StartFreizeitKulturKünstlergespräch mit Alexander Fichtner: Was in der Welt los ist

Künstlergespräch mit Alexander Fichtner: Was in der Welt los ist

Veröffentlicht am

Am Sonntag, 17. November 2024 tauschte sich Fotograf, Künstler und Journalist Alexander Fichtner im Tisa-Archiv mit Besuchern in Dorsten-Hervest über seine Fotoausstellung „Überleben im Zelt 36.67061°N, 43.34247°E“ aus. Der Dorstener thematisiert mit seinen Fotografien auf dem Zechengelände Fürst Leopold den Überfall des Islamischen Staats (IS) auf die kurdische Region Shingal im Irak.

Alexander Fichtner eröffnete am Sonntag, 17. November den Dialog mit den Besuchern seiner Ausstellung unter dem Namen „Überleben im Zelt 36.67061°N, 43.34247°E“. Auf seiner Reise durch die kurdische Region Shingal hatte der Fotograf, Journalist und Künstler aus Dorsten Fotos geschossen, die die Tisa-von-der-Schulenburg-Stiftung bereits seit etwa einem Monat in ihrem Archiv am Förderturm der Zeche Fürst Leopold ausstellt. Seit der Eröffnung hatten sich nun Besucher für das Gespräch mit dem Fichtner anmelden können. „Es freut mich, meine Arbeiten vielen Leuten zugänglich gemacht zu haben“, sagt Fichtner, „meine Arbeitsweise und Gedanken weiterzugeben.“

Anzeige
Anzeige von Ohrwerk Hörgeräte: Fit im Ohr. Fit für den Alltag.
Alexander Fichtner Künstlergespräch
Foto: Julian Konetzka

Niemals die Geschichte vergessen

Anwesend war auch Fichtners Mentor während seines Studiums der freien Kunst und Fotografie in Essen, Prof. Dr. Stephan Paul Schneider. Für Fichtner sei es wichtig gewesen, Schneider dabeizuhaben, weil er seine verschiedenen Arbeiten als Fotograf, Künstler und Journalist kenne. Diese seien oft eng miteinander verknüpft.

Mehrere Gäste der Ausstellung äußerten, wie wichtig Fichtners ungeschönte und „unbearbeitete“ Art der Präsentation von Missständen sei. Auch solle niemand Denkmäler abreißen, die uns an dunkle Zeiten erinnern. All das sei Teil der Geschichte vieler Länder, der nicht vergessen werden dürfe. „Ich werde über diesen Fotografen reden, wie über meinen Mann“, sagt eine Besucherin. „Weil er darauf hinweist, was wirklich in der Welt los ist.“

Alexander Fichtner Künstlergespräch
Foto: Julian Konetzka

Die Ausstellung „Überleben im Zelt 36.67061°N, 43.34247°E“ hatte Josefine Jordan, Geschäftsführerin der Tisa-von-der-Schulenburg-Stiftung, mit Fichtner am 20. Oktober eröffnet. Bis August 2024 waren seine Fotografien in der städtischen Galerie Sztuki Rzeczna in Rybnik, Polen, einer Partnerstadt Dorstens, ausgestellt worden. Bis zum 31. Dezember 2024 können Besucher sich seine Werke weiterhin kostenlos in Dorsten ansehen.

Neuer WhatsApp-Kanal

Abonnieren Sie unseren WhatsApp-Kanal unter https://bit.ly/dorstenonline für aktuelle Infos. Wir bieten lokale Nachrichten, Event-Infos, Polizeimeldungen und mehr.

NEUSTE ARTIKEL

Östricher Bürgerforum sucht Talente für den Dorstener Kultursommer

Musik, Comedy, Theater oder Tanz: Beim Dorstener Kultursommer haben Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit, ihr Können vor Publikum zu präsentieren. Das Östricher Bürgerforum lädt am...

Mehr Personal an NRW-Schulen: Höchster Zuwachs seit über 40 Jahren

Die Personalausstattung an den Schulen in Nordrhein-Westfalen hat einen neuen Höchststand erreicht. Nach Angaben des Schulministeriums arbeiten heute rund 12.600 Menschen mehr an den Schulen...

Dorsten setzt Strategie gegen Eichenprozessionsspinner fort

Dorsten setzt 2026 weiter auf feste Prioritäten und den digitalen Raupenmelder gegen Eichenprozessionsspinner.

Raub am Bahnhof Dorsten: Polizei sucht zwei Tatverdächtige mit Öffentlichkeitsfahndung

Nach einem Raub am Dorstener Bahnhof sucht die Polizei mit einer Öffentlichkeitsfahndung nach zwei bislang unbekannten Tatverdächtigen. Sie sollen am Nachmittag des 22. Februar 2026...

Klick mich!