Chrom, Lack und Benzin: Freunde historischer Autos und Motorräder kamen beim Young- und Oldtimertreffen auf Leopold voll auf ihre Kosten.
So viel historisches Blech findet man nicht alle Tage auf Dorstens Straßen. Am Sonntag verwandelte sich die Lippestadt in ein Mekka für alle Freunde alter Fahrzeuge. Das sonnige Wetter sorgte zudem für das passende Klima. Lack und Chrom strahlten genau wie auch die Augen der Fans.
Eine große Stärke des Young- und Oldtimertreffens ist dabei seine Offenheit. Sowohl Besitzer von historischen Fahrzeugen als auch Besucher konnten problemlos kommen und gehen, so dass sich über den Tag hin immer wieder andere Klassiker an der Zeche sehen ließen.

Vom Straßenkreuzer bis zur Rennpappe
Und den Besuchern wurde einiges geboten. Amerikanische Straßenkreuzer von Dodge, DeSoto oder Chevrolet, zeitlose englische Ikonen wie der Jaguar E, legendäre Sportwagen wie der Porsche 911 oder die Corvette Stingray bis hin zu extrem seltenen Raritäten wie dem Stutz Blackhawk gab es zu bewundern. Dazu kamen Fahrzeuge, die vielen Besuchern noch aus ihrer eigenen Kindheit und Jugend vertraut waren, wie Opel Kadett und Manta, Ford Capri und Granada, VW Passat und Käfer, Mercedes SL und BMW E21. Auch von der anderen Seite des Eisernen Vorhangs gesellten sich Klassiker von Trabant und Wartburg dazu.

Auch einige Zweiradfans hatten sich auf den Weg zur Zeche gemacht. Von robusten Armee-Bikes mit Beiwagen über chromblitzende Harleys bis hin zur luxuriösen Honda Goldwing waren etliche Zweiräder vertreten.

Einst verlachte Autos sind echte Liebhaberstücke geworden
Es war spannend zu beobachten, wie sich der Blick auf manche Automobile verändert. Galten etwa Manta oder Capri um die Jahrtausendwende noch als klapprige Halbstarkenkarren, genießen sie nun Kultstatus und werden liebevoll gepflegt. Auch vermeintlich spießige Familienkutschen der 80er wie etwa der Passat B2 sind heute richtige Liebhaberstücke geworden und mittlerweile echte Oldtimer. Denn der Übergang vom Youngtimer zum Oldtimer ist nach 30 Jahren erreicht, und erfasst mittlerweile auch Modelle aus den frühen 90er Jahren wie den Audi 80, den BMW E36 oder den Volvo 850.

Deutlich ältere Technik konnte man in der nahegelegenen Maschinenhalle bewundern, die der Bergbauverein extra für diesen Anlass geöffnet hatte. Die mächtigen Zwillingsdampfmaschinen von 1912 sind heute noch so beeindruckend wie zur Zeit ihrer Konstruktion. Mehrmals am Tag konnte man sie sogar in Bewegung erleben.

Bei so viel Publikum kamen natürlich auch die Gastronomen auf ihre Kosten. Die Foodtrucks und die örtliche Eisdiele konnten passend zum Anlass und Wetter dabei besonders viele Interessenten begrüßen.




























