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Östricher Brücke: So läuft der Neubau ab

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Das Baufeld am Südufer des Kanals. Foto: Manfred Kramer

Am Kanal sind die Vorbereitungen für den Neubau der Östricher Brücke bereits gut zu erkennen. Der Kanalweg Gahlen / Schermbeck ist bereits in beiden Richtungen gesperrt.

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Westdeutsche Kanäle hatte im vergangenen Jahr entschieden, die bestehende Östricher Brücke über den Wesel-Datteln-Kanal zu ersetzen. Das 55,5 Meter lange Bauwerk aus dem Jahr 1954 war nicht mehr wirtschaftlich zu reparieren.

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Die neue Brücke entsteht etwa 350 Meter weiter westlich. Sie wird mit 70 Metern deutlich länger ausfallen, als die alte Brücke. Letztere kann während der Umbauphase weiter genutzt werden.

Neben der neuen Brücke entstehen auch neue Verkehrswege entlang des Kanals (Neubauten in Rot). Quelle: WSA Westdeutsche Kanäle, Standort Duisburg

Der Neubau bietet noch weitere Vorteile gegenüber der alten Brücke. Über die alte Östricher Brücke dürfen lediglich Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu zwölf Tonnen fahren. Viele landwirtschaftliche Fahrzeuge und Lkw können die alte Brücke daher nicht benutzen. Der Neubau hat diese Einschränkungen auf seiner Fahrbahn dann aber nicht mehr.

Oben die Ansicht der neuen Brücke in Blickrichtung Osten, darunter die Draufsicht auf das neue Bauwerk. Quelle: WSA Westdeutsche Kanäle, Standort Duisburg

Auch an die moderne Binnenschifffahrt wurde gedacht. Die Durchfahrtshöhe im Kanalbereich entspricht nun den aktuellen Bestimmungen. Auf Grund dessen wird das neue Brückenbauwerk auf 5,75 Meter über dem oberen Grenzwasserstand im Vergleich zum Bestandsbauwerk geringfügig „angehoben“.

Bauarbeiten für die Brücke haben 2023 begonnen

Im Sommer 2023 hatten erste vorbereitende Arbeiten begonnen. Im Oktober wurde auch das Baufeld am Südufer eingerichtet. Während in den kommenden Monaten die eigentliche Brücke auf dem Montageplatz zusammengebaut wird, entstehen auch die neuen Widerlager, also der Unterbau der Brücke. Wenn beides fertig ist, kann die Brücke mit einem anspruchsvollen Verfahren über den Kanal geschoben und auf dem Unterbau montiert werden. Dann beginnt der Anschluss der Brücke an die neuen Verkehrswege und der Bau der Asphaltstraße über die Brücke. Wenn alles klappt, soll das 2025 abgeschlossen sein.

Rollt der Verkehr dann über die neue Brücke, ist die Arbeit aber noch nicht fertig. Im nächsten Schritt wird dann die alte Brücke abgebaut. Wenn auch die Widerlager abgebrochen sind und der Beton entfernt ist, wird das Umfeld wieder aufbereitet. Dazu sind noch viele Boden- und Pflanzarbeiten geplant. Bis die alte Brücke also komplett verschwunden ist, wird es noch einige Zeit dauern.

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