Eine wunderbare Wanderung der ganz besonderen Art des Heimatvereins Deuten erlebten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Samstag.
„Die Stimmung war etwas Besonderes, mystisch, fast etwas unwirklich“. Das war die Meinung einer Teilnehmerin der Winterwanderung quer durch die Emmelkämper Mark am vergangenen Samstag.
Und damit sprach sie wohl das aus, was die rund 70 anderen wanderfreudigen Deutener empfanden.

Dabei sah es zunächst gar nicht so vielversprechend aus, denn das Wetter zeigte sich nicht gerade von der besten Seite. Aber wenn der Heimatverein einlädt, wird immer etwas geboten, das weiß man im Dorf. Und so sammelten sich gegen 14 Uhr rund 70 Erwachsene und ein gutes Dutzend Kinder, um bei der Wanderung mitzumachen.
Während die Kinder eine eigene Tour geboten bekamen, begleitete Naturparkführerin Anne Heßbrügge die Erwachsenen ca. zweieinhalb Stunden durch den Wald, und erzählte an ausgesuchten Stellen Sagen und Geschichten rund um Deuten.

„Auch im Zeitalter der digitalen Medien lieben wir es, Geschichten zu hören“, sagt sie. Und wer in die Gesichter ihrer aufmerksamen Zuhörer schaute, musste ihr Recht geben.
Von Raubrittern und Einsiedler
Mal einfühlsam, mal anekdotisch erzählte Anne Heßbrügge von dem legendären Raubritter von der Horst und von der Erschaffung des Ersten Westfalen. Ebenfalls durfte die Geschichte vom Einsiedler in der Brotmanns Höhle nicht fehlen.

Mit Blick auf die Höhle, in der der legendäre Brotmann fast zehn Jahre lebte, wurde Brot und Wacholderschnaps gereicht. Auch die Kindergruppe fand sich ein, und so wurde gemeinsam noch etwas gerastet.
Schloss der Zwerge
Gegen Ende der Wanderung erzählte Anne Heßbrügge noch vom sagenhaften Schloss der Zwerge mitten in der Deutener Heide. Das tragische Ende des tapferen Zwergengeschlechtes erzählte sie mit so viel Empathie, dass viele Zuhörer bedauernd seufzten.

Danach ging es zurück zum Heimathaus, wo ein prasselndes Feuer, leckere Erbsensuppe und heißer Glühwein die Wanderer erwartete. So fand der Nachmittag mit gemütlichem Beisammensein und vielen Gesprächen einen wunderschönen Ausklang.

Wieder einmal ist der Heimatverein seinem Leitgedanken „Heimat verein(t)“mehr als gerecht geworden.

von: Melanie Brömmelhaus




























