Schwarze Löcher, die Französische Revolution, japanische Mythologie und Frauenfußball: Mit diesen und vielen weiteren Themen beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler der Realschule St. Ursula Dorsten im Rahmen des Forder-Förder-Projekts. Nach mehreren Monaten eigenständiger Forschungsarbeit präsentierten sie ihre Ergebnisse nun einem interessierten Publikum.
Eigene Themen und monatelange Recherche
Über mehrere Monate hinweg arbeiteten die Teilnehmenden eigenständig an selbst gewählten Themen, die ihren persönlichen Interessen entsprachen. Dafür wurden sie einmal pro Woche für eine Doppelstunde vom regulären Unterricht freigestellt.
Begleitet wurden sie von den Lehrkräften Marc Hötten-Löns und Norman Riedel. Sie unterstützten die Schülerinnen und Schüler von der Themenfindung über die Recherche bis zur Fertigstellung ihrer wissenschaftlich angelegten Expertenarbeiten.
Breites Spektrum von Wissenschaft bis Popkultur
Die Themen zeigten die vielfältigen Interessen der jungen Forschenden. Neben naturwissenschaftlichen Fragestellungen zu Schwarzen Löchern, dem Universum oder der Entstehung von Sternen standen historische Themen wie die Französische Revolution, der Zweite Weltkrieg oder die Ereignisse des 11. September auf dem Programm.
Auch Beiträge zu Frauenfußball, japanischer Mythologie, „Stranger Things“, Tokio Hotel oder dem Motorradsport mit dem Schwerpunkt Supermoto fanden ihren Platz.
Präsentationen in der Pausenhalle
Den Abschluss des Projekts bildete ein Präsentationsnachmittag in der Pausenhalle der Realschule St. Ursula. Vor Eltern, Lehrkräften, Mitschülerinnen und Mitschülern sowie weiteren Gästen stellten die Nachwuchsforschenden ihre Ergebnisse in anschaulichen Vorträgen vor und beantworteten Fragen des Publikums.
Finanziell sei das Projekt auch in diesem Jahr von der Pelz-Anfelder-Stiftung unterstützt worden.
Schulleiterin Miriam Baumeister zog ein positives Fazit: „Das Forder-Förder-Projekt bietet unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre individuellen Interessen zu vertiefen, wissenschaftliche Arbeitsweisen kennenzulernen und ihre Präsentationskompetenz weiterzuentwickeln. Es ist schön zu sehen, mit welchem Engagement und welcher Begeisterung sie ihre Themen bearbeitet haben.“
Dichter Rauch ist am Dienstagnachmittag aus dem Hinterhof eines Netto-Marktes an der Borkener Straße in Dorsten aufgestiegen. Dort waren Paletten und Müllcontainer unmittelbar an einem Gebäudekomplex in Brand geraten.
Die Feuerwehr wurde am Dienstag, 14. Juli, um 16.21 Uhr mit dem Einsatzstichwort „Gewerbebrand“ alarmiert. Mehrere Fahrzeuge und Einsatzkräfte rückten zu dem Discounter aus.
Foto: Marc Gruber
Feuerwehr verhindert Ausbreitung des Brandes
Beim Eintreffen der Feuerwehr hatte sich bereits eine deutliche Rauchentwicklung gebildet. Die Einsatzkräfte gingen mit Atemschutzgeräten in den Hinterhof vor und begannen umgehend mit den Löscharbeiten. Schläuche wurden über das Gelände bis zur Brandstelle verlegt.
Foto: Marc Gruber
Die brennenden Paletten und Müllbehälter befanden sich unter einem Unterstand direkt an der Außenwand des Gebäudes. Der Feuerwehr gelang es dabei, die Flammen zu löschen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Anschließend kontrollierten die Einsatzkräfte den betroffenen Bereich und führten Nachlöscharbeiten durch.
Zu einer möglichen Brandursache lagen zunächst keine Informationen vor.
Foto: Marc Gruber
Mehrere Brandeinsätze an einem Tag
Für die Feuerwehr Dorsten war es bereits der nächste aufwendige Einsatz an diesem heißen Sommertag. Gegen 14 Uhr waren zahlreiche Einsatzkräfte zu einem Waldbrand am Emmelkämper Weg in Holsterhausen-Dorf ausgerückt. Dort brannte eine rund 2000 Quadratmeter große Waldfläche. Aufgrund der abgelegenen Lage mussten mehrere Hundert Meter Schlauchleitung verlegt werden. Auch nach dem Löschen der offenen Flammen suchte die Feuerwehr noch längere Zeit nach Glutnestern im trockenen Waldboden.
Sommerliche Hitze, ausgetrocknete Sträucher und ein Waldboden, der kaum noch Feuchtigkeit enthält: Am Emmelkämper Weg in Holsterhausen-Dorf geriet am Dienstag eine rund 2000 Quadratmeter große Waldfläche in Brand. Der Zugang zur Brandstelle neben der Sandgrube war für die Einsatzkräfte schwierig. Sie mussten sich mit Fahrzeugen, Schläuchen und Material über sandigen Waldboden bis zu dem abgelegenen Einsatzort vorarbeiten. Der Brandort war nur schwer zu finden.
Foto: Petra Bosse
Sommerliche Hitze, ausgetrocknete Sträucher und ein Waldboden, der kaum noch Feuchtigkeit enthält: Am Emmelkämper Weg in Holsterhausen-Dorf geriet am Dienstag eine rund 2000 Quadratmeter große Waldfläche in Brand. Der Brandort neben der Sandgrube lag abseits und war nur schwer zu finden. Umso wichtiger sei es gewesen, dass die Rauchentwicklung überhaupt rechtzeitig entdeckt worden sei.
