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Bierbörse Dorsten zieht erstmals nach Fürst Leopold

Die Dorstener Bierbörse bekommt 2026 eine neue Kulisse. Vom 14. bis 16. August wird das Zechengelände Fürst Leopold zum großen Treffpunkt für Bierfreunde, Musikfans und Genießer. Rund 600 Biersorten aus aller Welt stehen zur Auswahl.

Die Dorstener Bierbörse zieht um. Nach vielen Jahren in der Innenstadt findet die Veranstaltung 2026 erstmals auf dem Zechengelände Fürst Leopold statt. Von Freitag, 14. August, bis Sonntag, 16. August, verwandelt sich das Areal in Hervest täglich von 15 bis 23 Uhr in einen großen Biergarten mit internationaler Auswahl, Musikprogramm und kulinarischen Angeboten.

Es ist bereits die 15. Dorstener Bierbörse. Vor 17 Jahren begann die Veranstaltung, zwei Ausgaben fielen wegen der Corona-Pandemie aus. Neu ist in diesem Jahr nicht die Bierbörse selbst, sondern ihr Standort. Der Wechsel auf das Zechengelände hat vor allem organisatorische Gründe. In der Innenstadt waren durch neue bauliche Vorgaben, unter anderem bei Aufstellflächen für die Feuerwehr, die Spielräume enger geworden. Auf Fürst Leopold ist mehr Platz.

Veranstalterin Heike Hein und ihr Mitarbeiter Yunas Kaynak erhielten bei der Planung willkommene Unterstützung von Hans Schuster von Nightaffairs Events & more. Das Unternehmen hat sein Büro ebenfalls auf dem Leopold-Gelände und kennt die Abläufe vor Ort.

18 Bierstände, Wein, Cocktails und Imbiss

Insgesamt sind 18 Bierstände, ein Weinstand, ein Cocktailstand und neun Imbissstände geplant. Das Angebot umfasst rund 600 verschiedene Biersorten aus aller Welt. Neu dabei ist unter anderem Bier aus Litauen von der traditionsreichen Brauerei Rinkuškiai. Außerdem kommen Biere aus Sprockhövel nach Dorsten. Auch Astra gehört in diesem Jahr zum Angebot. Natürlich sind auch alkoholfreie Biere und Erfrischungsgetränke wieder zu haben.

Zum ersten Mal gibt es bei der Dorstener Bierbörse zudem einen Weinstand. Organisiert wird er von Nightaffairs Events & more. Der polnische Imbiss ist zum zweiten Mal dabei. Im vergangenen Jahr war dieses Angebot bei den Besuchern gut angekommen.

Die Bierpreise bleiben nach Angaben von Veranstalterin Heike Hein auf dem Niveau des Vorjahres. Ausgeschenkt wird weiterhin in Gläsern. Das soll nicht nur dem Geschmack dienen, sondern auch zur Atmosphäre passen. Beim Geschirr setzen die Veranstalter außerdem auf Mehrweg, um Müll zu vermeiden.

Fassanstich am Freitag mit Bürgermeister und Volksbank

Offiziell eröffnet wird die Bierbörse am Freitag, 14. August, um 15 Uhr mit dem Fassanstich. Geplant ist der traditionelle Auftakt mit Bürgermeister Tobias Stockhoff und einem Vertreter des Vorstandes der Vereinten Volksbank. Im vergangenen Jahr war Ingo Hinzmann für die Volksbank beim Fassanstich dabei. Die Vereinte Volksbank ist auch 2026 wieder Hauptsponsor der Veranstaltung.

Bürgermeister Stockhoff und Vereinte Volksbank-Vorstand Ingo Hinzmann beim Fassanstich 2025. Foto: Archiv / Christian Haug

Schon 2025 hatte Bürgermeister Stockhoff betont, dass es bei der Bierbörse nicht allein um das Bier gehe, sondern vor allem um das Zusammenkommen. Dieser Gedanke soll auch auf Fürst Leopold fortgeführt werden. Das Zechengelände bietet dafür eine besondere Kulisse zwischen Industriekultur, Gastronomie und Musik.

Musik am Kesselhaus und Party in der Galerie

Die Bühne steht am Kesselhaus. Am Freitag treten darauf vier Bands auf, am Samstag sind fünf Bands geplant. Der Sonntag gehört den Nachwuchsmusikern. Damit soll die Bierbörse auch jungen Talenten eine Bühne bieten.

Nach dem offiziellen Programm geht es am Freitag noch weiter. In der Galerie der Traumfänger ist eine Anschlussparty mit Peter Suttrop geplant. Auch die Gastronomie auf dem Zechengelände hat während der Bierbörse regulär geöffnet.

Foto: Borgwardt

Bierbrot von Imping und neues Kapitel für TiBi

Auch lokale Partner bringen sich in die Bierbörse ein. Die Bäckerei Imping stellt erstmals ein passendes Bierbrot vor. Der Verkauf soll bereits vier Wochen vor der Veranstaltung beginnen und bis zur Bierbörse laufen. „Wenn es gut ankommt, vielleicht auch danach noch“, sagt Julia Imping. Für den Teig wird echtes Bier verwendet, um den Geschmack zu erzeugen.

„Bei der Form sind wir noch in der Abstimmung“, erzählen Julia und Christoph Imping. Damit bekommt die Bierbörse schon vor dem eigentlichen Veranstaltungswochenende einen kulinarischen Vorboten.

In den vergangenen Jahren war die Bierbörse ein beliebter Treffpunkt in Dorsten. Foto: Archiv / Petra Bosse

Auch bei der Dorstener Nachwuchsbrauerei TiBi gibt es Neuigkeiten. Heinz-Bernd Töns vom Vinylcafé ist in die TiBi-Brauerei eingestiegen, nachdem einer der beiden Gründer, Corvin Biesterfeldt, wegen seines Studiums ausgestiegen ist. Johann Tietz macht hingegen weiter. Da er im Vinylcafé arbeitet, entstand der Kontakt zu Töns. Für die Bierbörse werden rund 1500 Liter gebraut. Ein Teil davon wird auch für das Bierbrot verwendet.

Rund um das Vinylcafé und gegenüber des Tisa-Archives soll eine gemütliche Atmosphäre entstehen. Dazu werden der Innenhof und die Fläche vor dem Vinylcafé einbezogen.

Bergbauverein öffnet Maschinenhalle

Das Zechengelände bringt weitere Angebote mit sich. Der Bergbauverein öffnet während der Bierbörse die Maschinenhalle. Besucher können den historischen Ort besichtigen und damit den Besuch der Bierbörse mit einem Blick in die Dorstener Bergbaugeschichte verbinden.

Zusätzlich findet am Wochenende in der Kaue eine Modellbaubörse statt. Damit wird Fürst Leopold an den drei Tagen nicht nur zum Treffpunkt für Bierfreunde, sondern auch für Besucher, die das Gelände, die Geschichte und weitere Angebote erleben möchten.

Shuttlebusse und Fahrradparkplätze

Für die Anreise sind Shuttlebusse vorgesehen. Sie verkehren vom CreativQuartier zum Bahnhof Dorsten von 17 Uhr bis etwa 1 Uhr nach Bedarf. Außerdem werden Fahrradparkplätze ausgewiesen.

Die Veranstalter hoffen, dass viele Besucher das neue Gelände annehmen. Die Premiere auf Fürst Leopold soll zeigen, dass die Bierbörse auch außerhalb der Innenstadt ihren Charakter behalten kann: als Treffpunkt, Probiermeile und Sommerveranstaltung mit viel Dorstener Atmosphäre.

Heute im Lippetal: Big Band der Bundeswehr eröffnet den Dorstener Kultursommer

Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. „Wir hoffen auf gutes Wetter, damit die Menschen dieses außergewöhnliche Musikereignis voll genießen können“, sagte Dr. Anne Täubert, stellvertretende Bereichsleiterin Kommunikation bei der Vereinten Volksbank, am Montag mit Blick auf den großen Konzertabend im Lippetal.

