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A31 ab Donnerstagabend gesperrt: Das müssen Autofahrer in Dorsten, Schermbeck und Raesfeld wissen

Autofahrer in Dorsten, Schermbeck und Raesfeld müssen sich ab Donnerstagabend auf deutliche Einschränkungen einstellen. Die A31 wird zwischen Schermbeck und Dorsten in Fahrtrichtung Bottrop voll gesperrt. Die Vorarbeiten laufen bereits, derzeit steht zeitweise nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.

Grund für die Sperrung sind Fahrbahnreparaturen auf der A31. Nach Angaben der Autobahn Westfalen ist die Fahrbahn zwischen Schermbeck und Dorsten beschädigt. Deshalb wird die Autobahn in Fahrtrichtung Bottrop von Donnerstag, 18. Juni, 20 Uhr, bis Sonntag, 21. Juni, 10 Uhr, komplett gesperrt.

Details in Kürze

  • Was wird gesperrt? Die A31 zwischen Schermbeck und Dorsten in Fahrtrichtung Bottrop.
  • Wann beginnt die Vollsperrung? Donnerstag, 18. Juni, um 20 Uhr.
  • Wann endet die Sperrung? Sonntag, 21. Juni, um 10 Uhr.
  • Was gilt schon vorher? Am Mittwoch und Donnerstag gibt es tagsüber zeitweise nur einen Fahrstreifen in Richtung Bottrop.
  • Wie wird umgeleitet? Großräumig ab Borken über die B67 zur A3. Lokal ab Schermbeck über die U82 zur Anschlussstelle Dorsten.

Vorarbeiten laufen bereits

Schon vor der Vollsperrung kommt es zu Einschränkungen. Noch am Mittwoch, 17. Juni, steht dem Verkehr in Fahrtrichtung Bottrop wegen vorbereitender Arbeiten von 9 bis 15 Uhr nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Am Donnerstag, 18. Juni, gilt diese einspurige Verkehrsführung erneut von 9 bis 20 Uhr. Direkt danach beginnt die Vollsperrung.

Auch der Parkplatz Lüningskamp ist betroffen. Er bleibt bis zum Ende der Arbeiten gesperrt.

Die Umleitungen: großräumig und lokal

Die Autobahn Westfalen setzt auf zwei Umleitungswege. Der überregionale Verkehr wird bereits ab der Anschlussstelle Borken großräumig über die B67 zur A3 in Fahrtrichtung Köln geführt. Diese Route ist vor allem für Autofahrer gedacht, die aus dem nördlichen Münsterland kommen und weiter in Richtung Ruhrgebiet oder Rheinland fahren.

Zusätzlich wird der Verkehr ab der Anschlussstelle Schermbeck über die Bedarfsumleitung U82 zur Anschlussstelle Dorsten geleitet. Diese Route führt über die Freudenbergstraße und Weseler Straße, anschließend über die Maassenstraße sowie die Ostricher Straße beziehungsweise Königsberger Allee zurück zur A31 an der Anschlussstelle Dorsten.

Schermbeck dürfte besonders belastet werden

Für Schermbeck dürfte die Sperrung besonders spürbar werden. Wer nicht schon ab Borken großräumig ausweicht, muss die A31 an der Anschlussstelle Schermbeck verlassen. Der Verkehr wird dann über das örtliche Straßennetz weitergeführt.

Auf der Freudenbergstraße und der Weseler Straße ist deshalb mit deutlich mehr Verkehr zu rechnen. Auch die weiteren Abschnitte über Maassenstraße, Ostricher Straße und Königsberger Allee können stärker belastet sein. Autofahrer sollten dort mehr Zeit einplanen, vor allem am Freitag und Samstag.

Auswirkungen für Dorsten

In Dorsten ist vor allem der Bereich rund um die Anschlussstelle Dorsten betroffen. Dort wird der Verkehr über die U82 zurück auf die A31 geführt. Das kann zu Rückstaus auf den Zufahrten führen.

Wer aus Dorsten in Richtung Bottrop, Kirchhellen, Gladbeck, Oberhausen oder weiter ins Ruhrgebiet fahren möchte, sollte die Sperrung unbedingt einplanen. Je nach Ziel kann es sinnvoll sein, die A31 im betroffenen Bereich zu meiden oder früher auf andere Verbindungen auszuweichen.

Raesfeld: Nicht erst in Schermbeck reagieren

Auch für Autofahrer aus Raesfeld und Erle ist die Sperrung wichtig. Wer von dort aus über die A31 in Richtung Bottrop oder Ruhrgebiet fahren möchte, sollte nicht erst kurz vor Schermbeck reagieren. Die großräumige Umleitung ab Borken über die B67 zur A3 kann für längere Fahrten die bessere Wahl sein.

Zwar bedeutet diese Strecke zunächst einen Umweg. Sie kann aber helfen, den voraussichtlich stärker belasteten Bereich rund um Schermbeck und die Anschlussstelle Dorsten zu vermeiden.

Navis könnten zusätzlichen Verkehr in Wohnstraßen schicken

Bei Autobahnsperrungen suchen Navigationssysteme häufig nach vermeintlichen Abkürzungen. Das kann zusätzlichen Verkehr auf kleinere Straßen in Schermbeck, im Dorstener Norden und im Bereich der Verbindungen Richtung Raesfeld bringen.

Ortskundige Autofahrer werden sich möglicherweise eigene Ausweichstrecken suchen. Für den allgemeinen Verkehr und insbesondere für den Schwerverkehr gilt aber: Die ausgeschilderten Umleitungen sollten genutzt werden. Wohnstraßen und schmale Nebenstrecken sind auf zusätzlichen Durchgangsverkehr oft nicht ausgelegt.

Fahrtrichtung Emden bleibt offen

Die Vollsperrung betrifft nur die Fahrtrichtung Bottrop. Die Gegenrichtung nach Emden ist nach aktuellem Stand nicht voll gesperrt. Trotzdem kann es auch dort im Umfeld der Anschlussstellen zu Verzögerungen kommen, etwa durch Baustellenverkehr, Rückstaus oder Ausweichverkehr.