Die Feuerwehr Dorsten rückte gegen 14 Uhr zu dem gemeldeten großen Flächenbrand aus. Als die ersten Kräfte das Waldgebiet erreichten, stieg bereits dichter Rauch zwischen den Bäumen auf.
„Bei Eintreffen der Einsatzkräfte zeigte sich eine starke Rauchentwicklung aus einem Waldgebiet. Wir haben umgehend einen Löschangriff gestartet und die Wasserversorgung aufgebaut“, sagte Einsatzleiter Tobias Wagner von der Feuerwehr Dorsten an der Brandstelle.
Einsatzleiter Tobias Wagner von der Feuerwehr Dorsten informiert an der Brandstelle über den Waldbrand und die aufwendigen Nachlöscharbeiten.. Foto: Petra Bosse
Lange Schlauchleitungen bis zur Brandstelle
Die abgelegene Lage stellte die Feuerwehr vor eine zusätzliche Herausforderung. Zwischen der Wasserentnahmestelle und dem brennenden Waldstück lagen mehrere Hundert Meter. Die Einsatzkräfte verlegten eine doppelte B-Schlauchleitung bis in den Wald.
„Die Wasserversorgung gestaltet sich in solchen ländlichen Gebieten immer äußerst schwierig“, erklärte Wagner. Deshalb habe die Feuerwehr zeitgleich mehrere Tanklöschfahrzeuge aus dem Dorstener Stadtgebiet angefordert.
Die Fahrzeuge brachten Löschwasser zur Einsatzstelle. Zusätzlich nutzte die Feuerwehr einen nahe gelegenen Löschwasserteich. Dadurch habe genügend Wasser für eine schnelle und umfangreiche Brandbekämpfung zur Verfügung gestanden.
Einige Hundert Meter Schlauch musste verlegt werden, um an das Feuer zu kommen. Foto: Petra Bosse
„Es werden einige Hundert Meter Schlauchleitung gewesen sein. Wir haben eine doppelte B-Leitung verlegt. Der B-Schlauch gehört zu den größeren Schläuchen der Feuerwehr und kann entsprechend viel Wasser zur Einsatzstelle fördern“, sagte Wagner.
Nicht nur das Löschen des Feuers habe den Einsatzkräften viel Kraft abverlangt. Auch das Verlegen der langen Schlauchleitungen durch das unwegsame Gelände sei körperlich anstrengend gewesen.
Immer wieder werden neue Glutnester nach dem Waldbrand gefunden. Foto: Petra Bosse
Drohne sucht nach weiteren Brandstellen
Eine Drohne unterstützte die Einsatzkräfte aus der Luft. Sie lieferte einen Überblick über das betroffene Waldstück und half bei der Suche nach weiteren heißen Stellen.
Nachdem die offenen Flammen gelöscht waren, begann die zeitaufwendige Suche nach Glutnestern. Durch den trockenen Boden konnte sich die Hitze unter der Oberfläche halten. Immer wieder entdeckten die Feuerwehrleute neue Glutstellen zwischen Wurzeln, Laub und trockenem Erdreich.
„Die Nachlöscharbeiten werden sich noch über mehrere Stunden hinziehen“, sagte Wagner. „Wir finden immer wieder kleine Glutnester im Boden. Diese Bereiche müssen wir mit Werkzeug öffnen, bevor wir gezielt Löschwasser einbringen können.“
Nachlöscharbeiten beim Waldbrand in Dorsten-Holsterhausen erforderlich
Rund 2000 Quadratmeter Wald betroffen
Nach Angaben der Feuerwehr brannte eine Fläche von rund 2000 Quadratmetern. Personen wurden bei dem Einsatz nicht verletzt.
Zur möglichen Ursache des Feuers machte die Feuerwehr keine Angaben. „Die Brandursachenermittlung liegt bei der Polizei“, erklärte Wagner.
Es beginnt mit einem kleinen Flämmchen im Altpapier. Kaum sichtbar, fast harmlos. Wenige Sekunden später lodert es an mehreren Stellen. Dann breitet sich das Feuer so schnell aus, dass klar wird: Das ist kein Brand, den man mal eben mit eigenen Mitteln in den Griff bekommt.
Genau diesen Moment zeigte die Firma Humbert Entsorgung am Dienstag bei einem Pressegespräch auf ihrem Gelände an der Wienbecke in Dorsten-Hervest. Der Brand vom 7. Juli war glimpflich ausgegangen. Doch er hätte auch ganz anders enden können. Deshalb wollten Unternehmen, Stadt Dorsten und Kommunaler Servicebetrieb Dorsten nicht nur über den Einsatz sprechen, sondern vor allem über eine wachsende Gefahr: Lithium-Ionen-Akkus und Batterien im Müll.
Erster Brand nach zwölf Jahren am Standort
„Der Brand, der am letzten Dienstag hier entstanden ist, ist zum ersten Mal passiert“, sagte Johannes Humbert, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens. Seit zwölf Jahren ist die Firma an diesem Standort tätig, zuvor habe es dort keinen vergleichbaren Brand gegeben. Umso deutlicher fiel sein Dank an die Feuerwehr aus: „Die waren tatsächlich innerhalb von fünf Minuten hier am Standort und haben verhindert, dass größere Schäden an der Umschlaghalle passieren.“
Foto: Oliver Borgwardt
Gebrannt hatte eine größere Menge Altpapier, das bei Humbert im Auftrag des KSD gelagert wurde. Vermutet wird, dass Batterien oder Lithium-Ionen-Akkus in der blauen Tonne gelandet waren und so mit dem Papier angeliefert wurden. Für Humbert ist das kaum zu verhindern: „Wir selbst können nichts machen, wenn mit der blauen Papiertonne Material geliefert wird, was da nicht hineingehört.“ Solche Stoffe seien „Brandbeschleuniger“, die enorme Schäden anrichten könnten.
