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Bastelspaß am Bürgerbahnhof: Winterwerkstatt sammelt Spenden

Wer am Samstag am Dorstener Bürgerbahnhof vorbeiging, konnte den Eindruck gewinnen, ein kleiner Weihnachtsmarkt habe sich dort eingefunden. Zahlreiche Stände sorgten für festliche Atmosphäre und überall waren Kinder zu sehen, die malten, bastelten und kleine Kunstwerke gestalteten. Die Winterwerkstatt lockte viele Familien an und bot kreativen Spaß für Groß und Klein. Gleichzeitig rückte ein wichtiges Anliegen in den Mittelpunkt: die Unterstützung der Dorstener Tafel.

An fast jedem Stand standen gut sichtbare Spendengläser. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, um den Verein gerade in der kalten Jahreszeit zu unterstützen. Das deutliche Engagement der teilnehmenden Gruppen setzte ein starkes Zeichen für gemeinschaftlichen Zusammenhalt und soziale Verantwortung.

Winterwerkstatt 2025 Bürgerbahnhof
Foto: Christian Haug

Viele Vereine und Organisationen halfen bei der Winterwerkstatt

Neben der Dorstener Tafel waren weitere Vereine und Institutionen vertreten, die für ihre eigenen Projekte sammelten. Der Treffpunkt Altstadt warb um Unterstützung für kommende Veranstaltungen, das Gymnasium Petrinum sammelte für die Abikasse und die Agathaschule für ihren Förderverein. Die Schule erklärte: „Der Zweck unseres Vereins ist die ideelle und materielle Förderung der Agathaschule. Zum Beispiel ermöglichen wir den Kindern durch Spenden neue Bücher, Medien, Sportgeräte und Stutenkerle zum Nikolaus. Alle Spenden kommen den Kindern zugute, wir wollen ihnen damit eine Freude machen.“

Winterwerkstatt 2025 Bürgerbahnhof
Foto: Christian Haug

Ein besonderer Anziehungspunkt war das Projekt „Natur on Tour“, eine Kooperation von Bottroper Jägern und Landwirten. Birgit und Anne präsentierten dort verschiedene präparierte Waldtiere. Kinder konnten sie aus nächster Nähe betrachten und anfassen, was bei vielen für Staunen sorgte. Birgit Kömper erklärte die Idee dahinter: „Wir wollen Kinder und Jugendliche dazu einladen, die heimische Tierwelt, ihre Lebensräume und die Landwirtschaft kennenzulernen. Wir unterstützen auch Schulklassen im Naturunterricht und vermitteln den Schülern ersten Kontakt mit Hasen, Wildschweinen und anderen Tieren.“

Winterwerkstatt 2025 Bürgerbahnhof
Foto: Christian Haug

Lesestunde mit dem Bürgermeister

Für einen weiteren Höhepunkt sorgte Bürgermeister Tobias Stockhoff. Im Obergeschoss des Bürgerbahnhofs versammelten sich zahlreiche Kinder, die gespannt seiner Weihnachtsgeschichte lauschten. Ursprünglich hatte der Bürgermeister etwas anderes vorbereitet, doch kurzfristig wurde ihm mitgeteilt, dass seine Geschichte bereits vergeben sei.

Winterwerkstatt 2025 Bürgerbahnhof
Foto: Christian Haug

Er griff die Situation mit Humor auf und erklärte: „Eigentlich habe ich eine ganz andere Geschichte vorbereitet, eine Geschichte über einen Schulgeist, aber jetzt erzähle ich euch eine Geschichte über die Geburt Jesu.“ Seine Erzählung schilderte das Geschehen rund um die Krippe aus der Sicht verschiedener Tiere. Die Botschaft von Gemeinschaft, Einigkeit und Nächstenliebe begeisterte die jungen Zuhörer und rundete den Tag stimmungsvoll ab.

Mit kreativer Freude, lebendigen Begegnungen und dem gemeinsamen Blick auf soziale Verantwortung zeigte die Winterwerkstatt am Bürgerbahnhof, wie stark Dorstens Gemeinschaft auch im Winter zusammensteht.

