Liebe SPD Dorsten – was denn nun? Diese Frage stellt sich im Nachgang zu der gestrigen Hauptausschusssitzung im Rat der Stadt der CDU-Fraktionsvorsitzende Bernd-Josef Schwane.
Die Zerrissenheit in der Dorstener SPD tritt erneut eklatant zu Tage. Während der SPD-Fraktionschef mit Rückendeckung des gesamten Hauptausschusses fordert, dass Dorsten ab 2022 in einem Landtagswahlkreis liegen soll und damit eine parteiübergreifende und langjährige Forderung der Politik aufgreift, will SPD-Chefin Jennifer Schug die Teilung der Stadt Dorsten unbedingt beibehalten – aus politischem Kalkül, um 2022 selbst nach einer nicht gänzlich unwahrscheinlichen erfolglosen Bürgermeisterkandidatur im Süden kandidieren zu können, wie man aus ihrem Umfeld hört.
Auch beim ehrenamtlichen Kommunalen Ordnungsdienst die gleichen inhaltlichen Gräben zwischen weiten Teil der SPD und der erkennbar immer mehr isolierteren SPD-Chefin.
In der Ratssitzung am Mittwoch gaben Vertreter aller Parteien unter Tischklopfen des Rates dem Bürgermeister Rückendeckung für seine angekündigte Prüfung der Unterstützung der hauptamtlichen KOD-Kräfte durch gründlich ausgewählte und gut geschulte Ehrenamtler in gemischten KOD-Teams.
Ehrenamtliche, die sich ohne Eigennutz z. B. darum kümmern würden, dass unsere Innenstadt nicht noch weiter verdreckt wird.
„Denunziantentums“ oder der „Stasi-Methoden“
Frau Schug vergleicht Menschen, die sich verantwortlich für ihre gerade mit Steuergeldern sanierte Innenstadt fühlen, mit Stasi-Agenten. Dass die ursprüngliche Idee von bürgerschaftlicher Ansprache in der Innenstadt von der Grünen-Fraktionschefin kam, wird sie nicht wissen.
Auch die deutliche Kritik des SPD-Fraktionschef an den von Leserbriefschreibern wie Heike und Thomas Hein geäußerten mehr als absurden Vorwürfen des „Denunziantentums“ oder der „Stasi-Methoden“ wird sie natürlich nicht kennen.
Informationsfluss? Abstimmung? Hintergründe? – Dreimal Fehlanzeige!
In Parteien gibt es unterschiedliche Meinungen. Das ist gut so. Wenn diese aber so unterschiedlich wie bei Frau Schug sind, muss eine Frage erlaubt sein: Liebe SPD Dorsten – was denn nun?




























