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Neue LEGO-Werkstatt „Bunte Steine“ eröffnet in der Dorstener Innenstadt

Ein fehlendes LEGO-Teil wurde für Hans-Jürgen Pasing zum Ausgangspunkt einer besonderen Geschäftsidee. Als ihm bei einem Bausatz ein Stein fehlte, machte er sich auf den Weg zur LEGO-Werkstatt „Bunte Steine“ in Bochum, um Ersatz zu besorgen. Dort lernte er das Konzept des Fachgeschäfts kennen und war sofort begeistert.

Die Idee, ein ähnliches Angebot auch nach Dorsten zu holen, ließ ihn seitdem nicht mehr los. Nun hat dieser Gedanke Gestalt angenommen: Mit der neuen LEGO-Werkstatt „Bunte Steine“ eröffnet im Hinterhof der Lippestraße 13 in der Dorstener Innenstadt ein Geschäft, das sich ganz der beliebten Klemmbausteinwelt widmet.

Zusammenarbeit mit dem Bochumer Standort

Der neue Standort in Dorsten arbeitet eng mit dem bereits etablierten Geschäft in Bochum zusammen. Beide Läden unterstützen sich gegenseitig und profitieren vom gemeinsamen Erfahrungsaustausch. Ziel ist es, LEGO-Fans in der Region ein umfangreiches Angebot und kompetente Beratung rund um das Hobby zu bieten.

Große Auswahl an Sets und seltenen Einzelteilen

Das Sortiment umfasst sowohl aktuelle LEGO-Sets als auch zahlreiche Einzelteile. Wer beim Bauen einen Stein verloren hat oder ein bestimmtes Element für ein eigenes Projekt sucht, wird hier fündig. Auch seltene Steine und ältere Sets gehören zum Angebot.

Die LEGO-Werkstatt bietet eine große Auswahl an Einzelteilen und Ausstellungsstücken. Foto: Marie Falke

Darüber hinaus kauft die Werkstatt gebrauchtes LEGO an. Die Steine werden anschließend gereinigt, sortiert und aufbereitet. Aus den einzelnen Teilen werden komplette Sets rekonstruiert und aufgebaut.

Treffpunkt für Kinder, Familien und Senioren

Die Betreiber verfolgen mit dem neuen Standort jedoch mehr als nur den Verkauf von LEGO. Die Räumlichkeiten sollen künftig vielfältig genutzt werden und Platz für gemeinsame Aktivitäten rund um die beliebten Bausteine bieten.

Geplant ist, Kindergeburtstage in der Werkstatt auszurichten. Dafür können die Räumlichkeiten gemietet werden. Auch Kindergartengruppen sollen künftig die Möglichkeit erhalten, zum Spielen, Basteln und gemeinsamen Bauen vorbeizukommen.

Hier kann zukünftig gemeinsam gespielt, gebastelt und gefeiert werden. Foto: Marie Falke

Darüber hinaus sind weitere Angebote in Überlegung. Das Sortieren von Steinen oder gemeinsame Bauprojekte könnten auch für Senioren interessant sein und dabei beispielsweise die Feinmotorik fördern und gleichzeitig für Abwechslung im Alltag sorgen.

Eröffnung mit Bratwurst, Slush-Eis und beeindruckenden Ausstellungsstücken

Zur heutigen Eröffnung erwartete die Besucher ein buntes Rahmenprogramm. Neben Bratwurst, Kuchen und Slush-Eis bieten die Baustein-Fans auch große LEGO-Modelle zum Anschauen. Die Ausstellungsstücke sollen zeigen, welche kreativen und beeindruckenden Bauwerke mit den kleinen Steinen möglich sind.

Zur Eröffnung gibt es für die Besucher Bratwurst vom Grill. Foto: Marie Falke

Vor dem Eingang des Geschäfts steht zudem eine Bank, die künftig mit LEGO-Steinen gestaltet werden soll. Die Betreiber wollen daraus die „Dorstener LEGO-Bank“machen.

Öffnungszeiten an drei Tagen pro Woche

Der neue Laden öffnet zunächst an drei Tagen in der Woche seine Türen: montags, freitags und samstags.

Dorstener Altstadtfest: Feierliche Eröffnung mit Rückblick-Film

775 Jahre Dorsten. Diese stolze Zahl verdient ein feierliches Stadtfest. Und genau das erwartet Dorsten an diesem Wochenende. Von Freitag bis Sonntag scheint die Altstadt in vielen bunten Farben. Egal ob feierliche Partymusik oder eine gemütliche Ecke zum quatschen. Jeder Bürger findet seinen Wohlfühlplatz.

Dorstener können sich auf ein breites Musikprogramm freuen. Am Freitag lag der gefeierte DJ Salvatore in der Altstadt auf. Auch Rockfans kamen auf ihre Kosten. Auf der Bühne am Platz der Deutschen Einheit trat die Band „Cop Connection“ auf. Wer es lieber ruhiger mag, konnte sich bei der Wein- und Käsebar von Honsel etwas entspannen. Das gesamte Programm zum Altstadtfest findet ihr hier.

Feierliche Eröffnungsrede auf der Sparkassen-Bühne

Das Quintett um Bürgermeister Tobias Stockhoff, Uwe Schniederjan, Anja Schäfer, Luca Schlotmann und Hans Schuster eröffneten das Fest. Neben den vielen Helfern und Organisatoren, die das Fest ermöglichten, bedankte sich Tobias Stockhoff auch bei der Dorstener Sparkasse als Hauptsponsor. Auch die neue Leiterin der Stadtagentur Anja Schäfer bedankte sich bei den vielen Händen, die das Stadtfest ins Leben gerufen haben.

Luca Schlotmann rückt den Einzelhandel ins Licht: „Das Fest steht ebenfalls im Zeichen der vielen Verkäufer und Dienstleister. Der verkaufsoffene Sonntag ist besonders wichtig für alle Ladenbesitzer. Also kommt gerne vorbei und unterstützt unsere Händler.“

Rückblick in das Stadtfest 1976

Nach der Eröffnungsrede gab es eine kleine Zeitreise. Die große Leinwand der Sparkassenbühne zeigten einen Film zum Dorstener Stadtfest aus 1976, also vor genau 50 Jahren. Das charmante Video zeigte, wie sehr sich die Stadt verändert hat, aber auch was gleich geblieben ist. Dorsten wurde hier als „Tor zum Münsterland, Brücke zum Ruhrgebiet“ bezeichnet.