SV Lembeck erkämpft 2:2 in der Veltins-Arena

Der 29. November 2025 war ein Tag, den die Spieler und Fans des SV Lembeck wohl ihr Leben lang nicht vergessen werden. Als Sieger der Aktion „Veltins – Dein Heimspiel“ durfte der Landesligist sein reguläres Punktspiel gegen den VfL Senden in der Veltins-Arena austragen, vor 3.904 Zuschauern und unter Bedingungen, die normalerweise nur Profis erleben.

Schon die Anreise im originalen Mannschaftsbus des FC Schalke 04 und das Umziehen in der königsblauen Kabine sorgten für leuchtende Augen. Lembecks Verteidiger Vincent Brun fasste es später so zusammen: „Geil, die Fans im Stadion zu sehen. Ein unglaubliches Erlebnis, schon mit dem Bus zu fahren und sich in der Schalker Kabine umzuziehen.“

Anschlusstreffer zur richtigen Zeit

Auch Olaf Thon, Fußballweltmeister von 1990 und UEFA-Pokalsieger von 1997, freute sich, den SV Lembeck auf Schalke begrüßen zu können: „Beide Mannschaften haben wohl nur einmal im Leben ihre Chance, hier zu spielen. Deswegen freue ich mich ganz besonders für die Spieler, aber auch für die vielen Zuschauer, die angereist sind. Und alle sind happy, alle sind begeistert!“

SV Lembeck Heimspiel Veltins Arena Schalke
Olaf Thon. Foto: Elena Arat

Die Begeisterung übertrug sich nahtlos auf den Platz. Hier entwickelte sich ein intensives Spiel, bei dem Senden zunächst die klarere Linie fand. Nach 20 Minuten traf Shinawi zum 0:1, und keine sechs Minuten später legte Castelle das 0:2 nach.

SV Lembeck Heimspiel Veltins Arena Schalke
Foto: Elena Arat

Trainer Oliver Ridder blieb ruhig

Es war ein Auftakt, der vielen Lembecker Fans kurz die Luft nahm, doch Trainer Oliver Ridder blieb ruhig. „Insgesamt ein tolles Spiel“, sagte er später. Auch, weil seine Mannschaft auf den Rückstand mit bemerkenswerter Moral reagierte. Noch vor der Pause gelang durch Vincent Brun der wichtige Anschlusstreffer zum 1:2. Ein Moment, der der Partie einen neuen Puls verlieh. Von da an spielte Lembeck vor allem gegen die Uhr, aber getragen von der ungewöhnlichen Kulisse auch mit spürbarer Energie.

SV-Lembeck: Ein hitziges Spiel

Als Tom Springenberg in der 76. Minute nach starker Vorarbeit zum 2:2 traf, bebte die Arena. Die mitgereisten Fans feierten den Ausgleich wie einen Sieg und verwandelten das Stadion endgültig in einen Hexenkessel. Beide Teams schenkten sich bis zuletzt nichts, doch am Ende fühlte sich das Remis wie ein verdienter Lohn für zwei leidenschaftlich kämpfende Mannschaften an. Keine Frage, es war ein hitziges Spiel.

SV Lembeck Heimspiel Veltins Arena Schalke
Foto: Elena Arat

Die Pressekonferenz im Anschluss verlief im Stil eines echten Bundesligaspiels und ließ die Emotionen noch einmal hochkochen. Genau diese Mischung aus sportlichem Wettkampf und Landesliga auf großer Bühne machte den Tag zu etwas ganz Besonderem. Für Lembeck war es nicht nur ein Punkt in der Tabelle, sondern ein Kapitel, das in der Vereinsgeschichte einen festen Platz haben wird.

Impressionen vom „Heimspiel“ (Fotos: Elena Arat)

#166 Glosse von Anke – Benehmen ist (k)eine Glückssache

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Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.

