auf dem Turnier in Dorsten
Foto: Klaudia Ulbrich

„Die Stimmung war einfach unglaublich. Die Leute wollten das Gelände am Samstagabend gar nicht mehr verlassen, weil die Atmosphäre so schön war“, fasste Klaudia Ulbrich das Wochenende begeistert zusammen.

Besonders dieser Abend zeigte, dass das Turnier längst mehr ist als nur eine reine Sportveranstaltung. Familien, Reitsportfans und Besucher ohne Reiterfahrung kamen zusammen und genossen die besondere Atmosphäre auf der Anlage.

ZRFV Mitglieder auf dem Turnier in Dorsten
ZRFV Dorsten Team. Foto: Emily Flade

Am Sonntagnachmittag endete das Turnierwochenende schließlich mit den letzten Prüfungen und feierlichen Siegerehrungen. Für einen besonderen Abschluss sorgten dabei die großen Ehrenrunden der jeweils ersten drei Gewinner jeder Prüfung des Tages. Unter dem Applaus der zahlreichen Zuschauer ritten die Sieger ein letztes Mal über den Platz und sorgten damit für einen stimmungsvollen und würdigen Abschluss eines rundum gelungenen Turnierwochenendes.

Der Zucht-, Reit- und Fahrverein Dorsten blickt damit auf eine erfolgreiche Veranstaltung zurück und bedankt sich herzlich bei allen Helfern, Sponsoren, Unterstützern, Teilnehmern und Besuchern, die dieses besondere Wochenende möglich gemacht haben.


Foto-Fahndung in Dorsten: Polizei sucht mutmaßlichen Einbrecher

Nach einer Serie von Wohnungseinbrüchen in Dorsten bittet die Polizei Recklinghausen die Bevölkerung um Mithilfe. Gesucht wird ein bislang unbekannter Mann, der möglicherweise zu einer Tätergruppe gehört, die für mehrere Einbrüche im Kreis Recklinghausen verantwortlich sein soll.

Die Taten ereigneten sich nach Angaben der Polizei im Zeitraum von Mittwoch, 11. Februar 2026, 15 Uhr, bis Freitag, 13. Februar 2026, 21.30 Uhr. Als Tatort nennt die Polizei den Bereich Dorsten mit der Postleitzahl 46286.

Aufnahmen eines Tatverdächtigen gesichert

Im Zuge der Ermittlungen konnten Bilder eines bislang unbekannten Tatverdächtigen gesichert werden. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann möglicherweise einer Bande zuzuordnen ist, die im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Recklinghausen für mehrere Wohnungseinbrüche verantwortlich sein könnte.

Nach Angaben der Polizei hat der gesuchte Tatverdächtige dunkle Haare und eine kräftige Statur. Weitere Details zur Beschreibung liegen bislang nicht vor.

Hinweise an die Polizei

Die Polizei fragt: Wer kennt den Mann auf den Fahndungsfotos? Wer kann Angaben zu seiner Identität oder zu seinem Aufenthaltsort machen?

Hinweise nimmt die Polizei unter der kostenlosen Telefonnummer 0800/2361 111 entgegen.

Für den gesuchten Mann gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

Drewer Brücke in Marl wird wieder freigegeben

Die Drewer Brücke in Marl kann ab Freitagabend (15. Mai) wieder vollständig genutzt werden. Das Baugerüst ist inzwischen abgebaut, auch die Betonleitwände wurden entfernt. Damit endet vorerst eine längere Phase mit Einschränkungen auf der wichtigen Verbindung zwischen Marl und Dorsten.

Auch für viele Verkehrsteilnehmer aus Dorsten ist die Freigabe relevant. Wer aus Wulfen-Barkenberg über den Marler Damm in Richtung Marl fährt, passiert die Drewer Brücke regelmäßig.

Reinigungsarbeiten zum Abschluss

Nach Angaben des Kreises Recklinghausen ist der Großteil der Materialien bereits aus dem Baubereich entfernt worden. Zum Abschluss stehen noch intensive Reinigungsarbeiten sowie Grünschnitt im direkten Umfeld der Brücke an.

Danach soll die Straße wieder in vollem Umfang für den Verkehr zur Verfügung stehen. Für Pendler und Autofahrer bedeutet das zunächst eine spürbare Entlastung.

Sanierung muss neu ausgeschrieben werden

Dauerhaft abgeschlossen ist das Thema damit allerdings nicht. Die notwendigen Sanierungsarbeiten an der Drewer Brücke wurden bislang nur teilweise umgesetzt. Der Kreis muss die Arbeiten deshalb erneut ausschreiben und vergeben.

Nach aktuellem Stand soll dies voraussichtlich im Herbst dieses Jahres geschehen. Dann müssen sich Verkehrsteilnehmer erneut auf Einschränkungen einstellen.

Verzögerungen und Neustart

Die Sanierung der Drewer Brücke hatte sich in den vergangenen Monaten mehrfach verzögert. Unter anderem waren Schiffe gegen das Baugerüst gefahren. Zuletzt hatte der Kreis dem beauftragten Unternehmen gekündigt, nachdem die Baustelle unter anderem wegen eines Insolvenzverfahrens stillstand.

Mit dem Rückbau der Baustelle und der Freigabe der Straße zieht der Kreis nun zunächst einen Schlussstrich unter die bisherigen Arbeiten. Die eigentliche Sanierung soll später mit einem neuen Verfahren fortgesetzt werden.

