31 Fragen stellen wir an die Bürgermeisterkandidaten in Dorsten. Weiter geht es mit der Frage 7 zur Stadtentwicklung und Infrastruktur. Welche Pläne haben Sie für die Entwicklung einzelner Ortsteile wie Wulfen, Holsterhausen, Hervest oder Rhade?
Im Herbst 2025 wird in Dorsten ein neues Stadtoberhaupt gewählt. Sechs Kandidaten stellen sich zur Wahl, mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen, politischen Ausrichtungen und persönlichen Vorstellungen.
Es antworten:
- CDU – Tobias Stockhoff, amtierender Bürgermeister
- SPD – Julian Henning Fragemann
- Bündnis 90/Die Grünen – Claas Römer
- AfD – Jürgen Chmielecki
- Die PARTEI – Boris Benkhoff
- Die LINKE – Maurice Fröhlich

Welche Pläne haben Sie für die Entwicklung einzelner Ortsteile wie Wulfen, Holsterhausen, Hervest oder Rhade?
Tobias Stockhoff

„Ich beginne im Norden: Mit dem Förderprogramm Dorfentwicklung können wir Rhade und Lembeck wichtige Zukunftsimpulse geben. In Rhade wollen wir die Nahversorgung rund um Aldi und Edeka stärken. Ein Mischgebiet und das Wohngebiet Klever Straße / Debbingstraße werden den Ort weiterentwickeln.
In Wulfen wollen wir das „Matthäus-Quartier“ gegenüber der Montessori-Schule entwickeln. Nach dem Abriss des ehemaligen Matthäusheims können wir dort eine zentrale Fläche in der Dorfmitte überplanen.
In Holsterhausen und Hervest haben wir mit dem Blauen See einen Schatz, der noch nicht gut zur Geltung kommt. Hier müssen wir zukunftsfeste Ideen entwickeln. Der Stadtteil Holsterhausen bräuchte zudem noch ein Neubaugebiet.
In Hervest können wir wirtschaftliche Potenziale heben mit der Entwicklung von Gewerbeflächen nördlich der ehemaligen Zechenfläche. Im Dorf Hervest möchte ich zusätzliche Wohnbauflächen auf den Weg bringen und auf dem Gelände der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Realschule sollen in Zusammenarbeit mit der Initiative Zukunft Marienviertel moderne Wohnformen entstehen. Potenziale für die Wirtschaft haben wir außerdem auf den Schürholz- / Dekowe-Flächen an der Marienstraße. Hier wollen wir kluge Konzepte entwickeln. Südlich der Lippe haben wir mit dem Stadterneuerungsprogramm „Wir machen MITte“ in den letzten Jahren ganz viel Zukunft geschaffen. Hier wird es in den nächsten Jahren vor allem um Sicherung im Bestand gehen. Auf der Hardt und in Altendorf-Ulfkotte entwickeln wir noch Neubaugebiete.
All das ist nicht abschließend. Unter www.cdu-dorsten.de findet man weitere Ziele – für alle elf Stadtteile!“
Julian Henning Fragemann

„In Wulfen ist die Revitalisierung des Wulfener Marktes die zentrale Herausforderung. In Rhade soll ein neues Gewerbegebiet verwirklicht werden; ein sogenannter Handwerkerhof kann hier entstehen. Auch ein Ärztehaus sowie eine Apotheke werden dringend gebraucht. Im Marienviertel ist endlich die Umsetzung der lang geplanten Neuansiedlung für Jung und Alt (altes Gelände der Realschule) erforderlich.
Bezüglich der Zechensiedlung und des Zechengeländes in Hervest gilt es, die gute Entwicklung weiterzuführen und zu festigen. Ein Ausbau des ÖPNV-Angebotes bzw. der Beförderungsmöglichkeiten insgesamt (siehe hierzu auch Punkt 8) ist für Holsterhausen, aber sicherlich auch für das gesamte Stadtgebiet, ein zentrales Thema für die nächste Zeit“.
Claas Römer

„Jeder Stadtteil in Dorsten hat seine eigenen Herausforderungen. In Rhade und Lembeck will ich die bereits angestoßenen Projekte zur laufenden Dorfentwicklung weiter konstruktiv gestalten. In Wulfen wird die Entwicklung des Wulfener Markts in den nächsten Jahren die größte städtebauliche Herausforderung sein. Für alle Stadtteile sind die Anbindung an den ÖPNV und eine ausreichende Nahversorgung wichtig.“
Jürgen Chmielecki

(keine Antwort zu dieser Frage eingereicht)
Boris Benkhoff

„Für jeden unserer elf wunderschönen Stadtteile haben wir verschiedenste Pläne in unseren schweren, grauen Aktenschränken. Ich nenne hier nur stichprobenartig drei Beispiele: Altstadt – Mercadenabriss, Altendorf – Umsiedelung, Barkenberg – Freizeitpark.“
Maurice Fröhlich

„Der aktuelle Weg, den die Stadt mit den Dorfentwicklungsplänen geht, ist eine gute Möglichkeit, die Menschen vor Ort in ihre Quartiersentwicklung einzubinden. Das möchte ich so, oder in ähnlicher Weise weiterführen, denn wie einzelne Ortsteile entwickelt werden sollen, das wissen die Menschen vor Ort am besten. Besonders geachtet werden muss allerdings unter allen Umständen auf die Anbindung auch äußerer Stadtteile an das gesamtstädtische Geschehen. Das bedeutet Nahverkehr, Versorgung mit Lebensmitteln und gesundheitlichen Diensten und kulturellen Angeboten.“
Morgen stellen wir die Frage: Wie wollen Sie Nahversorgung, Mobilität und medizinische Versorgung im gesamten Stadtgebiet stärken, insbesondere in den Außenbereichen?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.




