Empfehlung für das Wochenende

Wer am Donnerstagabend, Freitag oder Samstag zwischen Dorsten, Schermbeck, Raesfeld und dem Ruhrgebiet unterwegs ist, sollte mehr Fahrzeit einplanen. Besonders betroffen sind Fahrten in Richtung Bottrop, Kirchhellen, Gladbeck, Oberhausen sowie zu den Anschlüssen an A2 und A3.

Für längere Strecken empfiehlt sich die großräumige Umleitung. Für lokale Fahrten sollten Autofahrer vor allem den Bereich Schermbeck und die Anschlussstelle Dorsten im Blick behalten.

Gefälschte QR-Codes an Parkscheinautomaten: Stadt Dorsten warnt vor Betrug

An Parkscheinautomaten in der Dorstener Innenstadt sind gefälschte QR-Codes entdeckt worden. Nach Angaben der Stadt Dorsten hatten Betrüger nahezu alle Automaten in der Innenstadt mit entsprechenden Aufklebern versehen. Die Stadt hat die falschen Codes umgehend entfernt, warnt aber weiterhin vor der Masche.

Bei dem Betrugsversuch handelt es sich um sogenanntes „Quishing“. Dabei führen QR-Codes auf gefälschte Internetseiten, die den Eindruck eines regulären Bezahlvorgangs erwecken. Tatsächlich geht es den Tätern darum, Kreditkartendaten abzugreifen.

Falsche Easypark-Aufkleber entdeckt

Die in Dorsten entdeckten Aufkleber waren mit dem Signet des Vertragspartners „Easypark“ bedruckt. Sie führten jedoch nicht auf die offizielle Seite des Anbieters, sondern auf die Adresse „easy-parked.com“. Diese Internetseite war nach Angaben der Stadt allerdings nicht erreichbar.

Wichtig sei: Die echten QR-Codes an den Parkscheinautomaten starten lediglich den Download oder den Start der Easypark-App. Ein direkter Bezahlvorgang wird über diesen Weg nicht angeboten.

Apps nur aus offiziellen Stores laden

Wer Parkgebühren bargeldlos bezahlen möchte, sollte die benötigten Apps grundsätzlich nur aus den offiziellen App-Stores herunterladen. QR-Codes auf Aufklebern an Automaten sollten besonders kritisch geprüft werden, vor allem dann, wenn anschließend Kreditkartendaten abgefragt werden.

Wer befürchtet, auf einen gefälschten QR-Code hereingefallen zu sein, sollte vorsorglich seine Kreditkarte sperren lassen, Anzeige erstatten und die Kontobewegungen aufmerksam prüfen.

Stadt kontrolliert Parkscheinautomaten engmaschig

Die Stadt Dorsten wird die städtischen Parkscheinautomaten ab sofort engmaschig überprüfen. Gefälschte Aufkleber sollen umgehend entfernt werden. Nutzer von Park-Apps bittet die Stadt dennoch um besondere Vorsicht.

Wer gefälschte QR-Codes an Parkscheinautomaten entdeckt, kann diese per E-Mail an [email protected] melden. Alternativ ist eine Meldung über die BürgerApp der Stadt Dorsten in der Kategorie „Ruhender Verkehr / Parken“ möglich.

Ausführlichere Informationen zu dieser Betrugsmasche bietet unter anderem der ADAC unter dem Stichwort „Quishing an Parkautomaten“.

Blasmusik Wulfen lädt zu Schnuppertag und Gartenkonzert ein

Ein musikalisches Wochenende steht der Blasmusik Wulfen bevor: Am Samstag können Familien Instrumente ausprobieren, am Sonntag folgt ein Gartenkonzert am Heimathaus.

Die Blasmusik Wulfen hat ein ereignisreiches Wochenende vor sich. Gleich an zwei Tagen lädt der Verein dazu ein, Musik zu erleben, gemeinsam Zeit zu verbringen und die Arbeit der Musiker näher kennenzulernen. Den Auftakt macht am Samstag, 20. Juni 2026, ein Schnuppertag an der Christy Brown Schule. Am Sonntag, 21. Juni, folgt ein Gartenkonzert am Heimathaus Wulfen.

Schnuppertag für die ganze Familie

Unter dem Motto „Ein Tag der Musik für die ganze Familie“ findet der Schnuppertag am Samstag von 11 bis 15 Uhr an der Christy Brown Schule, Wittenbrink 51 in Dorsten-Wulfen, statt. Eingeladen sind Kinder, Eltern, Großeltern und alle, die schon immer einmal wissen wollten, wie sich ein Blasinstrument anfühlt oder wie der Einstieg in die Blasmusik gelingt.

Neben Waffeln und Getränken erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit Bastel- und Spielangeboten. Im Mittelpunkt steht aber natürlich die Musik. Kinder und Jugendliche aus der Ausbildung zeigen, was sie bereits gelernt haben. Auch die jüngsten Nachwuchsmusiker, die „Klangzwerge“, sowie das Jugendorchester „Wulfen Young Stars“ geben Einblicke in ihre musikalische Arbeit.

Vor Ort gibt es außerdem Informationen zu den Ausbildungsmöglichkeiten im Verein. Der Unterricht für die Klangzwerge wird bereits ab fünf Jahren angeboten. Der Einstieg in den Unterricht für Blasinstrumente ist ab acht Jahren möglich. Damit bietet der Schnuppertag eine gute Gelegenheit, Fragen zu stellen, Instrumente auszuprobieren und vielleicht den ersten Schritt in Richtung gemeinsames Musizieren zu machen.

Gartenkonzert am Heimathaus Wulfen

Am Sonntag geht es musikalisch weiter. Die Blasmusik Wulfen lädt um 11 Uhr zu einem Gartenkonzert am Heimathaus Wulfen, Rhönweg 11, ein. In gemütlicher Atmosphäre unter freiem Himmel möchte der Verein sein Publikum mit einem abwechslungsreichen Programm aus traditioneller und moderner Blasmusik unterhalten.

Bekannte Melodien, schwungvolle Stücke und moderne Arrangements sollen den Konzertvormittag zu einem entspannten Start in den Sommer machen. Eingeladen sind Musikfreunde, Familien, Nachbarn und alle, die einen geselligen Vormittag mit Blasmusik verbringen möchten. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Hitze mit Hund, Katze und Co.: Wichtige Tipps für Tierhalter

Die Sonne strahlt, Deutschland erwartet Temperaturen von bis zu 36 Grad. Während viele Menschen das sommerliche Wetter genießen, wird die Hitze für Haustiere schnell zur Belastung. Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Pferde und andere Tiere brauchen jetzt besonderen Schutz, ausreichend Wasser und kühle Rückzugsorte.

