Bei zwei Einsätzen am Mittwoch (28. August) stand die Polizei Recklinghausen mit Messern bewaffneten Männern entgegen. Ein Angreifer in Recklinghausen wurde erschossen, ein weiterer Mann in Dorsten festgenommen.
Zu dem tödlichen Einsatz kam es am frühen Abend in Recklinghausen-Suderwich. Dort war nach ersten Angaben ein 33-jähriger Mann mit seinen Eltern in Streit geraten. Die Mutter habe gegen 18 Uhr die Polizei gerufen, nachdem der Sohn seinen Vater mit einem Messer an der Hand verletzt habe. Als die Polizei eintraf, soll der 33-Jährige mit zwei Messern auf die Beamten zugestürmt sein. Die Polizei wehrte sich mit der Dienstwaffe und traf den Mann tödlich.
Nur wenig später, gegen 20 Uhr, wurde die Polizei in Dorsten zum Ostwall gerufen. Dort waren zwei Männer in einer Wohnung in Streit geraten. Einer der Männer soll den anderen mit einem Messer verletzt haben. Der mutmaßliche Täter, ein deutscher Staatsbürger, wurde festgenommen. Der 21 Jahre alte Verletzte kam mit Stichwunden ins Krankenhaus.
Gewalt mit Messern ein großes Problem
Nach den tödlichen Messerangriffen in Mannheim und Solingen passt sich auch die Polizei Recklinghausen auf die Bedrohung an. Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen erklärte Anfang der Woche, dass derzeit die Sicherheitskonzepte für öffentliche Veranstaltungen im Kreis Recklinghausen und der Stadt Bottrop angesichts der aktuellen Gefährdungslage überprüft und angepasst würden. Zudem seien erste individuelle Waffentrageverbote ausgesprochen worden. Für eine generelle Waffenverbotszone seien aber derzeit noch nicht die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt.
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