Am heutigen Dienstag, 16. Juni 2026, ist es so weit: Die Big Band der Bundeswehr spielt erstmals in Dorsten. Das Open-Air-Konzert auf der Frei- und Parkfläche im Lippetal eröffnet den Dorstener Kultursommer 2026 und gehört zugleich zum Programm rund um das Stadtjubiläum 775 Jahre Dorsten. Beginn ist um 20 Uhr, geplant ist ein rund zweieinhalbstündiger Abend bis etwa 22.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Ein besonderer Auftakt für den Kultursommer

Mit dem Konzert startet der Dorstener Kultursommer in seine 10. Auflage. Die Sommerreihe wird von der Vereinten Volksbank unterstützt und von der Stadtagentur Dorsten organisiert. Zum Auftakt setzt Dorsten in diesem Jahr bewusst auf ein großes Musikereignis unter freiem Himmel.

Die Big Band der Bundeswehr bringt dafür nicht nur Musik, sondern eine komplette Showproduktion mit ins Lippetal. Tourmanager Stabshauptmann Johannes M. Langendorf hatte bei der Vorstellung des Konzerts deutlich gemacht, welche Dimension hinter dem Auftritt steckt: Vier Sattelschlepper, ein Tourbus, rund 70 Personen, 25 Musiker sowie drei Sänger reisen an. Die mobile Bühne ist 18 Meter breit, zwölf Meter tief und zehn Meter hoch.

Der Marktplatz war für diese Dimension schlicht zu klein. Deshalb fiel die Wahl auf die große Fläche im Lippetal. Dort soll am Abend aus dem Parkplatz eine Open-Air-Bühne für rund 2.000 Besucher werden.

Big Band der Bundeswehr
Das Saxophon gehört zur Big Band einfach dazu. Foto: Peter Zylajew

Keine Marschmusik, sondern Swing, Pop und Show

Wer bei Bundeswehrmusik zuerst an Märsche denkt, wird heute Abend eines Besseren belehrt. Die Big Band der Bundeswehr steht seit mehr als fünf Jahrzehnten für moderne Unterhaltungsmusik, klassischen Big-Band-Sound, Swing, Pop und große Bühnenmomente.

„Keine Marschmusik“, hatte Langendorf bei der Pressekonferenz betont. Das Programm wird eigens zusammengestellt und bewegt sich zwischen bekannten Klassikern, Popmusik und kraftvollen Big-Band-Arrangements. Unter der Leitung von Bandleader Oberstleutnant Tobias Terhardt verbindet das Ensemble musikalische Präzision mit Spielfreude und Show.

Langendorf beschreibt die Formation als „musikalische Visitenkarte der Bundesrepublik Deutschland“. Die Big Band tritt regelmäßig bei offiziellen Anlässen, Benefizkonzerten, Open-Air-Veranstaltungen und internationalen Terminen auf. In Dorsten steht sie nun erstmals auf der Bühne.

Big Band der Bundeswehr
Foto: Andreas Bachmann

Spenden für das Ehrenamt in Dorsten

Der Konzertabend passt auch deshalb gut ins Stadtjubiläum, weil er nicht nur unterhalten, sondern auch etwas bewirken soll. Die Musiker der Big Band treten ohne Gage auf. Statt Eintritt zu nehmen, bitten die Veranstalter vor Ort um Spenden für ehrenamtliches Engagement in Dorsten.

Die Vereinte Volksbank übernimmt die technische Infrastruktur vor Ort und will darüber hinaus ebenfalls etwas zur Spendensumme beitragen. Damit wird der Abend nicht nur ein musikalischer Höhepunkt, sondern auch ein Zeichen der Wertschätzung für Vereine, Initiativen und Menschen, die sich in Dorsten engagieren.

Big Band der Bundeswehr
Die Musiker vor ihrem Bühnenlaster. Foto: Andreas Bachmann

Anreise möglichst ohne Auto

Da die Parkmöglichkeiten im Umfeld des Lippetals begrenzt sind, empfiehlt sich die Anreise zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem öffentlichen Nahverkehr. Das Konzert ist als unbestuhltes Open-Air-Format geplant. Stühle und Tische sind nicht vorgesehen.

Besucher sollten sich also auf einen klassischen Konzertabend im Stehen einstellen. Dafür erwartet sie eine große Bühne, eine aufwendige Lichtshow und der besondere Reiz eines Sommerabends unter freiem Himmel.

Lippetal-Fläche ist vorbereitet

Auch der Veranstaltungsort wurde rechtzeitig fit gemacht. Die Frei- und Parkfläche im Lippetal wurde vom Kommunalen Servicebetrieb Dorsten vor wenigen Tagen begradigt und gewalzt. Die Arbeiten waren früher abgeschlossen als geplant. Damit steht die Fläche für den heutigen Konzertabend uneingeschränkt zur Verfügung.

Für Dorsten ist das Konzert einer der größeren Musiktermine im Jubiläumsjahr. Es verbindet Big-Band-Sound, Open-Air-Atmosphäre, Stadtjubiläum und den Auftakt des Kultursommers. Wenn das Wetter mitspielt, dürfte das Lippetal am Abend zu einem der stimmungsvollsten Orte der Stadt werden.

Weitere Termine des Kultursommers

Nach dem Auftakt im Lippetal zieht der Dorstener Kultursommer weiter. Am Samstag, 11. Juli, ist Barkenberg Gastgeber der Sommerreihe. Am Samstag, 18. Juli, folgt ein Kultursommer-Fest in Östrich, organisiert von der Arbeitsgruppe Östrich des Heimatvereins Gahlen in Kooperation mit dem Östricher Bürgerforum.

Der erste Abend aber gehört der Big Band der Bundeswehr. Beginn im Lippetal ist heute um 20 Uhr.

Selbsthilfegruppe „Atemlos und Lebensfroh“ lädt zu Vortrag und erstem Treffen ein

Die Selbsthilfegruppe „Atemlos und Lebensfroh“ hat in dieser Woche gleich zwei wichtige Termine. Am Dienstag steht zunächst ein Fachvortrag in Marl auf dem Programm. Am Donnerstag folgt dann das erste Treffen der Gruppe in Dorsten-Östrich.

Los geht es mit einem Fachvortrag.

Vortrag zur Langzeitsauerstofftherapie

Im Rahmen der Kooperation mit dem Lungenkrebszentrum Westfalen lädt die Selbsthilfegruppe am Dienstag, 16. Juni 2026, zu einem Vortrag über das Thema „Langzeitsauerstofftherapie, aktueller Stand“ ein. Beginn ist um 16 Uhr in der Kapelle der Paracelsus-Klinik in Marl, Lipper Weg 11.

Referent ist Dr. Jens Geiseler, Chefarzt der Medizinischen Klinik IV für Pneumologie, Beatmungs- und Schlafmedizin. Er informiert über den aktuellen Stand der Langzeitsauerstofftherapie und steht damit für ein Thema, das für viele Betroffene und Angehörige im Alltag eine große Bedeutung hat.

Eingeladen sind alle Interessierten sowie Angehörige. Die Teilnahme bietet die Möglichkeit, sich fachlich fundiert zu informieren und offene Fragen rund um die Therapieform besser einordnen zu können.

Erstes Treffen in Dorsten-Östrich

Nur zwei Tage später, am Donnerstag, 18. Juni 2026, findet das erste Treffen der Selbsthilfegruppe „Atemlos und Lebensfroh“ statt. Treffpunkt ist von 16 bis 18 Uhr das Haus Schult an der Gahlener Straße 333 in Dorsten-Östrich.

Die Gruppe richtet sich an Menschen mit Atemwegs- und Lungenerkrankungen sowie an Angehörige. Im Mittelpunkt stehen Austausch, gegenseitige Unterstützung und Informationen, die Betroffenen im Alltag helfen können. Gruppenleiter Heinz Stockhoff lädt Interessierte herzlich ein, unverbindlich vorbeizuschauen.

Weitere Informationen gibt es bei der Selbsthilfegruppe „Atemlos und Lebensfroh“ unter Telefon 02369 76521 sowie per E-Mail an [email protected] oder atemlos-und-lebensfroh@selbsthilfegruppen-kreis-recklinghausen.de.

Vereinte Volksbank beweist wirtschaftliche Stärke und investiert in die Zukunft

Die eigene positive wirtschaftliche Entwicklung, bedeutende Investitionen in die Zukunft sowie Ehrungen und Wahlen prägten die Vertreterversammlung der Vereinten Volksbank am Montagabend. Auf dem Gelände des Dorstener Standorts der AGRAVIS Kraftfutterwerke Münsterland informierten sich die 300 Mitgliedervertreter und Gäste unter anderem über den Umbau der Hauptstelle der Volksbank zum Regionalmarktzentrum der Zukunft, das weiter wachsende Geschäft mit Mitgliedern und Kunden sowie die gesamten Förderaktivitäten in der Region.