Gerade kleinere Tiere wie Kaninchen sind an heißen Tagen besonders gefährdet. In freier Wildbahn graben sie verzweigte Tunnel und Höhlen, in denen sie sich bei hohen Temperaturen zurückziehen können. In Gefangenschaft fehlt ihnen diese Möglichkeit häufig. Die Folge kann ein lebensgefährlicher Hitzschlag sein.

Auch Hunde überhitzen schnell, da sie ihre Körpertemperatur vor allem über das Hecheln regulieren und nur wenige Schweißdrüsen besitzen. Pferde sind ebenfalls betroffen. Besonders Tiere mit sehr hellem oder sehr dunklem Fell reagieren empfindlich auf starke Sonneneinstrahlung. Sonnenbrand, Kreislaufprobleme oder ein Hitzeschock können die Folge sein.

Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA, rät Haltern deshalb zu besonderer Aufmerksamkeit. „Tiere müssen sich bei großer Hitze genauso vor der Sonneneinstrahlung schützen und abkühlen wie Menschen. Sonst können die hohen Temperaturen schnell gefährlich werden. Wer gut informiert ist, sorgt dafür, dass seine Zwei- oder Vierbeiner die Sommertage ohne Hitzestress genießen können.“

Immer ausreichend Wasser anbieten

Frisches Wasser ist an heißen Tagen besonders wichtig. Zu Hause sollte der Wassernapf von Hunden und Katzen stets gefüllt sein. Für Spaziergänge empfiehlt es sich, eine Flasche Wasser mitzunehmen und dem Hund regelmäßig Trinkpausen anzubieten.

Katzen lassen sich im Sommer oft durch Trinkbrunnen oder Eiswürfel im Napf zum Trinken animieren. Tiere auf der Weide, etwa Pferde oder Schafe, haben bei hohen Temperaturen ebenfalls einen deutlich erhöhten Wasserbedarf. Besitzer sollten die Tränken mehrmals täglich kontrollieren. Auch Kaninchen und andere Nager brauchen ausreichend Flüssigkeit, um einer Überhitzung vorzubeugen.

Schatten und kühle Plätze schaffen

Hunde und andere Tiere dürfen bei Hitze niemals im Auto zurückgelassen werden. Das Wageninnere heizt sich innerhalb kurzer Zeit stark auf und kann zur tödlichen Falle werden.

Weidetiere benötigen einen gut belüfteten, schattigen Unterstand. In Wohnungen sollten Kaninchen und Meerschweinchen in möglichst kühlen Räumen untergebracht werden. Auch im Außengehege ist ein schattiger, luftiger Rückzugsort unverzichtbar. Direkte Mittagssonne sollte grundsätzlich vermieden werden.

Bewegung auf die kühlen Stunden verlegen

Sportliche Aktivitäten mit Hunden sollten bei großer Hitze stark reduziert werden. Längere Spaziergänge, Joggen oder das Laufen am Fahrrad gehören besser in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden. Asphalt kann sich zudem stark aufheizen und empfindliche Pfoten verletzen.

Auch Pferde sollten bei Temperaturen über 30 Grad nicht bewegt werden. Training, Ausritte oder Transporte sollten möglichst auf kühlere Tageszeiten verschoben werden.

Sonnenbrand bei Tieren vermeiden

Nicht nur Menschen, auch Tiere können Sonnenbrand bekommen. Besonders gefährdet sind helle Tiere und empfindliche Hautstellen wie Nasenrücken oder Ohren. Halter können diese Bereiche mit einer ungiftigen, für Tiere geeigneten Sonnencreme schützen.

Zeigen Tiere Anzeichen eines Sonnenbrands, sollten sie sofort aus der Sonne genommen werden. Anschließend ist eine tierärztliche Abklärung sinnvoll.

Warnzeichen für Hitzeschlag ernst nehmen

Ein Hitzeschlag ist ein Notfall. Bei Hunden können starkes Hecheln, Apathie, Taumeln oder Unruhe erste Warnsignale sein. Besteht der Verdacht auf einen Hitzeschlag, muss das Tier sofort in den Schatten gebracht und behutsam mit kühlem, nicht eiskaltem Wasser abgekühlt werden. Danach sollte umgehend ein Tierarzt kontaktiert werden.

Bei Pferden können plötzliches starkes Schwitzen, Schwäche, Taumeln oder Teilnahmslosigkeit auf eine Überhitzung hinweisen. Auch hier gilt: sofort kühlen, Schatten schaffen und tierärztliche Hilfe holen.

Bei Kaninchen, Meerschweinchen und anderen Nagetieren sind schnelle Atmung, Teilnahmslosigkeit oder ein schlaffer Körper ernste Warnzeichen. In solchen Fällen zählt jede Minute.

Wer seine Tiere an heißen Tagen gut beobachtet, Wasser bereitstellt und für Schatten sorgt, kann viel dazu beitragen, dass Hunde, Katzen, Kaninchen, Pferde und Co. den Sommer sicher überstehen.

Abiturientia 1976 des Gymnasiums Petrinum feiert goldenes Jubiläum

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50 Jahre nach dem Abitur trafen sich ehemalige Petriner in Dorsten wieder. Die Feier führte von der Innenstadt ins Vinyl-Café nach Hervest.

Ein halbes Jahrhundert nach dem Abitur hat sich die Abiturientia 1976 des Gymnasiums Petrinum Dorsten wiedergetroffen. Am 13. Juni 2026 feierten die ehemaligen Schüler ihr goldenes Jubiläum. 50 Jahre zuvor hatten 56 Schüler am Petrinum ihr Reifezeugnis erhalten.

Erstes Treffen nach 50 Jahren Abitur

Der Auftakt des Wiedersehens fand in der Dorstener Innenstadt statt. Schon beim ersten Treffen gab es viele herzliche Begrüßungen, ungläubige Blicke und manches Schmunzeln über die Spuren der vergangenen Jahrzehnte. Nach einem ersten Eis oder Kaffee zog die Gruppe weiter ins Vinyl-Café nach Hervest. Die Atmosphäre dort passte gut zum Anlass: Zwischen Musik, Erinnerungen und Retro-Charme kamen schnell die Geschichten aus der gemeinsamen Schulzeit wieder auf.

