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Wasserstoff-Leitungen mit Knotenpunkt Dorsten

Veröffentlicht am

Dorsten wird Knotenpunkt von wichtigen Wasserstofftrassen. Von hier aus soll über Schermbeck eine brandneue Wasserstoff-Leitung bis nach Duisburg Hamborn gelegt werden.

DoHa (Leitung Dorsten-Hamborn) heißt die neue Anbindung. Dorsten wird dabei zum Wasserstoff-Knotenpunkt. Von hier startet die etwa 42 Kilometer lange Wasserstoff-Leitung. Sie wird das Stahlwerk in Duisburg Hamborn künftig mit Wasserstoff versorgen. In Duisburg wird damit „Grüner Stahl“ gekocht. Doch auch eine weitere Trasse nach Marl ist geplant. Die DoMa (Leitung Dorsten-Marl) wird die Industriebetriebe im Chemiepark Marl künftig mit Wasserstoff versorgen. Dabei wird sie eine Länge von etwa neun Kilometern erreichen. Die Stadt Dorsten unterstützt den Neubau.

Ausschnitt aus der Präsentation zum Ausbauder der Wasserstoff-Leitung. Foto: OGE

Die Leitungen werden bidirektional betrieben werden können. Somit ist es möglich, in beide Richtungen Gas fließen zu lassen bei einem Auslegungsdruck von 70 Bar. Der Nenndurchmesser des Stahlrohres wird 610 mm haben und wird mindestens einen Meter unter der Erdoberfläche verlaufen. Dabei wird es zu jeder Seite der Leitung einen fünf Meter breiten Schutzstreifen geben.

Der Hintergrund der Wasserstoff-Leitung

Das Wasserstoff-Gas, was in Dorsten-Hervest ankommt, wird von hier weiter geleitet werden. Dazu wird auch eine neue Messanlage gebaut werden, damit ein sicherer Betrieb gewährleistet wird. Vorhabensträger ist die Open Grid Europe GmbH (OGE) mit den Projektpartnern Thyssengas (DoHa) und der Nowega GmbH (DoMa).

Karte aus der Pressepräsentation mit möglichen Korridorvarianten zur DoHa. Foto:OGE

Die OGE hat etwa 12.000 KM Leitungsnetz mit über 1000 Ausspeisepunkten. Dabei transportieren die Leitungen Gas mit hohen und niedrigen Brennwert. Die umgestellte Erdgasfernleitung zur Wasserstoff-Leitung von Bad Bentheim nach Dorsten bilden den Kern der neu entstehenden Wasserstoffinfrastruktur. Die beiden fabrikneuen Wasserstoff-Leitungen sind ebenfalls Teil der GET H2 Netz Initiative.

Durch die Integration von Wasserstoff wird zügig eine Reduktion der CO2-Emissionen geleistet. Sowie eine Versorgung der Schlüsselindustrien Petrochemie, Chemie und Stahl gesichert werden.

Die Suche nach der Idealleitung

Es bestehen im Moment noch mehrere Korridorvarianten für die Wasserstoff-Leitung nach Duisburg. Die Korridore haben eine Breite von 600 Metern. Innerhalb dieser 600 Meter wird die Idealtrasse gefunden. Die den geringsten Raumwiderstand aufweist.

Der Raumwiderstand wird durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst. Etwa sind Mensch und Gesundheit, aber auch biologische Vielfalt wichtige Punkte bei der Begutachtung. Außerdem sind kulturelles Erbe und Sachgüter sowie Boden und Wasser Faktoren, wie hoch der Raumwiderstand ist. Durch die dann gefundene Ideal-Line wird möglichst geringe Eingriff in die Umwelt eingegriffen.

Am günstigsten wäre eine gerade Linie, um den Wasserstoff von Dorsten nach Duisburg zu leiten. Aber dies ist einer so dicht besiedelten Gegend wie dem nördlichen Ruhrgebiet nicht möglich. Daher die Raumfindungsphase, die baldig zum Abschluss kommt und anschließend das Ergebnis präsentieren wird. Im Juni 2023 wird es dann weitere öffentliche Gespräche auf den Dialogmärkten zum Neubau der Wasserstoff-Leitung geben. März/April 2026 wird der Bau der neuen Gastrasse gestartet. Der Bau wird bereits Ende des Jahres danach auch abgeschlossen sein laut Planung.

Die Sicherheit der Wasserstoff-Leitung

Fernleitungen für Wasserstoff sind die effizientesten und sichersten Möglichkeiten zum Transport. Sie unterliegen einen technisch und rechtlichen hohen Regelwerk. TÜV und DIN-Normen sowie innerbetriebliche Standards regeln die technische Nutzung. Und das Energiewirtschaftsgesetz und die Gashochdruckleitungsverordnung den rechtlichen Teil. Damit stellt die OGE in Zukunft eine zuverlässige Versorgung mit Wasserstoff sicher.

Weiter Informationen zum Wasserstoffnetz findet man hier: GET H2 NETZ

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