31 Fragen stellen wir an die Bürgermeisterkandidaten in Dorsten. Weiter geht es mit der Frage 18 an die Kandidaten: Was möchten Sie tun, damit sich alleinstehende ältere Menschen oder Zugezogene stärker als Teil der Dorstener Stadtgemeinschaft fühlen?
Im Herbst 2025 wird in Dorsten ein neues Stadtoberhaupt gewählt. Sechs Kandidaten stellen sich zur Wahl, mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen, politischen Ausrichtungen und persönlichen Vorstellungen.
Es antworten:
- CDU – Tobias Stockhoff, amtierender Bürgermeister
- SPD – Julian Henning Fragemann
- Bündnis 90/Die Grünen – Claas Römer
- AfD – Jürgen Chmielecki
- Die PARTEI – Boris Benkhoff
- Die LINKE – Maurice Fröhlich

Gesellschaft und Zusammenhalt
Was möchten Sie tun, damit sich alleinstehende ältere Menschen oder Zugezogene stärker als Teil der Dorstener Stadtgemeinschaft fühlen?
Tobias Stockhoff

„Unsere Gesellschaft altert schnell und damit gehen Einschränkungen einher. Noch bis vor 10 oder 15 Jahren hat Planung aber leider nicht barrierefrei gedacht, der Nachholbedarf in diesem Bereich ist enorm.
Hier möchte ich, dass wir uns nicht in Klein-Klein verzetteln, sondern immer dann, wenn Gebäude, Straßen, Wege kernsaniert oder neu gebaut werden müssen, unsere Ressourcen auf nachhaltige und langlebige Lösungen konzentrieren. Dabei müssen wir die Expertise von alten oder beeinträchtigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern einbinden: Wir wollen nicht über sie reden, sondern mit ihnen“.
Julian Henning Fragemann

„Stichwort Mehrgenerationenwohnen, ein ganz wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang. Unsere überaus aktiven Vereine und Verbände binden übrigens fortlaufend auch gerne neu hinzukommende Bürgerinnen und Bürger ein“.
Claas Römer

„Auch Projekte wie das DigiQuartier, in dem insbesondere ältere Menschen Unterstützung im Alltag erhalten, seien von großer Bedeutung. Zudem könne die Stadt künftig stärker als bisher online eine übersichtliche Darstellung von Vereinsaktivitäten und Veranstaltungen anbieten.
Analoge Informationswege sollen dabei jedoch weiterhin bestehen bleiben, um auch jene einzubeziehen, die digitale Angebote nicht nutzen können oder wollen“.
Jürgen Chmielecki

„Baugenehmigungen für barrierefreie Wohnungen müssen schneller erteilt werden. An den meisten Stellen sowie in der Innenstadt gibt es zum Beispiel abgesenkte Bordsteine, damit Rollstuhlfahrer nicht am Bordstein scheitern. Wichtig finde ich eine behindertengerechte öffentliche Toilette in der Innenstadt. Wenn es mehr Begegnungsstätten für Menschen mit Behinderung gäbe, hätte man die Möglichkeit, in Gesprächen die Sorgen und Nöte der Bürger mit Behinderung besser zu erkennen. Dasselbe gilt natürlich auch für unsere Senioren“.
Boris Benkhoff

Stichwort Mehrgenerationenwohnen, ein ganz wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang. Unsere überaus aktiven Vereine und Verbände binden übrigens fortlaufend auch gerne neu hinzukommende Bürgerinnen und Bürger ein.
Maurice Fröhlich

„Nutzung von städtischen Räumen für Einbindungsprojekte und sozialen Austausch. Verweis auf generationenübergreifendes Wohnen“.
Morgen stellen wir die Frage 19: Wo sehen Sie aktuell die größten ungelösten Probleme in der Stadt Dorsten?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.




