Weite Wege für das Treffen

Insgesamt 34 ehemalige Petriner nahmen an dem Treffen teil. Einige von ihnen hatten weite Wege auf sich genommen und reisten unter anderem aus Göttingen, Karlsruhe, Cuxhaven und Berlin an. Dass so viele frühere Mitschüler zusammenkamen, war vor allem den Organisatoren Hubertus Große Geldermann und Dieter Kleine-Hegermann zu verdanken. Sie hatten im Vorfeld intensiv recherchiert, Kontakte gesucht und ehemalige Klassenkameraden teilweise sogar persönlich aufgesucht. Am Ende blieb lediglich der Verbleib von zwei Mitschülern ungeklärt. Die einzige Mitschülerin des Jahrgangs konnte ebenfalls nicht gefunden werden, vermutlich wegen eines späteren Namenswechsels.

Im Vinyl-Café standen neben gutem Essen und kühlen Getränken vor allem die Erinnerungen im Mittelpunkt. Besonders häufig ging es um die Romfahrt des Jahrgangs im Jahr 1974 und um die Treckerfahrt nach dem bestandenen Abitur. Damals besuchte die Gruppe mit einem Traktor die Wohnorte ihrer Lehrer zwischen Gladbeck und Wulfen. Die Anekdoten darüber sorgten auch 50 Jahre später noch für viel Gelächter.

Bis weit nach Mitternacht wurde erzählt, gelacht und auf die gemeinsame Schulzeit angestoßen. Am Ende waren sich die früheren Petriner einig: Bis zum nächsten Wiedersehen soll es nicht wieder 50 Jahre dauern.

50 Jahre Kinderlachen in der Kita Am Stuvenberg

Die Städtische Kita Am Stuvenberg in Rhade feierte ihr Jubiläum mit vielen Gästen, Spielstationen und sommerlicher Stimmung. Auch Bürgermeister Tobias Stockhoff gratulierte.

Die Städtische Kita Am Stuvenberg in Rhade hat am vergangenen Wochenende ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Unter dem Motto „50 Jahre Kinderlachen“ kamen zahlreiche Gäste zusammen, darunter das Kita-Team, Eltern, Kinder, der Förderverein, Vertreter des Trägers sowie viele Freunde der Einrichtung.

Im Mittelpunkt des Festes standen die Kinder. Ihr Lachen, ihre Neugier und ihre Begeisterung prägen die Kita seit fünf Jahrzehnten und machen sie bis heute zu einem lebendigen Ort des Lernens, Spielens und Miteinanders. Die Leiterin der Einrichtung machte in ihrer Rede deutlich, was die Arbeit der Kita ausmacht: „Ihr seid der Grund, warum wir jeden Tag mit Freude und Engagement hier sind. Euer Lachen, eure Begeisterung und eure Neugier machen unsere Kita zu etwas ganz Besonderem.“

50 Jahre Kita Stuvenberg
Fröhliche Stimmung auf dem Fest. Foto: privat

Dank an Team, Eltern und Förderverein

Ein besonderer Dank galt dem Kita-Team. Die Mitarbeitenden begleiten die Kinder täglich mit Geduld, Kreativität und Herzlichkeit. Sie schaffen Geborgenheit, fördern Bildung und ermöglichen viele glückliche Momente im Alltag der Einrichtung.

Auch der Träger wurde für die langjährige Unterstützung und das offene Ohr für die Anliegen der Kita gewürdigt. Durch diese Begleitung konnten in den vergangenen Jahren immer wieder Projekte umgesetzt und neue Wege beschritten werden.

Der Förderverein spielt ebenfalls eine wichtige Rolle im Leben der Kita Am Stuvenberg. Mit viel Engagement unterstützt er Projekte, organisiert Feste und hilft dort, wo zusätzliche Möglichkeiten für die Kinder geschaffen werden können. Auch die Eltern wurden für ihr Vertrauen und die gute Zusammenarbeit ausdrücklich gelobt. Sie tragen wesentlich dazu bei, dass die Kita ein Ort der Gemeinschaft bleibt.

Buntes Programm für die Kinder

Das Jubiläumsfest bot vor allem den Kindern viele Gelegenheiten zum Spielen und Entdecken. Zu den Angeboten gehörten unter anderem Edelsteinsuche, Glitzer-Tattoos, Entenangeln, Bastelaktionen, Eierlaufen und Dosenwerfen. Ein Ballonkünstler sorgte mit seinen Figuren für strahlende Gesichter. Bei sommerlichen Temperaturen kam auch das Wassereis als Erfrischung sehr gut an.

Zudem konnten sich die Kinder über liebevoll überreichte Geschenke freuen. Das Wetter spielte mit und trug zu einer fröhlichen, ausgelassenen Atmosphäre bei.

50 Jahre Kita Stuvenberg
Der Bürgermeister kam zum Gratulieren. Foto: privat

Bürgermeister unterstützt den Förderverein

Auch Bürgermeister Tobias Stockhoff gratulierte persönlich zum Jubiläum und unterstützte den Förderverein mit einer Spende. Davon profitieren nach Angaben der Kita unmittelbar die Kinder.

„Eine gute Betreuung von Kindern ist der Stadt Dorsten gemeinsam mit den Eltern ein Herzensanliegen“, sagte Stockhoff. Er sei froh und stolz darauf, dass in den Einrichtungen der Stadt hervorragende Arbeit geleistet werde. So könnten Kinder gerne in die Kitas gehen und sich in Spiel und Gemeinschaft gut entwickeln. Rat und Verwaltung der Stadt Dorsten täten viel, um dafür den bestmöglichen Rahmen zu bieten.

Der Förderverein bedankte sich zudem herzlich für alle Spenden, die das Fest und die Arbeit der Einrichtung unterstützen.