Zu Beginn der Vertreterversammlung wurden Günter Hessing und Frank Schmidt für 25 Jahre Mitarbeit im Aufsichtsrat der Vereinten Volksbank geehrt. Aufsichtsratsvorsitzender Dirk Richter dankte ihnen für das engagierte Miteinander im Kontrollgremium und freute sich auf weitere gemeinsame Jahre. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurden neben den beiden Geehrten auch Kathrin Gödecke und Jörg Umberg zur Wiederwahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagen. Diese erfolgten jeweils einstimmig und ohne Enthaltungen.

Klares Bekenntnis zur Region

Ein klares Bekenntnis zur Zukunft und zu den Menschen in der Region stellte Ingo Hinzmann im Bericht des Vorstands in den Vordergrund. Unter dem Motto „Wir. Wirkt.“ machte er deutlich, dass sowohl Mitglieder, Kundinnen und Kunden als auch die lokale Wirtschaft und die gesamte Region von den Finanzdienstleistungen und Investitionen der Volksbank profitieren.

Hauptstelle bereitet sich für die Zukunft vor

So wird aktuell die Hauptstelle in Dorsten zum Regionalmarktzentrum der Zukunft umgebaut. Gründe dafür sind vor allem das veränderte Verhalten und die veränderten Bedürfnisse der Mitglieder, Kundinnen und Kunden: Eine sehr große Mehrheit kommt für wichtige Gespräche in ihre Bank – und nicht mehr für alltägliche Bankgeschäfte. Letztere werden heutzutage meist online erledigt, häufig per App. Entsprechend soll dann der wichtige Besuch in der Bank selbst zum Erlebnis werden: vom Empfang über die genossenschaftliche Beratung bis zum Möglichmachen von Wünschen und Zielen.

Mit der Fertigstellung des Bauprojekts in Dorsten wird in rund fünf Monaten gerechnet. Das Regionalmarktzentren in Bottrop soll als Nächstes folgen.

Abgeschlossen sind die Investitionen in die Bargeldversorgung vor Ort bei gleichzeitiger Verbesserung der Sicherheit an den SB-Standorten in Hervest-Dorsten und Dorsten-Hervest sowie im Bottroper Eigen und Eigen-Nord. Weitere Standorte für SB-Pavillons zur Bargeldversorgung sind in Prüfung bzw. Planung.

Foto: Vereinte Volksbank

Wirtschaftliche Stärke

Wenn man die Zukunft gestalten wolle, brauche man wirtschaftliche Stärke, sagte Ingo Hinzmann weiter. Die guten Zahlen des vergangenen Jahres zeigten, dass die Vereinte Volksbank hier weiter auf einem guten Weg seien. So wuchs das Gesamtvolumen aller Kundengeschäfte auf jetzt 4,4 Milliarden Euro. Die Bilanzsumme liegt mit fast zwei Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Die Zahl der Mitglieder bleibt weiterhin über 34.000.

„Wir werden unsere Aktivitäten für unsere Mitglieder und die, die es werden wollen, weiter ausbauen“, berichtete der Vorstand: „Im Fokus steht dabei insbesondere unsere Mitgliederakademie. Sie wird Finanzwissen vermitteln sowie Infotainment und Netzwerkaufbau anbieten.“

Betreut und beraten werden die rund 70.000 Kundinnen und Kunden der Vereinten Volksbank von 275 Mitarbeitenden, darunter 19 Auszubildende: „Sie alle haben dazu beigetragen, dass die Kundeneinlagen zum Stichtag 31. Dezember 1,43 Milliarden Euro und die Kundenkredite 1,38 Milliarden Euro erreicht haben.“

Gesellschaftliches Engagement

Bedeutend ist auch das gesellschaftliche Engagement der Vereinten Volksbank. Neben zahlreichen Ehrenämtern, die von vielen Mitarbeitenden wahrgenommen werden, wurden fast 300 Projekte von Vereinen und bürgerschaftlich engagierten Organisationen in der Region unterstützt. Damit flossen rund 350.000 Euro an Spenden- und Sponsoringgeldern. „Dabei legen wir alle besonderen Wert auf Gemeinschaft und natürlich Nachhaltigkeit – sowohl im ökologischen Sinne als auch sozial und ökonomisch“, so der Vorstand: „Man sieht, dass das Wir auch hier wirkt.“

Vorstandsmitglied Martin Wissing informierte die Vertreterversammlung anschließend darüber, dass die Dividende von drei Prozent am 19. Juni ausgezahlt werde. Die VR-MitgliederBonus-Zahlungen von insgesamt 485.000 Euro folgen am 23. Juni. Insgesamt beläuft sich die Ausschüttung an die Mitglieder auf 895.000 Euro und damit im Schnitt auf 6,51 Prozent auf die Mitgliedschaftsguthaben. Die Vertreterversammlung unterstützte diese Gewinnverwendung einstimmig und ohne Enthaltung. Mit dem gleichen Ergebnis erfolgte auch die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat.

Dorsten zeigt Gärten: Einblicke in grüne Oasen und gelebte Nachbarschaft

Bei der diesjährigen Aktion „Dorsten zeigt Gärten“ öffneten insgesamt 16 Gartenbesitzer ihre Tore für interessierte Besucher. Die Veranstaltung bot zahlreiche Einblicke in liebevoll gestaltete Grünanlagen und zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig Gartenkultur in Dorsten sein kann. Neben prachtvollen Blumenbeeten und kreativen Gestaltungsideen standen auch Begegnungen und Gespräche im Mittelpunkt.

Garten, Café und kleiner Markt bei Jutta Kleine-Vorholt

Eine der Stationen war der Garten von Jutta Kleine-Vorholt. Ihre grüne Oase dient nicht nur als privater Rückzugsort, sondern gleichzeitig auch als Café und Kiosk. Für die Veranstaltung hatte sie zusätzlich einen kleinen Markt aufgebaut, auf dem verschiedene Garten- und Dekorationsartikel angeboten wurden.

Dorsten zeigt Gärten
Markt von Tante Guste. Foto: Emily Flade

Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, durch den Garten zu schlendern, sich inspirieren zu lassen und in gemütlicher Atmosphäre eine kleine Pause einzulegen. Die Kombination aus Garten, Café und Markt sorgte für ein besonderes Ambiente.

Leidenschaft fürs Gärtnern und gelebte Gemeinschaft

Ebenfalls ihre Gartentore geöffnet hatte Sally, die vielen als „Sallys Welt“ bekannt ist. Besonders ins Auge fiel den Besuchern der idyllische Teich im Vorgarten. Sally beschreibt ihren Garten selbst als ihre große Leidenschaft und beteiligt sich bereits seit mehreren Jahren an der Aktion. Ein Highlight ihres Grundstücks ist das Gewächshaus, das dem Garten einen ganz besonderen Charme verleiht und die Begeisterung für das Gärtnern widerspiegelt.

Dorsten zeigt Gärten
Sally Vorgarten. Foto: Emily flade

Zu den langjährigen Teilnehmern gehören auch Gabi Steinnus und Manfred Lampen, die von Beginn an bei „Dorsten zeigt Gärten“ dabei sind. Gemeinsam mit ihren Nachbarn hatten sie für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm gesorgt. Bei Kaffee, Kuchen und musikalischer Unterhaltung konnten die Besucher den liebevoll gepflegten Garten genießen. Die harmonische Atmosphäre machte den Besuch zu einem besonderen Erlebnis.

Versteckte Wohlfühlecken bei Familie Jansen

Ein weiterer Besuchermagnet war Familie Jansen. Mit viel Liebe zum Detail wurde hier eine grüne Wohlfühloase geschaffen. Besonders beeindruckend wirkte eine große, alte Kiefer, die dem Garten einen einzigartigen Charakter verleiht.

In einer versteckten Ecke des Gartens hatte ein Teil der Familie eine kleine Kuchenverkaufsecke eingerichtet. Liebevoll dekoriert und gemütlich gestaltet, lud sie die zahlreichen Gäste zum Verweilen ein. Der Garten war den gesamten Tag über sehr gut besucht und zeigte eindrucksvoll, wie viel Herzblut die Familie in die Gestaltung ihres Grundstücks steckt.