Video zeigt rasante Ausbreitung
Wie schnell aus einem kleinen Entstehungsbrand eine ernste Lage werden kann, erklärte Betriebsleiter Michael Lievertz anhand eines Überwachungsvideos aus der Halle. Es zeigt zunächst einen normalen Betriebsablauf: Altpapier wird verladen, ein Container steht bereit, ein Mitarbeiter ist mit Routinearbeiten beschäftigt. Dann ist am Rand des Papierhaufens ein erstes kleines Flämmchen zu sehen.
Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.
„Wenn man natürlich nicht direkt hinguckt, sondern mit anderen Tätigkeiten beschäftigt ist, sieht man das in dem Moment eigentlich noch gar nicht“, schilderte Lievertz. Kurz darauf treten bereits weitere Flammen auf. Für ihn ist ein entscheidender Punkt: Der Stapel hatte nicht von oben angefangen zu brennen, sondern von innen. „Das heißt, die eigentliche Brandentstehung war quasi unterhalb der Oberfläche.“
Nach etwa 40 Sekunden habe die Branddetektion angeschlagen. Wenig später sei klar gewesen, dass der Brand nicht mehr mit eigenen Mitteln zu beherrschen war. „Da brauchen wir Hilfe und Unterstützung“, sagte Lievertz rückblickend über den Moment, in dem die Feuerwehr alarmiert wurde.
Mitarbeiter versuchten, den Brandherd zu isolieren
Zunächst versuchten die Mitarbeiter, den Brandherd aus dem Material herauszuziehen und zu isolieren. Mit einem Umschlagbagger wurde das Papier auseinandergezogen, um die brennenden Bereiche zu erreichen. Doch das Feuer flammte immer wieder auf. „Was wir jetzt immer wieder sehen werden, ist, dass das sofort wieder aufwacht“, erklärte Lievertz beim Blick auf die Aufnahmen.
Die Hitze war enorm. Eine Kamera in rund acht Metern Höhe wurde durch die thermische Einwirkung zerstört. Lievertz schätzte, dass dort Temperaturen von 150 bis 180 Grad erreicht wurden. Dass der Brand nicht auf weitere Lagerbereiche übergriff, lag offenbar auch an den massiven Betonwänden zwischen den einzelnen Boxen. Neben dem Altpapier lagerten unter anderem Holz und Baumischabfall. „Da können wir von Glück reden“, sagte Lievertz.
Michael Lievertz zeigt die von der Hitze zerstörte Überwachungskamera. Foto: Borgwardt
„Abfall hat sich verändert“
Für Karsten Meyer, den zuständigen Beigeordneten der Stadt Dorsten für den KSD, ist der Brand ein Warnsignal. Es gehe nicht nur um Sachschäden, sondern um den Schutz von Menschenleben. Man habe gesehen, „in welcher Geschwindigkeit sich Feuer ausbreitet“. Wenn so etwas in einer Sortieranlage passiere, in der Menschen arbeiten, sei das eine „absolute Gefahr“.
Meyer machte deutlich, dass die Müllentsorgung heute mit anderen Risiken zu tun hat als früher. „Abfall hat sich geändert“, sagte er. Früher habe man klassisch Papier, Metall oder Glas entsorgt. Heute stecke in vielen weggeworfenen Gegenständen Energie. „Weil Abfall sich verändert hat, müssen wir auch unseren Umgang mit Abfall natürlich ein bisschen verändern.“
Die Anwesenden betrachten ernst, wie schnell sich der Brand ausbreiten konnte. Foto: Borgwardt
Dabei gehe es nicht nur um den einzelnen Brand, sondern auch um das Bewusstsein im Alltag. „Allzu sorglos wird an der einen oder anderen Stelle einfach noch mit einer E-Zigarette oder anderen Dingen umgegangen, die möglicherweise solche Akkus enthalten“, sagte Meyer. Wenn solche Produkte im Papiermüll landen, gehörten sie genau dort hin, wo sie nicht sein dürften. Als Beispiel nannte er elektronische Glückwunschkarten, die beim Öffnen etwa eine Melodie abspielen. Diese würden oft einfach ohne Absicht im Papiermüll entsorgt.
Schon 2025 brannte ein Sperrmüllfahrzeug
Dass Dorsten mit dieser Gefahr nicht zum ersten Mal konfrontiert ist, zeigte bereits ein Vorfall im September 2025. Damals quoll während einer Sperrmülltour im Stadtsfeld plötzlich Rauch aus der Müllpresse eines KSD-Fahrzeugs. Die Mitarbeiter reagierten schnell, steuerten den Lkw aus dem Wohngebiet und kippten die Ladung auf einer freien Fläche ab. Die Feuerwehr konnte den brennenden Sperrmüll löschen, Personen kamen nicht zu Schaden.
Der Sperrmüll konnte noch rechtzeitig gelöscht werden. Foto: Stadt Dorsten
Ronny Langenbusch, Teamleiter Logistik beim KSD, erinnerte bei der Pressekonferenz daran, wie knapp auch dieser Vorfall ausging. Die Fahrer hätten „geistesgegenwärtig“ gehandelt und die Ladung an einer Stelle abgekippt, an der weder Fahrzeug noch Bürger oder Häuser gefährdet wurden. „Auch da haben wir enormes Glück gehabt, dass es rechtzeitig erkannt wurde“, sagte Langenbusch.