Blick nach vorn

Mit dem Jubiläumsfest blickte die Städtische Kita Am Stuvenberg auf 50 Jahre Geschichte zurück. Gleichzeitig richtete sich der Blick nach vorn: Auch in Zukunft sollen die Kinder im Mittelpunkt stehen. Gemeinsam wurde dabei auf viele weitere Jahre voller Kinderlachen angestoßen.

Auftakt im Lippetal: Big Band des Bundeswehr eröffnet Dorstener Kultursommer

Die 10. Auflage des Dorstener Kultursommers hätte nicht besser starten können. Bei strahlendem Wetter spielte die Big Band der Bundeswehr am Dienstagabend ein mitreißendes Konzert im Dorstener Lippetal. Über 2000 Zuschauer tanzten zu Pop- und Swingmusik des Ensembles mit. Außerdem gab es am Ende des Auftritts noch eine große Spende für den guten Zweck.

Große Band mit einer großen Geschichte

Im Jahr 1970 gründete sich die Big Band der Bundeswehr unter dem ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt. Der ehemalige Kanzler wollte moderne Töne für eine moderne Armee etablieren, weshalb er das „Schauorchester der Bundeswehr“ aufstellte. Günter Noris stieg zum Bandleader auf, seitdem wechselte das Personal immer mal wieder durch. Aber eine Sache blieb immer gleich: Die Liebe zur Musik.

Big Band Bundeswehr eröffnet Dorstener Kultursommer
Oberstleutnant Tobias Terhardt führe die Band durch den Abend. Foto: Christian Haug

Seit der Gründung veröffentliche die Big Band über 30 Schallplatten und CDs. Mit ihren gefeierten Auftritten über mehrere Jahrzehnte stieg das Ensemble zu einer namenhaften Größe der deutschen Musikszene auf. Und am Dienstag hatte Dorsten die Ehre, die Musik der Bundeswehr zu erleben.

Große Spende an Dorsten dankt Dir

Der Konzertabend stand im Zeichen des guten Zwecks. Am Ende der Aufführung kam es zu einer symbolischen Checkübergabe an den Verein „Dorsten dankt Dir“. Der Verein setzt sich seit 2017 für das bürgerliche Engagement in Dorsten ein. Sie unterstützen mit ihrer Arbeit das Ehrenamt in vielen Lebensbereichen, unter anderem in der Bildung, Kunst, Naturschutz, Jugendarbeit und sozialen Integration.

Eine stolze Summe von 20.000 Euro spendete die Volksbank an „Dorsten dankt Dir“. Für Ingo Hinzmann, Leiter der Dorstener Volksbank, ist die Spende ein starkes Zeichen für regionalen Zusammenhalt: „Wir als Vereinte Volksbank engagieren uns in der Region. Auch im Zuge des Stadtjubiläums wollen wir zeigen, wie sehr uns Dorsten an Herzen liegt.“

20.000 Euro wurden an den Verein „Dorsten dankt dir“ gespendet. Foto: Christian Haug

Von Coldplay und Peter Fox zu mitreißenden Swing Nummern

Swing, Pop und eine imposante Bühnenshow. Die Big Band weiß, wie man eine mitreißende Show voller musikalischen Highlights spielt. Mal gab es Coversongs von bekannten Pop-Acts wie Coldplay und Peter Fox. Auch berühmte Songs aus Filmen wurden gespielt. Der Hit „Don’t You Worry ’Bout a Thing“ aus Illuminations „Sing“ begeisterte das gesamte Lippetal. Insgesamt spielte die Big Band 14 Songs, der Auftritt ging über zwei Stunden.

Tourmanager Johannes M. Langendorf übernahm die Rolle des Moderators. Zwischen den einzelnen Songs heizte er das Publikum auf und sorgte für viele Lachmomente. Er machte aber auch deutlich, wie sehr sich die Band freut, Teil des Dorstener Stadtjubiläums zu sein: „Wir kommen nur, wenn wir auch eingeladen werden. Als wir gesehen haben, dass die Stadt Dorsten uns als Teil ihres Jubiläums haben möchte, haben wir natürlich zugesagt. Wir freuen uns, dass so viele gekommen sind, um gemeinsam mit uns zu feiern.“

Big Band Bundeswehr eröffnet Dorstener Kultursommer
Das ist die komplette Big Band. Foto: Andreas Bachmann

Drei Stimmen, Drei Gänsehaut Momente

Die Big Band stellt nicht nur professionelle, sondern drei ausgezeichnete Sänger. Sofia Andersson, Bonita Louw und Marco Matias begeisterten mit ihren drei verschiedenen Gesangstilen, die wirklich jeden im Publikum emotional mitnahmen. Ob etwas schnelle Lieder wie „Madalena“ oder intime Lieder wie „My heart belongs to Daddy“, jeder Sänger überzeugte mit seinem eigenen Persönlichkeit.

Big Band Bundeswehr eröffnet Dorstener Kultursommer
Die Big Band stellt drei ausgezeichnete Sänger, hier Sofia Andersson. Foto: Christian Haug

So geht es im Kultursommer weiter

Am 11. Juli findet in Barkenberg der Kulturgarten statt, ein Muss für alle Gartenliebhaber. Danach beginnt am 18. Juli der „Kultursommer vor Ort“ in Dorsten-Östrich. Dort spielt die Trommelgruppe Altstadt Groove, mehrere Poetry-Slammer im Rahmen der Pottpoesie sowie „Danny and the Chicks“ mit heißer Rock-Musik.

„Kleiner Büffel“ in Dorsten gerät nach Instagram-Video in bundesweite Debatte

Ein lokaler Burgerladen aus Dorsten steht plötzlich im Fokus überregionaler Berichterstattung. Der „Kleine Büffel“ am Segelflugplatz hat es mit einem Instagram-Video in die nationalen Nachrichten geschafft. Auslöser war eine Erklärung von Betreiber Louis Windeck zur Frage, ob das Fleisch im Restaurant halal, also religiös erlaubt, sei. Was darauf folgte, war weniger eine sachliche Diskussion über Lebensmittel, sondern ein Beispiel dafür, wie schnell aus einem lokalen Social-Media-Beitrag ein Shitstorm werden kann.

