NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach besuchte die Dorstener Wohnungsgesellschaft DWG und ließ sich zu zwei Projekten in Dorsten den aktuellen Sachstand erläutern.
Markus Funk, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung WINDOR und der Dorstener Wohnungsgesellschaft DWG, stellte ein Projekt vor, das noch in den Kinderschuhen steckt: Der DWG gehört das zusammenhängende Gebäude Hauptstraße 1 und 5 / Koldenfeld 2 bis 4 in Holsterhausen-Dorf, das 1907 für Bergarbeiter der Zeche Baldur errichtet wurde und seit den 1980er Jahren unter Denkmalschutz steht. Der Komplex muss dringend saniert werden, um die Substanz zu erhalten und wirtschaftlich betrieben werden zu können.
Beim Laden der Karte werden Daten an Google übermittelt.
Als Grundlage wurde das Gebäude mit einem Laserscan detailliert vermessen und so ein „digitaler Zwilling” erstellt. Dieser wird im weiteren Projekt helfen, das Gebäude millimetergenau zu analysieren und spätere Aufträge vorzubereiten. Ziel sei es, „die wirtschaftlichen Möglichkeiten mit dem Planungsrecht und dem Denkmalschutz in Einklang zu bringen”, so Markus Funk.
Ob und welche Fördermöglichkeiten für die Modernisierung des Gebäudekomplexes in Anspruch genommen werden können, ist derzeit noch offen. Ministerin Ina Scharrenbach, als Ministerin auch zuständig für den Denkmalschutz in NRW, sagte zu, ihr Haus werde das Vorhaben konstruktiv begleiten.

Fortschritt am Wulfener Markt
Ministerin Scharrenbach hat großen Anteil daran, dass die marode Ladenzeile Wulfener Markt mit insgesamt 3,7 Millionen Euro Fördergeldern aus dem Sofortprogramm zur Stärkung der Zentren in NRW abgerissen und die Fläche für eine neue Nutzung vorbereitet werden kann.
Eine erste Bürgerwerkstatt am Donnerstag, 17. März (18 Uhr, Gemeinschaftshaus Wulfen) soll die Vorstellungen konkretisieren, bevor ein Architekten- und Investoren-Wettbewerb ausgeschrieben wird.
Mit dem geplanten Neubau einer Kindertagesstätte in der Nähe soll hier ein Quartier entstehen, das zu Barkenberg passt: „Von einzelnen in der Praxis nicht funktionierenden Experimental-Bauten abgesehen, ist in dieser Siedlung Insgesamt vorzeigbare Architektur und funktionierender Städtebau entstanden”, so Stadtbaurat Holger Lohse.
„Wichtiges Signal für den Stadtteil“
Ministerin Ina Scharrenbach, die das Projekt Wulfener Markt schon in der Antragstellung begleitet und den Förderbescheid in Wulfen persönlich übergeben hatte, zeigte sich zufrieden mit dem Fortschritt: „Das hört sich alles gut an. Es ist ein wichtiges Signal für die Stadt und den Stadtteil, dass hier alte, nicht funktionierende Substanz ersetzt wird durch ein neues Quartier.”




