Benehmen ist (k)eine Glückssache

„Entschuldige mal, aber Du hast da eine Pullover-Fluse auf Deiner rechten Augenbraue hocken!“ Dieser Hinweis einer Freundin in der Geburtstagsrunde war gut gemeint und für mich durchaus wertvoll. Schließlich will ich ja nicht den gesamten Abend ahnungslos mit dieser optischen Störung im Gesicht meinen Mitmenschen zuzwinkern.

Unangenehme Situationen

Unangenehme Situationen wie diese tauchen immer wieder im Alltagsleben auf: Da klammert sich ein Spinatblättchen vom Mittagessen noch krampfhaft am Schneidezahn fest, da hat es sich ein Make-Up-Klecks in der tiefen Falte neben dem linken Nasenflügel bequem gemacht … Manchmal merke ich erst im Büro, dass mir noch ein Lockenwickler im Pony sitzt, während der Klassiker in der Männerwelt sich oft nach einem Toilettenbesuch ereignet und anzügliche Reaktionen auslöst: „Eh, Vorsicht: Dein Kuhstall ist offen!“ oder „Heute Tag der offenen Tür?“

Nun sollte man sich aber nicht selbst wie „eine offene Hose“ benehmen, wenn man sein Gegenüber auf eine unappetitliche Unachtsamkeit aufmerksam machen möchte. Diskretion, ein neutraler wertfreier Tonfall , eine freundliche unaufgeregte Körpersprache nach der „Ich-würde-es-auch-wissen-wollen“-Regel entkrampfen die heikle Situation und zeigen gute Absicht.

Denkt mal darüber nach. Und falls Ihr in der nächsten Woche einen weißbärtigen alten Mann mit schwerem Gepäck auf dem Rücken sichtet, dann beleidigt ihn bitte nicht mit: „Eh Alter, Du hast da einen dicken Sack auf dem Rücken!“ Nein, begegnet ihm freundlich und begrüßt ihn nach alter Väter Sitte: „Nikolaus, komm in unser Haus, pack Deine große Tasche aus!“

„Lembeck leuchtet“ fasziniert Besucher mit stimmungsvoller Adventsatmosphäre

Das vorweihnachtliche Event Lembeck leuchtet hat am Freitag zahlreiche Besucher in die Schlossgemeinde gelockt. Hunterte Menschen kamen, um die besondere Mischung aus Lichterzauber, Musik und Gemeinschaft zu erleben. Die frühen Dunkelstunden boten den idealen Rahmen für das atmosphärische Programm rund um die Laurentiuskirche. Straßen und Geschäfte präsentierten sich im warmen Schein festlicher Beleuchtung, während Feuertonnen, Schneekugeln, Tannenbäume und farbenfrohe Lichterketten die Umgebung in eine märchenhafte Kulisse verwandelten.

Der Duft von Waffeln, Stockbrot und süßen Leckereien verlieh der Veranstaltung einen typischen Weihnachtsmarktcharakter. Zahlreiche Vereine und Organisationen unterstützten Lembeck leuchtet und machten deutlich, was das Fest auszeichnet: ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Besonders beliebt war die Kinder-Tombola des Fördervereins der Don-Bosco-Grundschule. Birte Suden betonte, wie breit die Unterstützung aus der Region ausfiel. Viele Firmen hätten Preise gestiftet und es gebe deshalb eine große Auswahl für die jungen Teilnehmer. Dazu gehörten Brotdosen, Brettspiele und Fußbälle. Auch besondere Schalke-Artikel stießen auf Begeisterung, denn diese wurden durch die Unterstützung von Torwart Michael Langer ermöglicht.

Lembeck Leuchtet 2025
Foto: Christian Haug

Leuchtende Traktoren

Ein weiterer Höhepunkt war die Präsentation der Oldtimer Freunde Lembeck. Vor der stimmungsvoll beleuchteten Laurentiuskirche zeigten sie ihre glänzenden Fahrzeuge, die besonders bei Kindern für leuchtende Augen sorgten. Trotz des regnerischen Wetters machten sich viele Dorstener auf den Weg, um die funkelnden Traktoren aus nächster Nähe zu sehen.