Der Auslöser war eigentlich ganz harmlos: Louis Windeck hatte aufgrund häufiger Nachfragen in einem Video erklärt, dass das im „Kleinen Büffel“ verwendete Fleisch nicht halal sei. Zugleich betonte er, dass für ihn nicht die religiöse Schlachtmethode im Vordergrund stehe, sondern die Frage, wie das Tier gelebt habe und wie verantwortungsvoll mit dem Produkt Fleisch umgegangen werde. Obwohl sich Windeck also in keiner Weise abfällig geäußert hatte, löste diese Aussage im Netz heftige Reaktionen aus. Darauf wurde auch die Redaktion der „Welt“ aufmerksam, die dazu einen viel beachteten Artikel verfasste.

Aus einer Erklärung wird ein Shitstorm

In den Kommentarspalten ging es schnell nicht mehr nur um die ursprüngliche Frage. Nutzer warfen dem Gastronomen vor, sich gegen halal geschlachtetes Fleisch oder gegen bestimmte Kundengruppen zu positionieren. Andere verteidigten ihn und sahen in seiner Erklärung eine legitime unternehmerische Entscheidung. Die Debatte verlagerte sich damit rasch von der Sachebene auf eine grundsätzliche Auseinandersetzung über Akzeptanz, Religion, Fleischkonsum, Toleranz und die Grenzen öffentlicher Empörung.

Besonders deutlich wurde dabei eine Dynamik, die viele lokale Betriebe inzwischen fürchten: Ein einzelnes Video, ein zugespitzter Satz und eine emotional geführte Kommentarspalte können reichen, um weit über die eigentliche Zielgruppe hinaus Aufmerksamkeit zu erzeugen. Neben Kritik in den sozialen Netzwerken soll es auch schlechte Online-Bewertungen gegeben haben. Für Gastronomiebetriebe kann das schnell spürbare Folgen haben.

Betreiber weist Vorwürfe zurück

Windeck wies den Vorwurf zurück, sich abwertend gegenüber Menschen zu äußern, die halal essen. So betonte er in einem weiteren Video, dass im Team des „Kleinen Büffels“ Menschen verschiedener Nationalitäten zusammenarbeiten würden. Ihm gehe es nicht darum, andere Essgewohnheiten anzugreifen, sondern zu erklären, was sein eigener Betrieb anbietet und was nicht. „Ich bin dafür, dass wir uns alle einfach gut verstehen“, so Windeck.

Auch die Tonlage der Reaktionen veränderte sich offenbar. Während die erste Welle von scharfer Kritik geprägt war, erhielt Windeck nach seiner Einordnung auch viel Zustimmung. Sein Appell zielte darauf, wieder zu mehr gegenseitiger Akzeptanz zu kommen, auch wenn Menschen unterschiedliche Vorstellungen davon haben, was sie essen möchten oder was ein Restaurant anbieten soll.

Lokaler Treffpunkt statt politischer Schauplatz

Für Dorsten ist die Aufmerksamkeit ungewöhnlich, denn der „Kleine Büffel“ ist vor allem als lokaler Gastronomiebetrieb bekannt. Erst im Frühjahr hatte Dorsten Online über die neue Open-Air-Reihe am Kleinen Büffel berichtet. Mit dem „Backyard“ sollte am Segelflugplatz ein unkomplizierter Treffpunkt für Afterwork-Abende, House Music und entspannte Sonntage unter freiem Himmel entstehen.

Diese lokale Perspektive geriet durch die bundesweite Debatte fast in den Hintergrund. Aus einem Burgerladen, der sein Angebot erklärt, wurde in kurzer Zeit ein Projektionsraum für größere gesellschaftliche Konflikte. Genau darin liegt das eigentliche Phänomen: Ein lokaler Betrieb wird nicht mehr nur als Restaurant wahrgenommen, sondern plötzlich als Symbol in einer aufgeheizten Debatte.

Wenn Empörung schneller ist als Einordnung

Der Fall zeigt, wie schwer es in sozialen Netzwerken geworden ist, Aussagen einzuordnen, bevor sie bewertet werden. Oft entscheidet nicht mehr allein, was gesagt wurde, sondern wie ein Ausschnitt verstanden, weiterverbreitet oder kommentiert wird. Die Reaktionen folgen dann einer eigenen Logik: Erst kommt die Empörung, dann die Gegenempörung, schließlich die überregionale Berichterstattung.

Für kleine Betriebe ist das eine besondere Belastung. Anders als große Unternehmen haben sie keine Pressestellen oder Krisenteams. Gleichzeitig stehen sie öffentlich unter Druck, schnell zu reagieren, sich zu erklären und Missverständnisse auszuräumen.

Ob die Diskussion dem „Kleinen Büffel“ Dorsten langfristig schadet oder am Ende sogar zusätzliche Aufmerksamkeit bringt, lässt sich derzeit kaum absehen. Klar ist aber: Der Fall zeigt, wie schnell lokale Themen bundesweit aufgeladen werden können. Aus einer Nachfrage zum Speiseangebot wurde eine Debatte über Respekt, religiöse Gewohnheiten, unternehmerische Freiheit und den Umgangston im Netz.

US-Car Treffen Fürst Leopold: Oldies und Militärfahrzeuge

Dorsten ist in der Region als gefeierter Treffpunkt in der US-Car-Szene bekannt. Laute Motoren, kultige Autos, der Geruch von Benzin und nette Gespräche. All das erwartete Autofreunde am Sonntag auf dem Zechengelände Fürst Leopold. Während Besucher darüber nachdachten, welcher Oldtimer sich wohl am Besten in der heimischen Garage macht, führten viele Verkäufer auch intensive Verhandlungen.

Trotz leichtem Niesel füllten sich rasch die Parkplätze des CreativQuarties. Zahlreiche Fords in allen Farben und weitere Klassiker der amerikanischen Autoszene reihten sich auf und warteten nur darauf, genauer angeschaut zu werden.

Car Treffen Fürst Leopold
Von GMC bis Ford: Es versammelte sich die Spitze der US Autos. Foto: Christian Haug

Sammelpunkt für Fans und Händler

Eine Automarke war am Sonntag besonders stark vertreten: Alte Fords. Egal ob rot, blau, mit Aufklebern oder schimmernden Lack, kein Ford ähnelte dem anderen. Auch Fahrzeuge von Mercedes Benz oder GMC rissen die vielen Besucher in ihren Bann. Jedes Fahrzeug war ein Unikat. Das machte die Verhandlungen unter Autofreunden besonders interessant. Jeder wollte am Ende des Tages ein kleines Unikat bei sich in der Garage haben.