Immer wieder hörte man Zurufe wie „Das erkenne ich noch“ oder „Schau, das ist Holsterhausen!“. Besonders prominent wurde auch die Dorstener Schützenkultur gezeigt. Der frühere Bürgermeister Hans Lampen und weitere Stadtvertreter zeigten sich hier prominent mit der früheren Schützengemeinschaft Dorstens. Eine spannende, emotionale Reise in die Dorstener Geschichte.

Hier findet ihr die Fotos zur Altstadtfest Eröffnung:

Dorstener Störche bekommen ihren Personalausweis

Dorsten ist ein sehr beliebtes Reiseziel für Störche. Jetzt sind vier neue Jungstörche ins Nest am Hervester Bruch gezogen. Der Hervester Heimatverein und viele Vogel-Fans schauten am Freitag dabei zu, wie der Nachwuchs beringt wurde. Jeder Storch erhielt dabei seine ganz persönliche Identifikationsnummer.

Der Hervester Bruch ist eine ruhige und entspannende Spazierroute für viele Dorstener. Das Storchennest im Herzen das Waldes gilt dabei als großes Highlight. Jedes Jahr werfen Störche hier ihren Nachwuchs aus. Auch in diesem Jahr kamen vier Jungstörche zur Welt. Jetzt wurden die Störche entsprechend beringt.

Hervester Bruch Storch wird beringt
Vier Jungstörche bekamen ihre Ringe. Foto: Christian Haug

Ein Ring ist wie ein Personalausweis

Landschaftsökologe Niels Ribbrock beobachtete das Beringen der neuen Brut. Der Storchexperte klärt auf, warum die Ringe angebracht werden: „Mann kann sich den Ring wie einen Personalausweis vorstellen. Jeder Storch bekommt eine eigene Identifikationsnummer. So können wir die Vögel tracken und ihre Flugrouten verfolgen. Anhand der Ringe können wir herausfinden, ob sich die Ziele und Flüge der Störche über die Jahre verändern.“

Tatsächlich gibt es Veränderungen in den Flugrouten. Früher flogen die Vögel über Osten nach Südafrika. Mittlerweile fliegen die Störche über West-Europa in den Hervester Bruch. Dank der Ringe und der internationalen Zusammenarbeit verschiedener Vogelwachen ist das Tracking möglich.

Hervester Bruch Storch wird beringt
Das Nest lag mehr als zehn Meter in der Höhe. Foto: Christian Haug

Störche sind Ehrenamtsarbeit

Michael Jöbges bringt seit 1990 landesweit die Ringe an Störchen an. „Die Ringe bekomme ich von der Vogelwache Helgoland mit Sitz in Wilhelmshafen. Die Ringe sind reglementiert, ich habe nur 150 Ringe für das gesamte Land. Ich bin nahezu der einzige im Land, der die Jungstörche beringt. Und das alles mache ich ehrenamtlich aus privater Zeit und eigenen Kosten.“

Der Beringer wurde mit einem Hubwagen von Rhein-Ruhr-Lift zum Nest gefahren, dann ging alles ganz schnell. Nach nicht einmal fünf Minuten fuhr der Wagen wieder herunter. Als nächstes sind die Störche in Gahlen dran. „Wenn wir schon einmal den Wagen haben, dann nutzten wir den auch richtig aus“, erklärt der Vogelexperte mit einem Grinsen.

Hervester Bruch Storch wird beringt
Carsten Brewer übernimmt die Patenschaft für einen der Störche. Foto: Christian Haug

Dorstener Delegation zu Gast in Rybnik

Die Städtepartnerschaft zwischen Dorsten und der polnischen Stadt Rybnik besteht seit mehr als drei Jahrzehnten. Seit ihrer Gründung im Jahr 1994 hat sie zahlreiche Begegnungen, Freundschaften und gemeinsame Projekte hervorgebracht. Aktuell vertritt eine kleine Delegation die Stadt Dorsten in der schlesischen Partnerstadt. Mit dabei sind der stellvertretende Bürgermeister Julian Fragemann sowie Friedhelm Fragemann, Ehrenmitglied des Rates der Stadt Dorsten.

Bereits seit Donnerstag sind die Dorstener Gäste in Rybnik und erleben ein umfangreiches Programm, das ganz im Zeichen internationaler Partnerschaften und des europäischen Austauschs steht.

„Wir freuen uns natürlich, dass die Stadt Rybnik uns eingeladen hat“, berichtet Julian Fragemann. Die enge Verbindung zwischen beiden Städten sei von Beginn an spürbar gewesen. „Die Städtepartnerschaft besteht seit 1994. Es gibt viele enge Verbindungen, mittlerweile privater Natur, aber auch zwischen den Stadtspitzen und den Städten an sich. Das haben wir von Anfang an wieder gemerkt. Wir sind sehr herzlich empfangen worden.“

Julian Fragemann beim Workshop. Foto: Alexander Fichtner

Empfangen wurde die Delegation von Vertretern des Stadtpräsidenten Piotr Kuczera. Auch der Stadtpräsident selbst nahm sich Zeit für die Gäste aus Dorsten und traf die Delegation nach einem Besuch des Regionalen Bildungszentrums, wo die Teilnehmer an einem Workshop teilnahmen.

Bildung, Kultur und internationale Begegnungen in Rybnik

Der Freitag stand ganz im Zeichen von Bildung und Kultur. Nach dem Besuch des Regionalen Bildungszentrums folgten eine Parade der Majoretten und Blaskapellen sowie das internationale Blasmusikfestival „Goldene Lyra“ auf dem Rybniker Marktplatz.

Auftritte der Künstler. Foto: Alexander Fichtner

Dort präsentierten sich zahlreiche Musik und Tanzgruppen aus verschiedenen europäischen Ländern. Friedhelm Fragemann zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Teilnehmer: Gruppen aus Tschechien, der Slowakei, dem Baltikum und weiteren Regionen sorgten für ein buntes und internationales Bild in der Altstadt.