FSJ in Dorsten: Weniger Abiturienten, mehr Konkurrenz um junge Freiwillige

2026 gibt es in NRW deutlich weniger Abiturienten. Landesweit werden nur 30.000 statt 70.000 Absolventen die Hochschulreife erwerben. Das verschärft die Suche nach jungen Menschen für ein Freiwilliges Soziales Jahr. Auch in Dorsten spüren Träger wie die AWO den Druck, zumal Ausbildungsbetriebe, Hochschulen und auch die Bundeswehr um dieselbe Zielgruppe werben.

Wie wichtig Freiwillige im Alltag sind, zeigt sich an der Maria-Montessori-Grundschule in Dorsten-Wulfen. Dort begleitet die 20-jährige Nina-Sofie Hässl im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres einen neunjährigen Jungen durch den Schulalltag. Er braucht Unterstützung, um dem Unterricht möglichst selbstständig folgen zu können. „Ich mache das FSJ jetzt seit einem Dreivierteljahr und würde mich immer wieder dafür entscheiden, da es mir so viel Spaß macht“, sagt Nina-Sofie Hässl. Ihre Aufgabe beschreibt sie so: „Ich helfe Kindern, im Alltag mitzuhalten.“

FSJ Freiwilliges Soziales Jahr Dorsten
Foto: Borgwardt

In diesem Jahr steht das FSJ allerdings vor einer besonderen Herausforderung. Durch die Rückkehr von G8 zu G9 gibt es in Nordrhein-Westfalen 2026 rund 40.000 Abiturienten weniger als sonst. Die Gymnasien entlassen keinen regulären Abiturjahrgang. Damit fehlt ausgerechnet eine Gruppe, aus der sich sonst viele Freiwillige für soziale Dienste entscheiden. Das Thema ist gerade jetzt aktuell, weil viele junge Menschen normalerweise in diesen Wochen ihre Prüfungen abschließen, sich auf den Schulabschluss vorbereiten und über den nächsten Schritt nachdenken.

Ein Jahr zur Orientierung nach der Schule

Für Nina-Sofie Hässl kam das FSJ nach der Schule genau zum richtigen Zeitpunkt. Sie brauchte zunächst eine Lernpause und wollte herausfinden, wohin ihr weiterer Weg führen kann. Das Freiwillige Soziale Jahr sprach sie an, weil sie direkt mit Menschen arbeitet und Verantwortung übernimmt.

FSJ Freiwilliges Soziales Jahr Dorsten
Nina-Sofie Hässl begleitet den Schüler durch den Schulalltag. Foto: Borgwardt

An der Maria-Montessori-Grundschule unterstützt sie ein Kind so, dass es zunehmend selbstständiger wird. Es geht nicht darum, alles abzunehmen. Vielmehr hilft sie dort, wo Hilfe notwendig ist. Das Ziel bleibt, dass der Junge möglichst eigenständig dem Unterricht folgen kann.

Damit zeigt ihr Beispiel, was ein FSJ im Schulalltag leisten kann. Freiwillige sind keine Lehrkräfte. Sie ersetzen auch keine pädagogischen Fachkräfte. Aber sie geben Kindern im Alltag Halt, unterstützen bei kleinen und großen Herausforderungen und ermöglichen Teilhabe.

FSJ-Stellen in Dorsten bei der AWO

Ninas FSJ läuft über die AWO in Dorsten. Koordinatorin Andrea Arlt erklärt, dass die AWO einer der Träger ist, die ein Freiwilliges Soziales Jahr anbieten. In einem normalen Jahr beschäftigt die AWO nach ihren Angaben etwa 15 bis 25 FSJlerinnen und FSJler als Integrationskräfte im Unterricht.

2026 sei jedoch ein besonderes Jahr. Wegen des Wegfalls des Abiturs nach acht Jahren gebe es kaum Abschlussklassen. Das stelle die Träger vor Schwierigkeiten, ihr Angebot in der gewohnten Form aufrechtzuerhalten.

FSJ Freiwilliges Soziales Jahr Dorsten
Andrea Arlt von der AWO in Dorsten. Foto: Borgwardt

Gleichzeitig betont Andrea Arlt den Wert des FSJ. Es sei eine gute Möglichkeit, sich nach der Schule zu orientieren, praktische Erfahrungen zu sammeln und soziale Berufsfelder kennenzulernen. Gerade für junge Menschen, die noch nicht genau wissen, ob Ausbildung, Studium oder ein sozialer Beruf der richtige Weg ist, kann ein solches Jahr wichtige Antworten geben.

Ohne Integrationskräfte wäre gemeinsamer Unterricht schwieriger

Wie wichtig diese Unterstützung im Schulalltag ist, macht Schulleiterin Sandra Grimm-Jandewerth von der Maria-Montessori-Grundschule in Dorsten-Wulfen deutlich. An der Schule gibt es vier Klassen, in denen Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf gemeinsam lernen.

Die Schule würde sich sehr freuen, wenn die Arbeit mit den Schulbegleiterinnen und Schulbegleitern fortgesetzt werden könnte. Ohne die Unterstützung der Integrationshelferinnen und Integrationshelfer könnten einige Kinder nicht gemeinsam mit Kindern ohne Förderbedarf unterrichtet werden. Für manche Kinder bliebe dann womöglich nur der Weg auf eine Förderschule.