Mit zahlreichen Besuchern, kreativen Ideen und viel persönlichem Engagement war „Dorsten zeigt Gärten“ auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, wie vielfältig die Gartenlandschaft in Dorsten ist und wie wichtig solche Aktionen für den Austausch und das Miteinander in der Stadt sind.

Anonymer Spender: 10.000 Euro für Kinder- und Jugendarbeit in Dorsten

Eine private Spende in Höhe von 10.000 Euro kommt in Dorsten direkt Kindern und Jugendlichen zugute. Ein Dorstener Bürger, der namentlich nicht in Erscheinung treten möchte, hat den Betrag über den Verein „Dorsten dankt Dir“ zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung wurden vier Projekte ausgewählt, die jeweils 2.500 Euro erhalten.

Bürgermeister Tobias Stockhoff dankte dem Spender persönlich sowie im Namen von Bürgerschaft, Rat und Verwaltung. „Als Gesellschaft können wir natürlich einen Rahmen schaffen, in dem Kinder und Jugendliche aufwachsen und Gemeinschaft erleben. Es ist aber vielfach privates Engagement notwendig, um das Gute noch besser zu machen“, sagte Stockhoff.

Sport-Rollstühle für den FC Rot-Weiß Dorsten

Der FC Rot-Weiß Dorsten hat mit seinem Anteil zwei spezielle Sport-Rollstühle angeschafft. Damit können körperlich eingeschränkte Kinder und Jugendliche in der Halle Fußball spielen. Heiko Raffel, beim Verein Beauftragter für Inklusion, sieht darin einen wichtigen Schritt für mehr Teilhabe im Sport.

„Als Verein wollen wir Sport für alle anbieten, auch für Menschen mit Einschränkungen“, sagte Raffel. Inzwischen habe Rot-Weiß Dorsten, auch in Kooperation mit der Lebenshilfe, verschiedene inklusive Angebote aufgebaut. „Es ist toll, dass wir nun unsere Rollstuhl-Kindergruppe mit zunächst zwei Sport-Rollis ausstatten konnten.“ Vorgestellt werden soll das Angebot beim Inklusionstag im September auf dem Jahn-Sportplatz.

Bei der Vorstellung des Projekts gab es zudem eine weitere gute Nachricht: Der Spender sagte spontan zu, mit Unterstützung von Bekannten noch einen dritten Sportrollstuhl zu finanzieren.

KettCars bringen Bewegung ins LEO

Auch das Soziokulturelle Zentrum „Das LEO“ in Hervest profitiert von der Spende. Dort wurde der Fuhrpark um stabile KettCars der Marke Berg erweitert. Für Leiterin Swantje Bärenfänger ist das weit mehr als ein neues Spielangebot.

„Es gibt viele Kinder, die so etwas zu Hause nicht nutzen können“, erklärte sie. Die neuen Fahrzeuge kämen bei Besuchern von sechs bis über 18 Jahren gut an. „Seit wir die neuen KettCars haben, sitzen die Kinder kaum noch drinnen am Handy, sondern spielen draußen, fahren Rennen.“ Ganz nebenbei lernten die Kinder, die Fahrzeuge zu teilen, sich abzusprechen und sich abzuwechseln.

Von den Kindern und Jugendlichen ließ Bärenfänger ausrichten, dass sie sich von ganzem Herzen für den neuen Freizeit- und Bewegungsspaß bedanken.

Hilfe für Ferienangebote benachteiligter Kinder

Weitere 2.500 Euro erhält die Kinderferienstiftung Dorsten. Sie unterstützt seit 1979 benachteiligte Familien, damit deren Kinder an Ferienmaßnahmen und Freizeiten teilnehmen können. Dazu gehört beispielsweise der beliebte Ferienzirkus Soluna der Jugendzentren „Das LEO“ und „Treffpunkt Altstadt“.

Rund 150 Kinder profitieren jährlich von der Unterstützung, erklärte Luca Sörries vom Jugendamt der Stadt Dorsten. Das Jugendamt führt die Geschäfte der von Manfred Przybylski gegründeten Stiftung treuhänderisch. Gerade in Zeiten niedriger Zinserträge sei die Spende eine wichtige Hilfe. „Die Spende ist eine tolle Hilfe für benachteiligte Familien“, sagte Sörries.

Arbeitskreis Jugend fördert Projekte in Dorsten

Der vierte Teilbetrag geht an den Arbeitskreis Jugend. Der AKJ wurde 1974 als Nachfolger des ehemaligen Stadtjugendrings gegründet und setzte sich anfangs vor allem dafür ein, die Situation der Jugendarbeit in Dorsten zu verbessern. Auch der Bau des Treffpunkt Altstadt am heutigen Standort wurde maßgeblich vom Arbeitskreis Jugend mitgeprägt.

Seit 2012 arbeitet der AKJ als reiner Förderverein. Im Vorstand werden Zuschüsse an Jugendprojekte beraten und bewilligt. Im vergangenen Jahr unterstützte der Verein nach Angaben von Vorstandsmitglied Dietmar Gayk rund 25 Projekte aus den Bereichen Sport, Demokratie, Natur und Kultur mit insgesamt 28.000 Euro. Außerdem organisiert der Arbeitskreis Jugend in Kooperation mit der Stadt Dorsten den Täter-Opfer-Ausgleich nach Straftaten von Jugendlichen.

Puzzleteile als Symbol für Zusammenarbeit

Bei der Übergabe wurden die vier Einzelsummen symbolisch durch Puzzleteile dargestellt. Für Bürgermeister Stockhoff passte dieses Bild besonders gut. „Über diese außergewöhnliche private Spende können wir gemeinsam nur dankbar sein. Das Geld ermöglicht besondere Angebote, von denen Kinder und Jugendliche in ihrer Lebenswirklichkeit unmittelbar profitieren“, sagte er.

Gleichzeitig habe die Übergabe gezeigt, wie gut die Dorstener Akteure miteinander vernetzt seien. Im Gespräch seien sofort Gemeinsamkeiten und mögliche Kooperationen ausgelotet worden. „Dieses Netzwerken ist typisch für das Dorstener Ehrenamt: Einzelteile fügen sich zu etwas Größerem zusammen. Dieses Zusammenspiel macht unsere Vereine und Initiativen so stark.“

Spenden über „Dorsten dankt Dir“ möglich

Wer gemeinnützige Initiativen und Anliegen in Dorsten unterstützen möchte, kann über den Verein „Dorsten dankt Dir“ spenden. Die Spenden können bestimmten Themen zugeordnet werden, etwa Kinder und Jugend, Sport, Natur und Umweltschutz oder Bildung und Schule. Die Geschäfte des Vereins führt die Stadtverwaltung Dorsten. Fördermittel werden auf Antrag vergeben. Über die Anträge entscheidet ein ehrenamtlicher Beirat mit Vertretern aus allen elf Stadtteilen. Neben Einmalspenden sind auch dauerhafte Fördermitgliedschaften möglich.

Weitere Informationen gibt es unter www.dorsten-dankt-dir.de.

ExtraSchicht 2026 auf Fürst Leopold in Dorsten: Programm mit Musik, Artistik und Feuerwerk

Wenn das Ruhrgebiet am Samstag, 27. Juni 2026, wieder zur großen Bühne der Industriekultur wird, ist auch Dorsten dabei. Das CreativQuartier Fürst Leopold beteiligt sich erneut an der ExtraSchicht. Unter dem Motto „Licht am Schacht – Fürst Leopold leuchtet“ verwandeln sich Kaue, Maschinenhalle, Galerie der Traumfänger, Vinylcafé Schwarzes Gold und das Außengelände ab 18 Uhr in einen lebendigen Kulturort mit Musik, Tanz, Artistik, Fotografie, Dampfmaschine, Foodtrucks und Feuerwerk.

Die ExtraSchicht gehört zu den bekanntesten Kulturformaten im Ruhrgebiet. In diesem Jahr sind 18 Städte und 40 Spielorte beteiligt. In Dorsten steht dabei erneut das ehemalige Zechengelände Fürst Leopold im Mittelpunkt. Wo früher Kohle gefördert wurde, treffen heute Industriekultur, Kreativszene, Gastronomie und Live-Programm aufeinander.

