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Wahlkampf in Dorsten: Boris Benkhoff setzt auf Satire und Marktplatzkirmes

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Zwischenbilanz im Dorstener Kommunalwahlkampf 2025: Boris Benkhoff, Bürgermeisterkandidat der Satirepartei „Die PARTEI“, zieht ein erstes Fazit. Auffällig sei für ihn vor allem, wie wenig von den großen Wahlkampfbudgets der etablierten Parteien in der Stadt sichtbar werde. Gleichzeitig kündigt er eine ungewöhnliche Veranstaltung an, mit der seine Partei am kommenden Wochenende auf dem Marktplatz für Aufmerksamkeit sorgen will.

„Gemessen an den Unsummen, die von den herkömmlichen Parteien für den Wahlkrampf ausgegeben werden, finde ich es auffällig, wie außergewöhnlich wenig davon am Ende beim ,BürgiX‘ zu spüren ist“, erklärt Benkhoff. Zwar würden immer wieder prominente Parteivertreter eingeladen, die für kurze Auftritte vor der Kamera nach Dorsten kämen. Doch der sichtbare Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger halte sich seiner Ansicht nach in Grenzen. „Grundsätzlich finde ich es sehr auffällig, wie billig so überteuerte Wahlkämpfe aussehen. Was passiert mit der ganzen Kohle?“

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Seine eigene Partei setze dagegen auf ein sehr kleines Budget – nach eigenen Angaben genau 666,42 Euro. Damit wolle man aber „deutlich mehr für die Menschen auf die Beine stellen“. Als Beispiel nennt Benkhoff die von der PARTEI organisierte „Marktplatzkirmes“, die am Samstag, 6. September, ab 16 Uhr stattfinden soll. „Nach zwanzig Jahren der Abstinenz bringen wir die Kirmes zurück nach Dorsten. Alle sind herzlich eingeladen. Kein Eintritt, alle Attraktionen, Merch und Fressbuden sind kostenlos. Wir bauen zum Beispiel einen Elitenförderturm auf.“

Kritik an ungleicher Berichterstattung

Unzufrieden zeigte sich Benkhoff mit der medialen Begleitung des bisherigen Wahlkampfes. Besonders das Kandidatenduell einer Lokalzeitung, an dem er „während seiner Kaperfahrt auf der Ostsee“ nicht „per Liveschalte“ habe teilnehmen dürfen, habe ihn enttäuscht. „Das fand ich erstmal nur für die braven Menschen in Dorsten schade.“ Geärgert habe es ihn allerdings, dass im Gegenzug die AfD überproportional viel Aufmerksamkeit erhalten habe. „Da fehlt mir ein bisschen die Ausgewogenheit. Es wird leider das Konzept Empörung – ,dumm klickt gut‘ – gefahren. Das ,Fragemänneken‘ oder ich bringen selbstverständlich nicht die Online-Interaktionen ein, die eine Bot- und Trollarmee generieren kann.“

Satirischer Blick auf Erkenntnisse

Auch bei der Frage nach neuen Erkenntnissen im Wahlkampf bleibt Benkhoff seinem satirischen Stil treu. Zunächst verweist er auf aktuelle Beobachtungen aus der Kernphysik, wo die Asymmetrie zwischen Materie und Antimaterie untersucht wird. Für Dorsten selbst sieht er hingegen keine neuen Einsichten. „Wir haben schlecht vorbereitet den dreißigjährigen Krieg und zwei Weltkriege überstanden, dann schaffen wir diesen auch.“

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