Auch Lernbegleiterin Susanne Wolter unterstreicht die Bedeutung der Freiwilligen: „Wir sind auf die Arbeit der FSJler angewiesen. Diese unterstützen die Kinder im ganzen Schulalltag.“

FSJ Freiwilliges Soziales Jahr Dorsten
Schulleiterin Sandra Grimm-Jandewerth und Lernbegleiterin Susanne Wolter. Foto: Borgwardt

Soziale Dienste konkurrieren stärker um junge Menschen

Der kleinere Abiturjahrgang trifft nicht nur Schulen und soziale Träger. Auch Ausbildungsbetriebe, Hochschulen und andere Einrichtungen werben um junge Menschen. Hinzu kommt die aktuelle Debatte um den neuen Wehrdienst. Seit Anfang 2026 richtet sich die Bundeswehr mit einem neuen Modell stärker an junge Menschen. Männer eines bestimmten Jahrgangs müssen einen Fragebogen beantworten, Frauen können dies freiwillig tun. Der Dienst bleibt nach Angaben der Bundeswehr freiwillig, die Ansprache junger Menschen wird aber verbindlicher organisiert.

Für das FSJ bedeutet das: Die Freiwilligendienste müssen deutlicher zeigen, was sie bieten. Sie konkurrieren um Aufmerksamkeit, Zeit und Zukunftspläne junger Menschen. Gleichzeitig bietet gerade ein FSJ etwas, das weder Schule noch reines Berufsmarketing ersetzen können: unmittelbare Erfahrung im Umgang mit Menschen.

FSJ: Rahmenbedingungen und Möglichkeiten

Ein Freiwilliges Soziales Jahr kann in ganz verschiedenen Bereichen erfolgen. Bei der AWO ist es zum Beispiel an Schulen oder in anderen sozialen Einrichtungen möglich. Die Freiwilligen unterstützen Menschen im Alltag und in der Freizeit. Die Wochenarbeitszeit liegt bei 39 Stunden. Dazu kommen rund 500 Euro Taschengeld im Monat, 30 Urlaubstage, Seminartage, gesetzliche Sozialversicherung sowie Austausch mit anderen FSJlern.

Foto: Borgwardt

Für viele junge Menschen kann das Jahr auch bei der Berufsorientierung helfen. Wer später in einem sozialen Beruf arbeiten oder ein entsprechendes Studium aufnehmen möchte, sammelt bereits praktische Erfahrungen. Ein Start ist grundsätzlich jederzeit nach der Schule möglich.

In Dorsten zeigt das Beispiel von Nina-Sofie Hässl, wie konkret diese Arbeit wird. Ihr FSJ ist kein abstraktes Orientierungsjahr, sondern tägliche Unterstützung für ein Kind, das dadurch besser am Unterricht teilnehmen kann. Gerade in einem Jahr mit weniger Schulabgängern macht das deutlich, warum die Freiwilligendienste um jede Bewerberin und jeden Bewerber werben müssen.

Gelungener Familientrödelmarkt im Bürgerpark Maria Lindenhof

Buntes Markttreiben, lachende Kinder und das leise Klappern von Geschirr und Trödel: Der Bürgerpark Maria Lindenhof zeigte sich am Samstag, 9. Mai 2026, von seiner lebendigsten Seite. Beim Familientrödelmarkt nutzten zahlreiche Besucher das schöne Wetter, um entspannt durch die Reihen zu schlendern, kleine Schätze zu entdecken und die besondere Atmosphäre im Grünen zu genießen.

Früher Start zwischen Kisten und Kaffee

Schon am frühen Morgen begann der Tag für viele Verkäufer mit regem Treiben. Autos wurden entladen, Kisten geschleppt, Tische aufgebaut. Mitten in dieser geschäftigen Atmosphäre sorgte eine mobile Kaffeebar für den ersten kleinen Genussmoment – ein Angebot, das dankbar angenommen wurde und für einen entspannten Start in den Tag sorgte.

Familientrödelmarkt Bürgerpark
Foto: Sabrina Czupiol

Stöbern, staunen, Schnäppchen machen

Mit den ersten Besuchern füllte sich der Bürgerpark zunehmend, und zwischen den rund 120 Ständen entstand schnell eine lebendige Eigendynamik. Es wurde gestöbert, gehandelt und gelacht. Spielsachen wechselten die Besitzer, Kleidung fand neue Liebhaber, und so mancher vermeintliche „Kellerschatz“ entpuppte sich als genau der Fund, nach dem jemand schon lange gesucht hatte.

Familientrödelmarkt Bürgerpark
Foto: Sabrina Czupiol

Stärkung kommt aus den Dorstener Vereinen

Auch kulinarisch war der Markt bestens aufgestellt. Eigens für den Familientrödelmarkt wurde ein vielfältiges Catering-Angebot organisiert, das von engagierten Vereinen aus Dorsten getragen wurde. Mit dabei waren der Förderverein der Bonifatiusschule, der Förderverein der Augustaschule, der TUS Gahlen, BW Wulfen, die Alltagshilfe Dorsten sowie der Judoverein Hohe Mark 81 e.V. Wulfen. Mit großem Einsatz versorgten sie die Gäste und schufen zugleich Orte für kurze Pausen und Begegnungen – ein weiterer Baustein für die rundum entspannte Atmosphäre.

