Einige Dorstener staunten nicht schlecht, als sie am Samstagmittag Han Solo, Batman und viele weitere ikonische Figuren in den Mercaden trafen. Cosplayer aus Dorsten und Umgebung boten Gästen im Einkaufszentrum an, Fotos mit ihren Lieblingsfiguren zu machen. Unter anderem waren Charaktere aus bekanntes Franchisen wie „Star Wars“ und „Ghostbusters“ vertreten. Für manche war es sogar das erste Mal in Verkleidung.
Die Cosplayer zogen aus allen Ecken der Mercaden Dorsten Aufmerksamkeit auf sich. Trotzdem nahmen sie sich viel Zeit für alle, die mit ihnen ein Foto machen wollten. Unter den Cosplayern waren auch einige dabei, die sich zum ersten Mal als ihre Lieblingsfigur verkleidet haben, unter anderem Kate. Sie wurde zur Söldnerin „Cara Dune“ aus der Star Wars Serie „The Mandalorian“. „Die Idee kam mir im letzten Oktober. Ich wollte einfach mal komplett selber so ein Kostüm anfertigen. Es ist auch tatsächlich erst heute früh fertig geworden. Dann dachte ich mir: Komm, probier es einfach mal aus und mach hier in den Mercaden mit. Und hier als Nerd unter Nerds ist es einfach nur geil. Vielleicht mache ich ja weiter, mal schauen, als welche Figur ich mich als nächstes verkleide“, erklärt Kate im Cara Dune Cosplay.
Cara Dune Cosplayerin Kate (rechts) posiert neben einem von Ellen Ripley aus „Alien“ inspirierten Outfit. Foto: Christian Haug
Großes Cosplay Event im März
Am ersten März findet in der Maschinenhalle Dorsten ein Cosplay Event statt, das man nicht verpassen sollte. Die „Marche Noir – The Cult continues“ ist eine Messe voller Comics, Vinylplatten, Kleidungsstücken und auch eben jeder Menge Cosplayer. „Das heute war unter anderem eine Werbeaktion für das große Event im März. Trotzdem freuen wir uns natürlich unglaublich, dass so viele gekommen sind und so viele Bilder gemacht wurden“, erklärt Lisa Boettcher, Pressesprecherin von Marche Noir.
Am 7. Februar öffnete der Star Riders MC ab 18 Uhr die Türen seines Clubhouse zum Anglühen. Draußen Winter, drinnen Licht, Kabel und Gespräche, die schneller warm werden als jeder Heizkörper. Auf dem Programm standen zwei Bands aus Dorsten: Demon Drowner und Schall und Rausch. Ein Heimspielabend, getragen von dem Gefühl, dass lokale Musik dann am stärksten ist, wenn sie nicht groß behauptet, sondern einfach passiert.
Als erste Band des Abends legten Demon Drowner los und machten früh klar, in welche Richtung dieser Abend kippen würde: nach vorn. Anglühen quasi. Die Dorstener sind für eine kräftige Show bekannt und beschreiben ihren Stil selbst als Fusion Metal. Genau so wirkte es auch live: kompakt, schwer, direkt, mit dem Anspruch, nicht zu begleiten, sondern zu führen.
Frontfrau mit Kraft auf der Bühne. Foto: Alexander Fichtner
Demon Drowner sind seit 2023 aktiv und haben sich in kurzer Zeit durch mehrere Shows eine sichtbare Spur erspielt. Der nächste Schritt ist bereits terminiert: Am 27. Juni stehen sie am zweiten Tag des Haan Open Air Festival auf der Bühne und heizen dort unter anderem vor dem Tages Headliner John Diva ein. Schon der Vorabend lockt mit den legendären Tygers of Pan Tang. Die beiden Festivaltage, organisiert vom Rockin Rooster Club eV, sind damit nicht nur Ausblick, sondern Anschluss an eine Szene, die gerade spürbar wächst.
Foto: Alexander Fichtner
Schall und Rausch als Rock Wanderer durch die Gezeiten
Nach dem Anglühen übernahmen Schall und Rausch. Auch sie kommen aus Dorsten und sind dort keine Unbekannten, mit Auftritten etwa im Vinyl Cafe Dorsten oder beim Altstadt Rock Fest. Ihr Selbstbild tragen sie wie ein Motto vor sich her: Wanderer durch die Gezeiten des Rock.