Später habe der KSD den abgebrannten Haufen noch einmal durchsucht. Das Ergebnis war erschreckend: „Wir haben in diesem Haufen ungefähr um die 15 Batterien und Lithium-Ionen-Akkus herausgefischt“, berichtete Langenbusch. Für ihn zeigt das vor allem eines: „Das zeigt uns ein bisschen die Sorglosigkeit der Leute, die die Sachen dann auch einfach wegwerfen.“
Im Sperrmüll gefundene Akkus. Foto: Stadt Dorsten
Vapes als unterschätztes Problem
KSD-Geschäftsführer Antonius von Hebel sieht die Entwicklung seit Jahren mit Sorge. Die Problematik sei „eigentlich schon länger bekannt“. Kommunale und private Entsorger hätten gemeinsam mit dem Deutschen Feuerwehrverband bereits auf die besonderen Gefahren hingewiesen.
Besonders problematisch seien elektrische Einweg-Zigaretten, sogenannte Vapes. Sie enthalten kleine Lithium-Ionen-Akkus und landen trotzdem häufig im normalen Müll. Werden sie gepresst oder beschädigt, können sie Feuer auslösen. „Die sind in der Regel im Hausmüll“, sagte von Hebel. Wenn sie dort gepresst oder beschädigt würden, „fangen die an zu brennen“.
Seit dem 1. Juli müssen Verkaufsstellen, die solche Produkte anbieten, gebrauchte Vapes auch wieder zurücknehmen und getrennt entsorgen. Dazu gehören etwa Kioske, Tankstellen, Supermärkte oder andere Händler. „Alle Verkaufsstellen, die diese Zigaretten verkaufen, sind auch verpflichtet, die eingeführten Zigaretten wieder zurückzunehmen“, erklärte von Hebel.
Falsche Entsorgung kann teuer werden
Der falsche Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus gefährdet nicht nur Einsatzkräfte, Mitarbeiter und Fahrzeuge. Er kann am Ende auch alle Bürger teuer zu stehen kommen. Meyer machte deutlich: Wenn Entsorger ihre Arbeitsweise ändern, zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen treffen oder mehr Aufwand betreiben müssen, entstehen Kosten. „Das würde dann wiederum steigende Müllgebühren bedeuten, was wir, glaube ich, alle irgendwie auch vermeiden wollen“, sagte Meyer.
Von Hebel sprach zudem von wachsenden Anforderungen an Brandschutz, Brandmeldeanlagen, Löschtechnik und Versicherungen. In der Entsorgungsbranche werde der Versicherungsschutz für solche Risiken zunehmend schwieriger und teurer. „Die Prämien sind so hoch, dass es sich wirtschaftlich einfach überholt“, sagte er über Fälle aus der Branche. Zusätzliche Anforderungen an Brandschutz und Technik könnten Investitionen im siebenstelligen Bereich nötig machen.
Foto: Oliver Borgwardt
Akkus gehören nicht in Restmüll, Papier oder Sperrmüll
Der Appell von Stadt, KSD und Humbert ist deshalb eindeutig: Akkus, Batterien und Elektrogeräte mit fest verbauten Energiespeichern gehören nicht in den Restmüll, nicht in die Papiertonne und nicht in den Sperrmüll. Sie müssen getrennt gesammelt und abgegeben werden.
„Bitte bewahren Sie diese Lithium-Ionen-Batterien auf. Gehen Sie sehr sorgsam, sehr sorgfältig mit diesen Batterien um“, appellierte von Hebel. Sie dürften nicht mit Restmüll, Papier oder Sperrmüll vermischt werden. Im Idealfall sollten sie beim Wertstoffhof abgegeben werden.
Möglich ist die Abgabe außerdem beim Schadstoffmobil und überall dort, wo Batterien und Akkus verkauft werden. Händler sind verpflichtet, alte Batterien und Akkus zurückzunehmen und einer sachgerechten Entsorgung zuzuführen.
Am Wertstoffhof hat der KSD die Abläufe bereits verschärft. Bürger legen Lithium-Ionen-Batterien dort nicht mehr selbst in Sammelbehälter. Stattdessen werden sie auf einen Tisch gelegt, damit Fachpersonal die richtige Zuordnung übernimmt.
Kleine Batterie, große Gefahr
Der Brand bei Humbert ist glimpflich ausgegangen. Die Feuerwehr war schnell vor Ort, die bauliche Trennung der Lagerbereiche half, und die Mitarbeiter reagierten richtig. Doch das Video aus der Halle macht deutlich, wie wenig Zeit im Ernstfall bleibt.
Ein falsch entsorgter Akku kann im privaten Haushalt unscheinbar wirken. In einem Müllfahrzeug, in einer Papierhalle oder in einer Sortieranlage kann er zur Zündquelle werden. Oder wie es Langenbusch mit Blick auf die Entsorgung im Freien und die aktuellen Temperaturen deutlich machte: Wenn so ein Feuer auf die Umgebung übergreift, könne es sehr schnell sehr gefährlich werden.
Wer Akkus richtig entsorgt, schützt deshalb nicht nur die Umwelt. Er schützt auch Mitarbeiter, Einsatzkräfte, Fahrzeuge, Betriebe und am Ende den eigenen Geldbeutel.