Die „Goldene Lyra“ gehört zu den traditionsreichen Kulturveranstaltungen der Stadt und lockte zahlreiche Besucher auf den Marktplatz. Begleitet von einem großen Orchester fanden Tanzvorführungen und Wettbewerbe statt, die den internationalen Charakter des Festivals unterstrichen.

Feierlicher Abend im Zeichen der Städtepartnerschaften

Höhepunkt des Freitags war eine Festveranstaltung, bei der gleich mehrere internationale Partnerschaften gewürdigt wurden. Im Mittelpunkt standen das 65-jährige Jubiläum der Zusammenarbeit zwischen Rybnik und Saint Vallier in Frankreich sowie die 25-jährigen Partnerschaften mit Eurasburg in Bayern und Iwano-Frankiwsk in der Ukraine.

Die Verleihung. Foto: Alexander Fichtner

„Das war natürlich der Hauptpunkt der Reise“, erklärt Julian Fragemann. „Ein wirklich würdevoller und ganz spannender und toller Abend, den wir hier erleben durften.“

Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde zudem die Ehrenbürgerschaft der Stadt Rybnik verliehen. Vertreter sämtlicher Partnerstädte waren in die Veranstaltung eingebunden. Ein offizieller Cocktail-Empfang rundete den Abend ab.

Industriekultur und Wasserstoffmobilität

Am Samstag richtet sich der Blick auf die industrielle Geschichte der Region. Nach einer Stadtrundfahrt mit einem modernen Wasserstoffbus besucht die Delegation die historische Kohlenmine Ignacy, eines der bedeutenden Industriedenkmäler der Region.

Auf dem Programm stehen eine geführte Besichtigung der ehemaligen Zeche sowie die Teilnahme an der „Industriada“, dem bekannten Festival der Industriekultur in der Woiwodschaft Schlesien.

Die Verbindung von historischer Bergbaukultur und moderner Wasserstofftechnologie zeigt dabei eindrucksvoll den Strukturwandel, den die Region in den vergangenen Jahrzehnten durchlaufen hat.

Besonderer Auftritt der Dorstener Schüler in Rybnik

Ein besonderer Höhepunkt aus Sicht der Dorstener Delegation steht am Samstagabend bevor. Auf dem Marktplatz von Rybnik werden Schüler der Dorstener Gymnasien gemeinsam mit internationalen Musikern auftreten.

„Das ist für uns als Dorstener Delegation heute Abend noch einmal ein besonderer Auftritt, auf den wir uns schon freuen“, sagt Julian Fragemann.

Gerade solche Begegnungen zeigen, dass Städtepartnerschaften weit mehr sind als offizielle Besuche. Sie schaffen Räume für kulturellen Austausch, persönliche Freundschaften und europäische Verständigung über Generationen hinweg.

Nach mehr als 30 Jahren bleibt die Verbindung zwischen Dorsten und Rybnik damit lebendig und zukunftsorientiert – getragen von Menschen, die die Partnerschaft aktiv gestalten und mit Leben füllen.

Vereinte Volksbank Eisstock-Cup der Vereine: Dorstener Teams können sich noch anmelden

Der erste große Vereinshöhepunkt des 1. Asphalt- und Eisstockvereins Dorsten rückt näher. Am Samstag, 27. Juni 2026, richtet der junge Verein in der Vereinte Volksbank Eisstockarena im Herman-Grefer-Sportpark den „Vereinte Volksbank Eisstock-Cup der Vereine“ aus. Eingeladen sind nicht nur klassische Vereine, sondern auch Clubs, Betriebsmannschaften, Freundeskreise und andere Teams, die Lust auf einen sportlichen Tag mit viel Spaß haben.

Für Sven Hecker, den 1. Vorsitzenden des 1. AEV Dorsten, ist der Cup ein wichtiger Schritt in der noch jungen Vereinsgeschichte. Der Verein wurde erst Anfang 2025 offiziell eingetragen, hat sich aber bereits eine eigene Anlage aufgebaut und rund um den Stocksport eine wachsende Gemeinschaft geschaffen. Nun soll der erste Cup der Vereine zeigen, wie niedrigschwellig dieser Sport sein kann.

Eisstockschießen ohne Eis

Gespielt wird in Dorsten nicht auf Eis, sondern auf Asphalt. Der Sport bleibt dennoch eng mit dem klassischen Eisstockschießen verbunden. „Die Stöcke sind die gleichen olympischen Eisstöcke wie beim Eisstockschießen“, erklärt Sven Hecker. Der entscheidende Unterschied liegt an der Unterseite: Statt einer Eisplatte kommt beim Asphaltstock eine Bodenplatte aus sehr hartem Kunststoff zum Einsatz.

Dadurch kann der Sport ganzjährig betrieben werden. Genau das ist der Reiz der Dorstener Anlage. Wer sonst nur im Winter beim Eisstockmasters auf dem Marktplatz mitfiebert oder selbst mitspielt, kann beim 1. AEV auch außerhalb der kalten Jahreszeit trainieren.

Der Weg dorthin war allerdings mit viel Arbeit verbunden. Nicht nur der Bau der Anlage im Herman-Grefer-Sportpark forderte die Mitglieder. Auch die offizielle Eintragung und die Aufnahme in die Verbandsstrukturen waren aufwändig. Umso größer ist nun die Freude, dass der Verein mit dem Cup der Vereine sein erstes eigenes Turnierformat auf die Bahn bringt.

Vereinte Volksbank Eisstock-Cup der Vereine AEV Sven Hecker
Konzentration beim Abwurf. Foto: Borgwardt

Ein Sport für Alt und Jung

Der Verein möchte mit dem Turnier vor allem Menschen ansprechen, die den Sport bislang noch nicht kennen. Erfahrung ist nicht nötig. Das Stockmaterial wird gestellt, eine Einweisung gibt es vor Ort. Entscheidend sind Teamgeist, ein ruhiges Händchen und die Bereitschaft, sich auf etwas Neues einzulassen.

„Das ist ein sehr inklusiver Sport. Mein Vater ist über 80 und spielt auch mit. Auch meine Töchter sind gerne dabei. Ein Sport für Alt und Jung“, sagt Sven Hecker. Genau dieses Miteinander soll auch beim Cup im Mittelpunkt stehen. Der sportliche Ehrgeiz darf dabei durchaus vorhanden sein, soll aber nicht den Spaß überlagern.

