Der Treffpunkt Altstadt startete am 13. November sein kostenloses Spieleprogramm „Da fliegt mir doch das Brett weg!“. Los ging es mit einer Spiele-Einheit für Senioren – und vielen Ideen zur Optimierung. Auch für Kinder und Jugendliche gibt es Angebote.
Wenn der Name einer Veranstaltungsreihe „Da fliegt mir doch das Brett weg!“ lautet, rechnet man mit vielen Emotionen. Als am Mittwoch, 13. November das Spieleprogramm des Treffpunkt Altstadt startete, hielten sich diese Emotionen noch in Grenzen, das Team optimiert aber direkt die Umsetzung. Das Programm startete um 9 Uhr morgens. Die Senioren, die zum spielen erschienen, stellten klar, dass viele Rentner um so eine Zeit noch schliefen. Das Team des Altstadttreffs wird die konstruktive Kritik also für den nächsten Termin in zwei Wochen direkt umsetzen und etwas später starten.
„Gerade im Winter möchten wir die Leute von der Couch holen“, sagte Leiter Christian Joswig. Für Verbesserungsvorschläge sei das Team dabei immer offen. Es gehe erst einmal darum, zu testen, was angenommen werde. Da der Treffpunkt Altstadt nicht nur eine Einrichtung für Jugendliche, sondern eine soziokulturelle sei, wende er sich auch an Senioren.

Keine Kneipen mehr, keine Kartenspiele?
Zu den Verbesserungsvorschlägen und Anregungen gehört auch der Wunsch nach bestimmten Spielen – wie der Wunsch von Dieter Horstig, Doppelkopf zu spielen. „Ich bin früher nach Herten gefahren, um das Fußballspiel zu pfeifen und anschließend bist du in die Kneipe gegangen und hast Karten gespielt.“ Schach oder Poker würde er im Treffpunkt Altstadt nicht spielen. Das ist für Joswig Grund genug, Doppelkopf mit in die Planung des Programms aufzunehmen.
Pädagogik für die Aufmerksamkeit Jugendlicher
Auch für Jugendliche eignet sich die Spielereihe, betont Joswig. „Viele Jugendliche haben es schwer, sich abzugrenzen und können sich überhaupt nicht mehr konzentrieren“, erklärt er. Mit Spielen könne man dem entgegenwirken. Gemein haben jüngere und ältere Menschen, dass sie nicht immer gerne Spieleanleitungen lesen, besonders bei komplexeren Spielen. „Da muss erst einer die Schwarte durchlesen“, witzelt der Leiter des Treffpunkts. Das könne man mit dem gemeinsamen Spielen umgehen.
Spiele zum selbst bauen
Oft könne man Spiele auch einfach selbst mit dem bauen, was man meist schon zu Hause habe, sagt Treffpunkt-Kollegin Ilona Wettinger. „Es hat auch jeder Bausteine oder Dosen zu Hause. Mit einer Grillzange kann man dann einen Turm damit bauen“, erklärt sie. Den Schwierigkeitsgrad könne man erhöhen, wenn man einen Ventilator aufstelle. Solche und andere Spiele werde das Team ebenfalls während des Spieleprogramms vorstellen.




