Seit 75 Jahren sind die Kanu-Freunde Dorsten auf dem Wasser unterwegs. Ihr Jubiläum feierte der Verein am Sonntag mit einem ausgelassenen Fest auf seinem Vereinsgelände im Bürgerpark. Mit dabei waren Dutzende Vereinsmitglieder sowie befreundete Kanufahrer aus Gladbeck.
Am Sonntagmittag begannen die Feierlichkeiten im Garten des Vereinsheims. Die Gäste wurden mit frischen Waffeln und kühlen Getränken empfangen. Daneben präsentierten die Kanu-Freunde einige ihrer Boote. Ein besonderer Blickfang war die grüne „Sea Bird“.
Foto: Christian Haug
Mitglieder organisieren gemeinsame Touren
Die Mitglieder stimmen sich vor allem untereinander darüber ab, welche Aktionen sie auf die Beine stellen möchten. „Es wird sich untereinander abgestimmt, worauf man Lust hat. Die einen machen dann eine Nachtfahrt, die anderen fahren die Lippe hinunter. Das ist das Gute an unserem aktiven Vereinsleben: Man findet immer jemanden zum Kanufahren“, sagt Geschäftsführer Robert Schulte.
Der Verein hat rund 100 Mitglieder. Sie kommen unter anderem aus Borken, Bottrop und sogar aus der Schweiz. Gemeinsam organisieren die Kanufreunde beispielsweise Touren in die Niederlande.
Die Medaille wurde den Kanufreunden zur Bootshaus-Einweihung überreicht. Foto: Christian Haug
Paddeln ist auch ohne Vorkenntnisse möglich
Der Erste Vorsitzende Jörg Hopp saß bereits als Kind im Kanu. Er betont, dass es beim Einstieg nicht auf das Alter ankomme und grundsätzlich jeder mit dem Kanufahren beginnen könne.
„Wir haben alle Altersgruppen in unserem Verein, von Anfang 20 bis 60 plus. Es ist wichtig, einfach anzufangen. Anfänger und Fortgeschrittene sind herzlich willkommen“, sagt Hopp.
Besonders beliebt bei Einsteigern sind Stand-up-Paddle-Boards, kurz SUPs. Die aufblasbaren Boards sind einsteigerfreundlich: Man stellt sich darauf und paddelt los. Daneben verfügt der Verein über eine große Auswahl an Kanus. Im Bootshaus lagern knapp 100 Boote.
Die „SUPs“ sind vor allem bei Anfängern beliebt. Foto: Christian Haug
Kanufahrer aus Gladbeck feiern mit
Auch Mitglieder der Kanu-Freunde Wiking Gladbeck besuchten das Vereinsjubiläum. Ihr Bootshaus befindet sich ebenfalls am Wesel-Datteln-Kanal auf Dorstener Stadtgebiet.
Die Kanu-Freunde Wiking Gladbeck feierten ebenfalls mit. Foto: Christian Haug
„In Gladbeck haben wir keinen Fluss, auf dem wir fahren könnten. Daher lohnt es sich, unsere Boote in der Nähe des Kanals zu lagern. Unser Bootshaus liegt nicht weit entfernt. Außerdem besuchen wir gerne unsere Kanu-Nachbarn“, erklärt ein Mitglied der Gladbecker Kanu-Freunde.
Es braucht nicht viel, um glücklich zu sein: Live-Musik, Kaltgetränke und sonniges Wetter. Am Sonntag spielten die „Jazzis“ im Garten der Gnadenkirche Wulfen ein funkiges Set aus Swing- und Jazzklassikern.
Über zwei Stunden spielte die fünfköpfige Jazzband im prall gefüllten Kirchgarten. Die Band mit dem Motto „Jazz mal anders“ spielte 21 Songs aus vielen verschiedenen Genres. Mal etwas funkiges, mal etwas melodischerer Jazz. Egal welche Nummer sie spielte, sie zogen die dutzenden Besucher von der ersten Minute an in ihren Bann.
„Jazz mal anders“ kommt auch in Wulfen gut an
Egal ob in Dorsten, Dortmund oder Bonn, die Jazzis kommen immer gut an. So steht in einer von vielen positiven Bewertungen: „Hallo, hat dem Publikum und mir gut gefallen, das machen wir noch mal!“
Die Band aus Percussionist Martin Christophery, Bassist Jörg Faust, Pianist Peter Hünnemeyer, Trompetenspieler Rainer Matz und Gitarrist Stefan Weigelt spielt in vielen verschiedenen Locations. Sie spielen genauso gerne in Kulturzentren und Clubs wie auf Hochzeiten und großen Events.
Die nächsten Angebote stehen fest
Am 26. Juli spielt Liedermacher Rainer Migenda im Kirchgarten. Seit 20 Jahren spielt er „mit Gitarre, Herz und Hut“. Er covert auf seiner Westerngitarre unter anderem bekannte Klassiker von Reinhard Mey, Klaus Hoffmann und Udo Jürgens.
Die Band „Blue Bench“ verwöhnt am 9. August die Gnadenkirche mit leidenschaftlichem Blues. Vom Swing der 40er Jahre bis hin zum Blues-Rock der 80er können sich Besucher auf ein breites musikalisches Angebot freuen.
Nur noch zwei Siege fehlen bis zum großen Triumph: Die Herren 30 des Dorstener TC Jüntgen spielen am Samstag, 18. Juli, und Sonntag, 19. Juli, auf der eigenen Anlage um die Deutsche Meisterschaft. Beim erstmals ausgetragenen Final Four treffen die vier besten Mannschaften der Bundesliga aufeinander.