Eröffnungssong der Dorstener Band. Foto: Alexander Fichtner
Auf der Bühne übersetzen sie das in ein Setup, das keine Ausreden kennt. Drei Gitarren, Schlagzeug, Gesang. Was braucht man mehr. Der Sound lebt von der Dichte und von dem Moment, in dem sich Riffs ineinanderschieben, bis daraus diese Art von Sog entsteht, die kleine Bühnen plötzlich größer wirken lässt.
Foto: Alexander Fichtner
Dorsten, Clubhouse, zwei Bands: Das Anglühen
Das Anglühen im Clubhouse war damit mehr als ein Konzerttermin. Es war ein Treffenpunkt für Leute, die sich kennen, und für solche, die sich an Abenden wie diesem kennenlernen. Zwei Dorstener Bands, ein Gastgeber, der die Tür nicht nur aufschließt, sondern Atmosphäre schafft, und ein Publikum, das nicht konsumiert, sondern mitgeht.
Schall und Rausch Foto: Alexander Fichtner
Am Ende blieb das, was gute Live Nächte ausmacht: ein Raum, der kurzzeitig nur aus Musik besteht, und das Gefühl, dass Dorsten an diesem 7. Februar nicht nur zugeschaut hat, sondern selbst aufgedreht wurde.
Das Feuer im Garten darf nicht fehlen. Foto: Alexander Fichtner
Am 7 Februar war es endlich so weit: Virus D stand nach sieben Jahren Pause wieder auf der Bühne im Gemeinschaftshaus Wulfen. Für die Band war es zugleich ein besonderes Jubiläum, denn es war insgesamt bereits der fünfte Auftritt an diesem Ort. Der Saal war sehr gut besucht, rund 200 Besucher kamen, auch aus dem Umland reisten viele an.
Schon vor Beginn lag spürbare Erwartung in der Luft. Als die Band loslegte, war schnell klar: Das Comeback ist mehr als ein nostalgischer Rückblick. Virus D wirkte präsent, spielfreudig und eingespielt, das Publikum ging sichtbar mit und belohnte die Songs mit viel Zuspruch.
Organisation durch Pro GHW
Hans-Georg Schmidt-Domogalla von ProGHW begrüsst die Gäste. Foto: Alexander Fichtner
Wie gewohnt lief der Abend reibungslos. Der Förderverein ProGHW organisierte das Konzert hervorragend und betrieb die Bar zu fairen Preisen. Genau diese Mischung aus guter Planung und entspannter Atmosphäre macht Konzerte im Gemeinschaftshaus Wulfen seit Jahren so beliebt.
Die lange Geschichte von Virus D
Virus D entstand aus Mitgliedern zweier regional bekannter Bands. Bernd Feller am Schlagzeug und Jürgen Wessollek am Bass kamen von der Coverband Odessa aus Marl, Torsten Schmidt stieß als Gitarre und Gesang dazu. Als Virus D wandte man sich schnell von Coverversionen ab und konzentrierte sich auf eigene deutschsprachige Songs. Schmidt hatte zuvor bei Moment mal aus Haltern am See gespielt, wo bereits Anfang der 1980er Jahre konsequent eigene Musik mit deutschen Texten entstand. Einige Stücke aus dieser Phase wurden später Teil des Virus D Programms, darunter der lokale Hit Rekumer Highway Blues.
Preis und Fernsehen
Zum fünften Mal auf der Bühne des GHW. Foto: Alexander Fichtner
1987 trat Virus D mit Jetzt oder nie beim Bundesrockfestival in Hamburg auf und gewann den 1 Preis der Landesjury NRW als beste Rockband des Landes NRW im Deutschen Rockpreis 1987. Für diese Auszeichnung setzte sich die Band gegen über 1000 Konkurrenten durch. Danach folgten Arbeiten für Filmproduktionen, unter anderem Beiträge zu WDR Produktionen wie Das Büdchen und Der Todeskandidat.
Erst stirbt die Zeche dann stirbt die Stadt
1989 entwickelte Virus D die Rockrevue Erst stirbt die Zeche dann stirbt die Stadt, die deutschlandweit aufgeführt wurde. Der Titel wurde zum Slogan der Bergleute und war später auch Motto der großen Menschenkette im Ruhrgebiet 1997 mit über 200.000 Teilnehmern. Virus D spielte zudem bei zahlreichen Bergbauaktionen, etwa 1993 vor 100.000 Bergarbeitern in Bochum oder bei Kunst für Kohle wir für Euch in den Westfalenhallen Dortmund. Der Song Erst stirbt die Zeche wurde 2012 ins Liederbuch und Lexikon Glück Auf! im Klartext Verlag aufgenommen. Die Rockrevue ist im Deutschen Bergbaumuseum Bochum dauerhaft zu hören.