Lembeck Leuchtet 2025
Foto: Christian Haug

Musikalische Höhepunkte bei Lembeck Leuchtet

Musikliebhaber kamen in der Laurentiuskirche auf ihre Kosten. Dort trat der Chor Voices unter der Leitung von Hans-Jürgen Gromann auf und sorgte für einen Abend voller Emotionen. Das Konzert verband Musik und soziales Engagement. Der Chor sammelte Spenden für das Dorstener Frauenhaus und erklärte vor Beginn des Auftritts, warum diese Unterstützung so wichtig ist. Eine Sängerin formulierte es mit klaren Worten: „Es wäre schön, wenn niemand ein Frauenhaus aufsuchen müsste, doch leider sind auch in Dorsten viele Frauen von Gewalt und Wohnungslosigkeit betroffen. Jede Spende hilft weiter.“

Lembeck Leuchtet 2025
Musikalische Stimmung in der Laurentiuskirche. Foto: Christian Haug

Lembeck leuchtet zeigte erneut, wie lebendig und engagiert das Gemeinschaftsleben im Stadtteil ist. Das Zusammenspiel aus Lichtkunst, Musik und lokalem Engagement machte den Auftakt in die Adventszeit zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Stimmungsvolle Mash Up Show: DJ Emjo beim Dorstener Winterzauber

Der Dorstener Winterzauber ist am Freitagabend mit einer gut besuchten Mash Up Show von DJ Emjo ins Wochenende gestartet. Nach dem Mitsingformat WirSing und der akustischen Florians Unplugged Show bot der Abend erneut ein musikalisches Kontrastprogramm. Emjo mischte bekannte Titel aus verschiedenen Jahrzehnten und sorgte damit für eine abwechslungsreiche und tanzbare Atmosphäre im Festzelt auf der abgedeckten Kunsteisbahn.

Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich schon früh auf die anstehenden Programmteile einzustimmen. Am Samstag stehen Plastik Funk und DJ Oswood auf der Bühne, die mit elektronischen und tanzbaren Sounds die Reihe fortsetzen.

Am Sonntag folgt dann ein sportlicher Schwerpunkt: Das Eisstockmasters-Event zählt mit über 300 angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu den größten Wettbewerben dieser Art in Europa. Teams aus Dorsten und der Umgebung treten gegeneinander an, während Interessierte den Wettkampf rund um die Kunsteisbahn verfolgen können.

Der Dorstener Winterzauber setzt damit sein vielfältiges Programm an Musik und Sport fort, das an den Wochenenden unterschiedliche Zielgruppen anspricht.

Stadt Dorsten ermöglicht kostenfreies Parken an Adventssamstagen

Die Stadt Dorsten macht ihren Bürgern auch in diesem Jahr ein besonderes vorweihnachtliches Geschenk. An allen Adventssamstagen ist das Parken auf den städtischen Parkflächen in der Innenstadt kostenlos. Das Angebot startet bereits am morgigen Samstag, 29. November 2025. Es soll den Einkaufs- und Erlebnisbummel in der Adventszeit entspannter und attraktiver gestalten.

Ein Parkticket wird an den vier Adventssamstagen 29. November, 6. Dezember, 13. Dezember und 20. Dezember 2025 nicht benötigt. Die Stadt hat die meisten Parkscheinautomaten entsprechend eingestellt, sodass sie an diesen Tagen keine Zahlungen mehr entgegennehmen. An weiteren Automaten weisen zusätzliche Hinweisschilder auf die Gebührenbefreiung hin. Auch die bekannten Park-Apps wurden so angepasst, dass sie an den Adventssamstagen keine Parkgebühren berechnen.

Mit dieser Aktion möchte die Stadt Dorsten den lokalen Einzelhandel unterstützen und Besuchern einen unkomplizierten Zugang zu den vielfältigen Angeboten in Handel, Gastronomie und Kultur ermöglichen. Gleichzeitig soll die Maßnahme zu einer entspannten, stimmungsvollen Adventszeit beitragen und dazu einladen, die Dorstener Innenstadt ohne Zeitdruck zu genießen.