Ein Händler wollte zum Beispiel seinen Ford Modell 8 verkaufen. „Das Auto ist natürlich klasse, leider finde ich aber nicht die Zeit dafür, mich entsprechend darum zu kümmern. Es entsprechend zu warten und zu pflegen braucht schon seine Zeit. Und bevor es nur bei mir in der Garage rumsteht, mache ich lieber jemand anderem eine Freude“, verrät der Autohändler.

Car Treffen Fürst Leopold
Manche Besucher wollten auch ihr Auto verkaufen. Foto: Christian Haug

Originale US Fahrzeuge aus dem Krieg

Neben den vielen Oldtimern und Foodtrucks fielen auf dem Fürst Leopold Platz zwei Fahrzeuge besonders auf. Die zahlreichen Besucher bestaunten zum einen den großen Dodge Weapon Carrier 52, zum anderen einen Willys MB. Beide Fahrzeuge sind ehemaliges Eigentum des amerikanischen Militärs.

Zwei Autosammler haben es vor allem auf solche besonderen Fahrzeuge aus der Militärwelt abgesehen. „Wir haben die beiden Fahrzeuge jetzt schon seit ein paar Jahren. Wir schauen immer mal wieder, ob jemand in der Umgebung solche Autos verkauft. Wir mögen einfach, wie sie aussehen, und welcher geschichtliche Wert in ihnen steckt“, erklärt einer der beiden Hobbysammler.

Ehemaliger FDP-Vorsitzender aus Dorsten: Marc Liebehenz (✝48) ist verstorben

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Der frühere Dorstener FDP-Politiker Marc Liebehenz ist verstorben. Die Nachricht wurde unserer Redaktion aus dem Umfeld der FDP Dorsten bestätigt.

Liebehenz war viele Jahre in der Kommunalpolitik aktiv. Von Mai 2004 bis Juni 2016 gehörte er dem Kreistag des Kreises Recklinghausen an. Von Oktober 2014 bis Oktober 2019 war er Mitglied des Rates der Stadt Dorsten. Zudem war er 13 Jahre lang Vorsitzender des FDP-Stadtverbandes Dorsten. 2009 kandidierte er für die FDP bei der Bundestagswahl im Wahlkreis Bottrop – Recklinghausen III.

Marc Liebehenz wurde 1977 geboren. 1997 machte er sein Abitur am Gymnasium Petrinum in Dorsten. Der Volljurist war zuletzt als hauptamtlicher Dozent beim Studieninstitut für kommunale Verwaltung Emscher-Lippe tätig.

Nachruf der Stadt Dorsten

In der Sitzung des Rates der Stadt Dorsten wurde an an Marc Liebehenz erinnert. Die Stadt Dorsten widmete dem Verstorbenen folgenden Nachruf:

Mit den Angehörigen trauern Bürgerschaft, Rat und Verwaltung der Stadt Dorsten um Marc Liebehenz, der unerwartet im Alter von 48 Jahren verstorben ist.

Der gebürtige Dorstener engagierte sich früh in der Politik, zunächst bei den Jungen Liberalen, diente der Jugendorganisation der FDP, dann 13 Jahre lang dem Stadtverband als Vorsitzender, war Mitglied des Kreistags und trat für die Freidemokraten 2009 als Direktkandidat für den Bundestag an. In der Lokalpolitik engagierte Marc Liebehenz sich zunächst als sachkundiger Bürger, bevor er ab 2014 dann auch Mitglied des Rates der Stadt Dorsten war. Er gehörte dem Rat von 2014 bis 2019 an.

Sein politischer Schwerpunkt waren strukturelle Fragestellungen und Herausforderungen. Marc Liebehenz arbeitete unter anderem mit in den Ratskommissionen für öffentlichen Nahverkehr sowie für Haushaltskonsolidierung und interkommunale Zusammenarbeit, im Wirtschaftsausschuss und im Betriebsausschuss. Beruflich arbeitete der Volljurist als hauptamtlicher Dozent im Studieninstitut Emscher-Lippe, dem Aus- und Weiterbildungsinstitut des Kreises Recklinghausen für Kommunale Verwaltung.

Bürgermeister Tobias Stockhoff: „Marc Liebehenz gehörte zu den Menschen, die sich mit ebenso großer Leidenschaft wie stiller Selbstverständlichkeit für das Gemeinwohl einsetzen. Er stand immer bereit, wenn es galt, Verantwortung zu übernehmen. In den wirtschaftlich schwierigsten Jahren unserer Stadt hat er auch unpopuläre Entscheidungen mitgetragen. Seine sachliche Art, sein Humor und seine loyale Verlässlichkeit machten die Zusammenarbeit mit ihm sehr angenehm. Zugleich folgte er als Freier Demokrat einem klaren, liberalen Wertekompass und konnte in der Debatte auch pointiert kontroverse Positionen vertreten. Die Kommunalpolitik in Dorsten hat ihm viel zu verdanken. Sein viel zu früher und unerwarteter Tod berührt mich auch persönlich tief.“

Bürgerschaft, Rat und Verwaltung der Stadt Dorsten werden Marc Liebehenz in Dankbarkeit ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen, denen wir uns im Gebet und in Gedanken verbunden fühlen.

TC Deuten eröffnet am 4. Juli neuen Padel-Platz an der Birkenallee

Eine neue Sportart hält Einzug in Deuten: Am Samstag, 4. Juli, eröffnet der TC Deuten seinen neuen Padel-Platz an der Birkenallee. Für den Verein geht damit ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung. Gleichzeitig öffnet sich der Club für eine Sportart, die in Deutschland längst mehr ist als nur ein kurzfristiger Trend.

Padel gilt als eine der am stärksten wachsenden Rückschlagsportarten weltweit. Gespielt wird meist im Doppel auf einem kleineren Feld als beim Tennis. Der Platz ist von Glas- und Gitterwänden umgeben, die ähnlich wie beim Squash in das Spiel einbezogen werden dürfen. Dadurch entstehen lange Ballwechsel, schnelle Reaktionen und viele Spielsituationen, die auch Einsteigern rasch Erfolgserlebnisse ermöglichen. Die Zählweise ähnelt dem Tennis, gespielt wird jedoch mit speziellen Padelschlägern und druckreduzierten Bällen.

