Die Realschule St. Ursula in Dorsten hat ihren neuen Ursula-Garten offiziell eingeweiht. Aus einer lange Zeit eher funktionalen Hoffläche ist ein grüner Aufenthaltsort mit Sitzbereichen, Rückzugsorten und einem sanierten Brunnen entstanden. Möglich wurde das Projekt durch viele Unterstützer, Sponsoren und das Engagement der Schulgemeinschaft.
Dorsten. Der Innenhof der Realschule St. Ursula hat sich sichtbar verändert. Wo früher eine vor allem funktionale Fläche mit Stolperkanten, alten Gitterrosten und wenig Aufenthaltsqualität lag, ist in den vergangenen Monaten ein neuer Garten entstanden. Am Freitag, 8. Mai 2026, wurde der Ursula-Garten offiziell eingeweiht. Auf dem Programm standen eine kleine Feierstunde, ein Grußwort von Bürgermeister Tobias Stockhoff sowie Begegnungen und Gespräche bei Speis und Trank.

Schulleiterin Miriam Baumeister erinnerte bei der Einweihung an den früheren Zustand des Bereichs. „Wer den alten Zustand noch vor Augen hat, der weiß: Dieser Ort war lange Zeit nur funktional, aber auch wenig einladend“, sagte sie. Der Umbau sei deshalb weit mehr als eine Verschönerung des Schulgeländes. „Der Ursula-Garten ist für uns nicht nur eine bauliche Veränderung. Er ist ein Zeichen dafür, wie aus gemeinsamer Anstrengung ein gemeinsamer Ort entstehen kann.“

Schüler wünschten sich mehr Grün und Rückzugsorte
Die Planungen orientierten sich stark an den Wünschen der Schülerinnen und Schüler. Gewünscht waren mehr Grün, mehr Sitzgelegenheiten und mehrere kleine Bereiche, in denen man mit Freunden sitzen kann. Genau dieses Konzept wurde nun umgesetzt: Der Garten bietet verschiedene Sitzinseln, Pflanzflächen, geschützte Ecken und einen Stelenbereich, der einzelne Aufenthaltsbereiche voneinander trennt. Laut Baumeister werde gerade dieser Bereich bereits besonders gut genutzt, weil man dort etwas geschützter sitzen könne.

Die Bauphase begann im vergangenen Jahr in den Sommerferien und wurde in dieser Woche abgeschlossen. Für die Schule sei das Projekt ein Kraftakt gewesen, sagte Baumeister. Der Innenhof sei lange nicht grundlegend saniert worden. Viele Elemente stammten noch aus dem ursprünglichen Zustand der Anlage. Auch aus Sicherheitsgründen habe Handlungsbedarf bestanden.

Viele Unterstützer machten das Projekt möglich
Möglich wurde der neue Ursula-Garten durch eine breite Unterstützung. Baumeister dankte den Sponsoren ebenso wie der Schulgemeinschaft. Auch Schülerinnen und Schüler hatten über Jahre hinweg mit Aktionen wie Waffelverkäufen und Sponsorenläufen Geld gesammelt.

Zu den Unterstützern gehören unter anderem Elektro Ambrozy, Baumeister, Elvermann, der Konvent der Ursulinen Dorsten, Michael Niewerth Schlosserbetrieb, die Elternschaft der St.-Ursula-Realschule, die Sparkasse Vest Recklinghausen, Holz Sprungmann, die Stadt Dorsten, Toplak Werbeagentur/Werbetechnik, der Verein zum Erhalt der St.-Ursula-Schulen und Vornbrock Garten- & Landschaftsbau.

Matthias Feller, geschäftsführender Vorstand der Stiftung St. Ursula, sprach mit einem Augenzwinkern sogar von einem „Ursula-Kurgarten“. Die Schule und alle Beteiligten könnten sehr stolz darauf sein, ein solches Projekt auf die Beine gestellt zu haben.
Auch der Brunnen wurde saniert
Zum neuen Garten gehört auch der Springbrunnen von Schwester Paula. Er wurde im Zuge des Projekts ebenfalls grundlegend saniert. Laut Baumeister war der Brunnen undicht und musste erneuert werden. Diese Arbeiten bildeten den Auftakt des gesamten Umbauprojekts und wurden bereits in den Osterferien des vergangenen Jahres umgesetzt.

Der Ursula-Garten hat damit nicht nur eine optische Aufgewertung erfahren. Er soll künftig auch im Alltag der Schule eine wichtige Rolle spielen. Schülerinnen und Schüler können ihn als Aufenthaltsort nutzen, zugleich ist er als vielseitiger Außenbereich für Veranstaltungen gedacht.
Ein Gewinn für Schule und Stadt
Bürgermeister Tobias Stockhoff freute sich über das Ergebnis und darüber, dass die Stadt Dorsten das Projekt unterstützen konnte. Den Begriff „Kurgarten“ griff er humorvoll auf: Wenn Dorsten tatsächlich ein Kurort wäre, werde vermutlich alles durch eine Kurtaxe teurer. Zugleich stellte er fest, dass der neue Innenhof tatsächlich etwas von einem Kurgarten habe.

Stockhoff sieht den neuen Ursula-Garten nicht nur als Gewinn für die Schule, sondern auch für Veranstaltungen in der St.-Ursula-Aula. Er könne sich den Bereich auch als kulturellen Begegnungsort vorstellen, im Sommer wie im Winter. Gerade in Zeiten, in denen der Ton in den sozialen Medien immer unfreundlicher werde, seien Orte wichtig, an denen Gemeinschaft erlebbar werde.

Auch Miriam Baumeister betonte, dass der Garten künftig über den Schulalltag hinaus genutzt werden kann. Bei Veranstaltungen in der Aula soll der Innenhof vor Beginn und in den Pausen geöffnet sein. Besucher können ihn dann mit Snacks und Getränken nutzen. Denkbar seien zudem kleinere Lesungen oder musikalische Veranstaltungen. Dafür wurden an verschiedenen Stellen Steckdosen eingebaut, um auch Technik im Außenbereich einsetzen zu können.

So ist aus einem lange in die Jahre gekommenen Innenhof ein neuer Ort für Pausen, Gespräche, Veranstaltungen und Begegnungen geworden. Oder, wie es bei der Einweihung mehrfach ankang: ein Garten, der zeigt, was entstehen kann, wenn viele gemeinsam an einem Ziel arbeiten.




