Familientrödelmarkt Bürgerpark
Das Team des Judovereins. Foto: Sabrina Czupiol

Reibungsloser Ablauf beim Familientrödelmarkt

Hinter den Kulissen griff ein Rädchen ins andere. Das Organisationsteam rund um Babett Montemurri hatte im Vorfeld viel Zeit in Planung und Abstimmung investiert. Die Koordination der zahlreichen Verkäufer, der Auf- und Abbau sowie die Einteilung der Ordner erforderten Übersicht und Engagement. Umso größer war die Erleichterung, als sich zeigte, dass alles reibungslos funktionierte.

Familientrödelmarkt Bürgerpark
Foto: Sabrina Czupiol

Starkes Ehrenamt

Diese positive Stimmung war auch bei den Besuchern spürbar. Viele nutzten die Gelegenheit für ein persönliches Dankeschön, lobten die Organisation und die besondere, familiäre Atmosphäre. Kerstin Flack brachte es auf den Punkt: „Ein toller Tag, der dank des starken Ehrenamtes in Dorsten wieder gezeigt hat, was es bedeutet, auf familiärer Ebene in der Öffentlichkeit zusammen zu sein. Hier ging es nicht um Profit, sondern um eine gute Zeit – mitten im Trubel von Kinderlachen und Verhandlungsspielraum. Dorsten ist einfach toll.“

Arbeitnehmerempfang in Dorsten: Fairness in schwierigen Zeiten angemahnt

Beim traditionellen Arbeitnehmerempfang im Bürgerbahnhof ging es um faire Arbeit, wirtschaftlichen Druck und die Verantwortung von Unternehmen. Gewerkschaften, Stadt und Gäste diskutierten über schwierige Rahmenbedingungen, aber auch über positive Beispiele aus der Praxis.

Unter dem Motto „Arbeit verdient FAIRAntwortung“ haben die Gewerkschaften in Kooperation mit der Stadt Dorsten vor einigen Tagen zum traditionellen Arbeitnehmerempfang in den Bürgerbahnhof eingeladen. Bürgermeister Tobias Stockhoff moderierte die Podiumsdiskussion. Vertreterinnen und Vertreter von Gewerkschaften, Arbeitgeberseite, Verwaltung und Kirche sprachen über die Lage der Beschäftigten und über die Verantwortung von Unternehmen.

Dabei wurde deutlich: Faire Arbeitsbedingungen sind auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten möglich. Sie brauchen aber Haltung, Verlässlichkeit und den Willen, Beschäftigte nicht nur als Kostenfaktor zu betrachten.

DGB warnt vor Druck auf Beschäftigte

Mark Rosendahl, Geschäftsführer der DGB-Region Emscher-Lippe, zeichnete zu Beginn ein kritisches Bild der aktuellen Lage. Rezession, schwierige Standortbedingungen, Zölle und ein aggressiv auftretendes China auf dem Weltmarkt belasteten viele Betriebe und Beschäftigte.

Rosendahl warnte davor, die Verantwortung für die Krise einseitig den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zuzuschieben. Einige Unternehmen nutzten die Lage zum Abbau von Arbeitsplätzen und tricksten zugleich bei den Steuern, sagte er. Zugleich unterstellten manche den Beschäftigten, sie seien zu faul. Das sei „asozial“ und lenke von falschen Entscheidungen sowie von der Verantwortung der Unternehmen ab.

Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ setzt sich der DGB für gerechte Steuern auf Kapitalerträge, Erbschaften und Vermögen ein. Reichtum, den Menschen gemeinsam erwirtschaften, müsse auch der Gesellschaft zugutekommen. „Unsere Renten werden nicht von Aktionären erwirtschaftet, sondern von den Beschäftigten“, machte Rosendahl deutlich.

Unternehmer setzt auf Ausbildung und Betriebsklima

Dass faire Arbeitsbedingungen und wirtschaftlicher Erfolg zusammenpassen können, schilderte Fahrradhändler Klaus Schmitz. Der Unternehmer, seit Kurzem auch Vorsitzender des Vereins „Sag JA! zu Dorsten“, beschäftigt an seinen Standorten in Dorsten und Oberhausen 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Im Gespräch mit Bürgermeister Stockhoff berichtete Schmitz, dass das Berufsbild im Fahrradhandel deutlich anspruchsvoller geworden sei. Gute Mechaniker zu finden, falle heute sehr schwer. Deshalb setzt er in seinem Unternehmen auf ein gutes Betriebsklima, Weiterbildung, Schulungen und vor allem auf Ausbildung. „Wir brauchen Nachwuchs, sonst können wir nicht erfolgreich sein“, sagte Schmitz.

Fachkräftemangel trifft auch die Stadtverwaltung

André Sänger, Personalratsvorsitzender der Stadt Dorsten, gab Einblicke in die Arbeitsbedingungen der Verwaltung. Besonders in den unteren Lohngruppen spüre die Stadt den Mangel an Fachkräften. Gerade für diese Beschäftigten wünsche er sich Verbesserungen, damit die Stadt als Arbeitgeber attraktiv bleibe und Mitarbeitende langfristig binde.

Sänger machte deutlich, dass viele Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge Menschen brauchen. „Der Müll wird nicht von einer Künstlichen Intelligenz abgeholt, sondern von unseren Kolleginnen und Kollegen“, sagte er.

