„Ich kann mich noch sehr gut an die Feier zum zehnjährigen Bestehen der Wohnanlage erinnern. Knapp 80 Personen kamen zu einem fantastischen Grillfest, unsere Bewohner haben gesungen und getanzt“, beginnt Litza Stevermüer, die Verwalterin des Seniorenwohnheims. „Leider können wir coronabedingt dieses Jahr nicht feiern, aber sobald die Situation es wieder zulässt, werden wir die Korken knallen lassen“, verspricht sie schmunzelnd. „Die Planungen hierfür haben bereits begonnen.“ 

Wo ist nur die Zeit geblieben?

Die barrierefreie Anlage ist längst zu einer festen Institution und weit über die Grenzen des schönen Vests bekannt geworden. „Viele liebe Menschen haben hier bereits ihren Lebensabend verbracht, verbringen ihn noch, einige sind seit der ersten Stunde hier, von vielen lieb gewonnenen Senioren mussten wir aber auch schon Abschied nehmen“, fährt Litza Stevermüer fort. Sie verwaltet bereits seit mehr als 14 Jahren die Anlage und ist von dem Konzept so überzeugt, dass sie ihre Großeltern vor einigen Jahren herholte. „Hier in der Senioren-Wohnanlage findet ein gelebtes Miteinander statt. Wird einer der Nachbarn mal nicht zu gewohnter Zeit gesehen, so sorgen sich die anderen Bewohner um diese Person“, weiß sie auch aus eigener Erfahrung immens zu schätzen, dass die Nachbarn füreinander einstehen und sich um die Mitbewohner kümmern.

Leben in Ortskernnähe und doch in der Natur

Die Geschichte der Senioren-Wohnanlage ist nicht so schnell erzählt. Viele Jahre lang wurde geplant und geändert und mit Skeptikern diskutiert, die sich nicht vorstellen konnten, dass ein derartiges Vorhaben in der Herrlichkeit Sinn ergibt. Aber schnell stellte sich heraus, dass dieses Projekt mehr als überfällig war. Die 24 Wohnungen in drei verschiedenen Größen, verteilt auf zwei Häuser, waren von Anfang an heiß begehrt und sind es auch heute noch.  
„Gerade die unmittelbare Nähe zum Ortskern, aber dennoch fernab des Autolärms, das macht den Charme aus, hier ungestört zu wohnen. Spaziergänge in der parkähnlichen Anlage, das Beobachten der Teichbewohner oder der Vögel in der Voliere tragen ebenfalls dazu bei, sich hier sehr wohlzufühlen“, betont die Verwalterin. 

Die großen Flure sind beliebte Treffpunkte der Bewohner 

Und auch die Innenräume laden zum längeren Verweilen ein. So sind die Flure des Hauses großzügig angelegt, sodass sich hier die Bewohner gerne treffen, wenn es draußen zu ungemütlich ist. Grundsätzlich gibt es ein weit gefächertes Programm, neben den regelmäßigen Spielenachmittagen, Adventssingen und weiteren Veranstaltungen. Pandemiebedingt hat dieses jedoch nicht in gewohnter Weise stattfinden können. 
Alte und auch jüngere Bewohner treffen sich hier in der seniorengerechten Anlage Lembecks. Viele von ihnen haben bereits ein stolzes Alter um die 90, wohl auch bedingt durch eine allgemeine innere Zufriedenheit, dass die Wohnsituation ihnen Sicherheit und Geborgenheit verschafft. „Allen Beteiligten, die sich so viele Gedanken gemacht haben, die gemeinsamen Vorstellungen zu realisieren, einen Ort der Solidarität, des Zusammenlebens und des Füreinanderdaseins zu verwirklichen, ist ein großes Dankeschön und Lob auszusprechen“, betont Litza Stevermüer.

Jeder neue Mieter bringt wieder frischen Wind und neue Ideen in die Häuser

Aktuell sind Wohnungen in verschiedenen Größen frei. „Abschied nehmen, das lernt man bei dieser Tätigkeit hier“, weiß die Verwalterin. „Unsere Mieter sind in dieser Hinsicht mir und meiner Generation jedoch weit voraus, das Leben mit allen Facetten zu akzeptieren. Aber jede neue Mieterin, jeder neue Mieter bringt wieder frischen Wind in die Häuser, neue Ideen für die Freizeit und neue Geschichten, die das Leben schreibt.“ Die Tatsache, viele verschiedene Charaktere hier zusammen geführt zu haben und von ihren Lebenserfahrungen profitieren zu dürfen, lässt Litza Stevermüer sicher sein, dass sie die Wohnanlage noch viele weitere Jahre begleiten wird.  
„Kommen Sie vorbei und genießen Sie den Charme, den unsere Häuser und Mieter ausstrahlen. Bisher hat noch niemand gesagt, dass sie oder er hier nicht wohnen möchte“.  

Kontaktdaten Seniorenwohnheim Lembeck GbR 
Litza Stevermüer 
Bodelschwinghweg 14 + 16 
46286 Dorsten Lembeck 
Tel. 02369 2074 870 
Mobil: 0172 201 0551 
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Hallo, ich bin Martina Jansen. Meine Heimat ist das Monatsmagazin „Lokallust“, aber da wir mit den „Heimatmedien“ eng zusammenarbeiten, richte ich mich seit einiger Zeit nun auch hier als freie Mitarbeiterin häuslich ein. Als nicht gelernte Redakteurin schreibe ich aus dem Bauch heraus und lasse dabei unbewusst, gerne aber auch ganz bewusst, redaktionelle Regeln aus. Soll heißen: Ich schreibe so, dass ich auch verstanden werde. Gerne treffe ich mich mit Menschen aus Dorsten, Schermbeck oder Raesfeld, die ein verrücktes Hobby haben, ehrenamtlich tätig sind oder einfach „gut drauf“ sind, also mit Menschen wie du und ich und bin jedes Mal darauf gespannt, welche Geschichte am Ende dabei herauskommt.

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