Katastrophenschutz: Cell Broadcast jetzt auch mit Entwarnung

Cell Broadcast erreicht seit Februar 2023 viele Menschen gleichzeitig mit einer Warnnachricht direkt auf dem Handy. Das System funktioniert unabhängig vom jeweiligen Mobilfunkanbieter. Alle Mobiltelefone, die sich zum Zeitpunkt der Alarmierung in einer Funkzelle im Warnbereich befinden, erhalten automatisch eine Nachricht. Diese Technik ergänzt bestehende Warnmittel und erhöht die Chance, dass wichtige Informationen schnell ankommen.

Bis vor Kurzem gab es jedoch eine Einschränkung. Zwar konnten Warnmeldungen über Cell Broadcast verschickt werden, jedoch keine Entwarnungen. Das hat sich nun geändert. Ab sofort können Behörden auch Nachrichten senden, die eine vorherige Warnung offiziell aufheben. Damit wird das System vollständiger und verlässlicher.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe erklärt, dass in Deutschland grundsätzlich über die gleichen Kanäle entwarnt wird, über die zuvor gewarnt wurde. Um die Geräuschbelastung zu senken, erscheinen Entwarnungen beim Cell Broadcast jedoch automatisch in der niedrigsten Warnstufe. Diese Stufe trägt die Bezeichnung Warnstufe 3 Gefahreninformation. Das BBK rät Nutzerinnen und Nutzern, das Smartphone so einzustellen, dass Warnmeldungen dieser Stufe aktiviert sind. Nur so ist gewährleistet, dass Entwarnungen zuverlässig ankommen.

Weitere Informationen stellt das BBK auf seiner Internetseite bereit: www.bbk.bund.de/cellbroadcast

Tiefflüge kehren zurück: Über dem Münsterland wird es wieder LAUT

Viele Menschen in Dorsten, Schermbeck oder im Borkener Raum erinnern sich noch gut an die Zeit, in der Tornados im Tiefflug über die Dächer rasten. Oft klirrte dann das Geschirr in den Schränken. Manchmal war sogar ein Überschallknall zu hören. Besonders Dorsten erlebte diese Szenen regelmäßig, weil die Piloten früher Scheinangriffe auf die Munitionsanstalt in Wulfen übten.

Nach dem Ende des Kalten Krieges wurde es still. Militärische Tiefflüge verschwanden fast vollständig. Jetzt kehrt diese Zeit zurück. Die Bundeswehr aktiviert mehrere Tieffluggebiete erneut. Eines davon betrifft das Münsterland besonders stark. Die LFA 2 (LFA steht für „Low Flying Area“) liegt direkt über der Region zwischen Dorsten, Wesel, Schermbeck und dem Kreis Borken.

Rückkehr des Trainings in 75 Metern Höhe

Seit dem 27. November darf die Luftwaffe wieder sehr tief fliegen. Kampfjets wie Tornado und Eurofighter können nun für kurze Übungsphasen auf rund 75 Meter über dem Boden absinken. Diese extrem niedrige Höhe ist im Fachbegriff als 250 Fuß angegeben. Ein solcher Abstieg ist jeweils auf maximal zwei Minuten begrenzt. Dennoch rechnet die Luftwaffe selbst mit deutlich mehr wahrnehmbarem Fluglärm.

Die LFA 2 ist eines der Gebiete, in denen diese Übungen stattfinden. Wegen des flachen Geländes gilt das Münsterland als gut geeignet für intensive Tiefflugverfahren und realistische Anflugprofile.

Position der LFA 2. Karte: Bundeswehr / Luftwaffe

Die Bundeswehr begründet die Rückkehr des Tiefflugs mit der veränderten Sicherheitslage in Europa. Moderne Luftoperationen benötigen eine umfassende Ausbildung. Dazu gehört auch das Trainieren in sehr niedriger Höhe. Tiefflug hilft den Piloten, gegnerischer Aufklärung zu entgehen. Er ermöglicht es außerdem, Geländeformen zu nutzen und Luftabwehrsysteme besser auszuweichen.