Padel Platz TC Deuten
Noch wird an der Deutener Birkenallee intensiv gebaut, doch schon in wenigen Tagen wird der idyllisch gelegene Padel-Court im Dorstener Norden fertiggestellt. Foto: Privat

Padel soll für viele zugänglich sein

Der Deutsche Olympische Sportbund hat Padel dem Deutschen Tennis Bund zugeordnet. In den vergangenen Jahren hat der Verband die Entwicklung der Sportart deutlich vorangetrieben. Dazu gehören unter anderem der Ausbau von Wettkämpfen, Turnieren, Ligen und Trainerausbildungen. Auch im Westfälischen Tennis-Verband spielt Padel inzwischen eine wachsende Rolle, weil viele Tennisvereine darin eine gute Möglichkeit sehen, neue Zielgruppen anzusprechen und bestehende Anlagen attraktiver zu machen.

Genau diesen Weg möchte auch der TC Deuten gehen. Der Verein setzt dabei bewusst nicht auf ein kommerzielles Modell, sondern auf eine Einbindung des neuen Platzes in das reguläre Vereinsleben. Wer für knapp 150 Euro Mitglied im Club an der Birkenallee wird, kann den Padel-Platz mit Flutlicht ganzjährig ohne weitere Gebühren nutzen. Für 50 Euro mehr ist zusätzlich die Nutzung der Tennisplätze an 365 Tagen im Jahr enthalten.

„Für uns kam eine kommerzielle Vermietung nie in Frage, auch wenn das derzeit finanziell sehr lukrativ wäre. Wir möchten Padel genau wie Tennis allen zugänglich machen, auch im Hinblick auf die Nachwuchsförderung“, sagt der Vorsitzende Jan-Henning Janowitz.

Try-Out-Training mit Padel-Profi

Zur offiziellen Eröffnung am 4. Juli erwartet der TC Deuten auch Bürgermeister Tobias Stockhoff, Sportkoordinator Michael Maiß und Vertreter des Stadtsportverbandes. Für Interessierte gibt es an diesem Tag die Möglichkeit, die neue Sportart direkt auszuprobieren. Ein Padel-Profi bietet zwei Stunden lang ein kostenloses Try-Out-Training an.

Auch abseits des Platzes soll die Eröffnung einen sommerlichen Rahmen bekommen. Ein Live-DJ sorgt für Musik, außerdem sind ein Food-Truck und Getränke vor Ort. Für die ersten sechs Monate bis zum Jahresende bietet der Verein zur Eröffnung zudem attraktive Schnuppertarife an.

Los geht es am Samstag, 4. Juli, um 17 Uhr auf der Anlage des TC Deuten an der Birkenallee.

Christina Honsel startet mit 1,94 Metern stark in die Freiluftsaison

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Christina Honsel hat ihre Freiluftsaison 2026 mit einem Ausrufezeichen eröffnet. Die Dorstener Hochspringerin meisterte beim Challenger-Meeting in Pierre-Bénite bei Lyon 1,94 Meter und feierte damit den besten Saison-Einstieg ihrer Karriere.

Für Christina Honsel war es ein Auftakt nach Maß. Die 28-jährige Hochspringerin vom TV Wattenscheid 01 übersprang am Samstag in Frankreich 1,94 Meter und setzte sich damit gleich zum Start der Freiluftsaison an die Spitze der deutschen Jahresbestenliste. Zugleich erfüllte sie mit dieser Höhe die EM-Norm für 2026.

Besonders wertvoll ist dieses Ergebnis, weil die Hallensaison für Honsel verletzungsbedingt vorzeitig beendet war. Für den Beginn der Freiluftsaison nahm sie sich deshalb bewusst mehr Zeit, um wieder vollständig fit in den Wettkampf einzusteigen. Diese Geduld zahlte sich nun eindrucksvoll aus.

Nervenstark über 1,94 Meter

Der Wettkampf in Pierre-Bénite verlangte Honsel durchaus Nervenstärke ab. Bei 1,85 Metern und später bei 1,91 Metern benötigte sie jeweils den dritten Versuch. Als die Latte anschließend auf 1,94 Meter gelegt wurde, war sie sofort da: Honsel meisterte die Höhe direkt im ersten Versuch.

Damit gewann sie den Wettbewerb vor der Französin Solène Gicquel, die 1,91 Meter übersprang, und der Slowenin Lia Apostolovski, die auf 1,88 Meter kam. Für Honsel war es nicht nur der Sieg, sondern auch ein klares Signal, dass sie nach der Verletzungspause wieder auf hohem Niveau angekommen ist.

Auf Instagram ordnete sie das Ergebnis entsprechend ein. Die vergangenen Monate seien nicht immer einfach gewesen, schrieb sie sinngemäß. Umso wertvoller sei dieses Resultat. Es habe sich gelohnt, zu warten und dem Körper Zeit zu geben.

Dorstenerin bleibt in der deutschen Spitze

Für Dorsten ist Christina Honsel längst mehr als eine erfolgreiche Leichtathletin. Die gebürtige Dorstenerin begann ihren sportlichen Weg bei der LG Dorsten und entwickelte sich Schritt für Schritt zu einer der besten deutschen Hochspringerinnen. Schon 2015 wurde sie im Trikot der LG Dorsten Deutsche Jugendmeisterin. Heute startet sie für den TV Wattenscheid 01, der Heimatbezug ist aber geblieben.

Im vergangenen Jahr hatte Honsel ihre Erfolgsgeschichte eindrucksvoll fortgeschrieben. Nach dem deutschen Meistertitel sprang sie in Heilbronn erstmals über die magische Marke von 2,00 Metern. Auch international machte sie 2025 weiter auf sich aufmerksam, unter anderem mit ihrem ersten Sieg in der Diamond League.

Der gelungene Auftakt in Frankreich zeigt nun: Christina Honsel hat auch 2026 wieder viel vor. Dass sie direkt im ersten Freiluft-Wettkampf die EM-Norm erfüllt, dürfte ihr für die kommenden Wochen zusätzlichen Rückenwind geben.

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