Hochklassiges Tennis, ein Auftritt von Tennis-Legende Tommy Haas und ein umfangreiches Rahmenprogramm sollen das Wochenende zu einem besonderen Sportereignis für Dorsten machen. Der Eintritt ist an beiden Turniertagen frei.
Ungeschlagen an die Spitze der Nordgruppe
Der DTC Jüntgen hat sich das Heimturnier mit einer nahezu makellosen Saison verdient. Sieben Begegnungen, sieben Siege und 14:0 Tabellenpunkte stehen in der Bilanz. Mit 52:11 Matchpunkten setzte sich das Team vor dem amtierenden Deutschen Meister TC Bredeney an die Spitze der Nordgruppe. Selbst das direkte Duell in Essen entschieden die Dorstener mit 6:3 für sich.
Damit setzt die Mannschaft ihre bemerkenswerte Entwicklung fort. Nachdem der DTC in den Jahren 2024 und 2025 jeweils den zweiten Tabellenplatz belegt hatte, gelang nun erstmals der Gruppensieg. Das Team hat sich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt in der nationalen Spitze etabliert. Nun bietet sich vor eigenem Publikum die Chance auf den größten sportlichen Erfolg dieser Entwicklung.
„Die Vorfreude auf das Wochenende ist riesengroß und wir haben die vielleicht einmalige Chance, etwas ganz Besonderes zu erreichen“, erklärt Mannschaftskapitän Marcel Schröder. Seine Mannschaft wolle alles auf den Platz bringen und dabei auch den Heimvorteil sowie die Unterstützung der Dorstener Zuschauer nutzen.
Entspannung im Vereinsheim. Foto: DTC Jüntgen
DTC Jüntgen trifft im Halbfinale auf Karlsruhe
Der neue Final-Four-Modus sieht vor, dass der Sieger der Nordgruppe auf den Zweiten der Südgruppe trifft. Deshalb bekommt es der DTC Jüntgen am Samstag mit dem Karlsruher Eislauf- und Tennisverein zu tun. Karlsruhe beendete die Saison mit fünf Siegen aus sieben Begegnungen auf Rang zwei der Südstaffel.
Parallel kommt es zudem zur Neuauflage des letztjährigen Endspiels. Südmeister TC Großhesselohe trifft auf Titelverteidiger TC Bredeney aus Essen. Beide Halbfinalpartien beginnen am Samstag um 11 Uhr. Die Sieger stehen sich am Sonntag ebenfalls ab 11 Uhr im Endspiel gegenüber. Ein Spiel um den dritten Platz gibt es nicht.
Der Dorstener Kader ist hochkarätig besetzt. Angeführt wird das Team dabei von Salvatore Caruso, der in seiner Profikarriere bis auf Platz 76 der Weltrangliste vorstieß. Neu hinzugekommen sind der Niederländer Gijs Brouwer, ehemals Nummer 114 der Welt, und der Italiener Riccardo Bonadio, der seine beste Weltranglistenposition auf Rang 156 erreichte.
Tommy Haas wird in Dorsten erwartet
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt der TC Großhesselohe. Mit der Mannschaft wird auch Tommy Haas in Dorsten erwartet. Der frühere Weltklassespieler stand einst auf Platz zwei der ATP-Weltrangliste, gewann 15 Einzeltitel auf der Profitour und holte bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney die Silbermedaille.
Haas führt die Meldeliste des Südmeisters an und spielt weiterhin in der Herren-30-Bundesliga. Unabhängig von der endgültigen Aufstellung dürfte sein Besuch viele Tennisfans auf die Anlage des DTC locken.
Ein einziger Punkt entscheidet über 1000 Euro
Der Auftakt des Tenniswochenendes steigt bereits am Freitag, 17. Juli. Um 16 Uhr beginnt die „One Point Challenge“. Dabei erhalten Amateurspieler die Gelegenheit, sich mit Akteuren aus dem Bundesligabereich zu messen. Der besondere Reiz: Ein einziger Ballwechsel entscheidet über Sieg oder Niederlage.
Maximal 32 Spieler dürfen antreten. Wer sich im K.-o.-Wettbewerb bis zum Ende durchsetzt, gewinnt 1000 Euro. Anmeldungen nimmt der DTC per E-Mail an [email protected] entgegen. Das endgültige Teilnehmerfeld soll am Mittwoch, 15. Juli, bekannt gegeben werden.
Im Anschluss trainieren ab 17 Uhr die vier Final-Four-Mannschaften auf der Dorstener Anlage. Zuschauer können sich dabei bereits einen ersten Eindruck von den Spielern verschaffen.
Live-Musik nach den Halbfinals
Am Samstag beginnt das Programm um 10.30 Uhr mit der Vorstellung der Spieler und Begrüßungsworten des Bürgermeisters. Um 11 Uhr starten dann die beiden Halbfinals. Ab 19 Uhr schließt sich eine Abendveranstaltung mit einer Live-Band aus den Niederlanden an.
Am Sonntag werden die Finalisten erneut um 10.30 Uhr vorgestellt. Das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft beginnt um 11 Uhr. Die Siegerehrung ist gegen 17 Uhr geplant. Austragungsort ist die Anlage des Dorstener TC 1912, Im Werth 25. Der Eintritt zum gesamten Final-Four-Wochenende ist frei.
Nach 14 Jahren Stillstand ist die Fontäne an der Wassertreppe in Wulfen Barkenberg wieder in Betrieb. Bei bestem Sommerwetter feierten zahlreiche Besucher am Samstag, 11. Juli, beim „Kulturgarten anne Wassertreppe“ die Rückkehr des Wassers, die Vielfalt des Stadtteils und ein starkes bürgerschaftliches Engagement.