Abschied 2001 in Wulfen
Virus D in Action. Foto: Alexander Fichtner
Nach personellen Veränderungen und dem Tod von Bassist Jürgen Wessollek 1997 zeichnete sich das Ende ab. Am 20 Januar 2001 fand im Gemeinschaftshaus Wulfen das Abschiedskonzert statt. Danach waren Musiker der Band an Projekten wie Betaplan und MoreMoore beteiligt, Torsten Schmidt spielte unter anderem bei Swinging Boys & One.
Anlässlich der Schließung der letzten Zeche am Niederrhein kam es später zu neuen gemeinsamen Auftritten, ab 2014 folgten Konzerte mit alten und neuen Songs. Es gab weitere Umbesetzungen, unter anderem an Keyboards, Bass und Gitarre. 2018 schrieb Virus D den Song Der Bergbau geht, der Kumpel bleibt, vorgestellt auf den Ruhrfestspielen in Recklinghausen.
Foto: Alexander Fichtner
Verlust von Torsten Schmidt
Während der Arbeit an einer neuen CD starb im September 2019 Torsten Schmidt, Gründer, Sänger, Texter und Komponist der meisten Virus D Songs.
Ein Comeback, das wirkt
Der Abend im Gemeinschaftshaus Wulfen zeigte, wie groß die Bindung zwischen Band und Publikum geblieben ist. Rund 200 Gäste, viele von außerhalb, eine starke Stimmung und ein überzeugender Auftritt: Virus D ist zurück und Wulfen war dafür der passende Ort.
Anfang Februar startete die Tanzfabrik „Prolog“ offiziell in die neue Tanzsaison 2026. An gleich drei Abenden, allesamt ausverkauft, konnten Dorstener die neuen Choreographien der mehrfach ausgezeichneten Tanzgruppe in der Galerie der Traumfänger bestaunen. Präsentiert wurden die Tänzer von Choreograf Sebastian Spahn.
Es war eine beeindruckende Mischung aus Tanz, Musik und Emotionen. Am Donnerstag, Freitag und Samstag performte die Tanzfabrik ein vielfältiges Programm aus aktuellen Premieren und Highlights aus der alten Saison. Besonders im Fokus standen dabei Solo-, Duo- und Formationschoreografien aus den Bereichen Jazz und Contemporary. Es tanzte also nicht nur jeder für sich, es gab auch beeindruckende Manöver bestehend aus zwei oder mehreren Personen. Zum Beispiel nahm bei einem Lied jede Tänzerin jeweils eine andere auf den Rücken und warf sie hoch in die Luft, um sie dann genau im Takt zum Lied wieder aufzufangen.
Tänzer und Choreograf Sebastian Spahn versammelt für die Tanzfabrik Tänzer aus ganz Deutschland. Foto: Christian Haug
Beeindruckende Aufführung von deutschen Meisterinnen
Höhepunkte des Abends waren die Auftritte der amtierenden deutschen JMC (Jazz und Modern/Contemporary) Meisterin Linda Krasenbrink und dem JMC Meister-Duo Vivien Bicker und Lina Maidhof. JMC Tanz zeichnet sich vor allem durch eine hohe tänzerische Freiheit, Bodenarbeit und Technik aus. Diese Tanz Form bietet den Künstlern die Möglichkeit, rohe Emotionen gezielt auszudrücken. Gepaart mit der direkten Nähe der Tänzern ergab sich ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk. Die Gäste saßen nämlich auf einer Ebene mit den Tänzern, ganz ohne eine Barriere oder ähnliches. Teilweise tanzten die Künstler direkt vor der Nase der Zuschauer. Ein weiteres Highlight war der Auftritt vom französischen Tänzer Julien Vu Van Dong. Er verzauberte die Galerie der Traumfänger mit einem Tanz bestehend aus internationen Akzenten.
