Länger als vier Jahre ist der Brand in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Wulfen her. Heute war der Neustart mit der offiziellen Neueröffnung.

Am 15. Oktober 2018 war der Schock groß. Es brennt in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Wulfen. Der Löschzug der Freiwilligen-Feuerwehr-Wulfen war als erster vor Ort. Alleine aus Dorsten waren 120 Einsatzkräfte an den Löscharbeiten beteiligt. Zwei Jahre später, am 2. Juni 2021, konnte der erste Spatenstich für den Neubau erfolgen. Und erst vor zwei Wochen sind die letzten Schutzverordnungen aufgrund von Corona gefallen. Jetzt heute begrüßt Christoph Marienbohm (Technischer Leiter) die Besucher der Eröffnungsfeier zum Neustart.
Andacht

Nach der Eröffnung wurde es andächtig. Dr. Dietmar Kehlbreier, Diakoniepfarrer und Geschäftsführer der Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen, leitete die Andachtsfeier. Bei Gebet und Gesang wurde gedankt. Besonders emotional wurde die Andacht, als die Mitarbeiter der Werkstatt für Menschen mit Behinderung ihre Fürbitten vortrugen. Einige brachten symbolisch für die Bitten und den Neustart eine Blume nach vorne.

Man spürte in den Fürbitten, dass wirklich alle froh sind, dass niemand beim Brand verletzt wurde. Viele wünschen sich auch einen tollen Neustart in den nun fertigen Räumen der Werkstatt. Außerdem hatten die Besucher die Möglichkeiten, ihre Fürbitten vorzutragen. Dafür lagen auf den Tischen Anhänger, die beschriftet werden konnten und draußen an einen Wunschbaum aufgehängt werden konnten.

Neustart Talk

Erfrischend abwechslungsreich gab es in Folge zur Eröffnungsrede und zur Andacht einen Diakonie-Talk zum Neustart, moderiert von Christina Ritz (Referentin für Öffentlichkeitsarbeit). Als Gäste haben folgende Personen gesprochen: Tobias Stockhoff (Bürgermeister Stadt Dorsten), Markus Funk (Geschäftsführung WINDOR), Julien Corzilius (Leitung Werkstatt Wulfen), Anja Kott (Vorsitzende Gesamtwerkstattrat), Heike Strototte (Geschäftsfeldleitung Arbeit & Qualifikation) und Christa Stüve (Geschäftsführerin Diakonisches Werk im Kirchenkreis Recklinghausen).

Hauptthema war der Brand im Jahr 2018, der Neustart und natürlich ein Ausblick auf eine hoffentlich positive Entwicklung der Werkstatt in Wulfen. Danach folgte die symbolische Schlüsselübergabe mit dem Original Schlüssel der ersten Übergabe vom 19. September 1985.

Besondere Momente

Überraschend war im Anschluss an die Schlüsselübergabe zum Neustart die Spende von 5000 Euro für eine Terassen-Bestuhlung vom Förderverein der Werkstatt Wulfen. Doch auch einer der Mitarbeiter hatte etwas Besonderes vorbereitet. Mitarbeiter Frank übergab ein Bild als Dank für den Neustart.

Beim anschließenden Rundgang durch die neue Anlage konnten sich die Besucher vom neuem Gebäude selbst ein Bild machen. Viele der Mitarbeiter sind froh, wieder an ihrer alten Wirkungsstätte zu sein. So loben sie die helle, großzügige und freundliche Architektur.

Julien Corzilius freut sich, das jetzt wieder alle in Wulfen zusammen kommen. „Ich freue mich, das sich die Mitarbeiter jetzt hier neu entfalten können“, sagt Corzilius. Er fügt hinzu, das sie mit Qualifizierungen weiter den allgemeinen Fachkräftemangel entgegenschreiten werden.





