Neue sicherheitspolitische Lage als Grundlage

Diese Verfahren sind anspruchsvoll. Die Piloten müssen bei hoher Geschwindigkeit präzise navigieren und sehr schnell reagieren. Die Zusammenarbeit mit Einheiten am Boden bleibt dabei ein zentraler Bestandteil. Ohne regelmäßiges Training wäre eine sichere Luftunterstützung nicht möglich.

Panavia Tornado Luftwaffe
Tornados der Luftwaffe. Foto: Olga Ernst, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons

Mehr Trainingszeit möglich

Bereits im Mai wurden frühere Beschränkungen aufgehoben. Dazu gehörte die frühere Begrenzung von maximal 20 Minuten über einem Übungsziel in niedriger Höhe. Im Juli entfiel zudem die Obergrenze für jährliche Tiefflugstunden in 150 Metern Höhe. Durch die erneute Aktivierung der 250-Fuß-Gebiete stehen den Piloten nun alle Höhenbereiche für ein realistisches Training zur Verfügung.

Für die Region bedeutet das, dass in der LFA 2 wieder regelmäßig militärische Tiefflüge stattfinden. Die Bundeswehr betont, dass sie die Belastung so gering wie möglich halten will. Ein neues Monitoring soll die Lärmentwicklung erfassen. Trotzdem rechnet die Luftwaffe mit einer steigenden Zahl von Beschwerden und akustischen Belastungen.

Die Tieffluggebiete in der Übersicht. Karte: Bundeswehr / Luftwaffe

Es wird wieder LAUT

Viele Bürger erinnern sich noch gut an den früheren Fluglärm. Die erneute Aktivierung weckt daher alte Sorgen. Damals wie heute ist klar, dass man die tief fliegenden Jets nicht überhören kann.

Für das Münsterland beginnt damit eine neue Phase. Nach Jahrzehnten der Ruhe kommt ein Stück Geschichte zurück. Und es wird wieder laut am Himmel über Dorsten, Schermbeck und dem Borkener Land.

Einbahnregelung am Westwall: Radverkehr in Gegenrichtung nicht mehr erlaubt

Die Stadt Dorsten hat eine wichtige Änderung der Verkehrsführung am Westwall bekanntgegeben. Der Abschnitt zwischen Gahlener Straße und Klosterstraße bleibt zwar weiterhin Einbahnstraße, doch der Radverkehr in Gegenrichtung wird künftig untersagt. Bislang durften Radfahrer von der Klosterstraße aus entgegen der Einbahnrichtung fahren. Eine erneute Prüfung der Fachabteilung des Ordnungsamtes hat nun ergeben, dass diese Freigabe aus Sicherheitsgründen nicht mehr vertretbar ist.

Nach den geltenden verkehrsrechtlichen Empfehlungen darf Radverkehr in Einbahnstraßen nur dann gegen die Fahrtrichtung zugelassen werden, wenn ausreichend Raum für sichere Begegnungen besteht. Zwischen einem entgegenkommenden Auto und einem Fahrrad sollten mindestens drei Meter Platz vorhanden sein, bei höherem Verkehrsaufkommen oder unübersichtlichen Strecken mindestens dreieinhalb Meter. Diese Breite ist am Westwall nicht durchgehend gegeben. Die kurvige Linienführung erschwert zudem die Sicht und behindert sowohl Autofahrende als auch Radfahrende. Auf der rund zweihundertfünfzig Meter langen Strecke fehlen außerdem geeignete Ausweichstellen. Immer wieder kommt es zu Konfliktsituationen, in denen Autofahrende und entgegenkommende Radfahrer in kritische Situationen geraten.

Christoph Fortmann, Leiter des Ordnungs- und Rechtsamtes, betont, dass unter den aktuellen Bedingungen keine ausreichende Sicherheit gewährleistet werden könne. Deshalb müsse das Radfahren entgegen der Einbahnrichtung künftig ausgeschlossen werden. Die neue Regelung wurde mit allen beteiligten Stellen abgestimmt und wird kurzfristig ausgeschildert.