Mehrere tausend Besucher erwartet

Veranstalterin Vanessa Tempelmann, Vorsitzende der Ruhrstadt Stiftung und Betreiberin des CreativQuartiers, freut sich auf einen lebendigen Abend auf Leopold. In den vergangenen Jahren seien zur ExtraSchicht auf dem ehemaligen Zechengelände stets mehrere tausend Besucher gekommen. Auch 2026 hofft sie wieder auf „reges Treiben“ zwischen Kaue, Maschinenhalle, Vinylcafé und Außengelände.

Ein besonderer Höhepunkt bleibt das Feuerwerk am Förderturm. „Das Feuerwerk ist immer ein großer Höhepunkt des Abends“, sagte Tempelmann bei der Vorstellung des Programms.

Freuen sich auf die Extraschicht: Heinz Beer (Bergbauverein), Dr. Anne Täubert (Vereinte Volksbank), Vanessa Tempelmann (CreativQuartier) und Heinz Bernd Töns (VinylCafé). Foto: Borgwardt

Neue Shows statt Lasershow

Im Vergleich zum Vorjahr gibt es einige Veränderungen im Programm. Eine Lasershow ist in diesem Jahr nicht vorgesehen. Dafür rücken neue Showelemente in den Mittelpunkt. Die Show von Birgit Mühlram ist neu im Programm und später am Abend angesetzt. Die Artistin zeigt Tanz und Vertikalseil-Artistik in der Kaue.

Neu dabei ist auch die Gravity Drumshow in der Galerie der Traumfänger. Sie verbindet kraftvolle Percussion mit einer energiegeladenen Bühnenpräsenz und ist gleich zweimal am Abend zu sehen.

Einen weiteren Schwerpunkt setzt die Tanzshow „Die vier Elemente“. Geleitet wird sie von Sebastian Spahn. Die Show ist um 18 Uhr und um 21 Uhr in der Kaue geplant und nimmt das Publikum mit in eine tänzerische Auseinandersetzung mit Feuer, Wasser, Erde und Luft.

Dampfmaschine und Live-Musik in der Maschinenhalle

In der Maschinenhalle verbindet sich die ExtraSchicht besonders eng mit der Bergbaugeschichte des Standortes. Heinz Beer, Geschäftsführer des Bergbauvereins, freut sich darauf, die historische Dampfmaschine wieder in Aktion präsentieren zu können. „Wir können die Dampfmaschine in Bewegung zeigen“, sagte Beer.

Auch musikalisch setzt die Maschinenhalle auf eine Mischung aus Wiedersehen und besonderem Sound. Den Auftakt macht Akra Boa. Die Band habe sich mit ihrem ungewöhnlichen Uriah-Heep-Sound, Rock und Querflöte, inzwischen „schon eine eigene Fangemeinde erspielt“, sagte Beer.

Danach folgt FraPee. Die Band ist bereits zum dritten Mal bei der ExtraSchicht auf Leopold dabei. „FraPee hat zum dritten Mal zugesagt. Ihnen gefällt die Location in der Maschinenhalle vor dem Leopold-Regal außerordentlich gut“, so Beer.

Bühne frei für Talente aus der Region

Auch das Vinylcafé Schwarzes Gold ist wieder fest ins Programm eingebunden. Dort beginnt der Abend mit einer Open Stage. Heinz Bernd Töns vom Vinylcafé versteht das Format bewusst niedrigschwellig. „Auf der Open Stage können Talente aus der Region zwanglos zeigen, was sie können“, sagte Töns.

Später übernimmt die Kölner Band Sickpack, die in diesem Jahr anstelle der Steel Roses auftritt. Zum späten Abend folgt Lippegold mit Coverrock.

Auch das Restaurant Mezzomar bringt sich in das Programm ein und hat an diesem Abend eine eigene Sängerin vor Ort.

Fotografie, Musical und Erlebnisangebote

Neben Musik und Show gehören auch Ausstellungen zum Programm. In der Kaue zeigen Soppigraphy und IG-RuhrPOTTfotografie ihre Arbeiten. In der Maschinenhalle sind Fotografien von Hans Blossey und Many Szewstecki zu sehen. Damit bleibt die ExtraSchicht auch ein Abend für starke Bilder aus der Region, aus der Industriekultur und aus besonderen Perspektiven auf das Ruhrgebiet.

In der Galerie der Traumfänger präsentiert M&M Events eine Musical-Show. Außerdem tritt dort Joe Hart & Partner mit Jazz, Blues und Funk auf. Auf dem Außengelände sorgen kreative Aussteller, Walking Acts, Feuershow und Foodtrucks für Festivalatmosphäre.

Auch die Mining Adventure World ist vertreten. Dort warten fünf Missionen pro Team auf die Besucher. Die Teilnahme ist frei, die Anmeldung erfolgt direkt am Stand.

Volksbank erstmals als Sponsor dabei

Erstmals unterstützt auch die Vereinte Volksbank die ExtraSchicht auf Fürst Leopold. Dr. Anne Täubert, stellvertretende Bereichsleiterin Kommunikation bei der Vereinten Volksbank, begründete das Engagement mit der Bedeutung der Kultur vor Ort. „Wir unterstützen Kultur vor Ort immer sehr gerne und möchten deshalb auch die ExtraSchicht auf Leopold unterstützen“, sagte Täubert.

Zu den weiteren Sponsoren gehören unter anderem der Logistikdienstleister GXO, die Sparkasse Vest und Westenergie.

Tickets für die ExtraSchicht

Tickets gibt es im Vorverkauf sowie bei der Stadtagentur Dorsten. Das Spielort-Ticket kostet 15 Euro und gilt für einen Spielort. Wer alle Spielorte der ExtraSchicht besuchen möchte, zahlt 25 Euro. Damit können Besucher das gesamte Programm der Nacht der Industriekultur nutzen.

Programm ExtraSchicht 2026 auf Fürst Leopold

18 Uhr
– Start auf dem Gelände mit kreativen Ausstellern, Foodtrucks, Walking Acts und Feuershow
– Fotoausstellungen in Kaue und Maschinenhalle
– Dampfmaschine in Bewegung in der Maschinenhalle
– Mining Adventure World, fünf Missionen pro Team
– Führungen über Fürst Leopold, Start an der Maschinenhalle

18 bis 20 Uhr
– Akra Boa, Live-Musik in der Maschinenhalle

18.30 Uhr
– Gitarrenklänge mit Michael Pirsner in der Kaue
– Musical-Show von M&M Events in der Galerie der Traumfänger

19.30 Uhr
– Musical-Show von M&M Events in der Galerie der Traumfänger

20 bis 23 Uhr
– FraPee, Live-Musik in der Maschinenhalle

20.30 Uhr
– Sickpack im Vinylcafé Schwarzes Gold

21 Uhr
– Tanz und Artistik mit Birgit Mühlram in der Kaue

21.15 Uhr
– Gravity Drumshow in der Galerie der Traumfänger

22 Uhr
– Gravity Drumshow in der Galerie der Traumfänger

22.20 Uhr
– Joe Hart & Partner mit Jazz, Blues und Funk in der Galerie der Traumfänger

22.45 Uhr
– Abschluss-Feuerwerk am Förderturm

23 Uhr
Tanz und Artistik mit Birgit Mühlram in der Kaue

23.30 Uhr
– Lippegold, Coverrock im Vinylcafé Schwarzes Gold

Mit Maibaum Auktion: Dorf-Hervest Schützen feiern Sommerfest

Zeitgleich zum Dorstener Altstadtfest veranstalteten die Schützen Dorf-Hervest ihre eigene Party. Am Samstagabend feierte der Schützenverein sein Sommerfest im Hof May. Außerdem suchten die Schützen ihren nächsten Maibaum-König. DJ Hermann legte bei der Landparty auf.

Nach einer Parade durch das Dorf liefen die Schützen auf dem Hof der Familie May ein. Der Verein empfing dabei Gäste aus benachbarten Stadtteilen. Es feierten unter anderem der Bruderverein Hervest-Dorsten sowie befreundete Schützen aus der Feldmark mit.