Reinigungsbranche kämpft um Wertschätzung

Angelika Sczesny, Vorsitzende der DGB-Ortsgruppe Dorsten und Mitglied des Kreisvorstandes, berichtete aus der Reinigungsbranche. Viele Menschen nähmen diese Arbeit kaum wahr, obwohl die Beschäftigten harte körperliche Arbeit leisten. Lohnerhöhungen kämen bei ihnen nicht immer wirklich an, wenn Unternehmen zugleich die Akkordvorgaben erhöhten.

Sczesny engagiert sich seit 26 Jahren gewerkschaftlich. Sie riet Beschäftigten, sich zusammenzuschließen: „Solidarisiert Euch in Gewerkschaften. In dieser Gemeinschaft kann man viel erreichen.“

Arbeit braucht Verantwortung und Haltung

Das Schlusswort sprach Jörg Belecke, Mitglied im Presbyterium der evangelischen Martin-Luther-Kirche. Arbeit müsse man nicht nur organisieren. Sie sei auch ein Ort, an dem Menschen Haltung zeigen. Der Wandel in der Arbeitswelt sorge zwar für Unsicherheit, eröffne aber auch neue Spielräume.

Verantwortung sei deshalb der Kern guter Arbeit. Zum Abschied zitierte Belecke Jesus: „Wem viel gegeben ist, von dem wird man viel verlangen.“ Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: „Das ist keine Drohung, sondern ein Zutrauen.“

Bürgermeister Tobias Stockhoff dankte den Vertreterinnen und Vertretern von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite für den konstruktiven Austausch. Auch den Gästen sprach er seinen Dank für ihr Interesse am Arbeitnehmerempfang aus.

KSD arbeitet Freifläche Lippetal auf: Parken ab 19. Mai nicht möglich

Der Kommunale Servicebetrieb Dorsten (KSD) wird ab Dienstag, 19. Mai 2026, die Freifläche Lippetal aufarbeiten. Während der Maßnahme steht der Platz für mehrere Tage nicht als Parkfläche zur Verfügung.

Geplant sind verschiedene Arbeiten zur Pflege und Instandsetzung der Fläche. Unter anderem wird das Profil begradigt, Schlaglöcher werden beseitigt und die Regeneinläufe durchgespült. Auch die Grünanlagen erhalten einen leichten Formschnitt. Dabei achtet der KSD nach Angaben der Stadt darauf, dass die Arbeiten mit den Vorgaben des Natur- und Tierschutzes vereinbar bleiben.

Vorbereitung auf größere Veranstaltungen

Die Pflege der Freifläche sei in unregelmäßigen Abständen erforderlich. Bei der Terminwahl habe der KSD jedoch auch die kommenden Veranstaltungen im Blick. Am 16. Juni 2026 ist auf der Fläche ein großes Konzert mit der Big Band der Bundeswehr geplant. Am 28. Juni 2026 feiert der Löschzug Altstadt dort mit einem großen Feuerwehr-Familientag sein 150-jähriges Bestehen.

Die Altstadt-Wehr gilt als ältester Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr im gesamten Vest Recklinghausen. Damit die Fläche für diese Termine wieder in einem guten Zustand ist, sollen die Arbeiten rechtzeitig abgeschlossen werden.

Parkverbot gilt ab 19. Mai

Während der Maßnahme kann das Lippetal nicht als Parkplatz genutzt werden. Entsprechende Schilder werden bereits am Montag, 11. Mai 2026, aufgestellt. Das Parkverbot gilt dann ab Dienstag, 19. Mai 2026. Zusatzschilder informieren zusätzlich über die bevorstehenden Arbeiten.

Der KSD bittet darum, die Parkverbote zu beachten und in dieser Zeit auf andere Parkmöglichkeiten in der Innenstadt auszuweichen. Zugleich danken die Mitarbeiter für das Verständnis für die unvermeidbaren Einschränkungen.

Arbeiten für fünf Tage geplant

Die Arbeiten sind nach Angaben der Stadt auf fünf Arbeitstage kalkuliert. Sollte das Wetter die Maßnahme verzögern, kann sich der Abschluss jedoch in die darauffolgende Woche verschieben.

Spezialfahrzeuge erfassen Zustand der Wirtschaftswege in Dorsten

Stadt Dorsten lässt sein Wegenetz in Außenbereichen kartieren. Die Daten sollen ab 2028 Grundlage für Unterhalt, Priorisierung von Sanierungen und mögliche Fördermittel sein.

In den kommenden Wochen sind in Dorsten besondere Fahrzeuge auf Wirtschaftswegen unterwegs. Die Stadt Dorsten lässt derzeit ein kommunales Wirtschaftswegekonzept erstellen. Dafür werden die Wege in den Außenbereichen erfasst, kartiert und bewertet.

Wirtschaftswege sind in einer Flächenstadt wie Dorsten ein wichtiger Teil des Verkehrsnetzes. Sie erschließen vor allem landwirtschaftliche Flächen, Höfe und Außenbereiche. Viele dieser Wege stehen unter regelmäßiger Nutzung, unterscheiden sich aber stark in Zustand, Ausbau und Bedeutung. Mit dem neuen Konzept will die Stadt eine bessere Grundlage für die künftige Unterhaltung schaffen.

