Am Sonntag haben Mitarbeiter der Stadtverwaltung Dorsten den Kreis Warendorf bei der Bewältigung der Corona-Massentests unterstützt.

Für uns war sofort klar, dass wir unsere Hilfe anbieten“, sagt Bürgermeister Tobias Stockhoff.

Innerhalb von einer halben Stunde fanden sich am Donnerstagmorgen – angefangen vom Azubi über Juristen bis zum Bürgermeister – und Mitarbeiter im Dorstener Rathaus, die den Kreis Warendorf am Wochenende freiwillig unterstützen würden.

Der Satz „Wenn es beim Nachbarn brennt, dann hilft man beim Löschen!“ gilt nach Meinung von Tobias Stockhoff nicht nur für die Feuerwehr, die seit Jahren über Stadt- und Kreisgrenzen eng zusammenarbeitet. „Auch in einer solchen Situation wie der Corona-Pandemie stehen wir als Kreise, Städte und Gemeinden zusammen und helfen uns gegenseitig.“

Gelebte Praxis in Dorsten

In Dorsten ist das gelebte Praxis. So sandte der Dorstener Bürgermeister etwa nach der Germanwings-Katastrophe unmittelbar zwei Kollegen aus dem Bürgermeisterbüro zu seinem Amtskollegen Bodo Klimpel in die Nachbarstadt, um dort zu helfen.

Die Zusammenarbeit über Kreis- und Stadtgrenzen hinaus klappte im Kreishaus in Warendorf hervorragend. „Ein riesengroßes Kompliment an die Kolleginnen und Kollegen des Kreises Warendorf und an Landrat Dr. Olaf Gericke, die in Nacht- und Wochenendschichten alles tun, damit die Massentest so schnell wie möglich durchgeführt werden können“, sagt Tobias Stockhoff über das hohe Engagement und die Empathie im Kreishaus.

Begeistert zeigte sich Tobias Stockhoff auch von der Entwicklung einer Plattform durch den Kreis Warendorf, damit die negativen Testergebnisse schnellstmöglich in Form einer z. B. für Reisen notwendigen Bescheinigung per E-Mail oder E-Post den Bürgerinnen und Bürgern zugestellt werden können.

Gearbeitet wurde in zwei Schichten

Ein herzliches Dankeschön spricht der Bürgermeister natürlich seinen Dorstener Mitarbeitern aus, die gemeinsam mit ihm in zwei Schichten von 8 Uhr bis 22.30 Uhr in Warendorf gearbeitet haben: „Auch im Dorstener Rathaus haben die Kolleginnen und Kollegen im Rahmen der Pandemie einen hervorragenden Job gemacht. Der Akku war eigentlich leer. Und dennoch haben wir uns gemeinsam auf den Weg gemacht, um zu helfen. Darauf bin ich stolz!“

Tobias Stockhoff, der seit 20 Jahren Mitglied im THW ist und an vielen Stellen schon in Krisenstäben mitgearbeitet hat, sieht in solchen Unterstützungsaktionen gleich mehrere Chancen: „1. Zu erkennen, dass man gemeinsam schneller zum Ziel kommt. 2. Neue Erfahrungen zu sammeln und den eigenen Horizont zu erweitern. 3. Wir dürfen hoffen, dass auch wir Unterstützung erhalten, wenn wir einmal an unsere Grenzen stoßen.“

Für ihn sei jedenfalls klar, dass die Stadt Dorsten im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch in Zukunft die Nachbarkommunen unterstützen wird, wenn die Lage er erfordert.

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