Der erste Vorsitzende Carsten Vospohl eröffnete die Festlichkeiten mit einer kurzen Rede: „Wir möchten uns bei den vielen Helfern bedanken, die dieses Sommerfest ermöglicht haben. Wir danken ebenfalls der Familie May, die uns ihren Hof zur Verfügung gestellt haben. Das ist nicht selbstverständlich.“

Maibaum-Auktion als Highlight des Abends

In Dorsten stehen schon fast alle Schützenkönige fest, ein weiterer wichtiger Titel wurde aber erst auf dem Sommerfest vergeben. Der Verein gab ihren eigenen Maibaum in einer Auktion an einen glücklichen „Maibaumkönig“ weiter. Am Ende schnappte sich Erik Hermann den heiß umworbenen Baum.

Bei der Auktion stand der Baum aber gar nicht im Vordergrund. Viele Gäste gaben immer einen kleinen Betrag, zum Beispiel zwei Euro, in die Auktions-Kasse. Am Ende kam eine stolze Summe von 176 Euro zusammen. Das Geld kommt dem Junggesellenverein Dorf-Hervest zugute.

Hier findet ihr die Fotos vom Sommerfest:

Sommerfestival im artpark Hoher Berg wird zum Lebensfest

Vom 16. bis 21. Juni 2026 lädt der artpark Hoher Berg zu Film, Kunst, Musik, Begegnung und Erinnerung ein. Im Mittelpunkt steht auch das Vermächtnis des verstorbenen Mitbegründers Bernd Caspar Dietrich.

Der artpark Hoher Berg wird in der kommenden Tagen zum Ort der Kunst, der Erinnerung und des gemeinsamen Feierns. Von Dienstag, 16. Juni, bis Sonntag, 21. Juni 2026, findet dort das Sommerfestival im artpark statt. Das Programm verbindet Film, Führungen, Workshops, Ausstellung, Musik und offene Bühne. Zugleich erhält das Festival in diesem Jahr eine besondere, sehr persönliche Bedeutung.

„Es soll ein Lebensfest werden“, sagt Hella Sinnhuber. Ihr Mann, der Künstler und Mitbegründer des artparks Bernd Caspar Dietrich, ist am 2. Juni im Alter von 68 Jahren gestorben. Auf dem Gelände wird derzeit weiter an einer seiner Visionen gebaut: der „Kathedrale der Namenlosen“, einer Kunstinstallation, die wie ein offenes Gedächtnis in den Raum hineinwächst.

Auftakt mit der Kinodokumentation „Hella&Bernd“

Den Auftakt des Sommerfestivals bildet am Dienstag, 16. Juni, um 16 Uhr die Kinodokumentation „Hella&Bernd“. Der Film dauert 101 Minuten. Im Anschluss sprechen Fitore Muzaqi und Hella Sinnhuber mit dem Publikum. Damit beginnt das Festival nicht nur mit einem filmischen Blick auf zwei Künstlerleben, sondern auch mit einem Gespräch über Nähe, Arbeit, Erinnerung und die Kraft gemeinsamer Visionen.

Einblicke in das Kulturlabor

Am Mittwoch, 17. Juni, öffnet sich von 14 bis 16 Uhr das Kulturlabor des artparks für eine Führung. Besucherinnen und Besucher erhalten Einblick in einen Ort, an dem künstlerische Arbeit, Experiment und Begegnung ineinandergreifen. Am Donnerstag, 18. Juni, folgt von 10 bis 13 Uhr ein Workshop Karussell, das zum Mitmachen und Ausprobieren einlädt.

Vernissage „Momente & Metamorphosen“

Ein weiterer Höhepunkt ist die Vernissage der Gruppenausstellung „Momente & Metamorphosen“ am Freitag, 19. Juni, ab 17 Uhr. Gezeigt werden Werke von David Eicher, Karl Banski, Luca Bonfanti, Bernd Caspar Dietrich, Hella Sinnhuber und Die Kegelrobben. Der Ausstellungstitel beschreibt dabei nicht nur künstlerische Prozesse, sondern auch die Atmosphäre dieses Festivals: Momente werden sichtbar, Verwandlungen bleiben spürbar.

Ein Tag für Bernd Caspar Dietrich

Der Samstag, 20. Juni, steht ganz im Zeichen von Bernd Caspar Dietrich. Unter dem Satz „Wir feiern das Leben von Bernd Caspar Dietrich“ beginnt der Tag um 15 Uhr mit Klang Qi Gong mit Anne Suchalla und Lu Brincks. Ab 16 Uhr gehört die Bühne den Künstlerinnen und Künstlern der Open Stage. Mit dabei sind Chris Seidler & Carlos, Heike Gebhardt & Simon Schmucker, Anna Spohr & Remco Hooijkaas, Mrs. Pope, Zwakkelmann & Vicky Stachowiak, Christoph Clöser, Tycho Schottellius, Kikikustik sowie Thomas Machoczek & Freunde.

Ausklang mit Soul, Jazz und Blues

Zum Abschluss des Sommerfestivals spielt am Sonntag, 21. Juni, ab 14 Uhr Practise Once Soul, Jazz & Blues. Damit klingt eine Woche aus, die nicht allein als Kulturprogramm verstanden werden will. Das Festival im artpark Hoher Berg ist Einladung, Abschied, Begegnung und Aufbruch zugleich.

Eine Vision wächst weiter

Der artpark bleibt damit, was er für viele längst geworden ist: ein Gelände der offenen Möglichkeiten. Ein Ort, an dem Kunst nicht nur gezeigt wird, sondern entsteht. Und ein Ort, an dem die Vision von Bernd Caspar Dietrich weitergebaut wird.

Dorstener Reise nach Rybnik wird zum starken Zeichen gelebter Städtepartnerschaft

Nach rund 16 Stunden Busfahrt, vielen Pausen und einer großen Portion Vorfreude sind die Band des Gymnasiums Petrinum, das Schulorchester des Gymnasiums St. Ursula und Mitglieder des Freundeskreises Rybnik in Polen angekommen. Ziel der Reise war Dorstens Partnerstadt Rybnik, mit der Dorsten seit 1994 offiziell verbunden ist.

Diese Partnerschaft ist weit mehr als ein Eintrag in städtischen Chroniken. Seit vielen Jahren pflegen Bürgerinnen und Bürger beider Städte enge Kontakte. Der Freundeskreis Rybnik trägt wesentlich dazu bei, diese Verbindung lebendig zu halten. Er fördert Begegnungen zwischen Vereinen, Schulen, Wirtschaft und Bürgerschaft und organisiert regelmäßig Fahrten nach Rybnik, an denen Interessierte teilnehmen können.

Ankommen mit Pizza, Pierogi und Musik

Schon der erste Tag zeigte, worum es bei dieser Reise ging: um Begegnung, Neugier und gemeinsames Erleben. Nach der langen Fahrt wartete zunächst eine Stärkung mit Pizza in der beeindruckenden Musikschule von Rybnik. Danach blieb Zeit für einen ersten Stadtbummel, der einige der Teilnehmenden auch in die Basilika St. Antonius führte.

Am Abend standen Pierogi auf dem Tisch, die wohl bekannteste polnische Nationalspeise. Die geplante Probe des Orchesters musste wegen länger andauernder Abschlussprüfungen zwar ausfallen, doch die Petrinum Band fand kurzerhand eine Alternative. In einem Pub wurde gejammt. Aus der Planänderung wurde ein musikalischer Moment, wie er besser kaum zu einer solchen Reise passen könnte.

Ausflug von Rybnik nach Wisła

Der zweite Tag führte die Gruppe in das Bergstädtchen Wisła, einen bekannten Ort in der schlesischen Bergwelt. Wisła ist in Polen unter anderem für seine lutherischen Kirchen und den Wintersport bekannt. Auch der frühere Skispringer Adam Małysz stammt von dort. Eine Schokoladenstatue erinnert an den Sportler.

Mit einer auffällig grünen Bahn ging es von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Auf dem Programm standen unter anderem die Skisprungschanze, die auch im Sommer genutzt werden kann, ein kleiner Wasserfall mit dem Spitznamen Wisłagara sowie ein schlossartiges Anwesen, in dem der polnische Präsident regelmäßig Urlaub macht. Von einem Café aus bot sich ein weiter Blick in die Landschaft.