Es gab ebenfalls eine große Vertretung an Tänzern aus Dorsten und Umgebung. Zur Tanzfabrik gehören Tänzerinnen des TC GW Schermbeck und des SSV Rhade, die insgesamt vier Formationen zur Galerie der Traumfänger schickten. Zum einen „T.D.R.“, „Avalanche“, „Statement“ und die Kinderliga-Formation „Calidez“. Ergänz wurde die Tanzfabrik außerdem durch die Bundesliga Formationen „Dance Relation“ und „Mirage“ die erstmalig ihr neues Repertoire für die Saison 2026 aufführten.
Der Jubiläums-Februar anlässlich 50 Jahre Stadtteil Holsterhausen hält viele besondere Aktionen bereit. Eine davon war der Emmelkämper Karneval am Samstag. Erstmals in ihrer langen Geschichte fand die Karnevalsveranstaltung im großen Festzelt statt. Die Organisatoren setzten damit ein deutliches Zeichen für die Gemeinschaft im Stadtteil.
Foto: Emily Flade
Seit 1996 organisieren die Mitglieder des Emmelkämper Gremiums ihre Veranstaltungen und haben sich in den vergangenen Jahrzehnten einen festen Platz im Holsterhausener Veranstaltungskalender erarbeitet. Ob Karneval oder Schützenfeste, das Engagement des Gremiums steht seit jeher für Zusammenhalt, Ehrenamt und Verlässlichkeit.
Der Schritt ins Festzelt ist für die Organisatoren ein ganz besonderer Meilenstein. Dieter Schlüter, einer der Hauptverantwortlichen, bringt die Bedeutung des Abends auf den Punkt: „Wir sind total stolz darauf, dieses Jahr das erste Mal im Festzelt in Holsterhausen feiern zu dürfen.“
Foto: Emily Flade
Jubiläum als besonderer Rahmen
Der Anlass könnte passender nicht kaum sein. Das Stadtjubiläum bietet den idealen Rahmen, um Altbewährtes weiterzuentwickeln und neue Wege zu gehen. Mit dem Festzelt wird nicht nur mehr Platz für Gäste geschaffen. Es entsteht auch ein neuer Mittelpunkt für das gemeinsame Feiern im Stadtteil.
Geleitet werden die Veranstaltungen vom bewährten Team des Emmelkämper Gremiums. Neben Dieter Schlüter engagieren sich auch Lambert Schlüter und Wolfgang Feldmann seit vielen Jahren für das kulturelle Leben in Holsterhausen.
Foto: Emily Flade
Der Emmelkämper Karneval war damit nicht nur eine fröhliche Feier mit Musik, Tanz und guter Stimmung, sondern auch ein Ausdruck der starken Identifikation mit dem Stadtteil. Gerade im Jubiläumsjahr wird deutlich, wie lebendig Tradition sein kann, wenn Menschen sie mit Herzblut gestalten.
Die Jubiläumswochen des Stadtteils Holsterhausen sind bereits im vollen Gange. Der Auftakt mit dem Gottesdienst in der Bonifatiuskirche wurde schon vor knapp einer Woche gemacht. Jetzt folgte in der Bonifatiuskirche direkt das nächste Highlight. Der Kabarettist Michael Dreesen inszenierte zwei Asterix Comics in einer szenischen Lesung. Es wurde also nicht einfach schlicht vorgetragen. Michael Dreesen sang, gestikulierte und brachte die vielen Gäste in der Kirche zum Lachen.
Die zwei Comics, aus denen das Material entnommen wurde, sind jeweils „Asterix als Gladiator“ und „Asterix & Kleopatra“. Michael Dreesen lies nicht nur den Comic vor, sondern lieferte eine regelrechte Ein-Mann Show ab. Er spielte während des gesamten Auftritts 30 verschiedene Charaktere, jeder mit eigener Stimme und Persönlichkeit. Die Lesung war speziell für Kinder und Familien ausgelegt, die bei Michaels witziger Spielweise regelmäßig in lautes Lachen ausbrauchen. Die Asterix Comics bringen bis heute Menschen zusammen.
Michael Dreesen spielte 30 verschiedene Figuren, das T-Shirt passte zu allen. Foto: Christian Haug
Sportfest als nächster großer Programmpunkt
Am Sonntag, dem achten Februar, findet schon das nächste Highlight statt. In der Juliussporthalle wird ein Bewegungsparcour aufgebaut, bei dem Kinder sportliche Herausforderungen meistern können. Die „Holsterhausen Sport-Challenge“ wird von vielen Holsterhausener Vereinen unterstützt und bietet Kindern die Möglichkeit, kostenlos neue Sportarten auszuprobieren.