Für Radfahrende bleibt eine sichere Verbindung in Richtung Süden weiterhin über den Westgraben oder die Straße Am Schölzbach möglich.

Polizei Recklinghausen sucht Eigentümer zahlreicher Schmuckstücke

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe: In einer Wohnung in Bottrop haben Beamte am 19. August dieses Jahres eine große Menge an Schmuck, Münzen und anderen Wertgegenständen sichergestellt. Bislang ist unklar, wem die Gegenstände gehören und woher sie stammen.

Bei der Tatortaufnahme in der Wohnung stießen die Ermittler auf eine Vielzahl teils hochwertiger Objekte. Darunter befinden sich Schmuckstücke, Edelsteine, Elfenbein, Münzsammlungen, Geschirr sowie außergewöhnliche Schachfiguren. Da für keines der sichergestellten Stücke ein Eigentums- oder Herkunftsnachweis vorliegt, gehen die Beamten davon aus, dass die Gegenstände aus möglichen Diebstahls- oder Einbruchsdelikten stammen könnten.

Um die rechtmäßigen Besitzer zu ermitteln, hat die Polizei Fotos der Fundstücke veröffentlicht. Die Bilder sind über die offizielle Fahndungsseite der Polizei NRW einsehbar.

Hinweise zu den abgebildeten Gegenständen oder deren Eigentümern nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0800 2361 111 entgegen.

Die Ermittler hoffen nun auf Hinweise aus der Bevölkerung. Sie hofft, so den Fall aufzuklären und die Schmuckstücke und anderen Wertgegenstände ihren Besitzern zurückgeben zu können.

TSZ Royal Wulfen überzeugt bei Europameisterschaft in Neunkirchen

Im saarländischen Neunkirchen trafen sich Europas beste Dance4Fans Tänzer. Auch das TSZ Royal Wulfen war mit einer Gruppe junger Tänzerinnen vertreten. Für sie war die Teilnahme an der Europameisterschaft ein großer Traum. Schon die Qualifikation bedeutete für das Team einen wichtigen Erfolg.

Die Tänzerinnen des TSZ zeigten eine konzentrierte und energiegeladene Darbietung. Am Ende erreichten sie einen Platz im guten Mittelfeld. Dieses Ergebnis sorgte im Team für große Freude. Die Teilnahme an einer Europameisterschaft und der respektable Rang sind für die jungen Sportlerinnen ein Ansporn für kommende Aufgaben.

Mit diesem besonderen Erlebnis endet die diesjährige Dance4Fans Saison im Solo Bereich sowie bei den Duos und den Small Groups. Doch die Pause ist nicht lang. Nach der Saison beginnt bereits die Vorbereitung auf neue Programme und Wettbewerbe.

Blick auf die kommende Saison

Am 25. Januar 2026 präsentiert der Verein beim großen Showtag des TSZ Royal Wulfen alle Gruppen. Auch die Dance4Fans Teams werden dort ihre neuen Choreografien vorstellen. Die Veranstaltung gilt als wichtiger Auftakt für die kommende Saison und bietet erste Einblicke in die tänzerische Entwicklung des Vereins.

Die Platzierungen im Überblick

Small Group Adult: one.fourty Platz 8
Open Showcase Duo combined: Platz 10
Juniors 1 Newcomer: Josie Van Hall Platz 19, Mia Körner Platz 26
Juniors 2 Newcomer: Lena Cieslik Platz 18
Juniors 2 Master: Mia Vogel Platz 26
Adult Newcomer: Zoe Di Betta Platz 16, Diana Neufeld Platz 17, Dascha Bespalov Platz 26

Mit dem Nikolauszug endet ein tolles Jubiläumsjahr in Dorf Hervest

Ein ganzes Jahr lang hat Dorf Hervest gefeiert, zurückgeblickt und die Gemeinschaft gestärkt. Zehn Veranstaltungen prägten das Jubiläum „875 Jahre Dorf Hervest“ und machten es zu einem besonderen Erlebnis für Alt und Jung. Vom festlichen Patronatsamt über Kirchenführungen, das Schützenfest, die Hof-zu-Hof-Tour, historische Vorträge, Rundgänge bis hin zu Begegnungsfesten wurde die Geschichte des Dorfes lebendig und greifbar. Nun steht der letzte Höhepunkt bevor: der traditionelle Nikolauszug, der in diesem Jubiläumsjahr den festlichen Abschluss bildet.