Foto: Alexander Fichtner

Nach freier Zeit zum Bummeln ging es für die bunt gemischte Dorstener Gruppe weiter zum Schnitzelessen. Zurück in Rybnik konnten die Teilnehmenden ihre Złoty in einem der Shoppingcenter ausgeben oder auf dem Marktplatz professionellen Blasorchestern und Big Bands beim Internationalen Brass Festival zuhören.

Der Marktplatz wird zur Bühne

Der Samstag, 13. Juni 2026, stand ganz im Zeichen von Musik und Völkerverständigung. Am Vormittag konnte das Schulorchester des Gymnasiums St. Ursula endlich im schönen Saal der Musikschule proben. Parallel bereitete sich die Band des Gymnasiums Petrinum in einem anderen Raum auf den Auftritt vor. Bei mehreren Stücken wirkten Schülerinnen und Schüler beider Schulen gemeinsam mit.

Die Musiker vor dem Auftritt. Foto: Alexander Fichtner

Erst ein Soundcheck auf dem Marktplatz danach wurde es ernst. Die Spannung stieg, die Konzertkleidung saß, die Instrumente waren bereit. Um 17 Uhr begann dann der große Auftritt vor gut gefüllten Sitzplätzen.

Viele Besucher beim Auftritt der Dorstener.Foto: Alexander Fichtner

Das Schulorchester des Gymnasiums St. Ursula eröffnete unter der Leitung von Frau Schürmann mit „We are the Champions“. Danach erklangen die deutsche und die polnische Nationalhymne. Die Band des Gymnasiums Petrinum unter der Leitung von Musiklehrer Herrn Koriath begeisterte das Publikum mit „Englishman in New York“, „Feel“ und „La vie en rose“. Die Arrangements stammten von Abiturient Jonas Overbeck.

Anschließend spielte das Rybniker Blasorchester unter der Leitung von Frau Kania unter anderem Filmmusiken von John Williams. Adam Juzek, der erste Vorsitzende des Freundeskreises Rybnik, übergab den Verantwortlichen des Austauschs einen Wimpel als Erinnerung an diese besondere Begegnung.

Adam Juzek bei übergabe des Wimpels. Foto: Alexander Fichtner

Gänsehaut bei der polnischen Hymne

Einer der bewegendsten Momente des Nachmittags entstand ganz plötzlich. Als die Menschen auf dem Marktplatz die Melodie der polnischen Nationalhymne erkannten, erhoben sie sich und sangen gemeinsam mit. Aus einem Konzert wurde für einen Augenblick ein starkes Bild europäischer Verbundenheit.

Genau solche Augenblicke zeigen, warum Städtepartnerschaften wichtig sind. Sie entstehen nicht nur durch Urkunden, Empfänge und offizielle Besuche. Sie wachsen durch gemeinsame Musik, durch Gespräche, durch Reisen, durch Jugendliche, die miteinander auftreten, und durch Menschen, die bereit sind, sich aufeinander einzulassen.

Erinnerung an einen gemeinsamen Apfelbaum in Rybnik

Auch ein stilles Symbol der Partnerschaft rückte während der Reise noch einmal in den Blick. Adam Juzek besichtigte den Apfelbaum, den er am 14. August 2019 gemeinsam mit den Bürgermeistern der Städte Dorsten und Rybnik gepflanzt hatte. Der Baum steht sinnbildlich für eine Freundschaft, die gepflegt werden muss, damit sie wachsen kann.

Juzek am Apfelbaum. Foto: Alexander Fichtner

Freundschaft als gelebte Demokratie

Nach dem Konzert und einer bewegenden Verabschiedung von der polnischen Organisatorin Magda, liebevoll „the pink lady“ genannt, trat die Dorstener Gruppe am Sonntagmorgen zufrieden die fast 15 stündige Rückreise an.

Mitglieder des Freundeskreis Rybnik zusammen mit Julian und Friedhelm Fragemann. Foto: Alexander Fichtner

Der Freundeskreis Rybnik leistet eine großartige Arbeit für die Städtepartnerschaft zwischen Dorsten und Rybnik. Er bringt Menschen zusammen, schafft Begegnungen und hält eine Verbindung lebendig, die gerade in unserer Zeit von großer Bedeutung ist. Denn länderübergreifende Freundschaft ist mehr als ein schönes Zeichen. Sie ist gelebte Demokratie und ein Beitrag dazu, Europa im Alltag erfahrbar zu machen.

Realschule St. Ursula erhält 2.000 Euro von NORMA-Stiftung

Die Realschule St. Ursula Dorsten erhält 2.000 Euro von der NORMA-Stiftung. Bei der Übergabe dankte Schulleiterin Miriam Baumeister für die Unterstützung; die Schulgemeinschaft will nun gemeinsam beraten, für welches Projekt das Geld eingesetzt wird.

Die Zuwendung stammt aus dem gesellschaftlichen Engagement der NORMA-Stiftung, die nach Angaben der Schule regelmäßig Projekte aus Bildung, Erziehung und Forschung fördert. Für die Dorstener Realschule ist die Spende eine Unterstützung, von der möglichst viele Schüler profitieren sollen.

NORMA-Stiftung unterstützt Realschule St. Ursula Dorsten

Zur offiziellen Übergabe kamen Martin Bremen, Verkaufsleiter, Mourina Moujane, Bereichsleitung Aus- und Fortbildung, sowie Emili Jauhola, Bereichsleitung, in die Schule. Mit Jauhola kehrte zugleich eine ehemalige Schülerin an ihre frühere Schule zurück.

Empfangen wurden die Gäste von Schulleiterin Miriam Baumeister, Vertretern der Schülervertretung, den SV-Lehrkräften Anke Teltenkötter und Gregor von Estorff sowie der Schulpflegschaftsvorsitzenden Jenny Ney. Bei einer kleinen Stärkung tauschten sie sich über Schule, Bildung und weitere Themen aus.

Schulgemeinschaft entscheidet über Einsatz der Spende

„Wir freuen uns sehr über diese großzügige Unterstützung und bedanken uns herzlich bei der NORMA-Stiftung für das Vertrauen in unsere Schule“, sagte Schulleiterin Miriam Baumeister.

Wie die 2.000 Euro konkret eingesetzt werden, steht noch nicht fest. Baumeister erklärte: „Die Schulgemeinschaft wird nun gemeinsam beraten, für welches Projekt die Mittel eingesetzt werden sollen, damit möglichst viele Schülerinnen und Schüler davon profitieren.“

Dass soziales Engagement an der Schule regelmäßig eine Rolle spielt, zeigte zuletzt auch das Ruanda-Projekt der Realschule St. Ursula, bei dem die Schulgemeinschaft mehr als 18.000 Euro gesammelt hatte.

Altstadtfest Dorsten 2026: Sonne, Hansemarkt und volle Innenstadt am Samstag

Der Samstag beim Altstadtfest Dorsten 2026 begann mit skeptischen Blicken nach oben. Am Morgen hatten manche Standbetreiber noch sorgenvoll die Regentropfen aus dem Himmel fallen sehen. Doch die Sorge war schnell vergessen. Im Laufe des Tages zeigte sich die Sonne, es wurde angenehm warm und die Dorstener Innenstadt füllte sich spürbar. Rund um Marktplatz, Lippestraße, Wall- und Grabenanlage, Kirchplatz St. Agatha und Platz der Deutschen Einheit genossen viele Besucher den zweiten Tag des großen Stadtfestes.

Das Altstadtfest steht in diesem Jahr ganz im Zeichen des 775-jährigen Stadtjubiläums. Schon die feierliche Eröffnung am Freitag auf der Sparkassenbühne hatte diesen besonderen Rahmen deutlich gemacht. Bürgermeister Tobias Stockhoff, Uwe Schniederjan von der Sparkasse Vest, Stadtagentur-Leiterin Anja Schäfer, Luca Schlotmann und Hans Schuster eröffneten das Fest gemeinsam. Ein Film vom Stadtfest 1976 erinnerte zudem daran, wie sehr sich Dorsten in 50 Jahren verändert hat und wie viel zugleich vertraut geblieben ist.

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Am Samstag setzte sich dieser Mix aus Stadtgeschichte, Begegnung, Musik und guter Laune fort. Die Innenstadt wirkte vielerorts wie eine große Festmeile. Die Außengastronomie füllte sich schnell, viele Besucher nutzten das unerwartet gute Wetter für einen Bummel, ein kühles Getränk oder eine Pause an einem der vielen Stände.