Am Freitagabend fand in der Kunstgalerie franz* in der Innenstadt eine stark besuchte Vernissage statt. Die Künstlerin Elizabeth Weckes stellte ihre neue Ausstellung „Heroes and Villains“ vor. Dabei geht es aber nicht um Schurken und Helden im traditionellen Sinne.Kuratiert wurde die Ausstellung von Claudia Schnitzler.
Mit Salzstangen und Sekt bestaunten die Dorstener die neusten Werke der Künstlerin Elizabeth Weckes. Der Name „Heroes and Villains“ lässt auf Superhelden-Motive ahnen, dabei erkennt man vielmehr Naturbeobachtungen. Ein zentrales Motiv ist die Elster, die immer wieder in Gemälden vorkommt. Aber warum heißt die Ausstellung „Heroes and Villains“? Die Künstlerin erklärt es wie folgt: „Die Vögel und Insekten werden zu Akteuren in vielschichtigen Räumen. Sie bewegen sich zwischen Anmut und Angriff, Leichtigkeit und List, Starr und Sturzflug. Auch die Elster befindet sich zwischen mehreren Interpretationen. Andere sehen sie als den diebischen Vogel, die sich ihr Nest zusammen klaut. Andere Kulturen sehen sie aber als Glücksbringer. Diese Gegensätze zeigen die Gemälde.“
Künstlerin Elizabeth Weckes und ihre Ausstellung „Heroes and Villains“. Foto: Christian Haug
Inspiration findet die lebenslängliche Malerin in Alltagssituation. „Ich begegne Motiven ständig im täglichen Leben, immer. Wenn ich in ein Kleidungsgeschäft gehe, springen mir eine Vielzahl an Farben entgegen. Manchmal spricht mich auch besonders eine Farbe in einem Malgeschäft an. Dann kaufe ich sie und benutze sie in einem Gemälde.“
Ein T-Rex zwischen Elstern und Spatzen
Vor einem Kunstwerk versammelten sich besonders viele Menschen. Der gespiegelte T-Rex an der linken Seite der Galerie fällt zwischen den vielen Vögeln besonders auf. „Dem T-Rex begegnete ich in einer Hotellobby in Manhattan. Der Dinosaurier hat Töne von sich gegeben und in der Spiegelung sah es so aus, als würden sich die zwei Dinos ansingen. Ich habe davon ein Video gemacht und es dann später auf die Leinwand gebracht“, erklärt Elizabeth Weckes.
Der gespiegelte T-Rex zog besonders viel Aufmerksamkeit auf sich. Foto: Christian Haug
Eigener Workshop am Valentinstag
Am 14. Februar, genau am Valentinstag, findet im franz noch der Workshop „Gefunden! – Ein Nest entsteht“ mit Elizabeth Weckes statt. Im Workshop wird sich kreativ an das Thema „Die Elster“ angenähert. Man muss selber nichts mitbringen. Anmelden kann man sich auf der Website des Kulturraums franz*.
Nach dem Polizeieinsatz an der Bochumer Straße in Dorsten am Mittwoch liegen nun weitere Einzelheiten vor. Ein Tatverdächtiger der professionell organisierten Autodiebe-Bande hatte seinen Wohnsitz in Dorsten. Die Gruppe soll in ganz Nordrhein-Westfalen aktiv gewesen sein.
Mindestens zehn Autodiebstähle in NRW
Nach Angaben der Ermittler werden der Bande im Zeitraum zwischen Juli und Dezember 2025 mindestens zehn vollendete Autodiebstähle zur Last gelegt. Im Fokus standen vor allem hochwertige SUV wie Toyota Landcruiser, Toyota RAV4 sowie Fahrzeuge der Marke Lexus. Auch Wohnmobile gehörten zu den bevorzugten Zielen.
Die Fahrzeuge wurden unter anderem in Haan, Neuss, Düsseldorf, Dortmund, Dorsten, Herne, Rheinberg, Duisburg und Gelsenkirchen entwendet.
Ähnlicher Fall in Holsterhausen?
Ein ähnlicher Fall hatte sich bereits vor wenigen Monaten im September im Stadtteil Holsterhausen ereignet. Ob zwischen dem damaligen Autodiebstahl und den aktuellen Ermittlungen rund um den Polizeieinsatz an der Bochumer Straße ein Zusammenhang besteht, ist derzeit offen. Der graue Toyota Landcruiser, Baujahr 2022, stand im Tatzeitraum zwischen 21 Uhr und 6 Uhr im Stadtteil Holsterhausen am Straßenrand der Friedensstraße.
