Ein reiner „Show-Antrag“ sei ein Antrag der Grünen, finden jedenfalls die Christdemokraten. Ihnen würde das Thema Baumschutz ebenso am Herzen liegen.

Grüne wollen Baumschutzsatzung reaktivieren
Die Grünen wollen in Dorsten wieder eine Baumschutzsatzung einführen. Der Schutz alter Bäume soll dabei vor allem dem Klima nützen. Die Grünen haben daher zusammen mit der SPD einen entsprechenden Antrag für den Umwelt- und Planungsausschuss am 23. Juni vorgelegt. Die Baumschutzsatzung war zuletzt vor zehn Jahren außer Kraft gesetzt worden.
Die CDU argumentiert, dass ihnen der Klimaschutz ebenso am Herzen liege. Allerdings würde man in vielen Städten und Gemeinden erkennen, dass eine nicht akzeptierte Baumschutzsatzung das Gegenteil des Gewollten bewirke. Diese Reglungen würde dem Baumbestand eher schaden als das es nützen.
„Aus Sorge vor späteren Auflagen wollen dann Grundstücksbesitzer Fakten schaffen, bevor ihnen Restriktionen aufgelegt werden“, erläutert das Umweltausschussmitglied Franz-Josef Gövert von der CDU. Private Baumbesitzer würden ihre Bäume oft fällen, bevor diese einem gewissen Stammumfang haben. So wollten sie dem Baumschutz entgehen und sich vor Auflagen bewahren, erklärt Gövert. Dies passiere oft gerade dann, wenn in Kürze neue Auflagen in Kraft treten. „Dabei vergessen viele, dass der Baum ohne einen solchen Maximalumfang meistens deutlich länger stehen könnte, weil er die Anlieger nicht stört“, so Gövert, der bis zu seinem Renteneintritt Abteilungsleiter im Grünflächenamt der Stadt Münster war.
CDU regt Bürgerforum in Dorsten an
Die CDU sucht nun zusammen mit den Bürgern eine Baumschutzlösung, damit alle zufrieden sind. Die Grünen seien „bisher nicht durch konstruktive Ansätze aufgefallen“, kritisiert CDU-Fraktionsvorsitzender Bernd-Josef Schwane.
Das Thema Baumschutz sei schon öfters besprochen worden und man habe sich auch Ansätze von anderen Kommunen angeschaut. „Wir wollen mit der Bürgerschaft über solche Ansätze ins Gespräch kommen und werden daher nach der Sommerpause zu einem Bürgerforum einladen“, kündigt Bernd Schwane an. Für die Christdemokraten sei es „wichtig, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen“, betont Schwane. „Wir müssen auch bei den Menschen Akzeptanz finden, die von solchen Regelungen betroffen wären“.




