Ein Team besteht aus mindestens vier und maximal sechs Spielern. Geschlecht und Alter sind dabei grundsätzlich egal, solange man sich zutraut, die Eisstöcke bewegen zu können. Insgesamt ist das Turnier auf 32 Mannschaften begrenzt. Der Eingang der Anmeldung entscheidet über die Teilnahme. Einen festen Anmeldeschluss gibt es nicht, der Verein empfiehlt aber eine möglichst frühe Anmeldung.

Vereinte Volksbank Eisstock-Cup der Vereine AEV Sven Hecker
Sven Hecker erklärt den Aufbau des Eisstocks. Foto: Borgwardt

Turnier mit BBQ und Stockschützen-Party

Der Veranstaltungstag beginnt um 11 Uhr mit Treffen, Anmeldung und Einweisung. Um 12 Uhr starten die Gruppenphase und die Achtelfinals. Die Finalrunde ist ab etwa 16 Uhr geplant, danach folgt die Siegerehrung. Gegen 18 Uhr schließt sich ein BBQ an. Ab 20 Uhr klingt der Tag mit einer Stockschützen-Party mit DJ aus.

Auch Familien sind willkommen. Für die jüngsten Besucher ist eine Hüpfburg angekündigt. Für alle teilnehmenden Teams sind Sach- oder Ehrenpreise vorgesehen.

Vereinte Volksbank Eisstock-Cup der Vereine AEV Sven Hecker
Die Bodenplatte ist speziell für den Einsatz auf Asphalt gedacht. Foto: Borgwardt

Anmeldung beim 1. AEV Dorsten

Der Vereinte Volksbank Eisstock-Cup der Vereine findet am Samstag, 27. Juni 2026, in der Vereinte Volksbank Eisstockarena im Herman-Grefer-Sportpark an der Storchsbaumstraße 59 in Dorsten statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 50 Euro pro Team und ist im Vorfeld zu entrichten.

Anmeldungen sind per E-Mail an [email protected] möglich. Rückfragen beantwortet Sven Hecker unter 01575 / 6328091. Weitere Informationen zum Verein gibt es unter www.aev-dorsten.de.

Lippeverband mäht Deiche in Dorsten für den Hochwasserschutz

Der Lippeverband beginnt am Montag, 15. Juni, mit Pflegearbeiten an den Deichen der Lippe in Dorsten. Gemäht werden der Norddeich auf einer Länge von 6,2 Kilometern sowie der Süddeich auf 2,8 Kilometern. Die Arbeiten dienen dem Hochwasserschutz und sollen dazu beitragen, die Standsicherheit der Deiche dauerhaft zu erhalten.

Nur gut gepflegte Deiche können im Ernstfall ihren vollen Schutz entfalten. Deshalb werden die Deichflächen regelmäßig kontrolliert und gemäht. Der kurze Bewuchs erleichtert den Mitarbeitenden des Lippeverbandes die Sichtkontrolle. Schäden, etwa durch Wühltiere wie Kaninchen oder Bisamratten, lassen sich so frühzeitig erkennen.

Mäharbeiten sichern Stabilität der Deiche

Ein geschlossener grüner Bewuchs ist für Deiche wichtig, weil er die Oberfläche schützt und zur Stabilität beiträgt. Gleichzeitig können bestimmte Pflanzenarten der Standsicherheit schaden. Durch die regelmäßige Mahd verhindern die Fachleute, dass sich unerwünschter Bewuchs ausbreitet.

Wo es die Beschaffenheit des Deiches zulässt, setzt der Lippeverband Traktoren mit Auslegemähwerken sowie Kleintraktoren ein. An besonders steilen Stellen mähen die Arbeiter per Hand. Die Arbeiten sind damit nicht nur Teil der Grünpflege, sondern vor allem eine wichtige Vorsorgemaßnahme für den Hochwasserschutz an der Lippe.

Cybersicherheit für Unternehmen: Was Betriebe jetzt tun sollten

Cybersicherheit für Unternehmen beginnt nicht erst beim großen Hackerangriff. Nach dem Wirtschaftsempfang in Dorsten zeigt der Vortrag von Nikolaus Stapels, warum Phishing-Mails, schwache Passwörter und ungetestete Backups für Betriebe schnell zum Ernstfall werden können.

Der Bericht über den Wirtschaftsempfang 2026 hat den Abend mit WINDOR, Stadtjubiläum und Netzwerken eingeordnet. Ein Thema aus dem Programm verdient nun den zweiten Blick: Cyberkriminalität ist für Dorstener Betriebe kein abstraktes Risiko, sondern eine Frage der Vorbereitung.

Nikolaus Stapels machte das in seinem Vortrag ohne Umwege klar. Sein Satz war kurz, aber der Kern des Abends: „Cyber geht uns alle etwas an.“ Damit meinte er nicht nur große Konzerne, sondern auch Handwerksbetriebe, Dienstleister, Händler, Vereine und Verwaltungen.

Der Mann hinter dem Warnruf

Nikolaus Stapels arbeitet als Berater und Redner für Cybersicherheit. Mit Stapels Consulting bietet er unter anderem Vorträge, Awareness-Trainings, Risikoanalysen nach DIN 27076 und strategische Beratung an. Beim Wirtschaftsempfang trat er nicht als Panikmacher auf, sondern als Praktiker, der typische Schwachstellen aus der Nähe kennt.

Genau dadurch wurde der Vortrag greifbar. Stapels sprach über offene Geräte im Netz, Standardpasswörter, Phishing, unsichere Backups und die Frage, wie Kriminelle mit KI neue Angriffe vorbereiten können.

So kann ein falscher Meeting-Link aussehen

Als Beispiel nannte Stapels auch gefälschte Teams-Links: Was wie eine normale Besprechungseinladung aussieht, kann in Wahrheit eine Falle für Zugangsdaten sein. Entscheidend ist nicht nur der Betreff, sondern die Adresse hinter dem Link.

KI-generiertes Symbolbild einer gefälschten Besprechungseinladung mit verdächtigem Link
Gefälschte Teams-Links können wie normale Besprechungseinladungen wirken. Symbolbild: KI-generiert/Heimatmedien

Warnzeichen sind etwa ungewohnte Absender, kurzfristiger Druck, eine externe Login-Seite, Schreibfehler in der Adresse oder eine Domain, die nur so ähnlich aussieht wie der gewohnte Dienst. Wer so etwas bemerkt, sollte nicht testen, ob der Link funktioniert, sondern den Vorfall intern melden.