Ermittlungen durch spezialisiertes Kommissariat
Die Ermittlungen führte das auf Fahrzeugdiebstahl spezialisierte Kriminalkommissariat 15 der Kreispolizeibehörde Mettmann. Unterstützt wurden die Beamten durch verdeckt agierende operative Kräfte. Die Ermittlungen liefen landesweit gebündelt in einer eigens eingerichteten Ermittlungskommission.
Im Verlauf der Untersuchungen erhärtete sich der Verdacht gegen eine Gruppe von fünf Männern mit moldawisch-rumänischer Staatsangehörigkeit im Alter zwischen 25 und 55 Jahren. Der 35-jährige Haupttatverdächtige lebte demnach unangemeldet in Velbert. Ein weiterer Tatverdächtiger hielt sich in Dorsten auf. Die übrigen Männer lebten ebenfalls ohne Anmeldung gemeinsam in einer Wohnung in Wuppertal.
Manipulation der Fahrzeuge und mutmaßlicher Export
Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen wurden die Fahrzeuge entwendet, indem gezielt elektronische Schnittstellen manipuliert wurden. Anschließend brachten die Täter die Autos nach Erkenntnissen der Polizei in eine von einem 45-jährigen Kasachen betriebene Werkstatt in Wuppertal. Der Mann steht unter Verdacht, gefälschte Fahrzeugidentifikationsnummern in die Fahrzeuge eingebracht zu haben.
Weitere Ermittlungen führten zu einer Speditionsfirma zweier georgischer Brüder in Oberhausen. Ihnen wird vorgeworfen, mindestens vier der gestohlenen Fahrzeuge per Überseecontainer nach Georgien und Tadschikistan exportiert haben zu wollen.
Zahlreiche Sicherstellungen und zwei Haftbefehle
Bereits in den vergangenen Monaten konnten im Rahmen verdeckter Maßnahmen neun entwendete Fahrzeuge sichergestellt werden. Am Dienstag (3. Februar 2026) vollstreckte die Polizei schließlich mehrere Durchsuchungsbeschlüsse, unter anderem in Velbert, Wuppertal, Essen, Oberhausen, Dorsten sowie im bayerischen Leidersbach.
Mutmaßlich gestohlene Autos sichergestellt
Dabei stellten die Einsatzkräfte vier weitere mutmaßlich gestohlene Autos sicher. Zudem wurden vier Motoren, Fahrzeugteile eines zerlegten Toyota sowie elektronisches und mechanisches Werkzeug zur Begehung von Pkw-Diebstählen gefunden. Sichergestellt wurden außerdem zahlreiche Computer, Smartphones, Datenträger und schriftliche Aufzeichnungen. Deren Auswertung dauert an, weitere Tatklärungen gelten als wahrscheinlich.
Im Zuge der Maßnahmen vollstreckte die Polizei zwei Haftbefehle, einen gegen den 35-jährigen Hauptverdächtigen aus Velbert sowie einen gegen einen 29-jährigen Tatverdächtigen aus Dorsten.
Die Ermittlungen gegen die weiteren mutmaßlichen Mittäter und Hehler dauern an.
Beim Rosenmontagszug in Dorsten am 16. Februar 2026 erwartet Familien mit kleinen Kindern eine besondere Aktion. Bereits vor dem offiziellen Start des Umzugs werden kostenlose Malbücher verteilt, um die Wartezeit für die jüngsten Besucher kreativ und fröhlich zu gestalten.
Ab 13 Uhr beginnt die Aufstellung der Festwagen auf dem Platz der Deutschen Einheit. Dort stellt die Erste Hilfe Ausbildung Sickelmann Kindern kostenfrei Malbücher zur Verfügung. Ziel der Aktion ist es, den Rosenmontag für Familien noch kinderfreundlicher zu machen und die Zeit bis zum Start des Zuges sinnvoll zu überbrücken.
Der Rosenmontagszug startet um 14.11 Uhr. Besonders Eltern mit jüngeren Kindern sind eingeladen, frühzeitig vorbeizukommen und das Angebot zu nutzen. Die Malbücher sollen nicht nur unterhalten, sondern auch für entspannte Stimmung während der Wartezeit sorgen.
