Ein köstliches, literarisches Dessert serviert Autor Alfonso Pecorelli mit seinem Buch „Zehn sehr böse Geschichten“, dass jetzt im Riverfield Verlag erschienen ist. Darin entdeckt der Leser eine Sammlung an zehn kurzen Erzählungen. Wortschätze gibt einen kurzen Überblick.

Seine Geschichten lesen sich wie aus dem Leben gegriffen. Mal trivial, mal tragisch und traurig. Stets scharfsinnig, abgründig und leidenschaftlich. Zuweilen boshaft und sarkastisch. Ab und zu auch rührend. Als i-Tüpfelchen serviert Alfonso Pecorelli noch einen Hauch Ironie des Schicksals obendrauf.

Seelische Abgründe, menschliche Dramen

Gekonnt betrachtet der schweizerisch-italienische Autor das alltägliche, oberflächliche Geschehen. Taucht dann tiefer ein. In die seelischen Abgründe des menschlichen Seins. Er blickt hinter die Fassade der Charaktere. Seine Wortwahl spitzt sich zu. Wie auch die Situation der handelnden Akteure.

Diese bewegen sich zwischen Macht, Geld und Gier, Liebe und Hass. Bis hin zur Unausweichlichkeit von Schuld und Sühne. Hinter all den Erzählungen kommen menschliche Dramen zum Vorschein. Sie wirken so gewöhnlich und alltäglich, dass Leser sich wohl oder übel fragen müssen: War da nicht so eine ähnliche Geschichte, die tatsächlich so geschehen ist?

Inhalte wie aus dem Leben gegriffen

Schnell sind die einzelnen Erzählungen gelesen – und doch wollen die Worte weitergelesen werden. Da ist zum Beispiel das Paar aus Hamburg, bieder und mit einem ereignislosen Leben. Sie haben sich nicht viel zu erzählen, und aus Gleichgültigkeit entsteht Hass.

An anderer Stelle treffen wir die englische Adlige, die wohl das perfekte Verbrechen begangen hat. Hätte sie da nicht ein Detail übersehen. Vergessen wollen wir auch nicht die reiche Erbin, die von ihrem Geliebten erpresst wird und sich maliziös zu helfen weiß. Bis hin zur wohlhabenden Dame, die einem jungen, gutaussehenden Mann begegnet und ihn heiratet – und seine Fleischeslust zu bändigen weiß. Mehr sei hier nicht verraten.

Rabenschwarze Wortschätze

Stets passend zum Cover sind die Erzählungen rabenschwarz, mit einer famosen Geschmacksnote aus menschlichen Dramen. Schon William Shakespeare wusste: „Ein Kribbeln spür´ ich, ganz verstohlen. Das Böse kommt auf leisen Sohlen.“ Und so schleicht es sich auch hier Seite für Seite, Wort für Wort durch das Buch.

Alfonso Pecorelli ist ein schweizerisch-italienischer Autor. Er hat mehrere Romane, Novellen und Sachbücher veröffentlicht. Unter anderem den Bestseller „Das Mädchen, das die Welt veränderte“. Er arbeitete in den USA, Russland, Frankreich, Italien, Polen und Deutschland. Heute lebt er mit seiner Familie in der Schweiz.

Titelangaben:

Alfonso Pecorelli
Zehn sehr böse Geschichten
Riverfield Verlag
ISBN: 978-3-9525097-2-2
224 Seiten
19,90 EUR
ET: 27.07.2020

Das Buch ist ab sofort bestellbar oder im Buchhandel vor Ort erhältlich.

Mehr Wortschätze findet ihr hier:

Das sternenlose Meer
Gewicht im Griff

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Marie-Therese Gewert
Hallo, ich bin Marie. Schon während meines Studiums in Journalismus und Public Relations an der Westfälischen Hochschule schlug mein Herz für die Geschichten der Menschen. Als freie Mitarbeiterin war ich während meines Studiums stets für die WAZ Dorsten unterwegs. Danach zog es mich nach Kassel zum Volontariat bei der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen, kurz HNA. Nachdem ich in einer Kommunikationsagentur in Düsseldorf tätig wurde, entschied ich mich im Mai 2018 für die Selbstständigkeit. Seither arbeite ich für verschiedene Auftraggeber, journalistisch und beratend. Ich schreibe für dorsten-online.de, weil die Plattform von Menschen aus der Heimat für Menschen aus der Heimat gemacht wird. Ich freue mich, Sie mit Beiträgen und Informationen aus der Region versorgen zu dürfen. Anregungen, Fragen und Hinweise nehme ich gerne entgegen. Marie-Therese Gewert

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