Der von der Vereinten Volksbank geförderte Dorstener Kultursommer 2026 hat am vergangenen Wochenende Station in Wulfen Barkenberg gemacht. Rund um die Wassertreppe am Gemeinschaftshaus Wulfen entstand ein lebendiger Kulturgarten mit Musik, Kunst, internationalen Speisen und zahlreichen Angeboten für Kinder und Jugendliche.
Foto: ProGHW Fichtner
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein besonderer Moment für den Stadtteil: Nach 14 Jahren Stillstand sprudelt die Fontäne an der Wassertreppe wieder dauerhaft. Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff nahm die Anlage am Samstagnachmittag offiziell in Betrieb.
Ein Stück Barkenberger Geschichte kehrt zurück
Für viele Besucher war die Rückkehr der Fontäne weit mehr als ein technischer Neustart. Die Wassertreppe gehört seit Jahrzehnten zum Erscheinungsbild Barkenbergs und ist eng mit der Geschichte des Gemeinschaftshauses und des Wulfener Marktes verbunden.
Foto:ProGHW Fichtner
„Die Wassertreppe ist ein wichtiger Ort für Barkenberg. Dass hier nach so vielen Jahren wieder Wasser fließt, zeigt, was gemeinsames Engagement bewirken kann“, sagte Christian Gruber vom Förderverein ProGHW.
Möglich wurde die Wiederbelebung durch Spenden aus der Bürgerschaft, die Unterstützung des Zentralen Gebäudemanagements der Stadt Dorsten und die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gemeinschaftshauses. Der für die Fontäne benötigte Strom soll künftig nachhaltig durch Sonnenenergie erzeugt werden.
Bestes Wetter und viele Begegnungen beim Kulturgarten
Bei sommerlichen Temperaturen füllte sich das Gelände rund um die Wassertreppe bereits am Nachmittag. Familien, Nachbarn, Vereine und Gäste aus anderen Dorstener Stadtteilen nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und das abwechslungsreiche Programm zu erleben.
Foto: ProGHW Fichtner
Die Veranstaltung zeigte dabei, wie viel Kreativität und Zusammenhalt in Wulfen Barkenberg stecken. Zahlreiche Vereine, Initiativen und ehrenamtlich Engagierte hatten sich an den Vorbereitungen beteiligt.
„Es war beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen gemeinsam angepackt haben. Der Kulturgarten hat gezeigt, dass die Wassertreppe wieder ein lebendiger Treffpunkt für den gesamten Stadtteil sein kann“, erklärte Hannes Schmidt Domgalla vom Förderverein ProGHW.
Foto: ProGHW Fichtner
Klangwald und Wasserorchester laden zum Mitmachen ein
Auf der Wiese neben der Wassertreppe entstand ein Klangwald mit einem Wasserorchester. Kinder, Jugendliche und Erwachsene konnten dort selbst Klänge erzeugen und mit Wasser, Bewegung und unterschiedlichen Instrumenten experimentieren.
Foto: ProGHW Fichtner
Die Besucher waren nicht nur Zuhörer, sondern wurden selbst Teil des musikalischen Geschehens. Besonders bei den jüngeren Gästen stieß das Angebot auf großes Interesse.
Foto: ProGHW Fichtner
Weitere Aktionen wie ein Spielmobil, Fußball Dart, Dosenwerfen, Klebetattoos und kreative Bastelangebote sorgten dafür, dass es rund um das Gemeinschaftshaus viel zu entdecken gab. Auch ein Kinderdeckenflohmarkt gehörte zum Familienprogramm.
Dixieland, Rock und Pop an der Wassertreppe
Für die musikalische Begleitung sorgte zunächst Hardy’s Jazzband aus Gelsenkirchen. Die Marching Band zog mit fröhlichem Dixieland Sound über den Wulfener Markt und brachte Bewegung auf das Veranstaltungsgelände.
Foto: ProGHW Fichtner
Später übernahmen die Wulfener Musiker von „too much strings“ die Bühne. Mit bekannten Klassikern aus Rock und Pop sorgten sie für ausgelassene Stimmung. Ein DJ führte das Programm bis in die Abendstunden fort.
Die Musik, das sommerliche Wetter und das Plätschern der wiederbelebten Fontäne schufen eine besondere Atmosphäre. Viele Besucher blieben bis zum Abend an der Wassertreppe und genossen das gemeinsame Fest.
Bauzaungalerie zeigt Wulfen aus neuen Perspektiven
Auch die Kunst spielte beim Kulturgarten eine wichtige Rolle. An der Freifläche Wulfen entstand dazu eine Bauzaungalerie mit großformatigen Motiven des Fototreffs Wulfen. Eine Jury hatte die Aufnahmen zuvor ausgewählt. Sie zeigen unterschiedliche Ansichten des Stadtteils und lenken den Blick auf bekannte Orte, Architektur und Natur.
Foto: ProGHW Fichtner
Der Kindergarten Wulfener Markt beteiligte sich ebenfalls an der Gestaltung. Bunt bemalte Tafeln der Kinder ergänzten die fotografischen Arbeiten und verwandelten den Bauzaun in eine farbenfrohe Ausstellung.
Informationen über die Entwicklung der Freifläche Wulfen gaben den Besuchern zudem einen Einblick in die geplante Zukunft des Areals.