Der Mensch ist Risiko und Verteidigung

Die zugespitzte Botschaft von Stapels lautete: „Mitarbeiter sind die größte Gefahr im Unternehmen, aber auch die stärkste Verteidigung.“ Der Satz klingt hart, trifft aber den Alltag vieler Betriebe. Ein falscher Klick kann reichen. Eine schnelle Meldung kann denselben Vorfall begrenzen.

Deshalb ging es im Vortrag nicht nur um Technik. Es ging auch um eine Kultur, in der Fehler früh gemeldet werden. Wer aus Angst schweigt, verschiebt das Problem. Wer einen verdächtigen Teams-Link, eine ungewöhnliche Rechnung oder eine seltsame Anmeldung sofort meldet, verschafft dem Betrieb Zeit.

Wenn aus Freitag Montag wird

Besonders anschaulich wurde Stapels bei der Frage, wie schnell ein Cybervorfall unterschätzt wird. „Ist das für sie ein Freitagnachmittag-Problem oder ein Montagmorgen-Problem?“, fragte er. Der Satz sorgte für Lachen, aber er zielte auf einen ernsten Punkt: Ein Angriff verschwindet nicht, weil jemand den Rechner ausschaltet und ins Wochenende geht.

Auch seinen trockenen Humor setzte Stapels gezielt ein. „Falls Sie selber mal gehackt werden möchten, rufen Sie mich gerne an. Kriegen wir hin, bis jetzt sind wir überall reingekommen“, sagte er. Der Witz funktionierte, weil die Warnung dahinter deutlich blieb: Viele Unternehmen sind angreifbarer, als sie glauben.

Praktische To-dos für Betriebe

Aus dem Vortrag lassen sich konkrete Schritte ableiten. Sie ersetzen keine individuelle Sicherheitsberatung, helfen aber dabei, die wichtigsten Baustellen sichtbar zu machen. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik nennt in seinen TOP 12 Maßnahmen bei Cyber-Angriffen praktische erste Schritte für Unternehmen und Organisationen.

  • Mitarbeiter regelmäßig für Phishing-Mails, gefälschte Teams-Links, Anhänge und falsche Absender sensibilisieren.
  • Standardpasswörter abschaffen und für zentrale Zugänge eine Zwei-Faktor-Authentifizierung einführen.
  • Updates für Betriebssysteme, Programme, Router und andere vernetzte Geräte verbindlich organisieren.
  • Geräte, Benutzerkonten und Zugriffsrechte regelmäßig prüfen und alte Zugänge schließen.
  • Backups getrennt vom System speichern und Wiederherstellungen testen.
  • Einen Notfallplan mit Ansprechpartnern, Meldewegen und ersten Schritten schriftlich festhalten.
  • Verdächtige Vorfälle sofort melden lassen, ohne Schuldzuweisungen und ohne langes Zögern.

Beim Thema Datensicherung formulierte Stapels besonders deutlich: „Datensicherung nicht nur durchführen, testen Sie die auch mal.“ Denn ein Backup, das im Ernstfall nicht funktioniert, ist keine Absicherung. Es ist nur ein gutes Gefühl bis zum ersten Ausfall.

Vor dem Ernstfall anfangen

Der Wirtschaftsempfang brachte das Thema Cybersicherheit für Unternehmen auf eine sehr lokale Ebene. Es ging nicht um entfernte Hackerfilme, sondern um Betriebe, die morgens ihre Aufträge, Kundendaten, Maschinen, Kassen und E-Mails brauchen. Genau deshalb ist Vorbereitung kein Zusatzthema, sondern Teil der Betriebsfähigkeit.

Westnetz erneuert Leitungen in Dorsten: Verkehr muss bis November mit Einschränkungen rechnen

In Dorsten müssen sich Anwohner und Verkehrsteilnehmer in den kommenden Monaten auf Behinderungen einstellen. Westnetz modernisiert in der Rivekampstraße sowie in der Straße „Am Deich“ mehrere Versorgungsleitungen. Die Arbeiten beginnen in den nächsten Tagen und sollen voraussichtlich bis Anfang November abgeschlossen sein.

Im Mittelpunkt der Maßnahme stehen das Mittelspannungs- und Niederspannungsnetz, das Beleuchtungsnetz sowie die Gasleitungen. Nach Angaben von Westnetz soll die Infrastruktur damit für die künftigen Anforderungen der Energiewende fit gemacht werden.

Arbeiten im Gehweg- und Straßenbereich

Auf einer Länge von rund 450 Metern sind Tiefbauarbeiten im Gehweg- und Straßenbereich vorgesehen. Die Arbeiten starten zunächst in der Rivekampstraße. Im Anschluss wird die Maßnahme in der Straße „Am Deich“ fortgesetzt.

Für den Verkehr bedeutet das: Im jeweiligen Baustellenbereich ist über mehrere Monate hinweg mit Einschränkungen und Behinderungen zu rechnen. Auch Fußgänger können von den Arbeiten betroffen sein, da Teile der Gehwege aufgebrochen werden.

Parkplätze fallen vorübergehend weg

Besonders spürbar dürften dabei die Arbeiten für Anwohner werden. Während der Bauzeit stehen im jeweiligen Baustellenbereich vorübergehend keine Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Auch Zufahrten zu Grundstücken können zeitweise eingeschränkt sein. Westnetz betont jedoch, dass mögliche Behinderungen bei Grundstückszufahrten auf das unbedingt notwendige Maß begrenzt werden sollen.

Neben den Leitungen im öffentlichen Bereich werden auch vorhandene Strom- und Gashausanschlüsse im Baubereich teilweise erneuert. Dafür ist es erforderlich, dass Mitarbeitende oder beauftragte Firmen auch Privatgrundstücke betreten. Betroffene Anwohner sollen rechtzeitig informiert werden.

Westnetz bittet um Verständnis

Westnetz bittet für die unvermeidbaren Beeinträchtigungen um Verständnis. Ziel der Arbeiten sei eine zukunftssichere Versorgung mit Strom und Gas. Die gesamte Maßnahme soll nach aktuellem Stand bis Anfang November abgeschlossen sein.