Mit dieser Initiative möchte sich die Erste Hilfe Ausbildung Sickelmann aktiv am Dorstener Karneval beteiligen und den jüngsten Besucherinnen und Besuchern eine Freude machen. Die Aktion ist kostenlos und offen für alle Familien.
Ich freue mich immer sehr über Feedbacks auf meine Schmunzelglossen. Besonders viele Rückmeldungen bekam ich auf meine letzte, in der ich über Selbstgespräche geschrieben habe: Herzlichen Dank dafür!
Es ist wirklich unglaublich, wie viele Dorstener die Konversation mit sich selber pflegen. Da bin ich offensichtlich in bester Gesellschaft. Eine Mail hat mir besonders gut gefallen. Darin erinnert sich eine Dorstenerin liebevoll an ihren Opa, der auch ein passionierter „Autokommunikator“ war. Er hat seiner Enkeltochter geraten, es ihm gleich zu tun, zur Strukturierung der Gedanken und um sich Mut zuzusprechen.
Die folgsame Enkeltochter hat es dann sogleich versucht – und sie macht es auch heute noch, obwohl ihr lieber Großvater schon vor langer Zeit verstorben ist. Doch eins funktioniert bei ihr noch immer nicht: „Er hat sich selbst auch Witze erzählt und sich darüber schlapp gelacht“, schreibt sie voller Bewunderung. Als sie sich als Kind bei ihm darüber beklagt hat, dass das bei ihr einfach nicht klappen würde, tröstete er sie mit einem Augenzwinkern: „Mein liebes Kindchen, sei nicht traurig. Über seine eigenen Witze zu lachen – das ist die hohe Kunst des Selbstgesprächs, die nicht vielen vergönnt ist. Übe schön weiter. Dann schaffst Du es vielleicht doch nicht!“
In diesem Sinne wünsche ich allen ein witziges Wochenende!
Zum geplanten neuen Blitzer auf der Borkener Straße in Dorsten gibt es weitere Details. Nachdem der politische Beschluss bereits im Juni 2025 gefasst wurde, beginnt nun der Einbau der Geschwindigkeitsmessanlage in der Dorstener Innenstadt.
Die Stadt Dorsten hatte im Juni 2025 die außerplanmäßigen Investitionen für die Anschaffung der neuen Messanlage genehmigt. Insgesamt wurden dafür rund 150.000 Euro im Investitionshaushalt des Ordnungs- und Rechtsamtes bereitgestellt. Die Finanzierung erfolgt durch Minderausgaben im Tiefbauamt.
Auf der B224 ist das Fundament auf der Mittelinsel bereits vorhanden. Jetzt folgt in den kommenden Woche der nächste Schritt mit dem Aufbau der Anlage.
Auf der B224 ist das Fundament auf der Mittelinsel bereits vorhanden. Foto: Borgwardt
Unfallhäufungsstelle seit über zehn Jahren
Der Bereich rund um die Einmündung Borkener Straße, Kurt-Schumacher-Straße und Crawleystraße gilt seit mehr als zehn Jahren als Unfallhäufungsstelle. Besonders der Radverkehr ist dort gefährdet.
Einmündende Autofahrer richten ihren Blick häufig auf den fließenden Verkehr der B224. Dabei wird der bevorrechtigte Radverkehr immer wieder übersehen. In der Vergangenheit kam es dort zu zahlreichen gefährlichen Situationen sowie zu mehreren Unfällen mit teils schweren Verletzungen.
Mehrheit fährt deutlich zu schnell
Eine einwöchige Verkehrsmessung zeigte dabei im vergangenen Jahr, wie groß das Problem ist. Rund 140.000 Fahrzeuge passierten den Abschnitt in diesem Zeitraum. Etwa 85 Prozent waren dabei mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 67 km/h unterwegs. Erlaubt sind 50 km/h.
Allein in Fahrtrichtung Norden wurden rund 98.000 Fahrzeuge gezählt. Auch mobile Kontrollen durch die Polizei konnten die hohe Geschwindigkeit bislang nicht nachhaltig senken.
Flexible Technik statt klassischem Blitzer
Zum Einsatz kommt eine semistationäre Geschwindigkeitsmessanlage. Sie kann bei Bedarf an andere Unfallschwerpunkte im Stadtgebiet versetzt werden. Der Betrieb erfolgt per Akku, der Transport mit stadteigenen Fahrzeugen.