Altstadtfest Dorsten 2026 Samstag
Beim Altstadtfest kamen Freunde zusammen und genossen die angenehme Atmosphäre. Foto: Borgwardt

Hansemarkt erinnert an Dorstens Geschichte

Ein besonderer Anlaufpunkt war der Hansemarkt rund um die Wall- und Grabenanlage. Dort präsentierten sich verschiedene Städte des ehemaligen Hansebundes. Auch die Stadt Dorsten war mit einem eigenen Stand vertreten. Der Markt knüpfte damit an Dorstens eigene Geschichte als Hansestadt an und passte besonders gut zum Jubiläumsjahr.

Altstadtfest Dorsten 2026 Samstag
Die Stadtagentur präsentierte Dorsten auf dem Hansemarkt – ein echtes Heimspiel. Foto: Borgwardt

Zwischen historischen Gewändern, Informationen, Gesprächen und kleinen Aktionen entstand ein besonderer Rahmen. Geplant war am Samstag auch ein Hanserundgang ab dem Stand der Stadtagentur. Damit konnten Besucher noch tiefer in die Geschichte der Stadt eintauchen.

Ein echter Blickfang war Nachtwächter Markus Kolley. Mit breitkrempigem Hut, Hellebarde und Schwert warb er auf dem Hansemarkt für die Stadt Recklinghausen. Künftig möchte er auch in Dorsten Stadtführungen anbieten. Dafür beschäftigt er sich derzeit intensiv mit der Geschichte verschiedener Städte im Kreis Recklinghausen.

Altstadtfest Dorsten 2026 Samstag
Nachtwächter Markus Kolley trotzte der Wärme in seinem Gewand. Foto: Borgwardt

„Ich lerne derzeit sehr viel über verschiedene Städte im Kreis Recklinghausen“, erzählte Kolley. „Dorsten hat wirklich eine sehr abwechslungsreiche Geschichte.“

Narrenkai begeistert Kinder und Erwachsene

Für viele lachende Gesichter sorgte auch „Narrenkai“ Kai Jordens. Als Hofnarr und Gaukler bot er eine besonders kinderfreundliche und humorvolle Schau. Dabei bezog er die Zuschauer aktiv ein. Dabei wurden sie zu König, Prinzessin oder Ritter, und sogar zu einem Turm. Gerade für Familien gehörte dieser Auftritt zu den charmantesten Momenten des Tages.

Altstadtfest Dorsten 2026 Samstag
Gaukler „Narrenkai“ brachte die Menschen zum Schmunzeln und bezog die Zuschauer aktiv mit ein. Foto: Borgwardt

Auch an anderer Stelle gab es für Kinder viel zu entdecken. Ein beliebter Anlaufpunkt war der neu eröffnete Laden von Bunte Steine e.V. in der Lippestraße. Dort konnten Kinder mit Legosteinen bauen und kreativ werden. Für viele Familien war das eine willkommene Mischung aus Mitmachaktion, Pause vom Trubel und eigener kleiner Entdeckungsreise.

Altstadtfest Dorsten 2026 Samstag
Im Laden von „Bunte Steine Dorsten“ zogen die Klemmbaustein-Welten staunende Blicke auf sich. Foto: Borgwardt

Fundsachenversteigerung zieht viele Bieter an

Sehr groß war das Interesse an der Fundsachenversteigerung auf der Sparkassenbühne am Marktplatz. Bereits vor Beginn sammelten sich viele Menschen vor der Bühne. Als die ersten Gegenstände unter den Hammer kamen, wurde schnell deutlich: Diese Versteigerung ist für viele Besucher ein fester Bestandteil des Altstadtfestes.

Altstadtfest Dorsten 2026 Samstag
Bei der Fundsachenversteigerung des Ordnungsamtes gingen so manche Schnäppchen an die Mitbietenden. Foto: Borgwardt

Amtsleiter Christoph Fortmann trat dabei als geübter Auktionator auf. Mit Humor, Tempo und sicherem Blick für das Publikum brachte er die Fundsachen an die Frau und den Mann. Besonders Fahrräder waren gefragt. Einige Besucher konnten echte Schnäppchen machen, darunter Räder, die bereits für fünf Euro den Besitzer wechselten.

Die Mischung aus Spannung, kleinen Überraschungen und dem ein oder anderen günstigen Fundstück sorgte für gute Stimmung. Viele Besucher blieben auch dann noch vor der Bühne stehen, wenn sie selbst gar nicht mitbieten wollten.

Musik auf den Bühnen und Chöre in besonderen Räumen

Auch musikalisch hatte der Samstag einiges zu bieten. Auf der Sparkassenbühne ging es nach der Fundsachenversteigerung mit weiteren Programmpunkten weiter. Dazu gehörten unter anderem die Tanzgruppe der Reece-Studio-Theater-Schule und Sänger Antec. Am Abend sollte die Band Pink Panta die Bühne übernehmen.

Altstadtfest Dorsten 2026 Samstag
Auf der Bühne am Platz der Deutschen Einheit trat die Band „Cover Rocket“ auf. Foto: Borgwardt

Auf dem Platz der Deutschen Einheit wurde ebenfalls gefeiert. Dort spielte am Nachmittag die Sparkassen Club Band „Cover Rocket“, später lud die Schlagernacht mit DJ Cosmic und DJ Tom zum Tanzen und Mitsingen ein. Damit bot das Altstadtfest nicht nur einen Treffpunkt für Familien und Geschichtsinteressierte, sondern auch für alle, die einfach gemeinsam feiern wollten.

Eine ruhigere, aber ebenso besondere Seite zeigte das Dorstener Chorfestival. Von 17 bis 19 Uhr traten Chöre an mehreren Orten in der Stadt auf, darunter im Jüdischen Museum, in der Evangelischen Johanneskirche, in der Ursulinenkirche und in der Franziskanerkirche St. Anna. So verband das Altstadtfest große Bühne, Straßentrubel und kulturelle Momente in besonderen Räumen.

Kulinarisches Angebot von herzhaft bis süß

Auch kulinarisch war die Auswahl groß. In der ganzen Innenstadt gab es warme und kalte Speisen, Süßes, Herzhaftes und internationale Angebote. Viele Besucher ließen sich durch die Straßen treiben und entschieden spontan, wo sie einkehren oder etwas probieren wollten.

Altstadtfest Dorsten 2026 Samstag
Beim Wein- und Käsemarkt gab es ein großes Angebot für die Gäste. Foto: Borgwardt

Besonders gut besucht war auch der Wein- und Käsemarkt von Honsel auf dem Kirchplatz St. Agatha. Dort nutzten viele das schöne Wetter, um ein Glas zu trinken, Käse zu probieren oder einfach gemütlich zusammenzusitzen. Nach dem regnerischen Start am Morgen wurde der Nachmittag damit zu einem entspannten Festtag unter freiem Himmel.

Stadtjubiläum wird in der Innenstadt lebendig

Der Samstag zeigte eindrucksvoll, wie vielseitig das Altstadtfest im Jubiläumsjahr angelegt ist. Hansemarkt, Fundsachenversteigerung, Musikprogramm, Chorfestival, Gastronomie, Kinderaktionen und Begegnungen in der Innenstadt griffen ineinander. Überall gab es etwas zu sehen, zu hören oder zu probieren.

Altstadtfest Dorsten 2026 Samstag
Zwei gut gelaunte Besucherinnen genießen die Sonne mit einem kühlen Drink. Foto: Borgwardt

Gleichzeitig war der Tag auch ein verbindendes Element zwischen der feierlichen Eröffnung am Freitag und dem weiteren Programm am Sonntag. Dann geht es unter anderem mit Hansemarkt, Kinderprogramm, Bürgermeister-Talk, Schützenkapelle Rhade, Dorsten-Film, Hollandmarkt und verkaufsoffenem Sonntag weiter.

Am Samstag aber gehörte die Innenstadt zunächst den vielen Menschen, die das Altstadtfest genossen. Nach dem unsicheren Start am Morgen wurde daraus ein sonniger, lebendiger und gut besuchter Festtag. Dorsten feierte sein Stadtjubiläum mit Geschichte, Musik, Kulinarik und viel guter Laune.

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