„Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott (…)“. So steht es in der Präambel von unserem Grundgesetz geschrieben. Unsere Verfassung bezieht sich einige Male auf das Christentum, so auch direkt im ersten Artikel mit der Menschenwürde. Diese Parallelen zeigte die Mission Dorsten in ihrem Auftaktgottesdienst zur Woche des Grundgesetzes.
Das Oude Marie erlebte am Sonntag einen lebhaften und interaktiven Gottesdienst, der die Bürger auf die anstehende Woche des Grundgesetzes einstimmte. Am 18. Mai begann die Veranstaltung, an dem Tag besuchte uns ebenfalls Bundespräsident Prof. Frank-Walter Steinmeier. Die Mission Dorsten, ein Zusammenschluss aus Dorstener Christen, machte in ihrer Messe vor allem auf die Menschenwürde aufmerksam und was diese für unsere Gesellschaft bedeutet.
Die Menschenwürde in der Religion
Der zentrale Kopf hinter dem Gottesdienst war Jens Vogel von der Kirche im Bahnhof Hervest. Gemeinsam mit seinem Team strukturierte er die Messe. Volker Loh von der Freikirche Wulfen und Jutta Pavelek von der Evangelischen Kirche Hervest-Wulfen hielten den Gottesdienst. Aber was hat das Grundgesetz jetzt konkret mit dem Christentum zutun?

„Viele Werte aus dem Grundgesetz haben christlich-jüdischen Hintergrund. Respekt, Gleichheit und Rücksicht haben ihren Ursprung in der Bibel. Darauf wollen wir nicht nur aufmerksam machen, sondern die Besucher des Gottesdienstes aktiv einbinden“, verrät Pastor Jens Vogel.
Das Grundgesetz wird auch als Chance von Gott angesehen. Nach all den schrecklichen Taten aus der deutschen Vergangenheit haben wir nun Gesetze, die davor schützen, dass noch einmal solche Verbrechen begangen werden.
Welche Rolle spielt Menschenwürde für Euch?
Während dem Gottesdienst hatten die Besucher die Möglichkeit, eine ganz einfache Frage zu beantworten: „Welche Rolle spielt Menschenwürde für euch?“. Die Antworten wurden auf einen Zettel aufgeschrieben und dann zu den Messleitern weitergegeben. Die Antworten waren unterschiedlich und vielfältig, zeichneten am Ende aber trotzdem ein klares Bild.

Die Würde vor der Freiheit des Menschen, Würde vor Kindern, Würde vor anders Denkende, Würde immer und überall. Auf einem Zettel stand ebenfalls, dass es zur Menschenwürde gehört, dass jeder ein sicheres Dach über dem Kopf hat. Messleiter Volker Loh zeigt sich begeistert von den Antworten: „Ich finde, dass diese Antworten sehr gut zeigen, worauf wir als Gesellschaft achten sollten. Ich finde diesen Nachsatz auf einem Zettel besonders schön: Würde immer im Alltag, so soll es sein.“
Musikalische Untermalung mit Gesang und Gitarre
Akustische Live-Musik untermalte die ausgelassene Atmosphäre des Gottesdienst. Das Duo aus Sängerin Emily Vogel und Gitarrist Phillip Schroer sangen emotionale Lobeshymnen wie „Großer Gott wir loben dich“, bei denen das ganze Publikum tatenkräftig mitsang.




