Allradfahrzeuge mit Kameratechnik im Einsatz

Für die Durchführung verantwortlich ist die Ge-Komm GmbH, Gesellschaft für kommunale Infrastruktur, aus dem Osnabrücker Land. Das Unternehmen beginnt in den nächsten Tagen damit, die Dorstener Wirtschaftswege mit Spezialfahrzeugen zu befahren. Dabei werden der Zustand der Wege erfasst, die Strecken kartiert und einzelnen Kategorien zugeordnet.

Zum Einsatz kommen geländetaugliche Allradfahrzeuge. Sie sind notwendig, damit auch schwerer erreichbare Wegeabschnitte lückenlos befahren werden können. Die Fahrzeuge sind mit spezieller Kameratechnik sowie angepasster EDV-Hard- und Software ausgestattet. Diese können die relevanten Informationen direkt vor Ort dokumentieren.

Besatzungen können sich ausweisen

Die Stadt weist darauf hin, dass die Besatzungen der Fahrzeuge über die notwendige Berechtigung verfügen. Sie können sich entsprechend ausweisen. Für Bürger kann dies wichtig sein, da die Fahrzeuge in den kommenden Wochen auch auf Wirtschaftswegen und in Außenbereichen unterwegs sind, auf denen sonst nur wenig Verkehr herrscht.

Das Wirtschaftswegekonzept wird mit Fördermitteln finanziert und muss deshalb bis Ende Oktober 2026 abgeschlossen sein. Die nun beginnende Datenerfassung ist ein zentraler Schritt dafür.

Grundlage für Unterhalt und Fördermittel

Die gesammelten Daten sollen nach Angaben der Stadt ab spätestens 2028 als Grundlage dienen, um Dorstens Wirtschaftswege systematisch zu unterhalten. Künftig sollen Instandsetzungen besser priorisiert werden können. Außerdem sollen die Informationen dabei helfen, Fördermittel für den Ausbau von Wegen zu beantragen.

Damit bekommt Dorsten erstmals eine umfassende Datengrundlage für ein Wegenetz, das im Alltag vieler Landwirte, Anwohner und Betriebe eine wichtige Rolle spielt.

Blitzer in Dorsten: Hier wird vom 11. bis 17. Mai geblitzt

Auch in dieser Woche führt die Stadt Dorsten wieder mobile Geschwindigkeitskontrollen im Stadtgebiet durch. Mit den regelmäßigen Blitzer-Kontrollen will die Stadtverwaltung für mehr Verkehrssicherheit sorgen und Raser ausbremsen.

Die Stadt Dorsten veröffentlicht die geplanten Messstellen vorab, um für Transparenz zu sorgen. Autofahrer sollten daher besonders aufmerksam unterwegs sein.

Mobile Blitzer in Dorsten: Diese Straßen sind geplant

Die Laserwagen der Stadt Dorsten werden in der Woche vom 11. bis 17. Mai 2026 unter anderem an folgenden Straßen eingesetzt:

  • Weseler Straße
  • Orthöver Weg
  • Marler Straße

Darüber hinaus muss jederzeit im gesamten Stadtgebiet von Dorsten mit weiteren Geschwindigkeitsmessungen gerechnet werden.

Schützenfest Deuten 2026: Große Feier um neues Königspaar

Nach über vier Stunden spannendem Vogelschießen schoss sich ein Mann zum Schützenkönig. Oliver „Olli“ Fasselt holte den Vogel von der Stange. Zusammen mit seiner Königin Silke Brüggerbusch bilden die beiden das neue Königspaar. Der neue Adel wurde mit einer großen Parade feierlich eingeweiht.

Der Schützenverein sammelte Oliver und Silke an ihrem Haus ein und marschierten gemeinsam zur Herz Jesu Kirche. Dort erwartete der Thron des Schützenverein Deuten das Königspaar sowie die Ehrendamen und Minister. Hunderte Schützen, Kapellenmusiker und Deutener Bürger erwiesen während der Parade ihren Respekt vor dem neuen Thron. Nach der Parade ging es ins Festzelt zum traditionellen Krönungsball.

Schützenfest 2026 in Dorsten: So geht es weiter

Und das war es auch schon mit dem ersten Schützenfest Wochenende. Als nächstes feiert die Hardt zusammen mit Hervest Dorsten das Schützenfest. Zum ersten Mal in der Geschichte des Dorstener Schützenfestes feiern zwei Stadtteile zusammen auf einem Gelände. Hier findet ihr das Schützenfest Programm von allen Dorstener Stadtteilen.


Mehr zum Schützenfest Deuten 2026

Alle Berichte, Fotos und Ergebnisse stehen im Rückblick auf das Schützenfest Deuten 2026. Den Überblick über die gesamte Saison gibt es unter Schützenfeste Dorsten 2026.

Schützenfest Deuten 2026: Oliver Fasselt ist Schützenkönig

Oliver „Olli“ Fasselt ist neuer Schützenkönig von Deuten. Nach einer langen Schießpause und einem spannenden Finale holte er am Sonntagnachmittag den Vogel von der Stange. An seiner Seite regiert Königin Silke Brüggerbusch.

Deuten. Um 15.17 Uhr war der Jubel an der Vogelstange groß: Oliver „Olli“ Fasselt holte beim Schützenfest Deuten 2026 den Vogel von der Stange und ist neuer Schützenkönig des Bürgerschützenvereins Deuten. Nach einem zunächst zögerlichen Ringen um Bewerber entwickelte sich am Ende doch noch ein spannendes Finale mit drei Königsanwärtern.