#193 Glosse von Anke: Beim Heiligen Leonhard

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Neulich habe ich Rottweil, die älteste Stadt Baden-Württembergs besucht. Sie hat nicht nur eine wunderschöne historische Altstadt, sondern auch einer robusten Hunderasse ihren Namen gegeben. Allerdings war ich doch sehr erleichtert festzustellen, dass nicht alle Rottweiler einen dicken Kopf und triefende Lefzen haben, sondern sehr herzliche und durchaus nett ausschauende Zeitgenossen sind.

Mit Deutschlands höchster Aussichtsplattform in 232 Meter Höhe und der längsten Hängebrücke Süddeutschlands (606 m lang) hat die Stadt am Neckar echte Highlights zu bieten. Da ich aber als bekennende „Trümmerfrau“ lieber in die Geschichte abtauche, führte mich mein Weg zuallererst in Rottweils Römerzeit, die in der Abteilung „area flaviae“ des Dominikanermuseum „ausgestellt“ ist. Herzstück ist das prächtige Orpheus-Mosaik, das den thrakischen Sänger Orpheus zeigt, wie er Tiere und Pflanzen bezaubert – und heute auch noch die vielen Besucher, die staunend diese antike Kostbarkeit bewundern.

Starke Nerven gefragt

Die Sammlung sakraler Kunst des Mittelalters ein Stockwerk höher erfordert jedoch starke Nerven: Da ist beispielsweise eine Statue der heiligen Agatha von Catania zu sehen, vor sich ein Buch, auf dem ihre beiden Brüste liegen. Wer ihre Leidens-Legende dazu liest, der erfährt, dass der römische Stadthalter Quintinian ihr beide Brüste hat abschneiden lassen aus Zorn darüber, dass die gottgeweihte Jungfrau seinen Heiratsantrag abgelehnt hatte. Jetzt kann man sich selbst zusammenreimen, welches Martyrium der heilige Bartholomäus durchlitten haben muss, der als Attribute ein Messer und seine abgezogene Haut über dem Arm trägt …

Ehrlich gesagt, konnte ich mich als Protestantin mit Heiligen noch nie so richtig anfreunden. Obwohl ich durchaus zugebe, dass ihre blutrünstigen Foltergeschichten in Zeiten noch nicht erfundener elektronischer Kommunikationsmittel vor flackerndem Kaminfeuer durchaus ihre Faszination entfalten konnten.

Ein weiterer Vorteil von Heiligen ist, dass man ihretwegen Namenstag feiern kann. Ich erinnere mich gut, dass mein Sohn damals genauso wie seine katholischen Schulfreunde Namenstag haben wollte. Da er keinen Heiligen Lennart ausfindig machen konnte, fügte er sich einem Kompromiss: „Na gut. Dann nehme ich eben den Leonhard!“

Im Buch der Heiligen fanden wir gleich zwei Männer dieses Namens: Der eine ein Missionar und Apostel Italiens, der andere ein Einsiedler und Schutzpatron der Gefangenen. „Man sagt, wenn Gefangene im Kerker den Namen Leonhards gerufen hätten, seien die Ketten von ihnen abgefallen“, las ich meinem begeisterten Sohn vor, der ohne Zögern seine Wahl traf: „Ich nehme den mit den Ketten!“

Wenn Ihr also demnächst eine Heiligenfigur mit einer zerbrochenen Kette am Arm entdeckt, dann wisst Ihr nun, mit wem Ihr es zu tun habt.

Wirtschaftsempfang 2026: „Business ohne Gedöns“

Beim Wirtschaftsempfang in Dorsten hat die Wirtschaftsförderung WINDOR die lokale Unternehmerschaft in den Mittelpunkt gestellt. Im Jubiläumsjahr der Stadt ging es um Dank, Austausch und einen Fachvortrag, der deutlich machte: Cybersicherheit ist längst ein Thema für jeden Betrieb.

Die Galerie der Traumfänger im CreativQuartier Fürst Leopold war am Donnerstagabend nicht nur Veranstaltungsort, sondern auch ein passender Rahmen: alte Industriegeschichte, neue Netzwerke und ein Abend, der die Dorstener Wirtschaft nicht als Zahlensammlung betrachtete, sondern als Teil der Stadtgesellschaft.

Für Oliver Göttlich war es der erste Wirtschaftsempfang in seiner neuen Rolle als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung. Im vergangenen Jahr war er als neuer Geschäftsführer von WINDOR und DWG vorgestellt worden. Nun stand er gemeinsam mit Aneta Marx selbst als Gastgeber auf der Bühne.

Oliver Göttlich und Aneta Marx moderieren den Wirtschaftsempfang 2026 in Dorsten
Oliver Göttlich und Aneta Marx führten durch den Wirtschaftsempfang 2026. Foto: Daniel Bosse

WINDOR setzt beim Wirtschaftsempfang in Dorsten auf Nähe

Schon der Auftakt griff das Stadtjubiläum auf: 775 Jahre Stadt Dorsten bedeuteten an diesem Abend auch einen Blick auf mindestens 775 Jahre Wirtschaft in Dorsten. Marx erinnerte daran, dass die Wirtschaftsförderung in den vergangenen Wochen und Monaten viele Betriebe persönlich besucht habe.

Ihr Fazit fiel deutlich aus: „Dorsten verfügt über eine Wirtschaft, die vielfältig, breit aufgestellt und bemerkenswert widerstandsfähig ist.“

Göttlich und Marx machten klar, dass WINDOR nah an den Unternehmen bleiben will. Auf den Tassen, die die Gäste mitnehmen konnten, stand ein Satz, der zum Ton des Abends passte: „Business ohne Gedöns.“ Gemeint war eine Wirtschaftsförderung, die nicht nur über Standortfragen spricht, sondern Betriebe im Alltag begleitet.