Am Sonntag, 7. Dezember 2025, zieht der Nikolaus wie seit vielen Jahrzehnten durch Dorf Hervest. Begleitet wird er von Knecht Ruprecht, dem Blasorchester St. Antonius und zahlreichen Kindern, die mit ihren Laternen dem Zug ein stimmungsvolles Bild verleihen.

Der Treffpunkt ist um 16.30 Uhr an der Kapelle Schulte-Tenderich an der Kreuzung Kapellenweg und Orthöve. Von dort zieht der Zug durch das Dorf und erreicht schließlich das Feuerwehrgerätehaus. Dort wird der Nikolaus feierlich empfangen und die heiß erwarteten Nikolaustüten werden an die Kinder verteilt.

Gemeinschaftliches Beisammensein

Im Anschluss sind alle herzlich eingeladen, den Abend am Feuerwehrgerätehaus in geselliger Runde ausklingen zu lassen. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Es gibt heißen Kakao für die Kinder und Glühwein für die Erwachsenen, dazu verschiedene Erfrischungsgetränke. Auch für den kleinen oder großen Hunger ist gesorgt, denn es werden eine Pilzpfanne und frisch gegrillte Würstchen angeboten. Die gemütliche Stimmung, das Wiedersehen mit Bekannten und die festliche Musik lassen diesen Abend jedes Jahr zu einem besonderen Erlebnis werden.

„Der Nikolauszug lebt durch die Menschen, die ihn Jahr für Jahr mit Herz und Hingabe möglich machen“, erklärt Jubiläumsjahr-Mitorganisator Carsten Bewer. „Er kann nur stattfinden, weil sich die Unterstützer des Nikolauszuges Dorf Hervest mit großem Einsatz, Leidenschaft und echter Verbundenheit zu unserem Dorf engagieren. Ohne sie wäre diese wunderbare Tradition längst nicht mehr in der Form erlebbar, wie wir sie heute kennen und lieben.“

Seit vielen Jahren stehen Ehrenamtliche aus den umliegenden Vereinen – darunter die Feuerwehr, der Heimatverein, der Schützenverein und viele weitere engagierte Gruppen und Privatpersonen – füreinander und für das Dorf ein. Sie schenken ihre Zeit, ihre Energie und oft auch ihre persönlichen Abende und Wochenenden, damit der Nikolauszug jedes Jahr aufs Neue entstehen kann. Sie gehen durchs Dorf, organisieren, planen, tragen Verantwortung, sammeln Spenden und verkaufen die Nikolaustüten – alles, um Kinderaugen leuchten zu lassen.

Unterstützung für eine lebendige Tradition

Damit der Nikolauszug weiterhin stattfinden kann, waren die Unterstützerinnen und Unterstützer des Vereins der Unterstützer des Nikolauszuges Dorf Hervest nicht e.V. im Dorf unterwegs. Sie gingen von Haus zu Haus, verkauften die Nikolaustüten zum Preis von 5 Euro und sammelten Spenden für den Nikolauszug.

Ein würdiger Abschluss eines besonderen Jahres

Das Jubiläumsjahr 2025 hat eindrucksvoll gezeigt, wie eng Tradition und Gemeinschaft in Dorf Hervest miteinander verbunden sind. Viele Veranstaltungen haben dazu beigetragen, die Geschichte des Dorfes greifbar zu machen und gleichzeitig neue Erinnerungen zu schaffen. Der Verein dankt allen Helferinnen und Helfern für ihre Unterstützung und freut sich auf einen stimmungsvollen Abschluss des Jubiläumsjahres.

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