Wir haben uns dafür interessiert, wie eigentlich junge Dorstener zu der Europawahl stehen.

Sei nicht dumm, wähl Europa!

Von Charlotte Naujoks

Fakt ist, viel zu wenig junge Menschen gehen überhaupt wählen! Aber woran liegt das?

Ich habe mich mit 3 jungen Dorstenern über die morgen anstehende Wahl ausgetauscht und möchte euch „das Ergebnis“ nicht vorenthalten.

Wir Jüngeren sollten unsere Zukunft in Europa selbst gestalten

Beginnen wir mit Constantin Kruse (23). Auch ihm ist bereits aufgefallen das die Wahlbeteiligung von Gleichaltrigen teilweise zu wünschen übrig lässt. Er befürchtet, dass dadurch lediglich die Interessen der älteren Generationen durchgesetzt werden. „Die Jugend sollte anfangen, sich mehr für unsere Politik zu interessieren und ein Statement setzen! Wir Jüngeren sollten unsere Zukunft in Europa selbst gestalten und mitbestimmen!“

Für Constantin ist die EU eine wichtige Gemeinschaft, in der man sich gegenseitig unterstützt. Sei es finanziell, aber auch in Krisensituationen wie ein Krieg zum Beispiel. Für ihn persönlich hat die EU auch nur Vorteile. „Wir haben die gleiche Währung, gleiche Richtlinien und auch das Reisen innerhalb der EU ist ein großes Privileg! Die EU ist einfach praktisch für uns Alle, auch hier in Dorsten.“ Deshalb sei es auch so schade, dass viele junge Menschen nicht wählen gehen. 

Doch woran liegt es, dass das politische Interesse so stark nachlässt?

Constantin kritisiert auf der einen Seite das fehlende Engagement, die jüngere Generation anzusprechen, auf der anderen Seite aber auch die überwiegend allgemeinen Themen der einzelnen Parteien. Grundsätzlich fordert er aber auch mehr Initiative von jungen Leuten, in den Parteien selbst aktiv zu sein.

Die Jugend davon zu überzeugen und zu motivieren sei allerdings Aufgabe der Parteien.  Darüber hinaus findet er es schade, dass die kleineren Parteien zu wenig Präsenz zeigen. Viele Parteien kenne er nicht mal namentlich. Aber wie entscheidet man sich nun für die „richtige“ Partei?

Wahlomat ist eine gute Entscheidungshilfe

„Der Wahlomat ist eine gute Entscheidungshilfe. Anstatt abgeschafft zu werden, sollten die kleinen Parteien mit den Größeren gleichgestellt sein. So hätte jeder die Möglichkeit die passende Partei zu finden!“

In Frieden aufgewachsen

Sophia Groß (20), ist großer Fan von der EU und sieht viele Vorteile, die sich auch in ihrem Leben widerspiegeln. „Ich durfte in Frieden aufwachsen und musste noch keine Kriege miterleben.“

Darüber hinaus findet sie es super, dass sie innerhalb der EU arbeiten, studieren oder ihre Ausbildung machen kann. „Wir sind einfach in Allem flexibel was wir tun und machen. Uns stehen alle Türen offen!“ Zudem sollten sich alle Menschen bewusst sein, dass die EU gleiche Rechte für Alle fordert und dabei nicht zwischen Kultur, Sprache, Geschlecht oder Sexualität unterschieden wird.

Ein Muss zur Wahl zu gehen

Für Sophia ist es Morgen daher ein Muss zur Wahl zu gehen und ihr Kreuz an der richtigen Stelle zu setzen. Nur so gibt es eine Chance den jetzigen Lebensstandard zu sichern. Ihr ist es sehr wichtig sich aktiv an der Demokratie zu beteiligen. „Wenn ich die Europawahl nicht wahrnehmen würde, könnte es ja genau meine Stimme sein, die Ausschlaggebend ist und dann kann ich nichts beeinflussen.“

Sie möchte sich nicht darauf verlassen das andere für sie wählen gehen und in ihrem Interesse abstimmen werden. „Ich glaube schon, dass man durch seine Stimme etwas verändern kann!“ Sie betont zum Schluss, dass wir als Europäische Gemeinschaft zusammen mehr in der Welt erreichen können und der Zusammenhalt daher das Wichtigste ist.

Reisefreiheit und freie Marktwirtschaft

Lara Müller (20) sieht die Vorteile der EU nicht nur in der starken Währung, dem Verbraucherschutz und der Reisefreiheit, sondern auch in der freien Marktwirtschaft. „Auch als Dorstener Bürger haben wir große Vorteile durch den offenen Handel, da wir alle gerne leicht an Exportartikel kommen wollen.“

Zusätzlich ist für sie auch der Klimaschutz ein wichtiges Thema, das die Dorstener beschäftigen sollte. Lara appelliert das Wahlstimmrecht in Anspruch zu nehmen. „Nichtwählerstimmen können Parteien mit problematischen Vorsätzen beim Eintritt ins Parlament unterstützen und somit sind Nichtwähler genauso schlimm, wie Wähler rechter Parteien!“

Es gibt viele unterschiedliche Meinungen zum Thema Europawahl 2019 und egal, für welche Partei euer Herz schlägt: „Seid nicht dumm, wählt Europa!“

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