Neue Auswechselbänke, neuer Ballfangzaun, Spielplatzerweiterung – jetzt soll die Sportanlage Midlicher Kamp noch einen neuen Rasenplatz bekommen.

Im nächsten Jahr feiert der SuS Grün-Weiß Barkenberg sein 50-jähriges Bestehen. Und dass am liebsten mit der Einweihung eines neuen, zweiten Fußballgrüns, egal ob aus Kunst- oder Naturrasen.

Hauptsache der marode Aschenplatz wird ersetzt. Für den Vereinsvorstand ist das „absolut notwendig“ um den stetig steigenden Mitgliederzahlen gerecht zu werden. Noch in diesem Jahr hoffen die Verantwortlichen auf einen entsprechenden Beschluss der Politik, damit das Geburtstagsgeschenk auch rechtzeitig fertig wird.

Modernisierung-Sportanlage-Midlicher-Kamp
Das neue Grün – Erster Schritt im Juni geschafft: Freude darüber bei Bürgermeister Tobias Stockhoff, Vertreter_innen der Sponsoren Fahrzeugbau Bernt und Baumaschinen Badde sowie Frank Hofmann und Swen Coralic vom Sportverein SuS Grün-Weiß Barkenberg 1972 e. V.. Foto: Presse

Ehrenamtliche Arbeit in Eigenregie

Während die Sportler*innen jetzt auf die politische Entscheidung warten, legen sie aber keineswegs die Hände in den Schoß. Im Gegenteil: In Eigenarbeit wurde bereits die stark beschädigten Auswechselbänke durch neue hochwertige neue ersetzt. Aktuell errichten die Vereinsmitglieder einen Ballfangzaun, der unter anderem Füchse, Dachse und Rehe von der Anlage fern halten, aber auch den Verlust an Bällen minimieren soll. Die Kosten von über 20.000 Euro haben lokale Sponsoren übernommen.

Antrag an Stadtteilkonferenz

Im Anschluss soll jetzt der auf der Sportanlage befindliche Spielplatz erweitert werden. Geschätzte Kosten: 12.000 Euro. Durch Spenden und aus Vereinsmitteln hat Grün-Weiß dazu bereits etwa die Hälfte der Summe eingesammelt. Weitere 6.000 Euro hat der Verein bei der Stadtteilkonferenz Wulfen beantragt. Ob die das Geld freigibt, entscheidet sich wohl auf der nächsten Sitzung des Gremiums.

Contra Kunstrasen- Und dann?

Der neue Rasenplatz? Für den Verein – wie gesagt – dringend notwendig, denn der Zustand des Aschenplatzes wird als „desolat“ beschrieben. Wildwuchs und Unkraut würden Stück für Stück das Spielfeld erobern, heißt es.

Aber der Platz ist nicht so einfach zu modernisieren. Durch die umliegende Aschelaufbahn wäre der Umbau zu einem Kunstrasenplatz schwierig und dauerhaft fragwürdig, weil der Aschebelag nicht auf den Kunstbelag gelangen darf.

Der Komplettumbau von Fußballplatz und Laufbahn auf einen künstlichen Belag ist mit rund einer Million Euro wohl zu teuer.

Pro Naturrasen

Die Alternative: ein Naturrasenplatz. Und den bevorzugt Grün-Weiß aus vielerlei Gründen. Bei Sportler*innen ist das natürliche Grün beliebter, weil darauf weniger Verletzungen auftreten. Außerdem sind Kunstrasenplätze aus Umweltschutzgründen immer stärker in der Kritik. Schon jetzt gibt es ein EU-weites Verbot für Granulate, die bislang auf den Belag gestreut wurden. Ein Naturrasenplatz sei ökologisch nachhaltiger und vor allen günstiger als ein neuer Kunstrasenplatz mit neuer Laufbahn.

Fakten und Zahlen zur Sportanlage

Die Anlage Midlicher Kamp wurde 1974/75 gebaut. Seit 1983/84 gibt es dort auch einen Rasenplatz. Mit den Jahren wurde die Wiese schrittweise zu einem richtigen Fußballplatz mit Drainage ausgebaut. Inzwischen gibt es eine kleine Zuschauertribüne sowie einen Verkaufsplatz. 

Die Anlage wird von 18 unterschiedlichen Vereinen und Sportgruppen genutzt. Schüler_innen der Barkenberger Schulen halten dort Bundesjugendspiele ab, bereiten sich auf ihre Abiturprüfungen vor und legen diese dort auch ab.

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