Dazu gehören Netzwerke, Gespräche und Unterstützung bei individuellen Themen. Zugleich wurden die Belastungen nicht ausgespart: Bürokratie, Energiekrise, Fachkräftemangel, Lieferkettenprobleme und weitere Standortfragen gehören für viele Betriebe längst zum Alltag. Marx brachte den Kern der Einladung knapp auf den Punkt: „Deshalb möchten wir heute vor allem eines sagen: Danke.“

Bürgermeister Tobias Stockhoff würdigt Verantwortung der Betriebe

Bürgermeister Tobias Stockhoff ordnete den Abend in die Geschichte der Stadt ein. Dorstens wirtschaftliche Entwicklung sei eng mit Marktplatz, Handel, Handwerk, Industrie und dem heutigen Mittelstand verbunden. Der Empfang machte dabei deutlich: Die Unternehmen schaffen nicht nur Arbeitsplätze, sie prägen auch das Zusammenleben vor Ort.

In seiner Ansprache ging es deshalb auch um Gewerbesteuer, Ausbildung, Standorttreue und gesellschaftliches Engagement. Gerade in schwierigen Zeiten sei es nicht selbstverständlich, dass Betriebe investieren, Arbeitsplätze sichern, Nachwuchs ausbilden und sich zusätzlich in Vereinen, Projekten und lokalen Netzwerken einbringen.

Damit blieb der Abend nicht bei einem höflichen Pflichttermin stehen. Er setzte einen lokalen Akzent: Wirtschaftsförderung heißt in Dorsten nicht nur Flächen, Zahlen und Förderprogramme. Es geht auch um kurze Wege, persönliche Kontakte und die Frage, wie Stadt und Betriebe gemeinsam handlungsfähig bleiben.

Bürgermeister Tobias Stockhoff spricht beim Wirtschaftsempfang 2026 in Dorsten
Bürgermeister Tobias Stockhoff ordnete den Wirtschaftsempfang ins Stadtjubiläum ein. Foto: Daniel Bosse

Cybersicherheit wird zum Standortthema

Genau daran knüpfte der Fachvortrag von Nikolaus Stapels an. Sein Thema war Cybersicherheit, und er machte schnell klar, dass digitale Angriffe nicht nur Konzerne treffen. Kleine und mittlere Unternehmen sind ebenso im Blick von Kriminellen, oft sogar besonders dann, wenn sie sich selbst für zu unbedeutend halten.

Nikolaus Stapels hält beim Wirtschaftsempfang in Dorsten einen Vortrag über Cybersicherheit
Nikolaus Stapels sprach über Cyberangriffe und konkrete Schutzmaßnahmen für Unternehmen. Foto: Daniel Bosse

Stapels sprach über Phishing, offene Geräte im Netz, Standardpasswörter, unsichere Backups und die wachsende Rolle von KI. Seine Botschaft war unmissverständlich: „Cyber geht uns alle etwas an.“

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Faktor Mensch. Technische Schutzsysteme helfen, reichen aber nicht aus, wenn im Alltag unbedacht auf Links geklickt wird oder verdächtige Vorfälle aus Unsicherheit nicht gemeldet werden. Stapels formulierte es zugespitzt:

„Mitarbeiter sind die größte Gefahr im Unternehmen, aber auch die stärkste Verteidigung.“

Nikolaus Stapels

Sein Rat an die Betriebe: Mitarbeiter schulen, Standardpasswörter ändern, Systeme aktuell halten, Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen und Datensicherungen nicht nur anlegen, sondern regelmäßig testen. „Datensicherung nicht nur durchführen, testen Sie die auch mal“, sagte Stapels. Genau daran scheitere es in der Praxis immer wieder.

Fehlerkultur statt Rechner aus und Feierabend

Neben Technik ging es um eine Haltung, die im Ernstfall entscheidend sein kann. Wer einen Fehler macht, muss ihn melden können. Wer eine verdächtige Mail öffnet, braucht klare Ansprechpartner und einen Notfallplan. Sonst wird aus einem kleinen Vorfall schnell ein Schaden, der ein Unternehmen tagelang lahmlegen kann.

Stapels brachte dieses Risiko mit einer Frage auf den Punkt: „Ist das für sie ein Freitagnachmittag-Problem oder ein Montagmorgen-Problem?“ Der Satz sorgte für Schmunzeln, hatte aber einen ernsten Kern: Ein Cybervorfall erledigt sich nicht, nur weil jemand übers Wochenende den Rechner ausschaltet.

Trotz des schweren Themas blieb der Vortrag nicht trocken. „Falls Sie selber mal gehackt werden möchten, rufen Sie mich gerne an. Kriegen wir hin, bis jetzt sind wir überall reingekommen“, sagte Stapels mit schwarzem Humor. Das Lachen im Saal zeigte: Der Warnruf kam an, ohne den Abend zu erdrücken.

Austausch, Stadtjubiläum und ein Abend mit Dorstener Handschrift

Nach dem Vortrag dankten Göttlich und Marx dem Referenten mit einem Dorstener Geschenkpaket. Göttlich hoffte augenzwinkernd, Stapels habe niemanden „auf irgendwelche neuen Unternehmensideen gebracht“.

Anschließend ging der Empfang in den Netzwerkteil über. Verschiedene Dorstener Anbieter sorgten für Essen, Musik kam unter anderem vom Fanfarenzug, dem Kulturverein Westfalen und Acoustic Noise mit Andre Wehmov. Dazu passte der Hinweis auf die Altstadtfest-Sonderseite: Dorsten feiert 775 Jahre Stadtgeschichte.

Gäste beim Wirtschaftsempfang 2026 in der Galerie der Traumfänger in Dorsten
Der Wirtschaftsempfang bot in der Galerie der Traumfänger Raum für Austausch und neue Kontakte. Foto: Daniel Bosse

Der Wirtschaftsempfang zeigte, dass diese Geschichte nicht nur in Urkunden, Mauern oder Jubiläumsprogrammen steckt. Sie lebt auch in Betrieben, die Verantwortung übernehmen, Arbeitsplätze schaffen und sich immer wieder auf neue Herausforderungen einstellen müssen. Manchmal heißt diese Herausforderung Fachkräftemangel. Manchmal Lieferkette. Und manchmal eben ein verdächtiger Link im Postfach.

Lions Club Dorsten-Wulfen spendet 1.500 Euro für die Kinderferienstiftung

Mit 1.500 Euro unterstützt der Lions Club Dorsten-Wulfen die Dorstener Kinder- und Jugendferienstiftung. Das Geld stammt aus der Adventskalender-Aktion 2025.