Lobende Worte von Bürgermeister Tobias Stockhoff. Foto: Borgwardt

An der Seite des neuen Schützenkönigs regiert Königin Silke Brüggerbusch. Zum Thron gehören die Ehrendamen Daniela Dobler-Herhut und Nina Volkner. Daniela Dobler-Herhut hatte erst eine Woche zuvor beim Biervogelschießen die Würde der Biervogelkönigin errungen. Minister des neuen Königs sind die beiden weiteren Anwärter Bernhard „Berni“ Fried und Michael „Atta“ Sender.

Details in Kürze

Der Vogel fiel um 15.17 Uhr von der Stange

  • Neuer Schützenkönig ist Oliver „Olli“ Fasselt
  • Königin ist Silke Brüggerbusch
  • Ehrendamen sind Daniela Dobler-Herhut und Nina Volkner
  • Minister sind Bernhard „Berni“ Fried und Michael „Atta“ Sender
  • Königsanwärter waren Oliver Fasselt, Bernhard Fried und Michael Sender
  • Das Finale begann um 14.48 Uhr
  • Geschossen wurde ab 11.11 Uhr bei warmem, sonnigem Wetter

Insignien

  • Reichsapfel: Ralf Brüggemann
  • Zepter: Matthias Brömmelhaus
  • Schwanz: Till Brüggemann
  • Linker Flügel: Lasse Krajewski
  • Rechter Flügel: Holger Krajewski
  • Krone: Erik Roth

Starker Auftakt bei bestem Schützenfestwetter

Das Königsschießen begann am Sonntag um 11.11 Uhr bei warmem, sonnigem Wetter. Die Stimmung am Festplatz war gut, viele Zuschauer verfolgten das Geschehen an der Vogelstange. Schnell wurde deutlich, dass der Vogel nicht ohne Gegenwehr fallen würde. Dennoch gingen die ersten Insignien im Laufe des Mittags an die erfolgreichen Schützen.

Den Reichsapfel sicherte sich Ralf Brüggemann um 12.37 Uhr. Nur wenige Minuten später holte Matthias Brömmelhaus um 12.40 Uhr das Zepter. Eine besondere Familiengeschichte schrieb anschließend Till Brüggemann, der Sohn von Ralf Brüggemann: Er sicherte sich den Schwanz des Vogels.

Vater und Sohn: Die Krajewskis schossen dem Schützenvogel die Schwingen ab. Foto: Borgwardt

Auch bei den Flügeln gab es ein Vater-Sohn-Duo. Um 12.49 Uhr schoss Lasse Krajewski den linken Flügel ab. Nur eine Minute später holte sein Vater Holger Krajewski den rechten Flügel von der Stange. Damit sorgten gleich zwei Vater-Sohn-Paare für besondere Momente beim Schützenfest Deuten 2026. Die Krone ging um 13.21 Uhr an Erik Roth.

Blasmusik Wulfen überbrückt die Schießpause

Nach dem Fall der Krone wurde es zunächst ruhiger an der Vogelstange. Es folgte eine längere Schießpause, weil sich zunächst kein Bewerber für die Königswürde finden wollte. Während dieser Wartezeit sorgte die Blasmusik Wulfen für Unterhaltung und hielt die Stimmung auf dem Festplatz hoch.

Die Wulfener Blasmusik. Foto: Borgwardt

Der Vorstand machte in dieser Phase deutlich, wie wichtig Königsanwärter für den Verein und das Schützenfest sind. Denn ein Schützenfest im zweijährigen Rhythmus kann es nur geben, wenn sich auch Menschen finden, die die Regentschaft übernehmen. Auch das scheidende Kaiserpaar hoffte sichtbar auf Anwärter und ein würdiges Nachfolgepaar.

Das scheidende Kaiserpaar war bester Laune. Foto: Borgwardt

Kaiser Martin Große-Peclum und Königin Mechthild Hawig nahmen die Situation dennoch mit viel Gelassenheit und Freude. Im Festzelt wurde getanzt, gelacht und gefeiert. „Wir sind einfach nur dankbar für die zwei tollen Jahre“, sagten die beiden zum Ende ihrer Regentschaft.

Drei Anwärter treten zum Finale an

Schließlich fanden sich doch drei Schützen, die um die Königswürde antreten wollten: Michael „Atta“ Sender, Bernhard „Berni“ Fried und Oliver „Olli“ Fasselt. Michael Sender bekam vom Moderator augenzwinkernd den Beinamen „Imperator“. Damit war der Weg frei für ein Finale, das die Zuschauer noch einmal dicht an die Vogelstange zog.

Um 14.48 Uhr begann der Endkampf. Schon akustisch war zu hören, dass nun schwere Munition eingesetzt wurde. Jeder Schuss wurde aufmerksam verfolgt, die Spannung stieg mit jedem Treffer. Der Vogel zeigte sich hartnäckig, doch die drei Bewerber setzten ihn immer weiter unter Druck.

Um 15.17 Uhr fiel schließlich die Entscheidung: Oliver Fasselt setzte den entscheidenden Schuss und wurde unter großem Jubel neuer Schützenkönig von Deuten. Fasselt zeigte sich begeistert, während Freunde, Familie, Vereinsmitglieder und Gäste den neuen König feierten.