Ein klassischer Panzerblitzer kann an dieser Stelle nicht eingesetzt werden. Der Mittelstreifen ist zu schmal und bietet keine Auffahrt. Die neue Anlage lässt sich zudem mit geringem Aufwand drehen, sodass beide Fahrtrichtungen kontrolliert werden können.
Zu breit für den Mittelstreifen: Klassische Panzerblitze des Kreises Recklinghausen. Foto: Kreis Recklinghausen
Starttermin noch offen
Ein konkretes Startdatum gibt es weiterhin nicht. Nach Angaben der Stadt konnte die beauftragte Firma bislang keinen festen Termin für die Inbetriebnahme nennen.
Mit der neuen Geschwindigkeitsüberwachung will die Stadt Dorsten die Geschwindigkeit auf der B224 dauerhaft senken und die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer verbessern.
Der Einsatz für Igel bleibt für Yvonne Brock-Künstler aus Dorsten ein Herzensanliegen. Anlässlich des diesjährigen Tags des Igels hat sie sich erneut an Dorsten Online gewandt. Ihr Ziel ist es, die Dorstener Bürgerinnen und Bürger weiter für den Schutz der Tiere zu sensibilisieren. Das Thema ist nach wie vor aktuell, denn Igel leiden zunehmend unter Lebensraumverlust, Unwissenheit und falscher Hilfe.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Dorsten Online über ihr Engagement berichtet. Seitdem hat sich die Situation für die Tiere kaum entspannt.
Igel befinden sich teilweise noch im Winterschlaf
Gerade im Frühjahr ist besondere Vorsicht geboten. Viele Igel halten noch Winterschlaf oder sind erst vor Kurzem daraus erwacht. Je nach Wetterlage können die Tiere bis in den April hinein in Laub- oder Reisighaufen, unter Hecken oder in dichten Gebüschen schlafen.
Andere Igel sind bereits unterwegs und auf Nahrungssuche. Nach dem Winter sind sie oft geschwächt und besonders anfällig für Verletzungen. Störungen in dieser Phase können für die Tiere lebensbedrohlich sein.
Gartenarbeit kann für Igel gefährlich werden
Mit steigenden Temperaturen beginnen viele Menschen, ihre Gärten aufzuräumen. Genau das stellt für Igel ein großes Risiko dar. Laubhaufen werden entfernt, Sträucher geschnitten und Rasenflächen bearbeitet. Häufig ohne zu wissen, dass sich dort noch Tiere verstecken.
Yvonne Brock-Künstler betont: Sie möchte in diesem Zusammenhang niemanden belehren. Ihr geht es darum, Aufmerksamkeit zu schaffen und für einen achtsamen Umgang mit der Natur zu werben.
Das können Gartenbesitzer im Frühjahr tun
Schon kleine Maßnahmen können helfen, Igel zu schützen:
Laub- und Reisighaufen möglichst lange liegen lassen
Vor dem Schneiden von Hecken und Sträuchern genau kontrollieren, ob sich Tiere darin aufhalten
Rasenmäher und Freischneider nur nach sorgfältiger Sichtprüfung einsetzen
Mähroboter ausschließlich tagsüber laufen lassen
Auf Giftstoffe wie Schneckenkorn verzichten
Naturnahe Bereiche im Garten zulassen
Diese einfachen Schritte können schwere Verletzungen verhindern und Leben retten.
Igel stehen auf der Roten Liste
Igel gelten inzwischen als gefährdet und stehen auf der Roten Liste. Dabei sind sie für das ökologische Gleichgewicht sehr wichtig. Sie fressen unter anderem Nacktschnecken und andere Schädlinge und leisten damit einen wertvollen Beitrag für naturnahe Gärten.
Als Privathelferin erreicht Yvonne Brock-Künstler nur einen begrenzten Personenkreis. Über eine breite Berichterstattung hofft sie, mehr Menschen zu erreichen und zum Nachdenken anzuregen.
Ein leiser Appell zum Schluss
Der Tag des Igels soll daran erinnern, dass Artenschutz direkt vor der eigenen Haustür beginnt. Es braucht keine großen Aktionen, sondern vor allem Aufmerksamkeit und Rücksicht.
„Ich möchte niemandem vorschreiben, was er tun soll. Ich wünsche mir nur, dass wir die Igel nicht vergessen“, sagt Yvonne Brock-Künstler.