Die Dorstener Kinder- und Jugendferienstiftung erhält erneut Unterstützung aus der Stadtgesellschaft. Der Lions Club Dorsten-Wulfen spendet 1.500 Euro für die Arbeit der Stiftung, die Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien die Teilnahme an Ferienfreizeiten und Ferienangeboten ermöglicht.

Die Spende stammt aus dem Erlös der Adventskalender-Aktion 2025 des Lions Clubs. Übergeben wurde sie vor dem Dorstener Rathaus von Gudrun Gabriel, Activity-Beauftragte des Lions Club Dorsten-Wulfen, und Sabine Sonntag, Vizepräsidentin des Clubs.

Plakette für die Stele am Rathaus

Neben der Geldspende überreichte der Lions Club auch eine Plakette für die Stele der Kinderferienstiftung am Rathaus. Sie soll in Kürze angebracht werden und auf die wichtige Arbeit der Stiftung sowie auf die Unterstützung durch engagierte Spender aufmerksam machen.

Bürgermeister Tobias Stockhoff dankte dem Club für das Engagement. „Die Kinder- und Jugendferienstiftung ermöglicht seit mehr als vier Jahrzehnten Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien unvergessliche Ferienerlebnisse. Dass der Lions Club Dorsten-Wulfen diese wichtige Arbeit erneut unterstützt, ist ein starkes Zeichen gesellschaftlicher Verantwortung und gelebter Solidarität in unserer Stadt“, sagte Stockhoff.

Ferienfreizeiten schaffen wichtige Erinnerungen

Manfred Przybylski gründete die Kinder- und Jugendferienstiftung 1979. Seine Überzeugung: Jedes Kind soll die Chance auf Erholung, Gemeinschaft und neue Erfahrungen haben. Seit mehr als 40 Jahren finanziert sich die Stiftung ausschließlich durch Spenden.

Allein im vergangenen Jahr konnten durch die finanzielle Förderung rund 100 Kinder an Ferienfreizeiten teilnehmen. Für viele Familien wäre das ohne Unterstützung nicht möglich.

Eden Fähnrich-Winkel, Abteilungsleiterin Jugendförderung der Stadt Dorsten, betonte die Bedeutung solcher Angebote: „Ferienfreizeiten schaffen Erinnerungen, stärken das Selbstvertrauen und fördern soziale Kontakte. Für viele Familien wären diese Angebote ohne Unterstützung nicht finanzierbar. Deshalb freuen wir uns sehr über die Spende des Lions Club Dorsten-Wulfen, die direkt dazu beiträgt, Kindern unbeschwerte Ferienerlebnisse zu ermöglichen.“

Hilfe, die direkt bei Kindern ankommt

Auch Sabine Sonntag unterstrich bei der Übergabe den Anspruch des Clubs. „Mit unseren Spenden möchten wir dort helfen, wo Unterstützung direkt bei Kindern und Familien ankommt“, sagte die Vizepräsidentin des Lions Club Dorsten-Wulfen.

Der Club unterstützt seit vielen Jahren soziale Projekte in Dorsten. In den vergangenen 20 Jahren kamen nach Angaben des Lions Clubs mehr als 243.000 Euro für unterschiedliche Vorhaben in der Stadt zusammen. Allein im vergangenen Jahr wurden Projekte für Kinder und Jugendliche mit 17.000 Euro bedacht.

Bedarf an Unterstützung ist gestiegen

Die Arbeit der Kinder- und Jugendferienstiftung bleibt auch künftig wichtig. Der Bedarf an finanzieller Hilfe ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Umso mehr ist die Stiftung auf Spenden aus der Dorstener Stadtgesellschaft angewiesen.

Die Treuhandschaft der Stiftung liegt bei der Abteilung Kinder- und Jugendförderung im Amt für Familie und Jugend der Stadt Dorsten. Dort werden die Spendengelder verantwortungsvoll, transparent und zweckgebunden verwaltet.

Unfall an der Wienbecke: Polizeihund spürt Verdächtigen nach Unfallflucht in Dorsten auf

Nach dem Unfall eines verdächtigen Autos an der Wienbecke hat die Polizei am Mittwochmittag einen verletzten Mann in der Nähe des Unfallortes aufgespürt. Ein Polizeihund fand den Verdächtigen unweit der Unfallstelle zwischen Wulfen und Dorsten. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich vermutlich um den Fahrer des Wagens, der zuvor vor der Polizei geflüchtet war.

Der Fall hatte bereits am Mittwochmorgen für Aufsehen gesorgt. Ein Auto war nach einem Unfall mit einem Bus an der Straße „An der Wienbecke“, unweit der Einmündung „Am Roten Stein“, im Straßengraben gelandet. Die Insassen waren anschließend zu Fuß geflüchtet. Für die Suche setzte die Polizei unter anderem einen Hubschrauber und einen Polizeihund ein.

Am Mittag konnte der Polizeihund in der Nähe des Unfallortes einen verletzten Mann aufspüren. Ein Rettungswagen brachte ihn in Begleitung der Polizei in ein Krankenhaus. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass es sich bei dem Mann vermutlich um den Fahrer des verunglückten Autos handelt.

Zeugen meldeten verdächtiges Auto in Wulfen

Begonnen hatte der Einsatz am Morgen in Wulfen. Aufmerksame Zeugen hatten die Polizei über ein verdächtiges Auto in einer Wohnsiedlung informiert. Gegen 9 Uhr trafen Einsatzkräfte das Fahrzeug in der Nähe an. Als der Fahrer den Streifenwagen bemerkte, gab er Gas und flüchtete.

Kurz darauf fanden die Beamten das Auto an der Straße „An der Wienbecke“ im Graben. Parallel meldete sich ein Busfahrer bei der Leitstelle. Er erklärte, dass ihm ein Auto aufgefahren sei. Das Fahrzeug habe sich anschließend überschlagen und sei im Straßengraben gelandet. Mindestens eine Person sei danach aus dem Auto geklettert und zu Fuß geflüchtet.

Busfahrer und Fahrgäste bleiben unverletzt

Der Busfahrer und die Fahrgäste blieben nach Angaben der Polizei unverletzt. Um den Bus kümmerte sich ein Abschleppunternehmen. Das Auto, an dem Totalschaden entstand, wurde sichergestellt.

Die Ermittlungen dauern an. Die Straße „An der Wienbecke“ war während des Einsatzes zeitweise gesperrt.

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