Königswechsel mit Dank an den Kaiserthron

Nach dem Königsschuss stand auch der offizielle Wechsel an der Spitze des Deutener Schützenvolkes an. Vorsitzender Hubert Stenkamp bedankte sich beim scheidenden Kaiserpaar Martin Große-Peclum und Mechthild Hawig für zwei besondere Jahre. Anschließend wurden Krone und Schützenkette an den neuen König und seine Königin weitergegeben.

8,4 Kilo Silber für den König. Foto: Borgwardt

Die Schützenkette bringt mehr als acht Kilogramm auf die Waage. Damit ist sie nicht nur ein sichtbares Zeichen der Königswürde, sondern auch eine spürbare Last der Verantwortung. Für das abgelöste Kaiserpaar gab es viel Applaus und Anerkennung.

Auch Bürgermeister Tobias Stockhoff lobte das Engagement des scheidenden Kaiserthrons. Zudem wurden Martin Große-Peclum und Mechthild Hawig für ihre Regentschaft ausgezeichnet. Der Abschied vom Kaiserthron war damit zugleich ein würdiger Übergang zum neuen Königspaar.

Bewährte Leitung am Schießstand

Für den sicheren und geordneten Ablauf des Schießens war erneut Aletta Schmidt-Hederich aus Münster verantwortlich. Sie ist als Schießmeisterin und Standbetreiberin seit 2018 im Einsatz und auch in Dorsten bestens bekannt. Mit ihrer Erfahrung sorgte sie dafür, dass das Königsschießen beim Schützenfest Deuten 2026 reibungslos durchgeführt werden konnte.

Aletta Schmidt-Hederich sorgte für ein sicheres Schießen. Foto: Borgwardt

Am Ende stand in Deuten wieder das, was ein gutes Schützenfest ausmacht: Spannung an der Vogelstange, Musik, Gemeinschaft, Emotionen und ein neuer Thron, der das Dorf nun in den kommenden zwei Jahren repräsentiert. Mit Oliver Fasselt und Silke Brüggerbusch hat Deuten ein neues Königspaar, das nach einem lange offenen und umso spannenderen Schießen begeistert gefeiert wurde.

Rückblick auf drei Festtage beim Schützenfest Deuten 2026

Damit ging für die Deutener Schützen ein intensives Festwochenende zu Ende, das bereits am Freitag mit Gottesdienst, Kranzniederlegung und Großem Zapfenstreich feierlich begonnen hatte. Am Samstag prägten der Festzug, die Parade an der Kirche und der Empfang des Kaiserpaares Martin Große-Peclum und Mechthild Hawig das Bild im Dorf. Hunderte Schützen marschierten vom Festzelt an der Birkenallee durch Deuten, während am Straßenrand viele Besucher mitfeierten. Am Abend wurde der scheidende Kaiserthron im Festzelt noch einmal kräftig gefeiert. Die Band hi-Five sorgte für volle Tanzfläche und Partystimmung bis tief in die Nacht. Am Sonntag folgte dann mit dem Königsschießen der sportlich und emotional wichtigste Moment des Schützenfestes. Mit dem neuen Königspaar Oliver Fasselt und Silke Brüggerbusch schloss sich der Kreis eines Wochenendes, das Tradition, Gemeinschaft und echte Deutener Feierlaune zusammenbrachte.


Mehr zum Schützenfest Deuten 2026

Alle Berichte, Fotos und Ergebnisse stehen im Rückblick auf das Schützenfest Deuten 2026. Den Überblick über die gesamte Saison gibt es unter Schützenfeste Dorsten 2026.

Dreifache Titelverteidigung für Sola Moldenhauer aus Dorsten

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Großer Erfolg für den Tanzsport aus Dorsten: Sola Moldenhauer hat bei der Westdeutschen TAF Hip Hop Meisterschaft 2026 erneut überzeugt. Die junge Tänzerin aus Dorsten-Rhade gewann gleich drei Titel und verteidigte damit ihre Meisterschaften zum dritten Mal in Folge.

Bei der Westdeutschen TAF Hip Hop Meisterschaft am 2. und 3. Mai 2026 in Emsdetten sicherte sich Sola Moldenhauer die Titel im Popping Kids Solo, im Allstyle Hip Hop Battle Kids sowie im Hip Hop Solo Kids.

Damit gehört die Nachwuchstänzerin aus Dorsten weiterhin zu den erfolgreichsten jungen Talenten im Hip Hop Tanzsport in Nordrhein-Westfalen.

Dreifache Titelverteidigung für Sola Moldenhauer

Besonders bemerkenswert ist die Konstanz der jungen Tänzerin. Sola Moldenhauer gewann alle drei Disziplinen erneut und schaffte damit die dreifache Titelverteidigung.

Die Erfolge zeigen nicht nur ihr Talent, sondern auch ihre große Leidenschaft und ihren Einsatz im Tanzsport. Mit Ausdrucksstärke, Energie und Bühnenpräsenz überzeugte sie erneut Jury und Publikum.

Erfolgreicher Start in die neue Saison

Für Sola Moldenhauer markiert die Meisterschaft zugleich den Auftakt in die neue Turniersaison. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Tänzerin aus Dorsten auch 2026 wieder bei nationalen Wettbewerben eine wichtige Rolle spielen könnte.

Bereits in den vergangenen Jahren war Sola mehrfach erfolgreich und machte mit starken Leistungen im Nachwuchsbereich auf sich aufmerksam. Der aktuelle Erfolg in Emsdetten bestätigt ihre Entwicklung eindrucksvoll.

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