Das Bunte Barkenberger Band wächst
Gemeinsam gestalteten die Gäste das „Bunte Barkenberger Band“. Aus zahlreichen farbigen Stoffresten entstand eine lange Wimpelkette, die über das Veranstaltungsgelände gespannt wurde.
Foto: ProGHW Fichtner
Jeder Besucher konnte dazu ein eigenes Stück Stoff einarbeiten. Das Band stand damit symbolisch für die Vielfalt, die Verbundenheit und den Zusammenhalt der Menschen in Barkenberg.
Internationale Speisen im Biergarten
Auch kulinarisch präsentierte sich dazu der Stadtteil vielfältig. Auf der Café Terrasse und im Biergarten gab es Speisen vom Grill, Pommes, kalte Getränke, Kaffee und Kuchen.
Private Anbieter servierten dabei syrische und irakische Spezialitäten. Wein und Cocktails, Zuckerwatte, Slush Eis und ein Eiswagen ergänzten das Angebot. Viele Gäste nutzten die Sitzplätze, um bei bestem Wetter gemeinsam zu essen und das Bühnenprogramm zu verfolgen.
Foto: ProGHW Fichtner
An der Organisation und Durchführung waren unter anderem der Förderverein ProGHW, das Gemeinschaftshaus Wulfen, das Kinder und Jugendzentrum, der SuS Grün Weiß Barkenberg und die BiBi am See beteiligt.
Kultursommer macht Gemeinschaft sichtbar
Der „Kulturgarten anne Wassertreppe“ war nicht nur ein weiterer Programmpunkt des Dorstener Kultursommers. Die Veranstaltung machte sichtbar, was entstehen kann, wenn Bürgerschaft, Vereine, Verwaltung und Kulturschaffende gemeinsam an einem Ziel arbeiten.
Foto: ProGHW Fichtner
Nach dem Auftakt mit der Big Band der Bundeswehr im Lippetal setzte damit der Kultursommer in Barkenberg ein deutliches Zeichen für gelebte Nachbarschaft und ehrenamtliches Engagement.
Mit der wieder sprudelnden Fontäne hat Barkenberg zugleich ein Stück seiner Geschichte zurückgewonnen. Die Wassertreppe wurde an diesem sonnigen Samstag erneut zu dem, was sie sein soll: ein Ort der Begegnung, der Kultur und des gemeinsamen Lebens.
Bei warmem Sommerwetter wurde Hof Punsmann am Sonntag zu einem Treffpunkt für Familien, Naturfreunde und neugierige Kinder: Die Biologische Station Kreis Recklinghausen hatte zu ihrem traditionellen Sommerfest mit Naturparktag nach Lembeck eingeladen. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, das Gelände an der Straße Im Höltken zu erkunden, sich zu informieren und einen entspannten Tag rund um Natur, Umwelt und Landwirtschaft zu verbringen.
Vor allem für Kinder gab es auf dem Gelände viel zu erleben. Sie konnten spielen, basteln, sich an verschiedenen Mitmachstationen ausprobieren und die Natur aus nächster Nähe entdecken. Besonders gefragt waren die Angebote, bei denen nicht nur zugeschaut, sondern selbst angepackt werden durfte.
Neugierige Besucher an der Seilerei. Foto: Oldtimerfreunde Lembeck
Oldtimerfreunde machten Landwirtschaft erlebbar
Ein Blickfang waren erneut die alten Traktoren der Oldtimerfreunde Lembeck. Die historischen Maschinen konnten nicht nur aus der Nähe bestaunt werden, die Besucher hatten auch die Möglichkeit, eine Runde mitzufahren. Damit wurde alte Landtechnik für viele Kinder unmittelbar erlebbar.
Doch die Oldtimerfreunde hatten noch mehr vorbereitet: An ihrem Stand konnten die Besucher verschiedene Getreidesorten kennenlernen und die Seilerei ausprobieren. Gerade diese Mischung aus Anschauen, Anfassen und Mitmachen kam bei den Familien gut an.
Verschiedene Getreidesorten gab es zum Anfassen. Foto: Oldtimerfreunde Lembeck
Informationen rund um Natur und Umwelt
Neben den Spielangeboten bot das Sommerfest auch viele Informationsmöglichkeiten. Lokale Vereine und Akteure stellten ihre Arbeit vor und informierten über Natur- und Umweltschutz, Gartenpflanzen und weitere Themen rund um Landschaft und Nachhaltigkeit.
Am Stand der Biologischen Station stand in diesem Jahr das Thema Schmetterlinge im Mittelpunkt. Passend dazu ist die Wanderausstellung „Die wunderbare Welt der fliegenden Gaukler“ noch bis einschließlich Mittwoch, 15. Juli, zu sehen. Auch der Naturpark Hohe Mark war vertreten: Als eines von acht Naturparkhäusern im Naturpark ist die Biologische Station ein wichtiger Anlaufpunkt für Fragen rund um Landschaft, Naturerlebnis und regionale Umweltbildung.
Foto: Oldtimerfreunde Lembeck
Ein Sommertag für die ganze Familie
Für viele Besucher war das Sommerfest vor allem eines: ein unkomplizierter, familienfreundlicher Tag im Grünen. Kinder konnten sich austoben und Neues entdecken, Erwachsene kamen an den Infoständen ins Gespräch oder genossen die sommerliche Atmosphäre auf dem Gelände.
Auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Mit Würstchen, Waffeln, selbstgebackenem Kuchen, Eis, Limo, Kaffee und kühlen Getränken bot das Fest alles, was zu einem gelungenen Sommersonntag gehört.
Wer das Sommerfest verpasst hat, kann die Biologische Station übrigens auch außerhalb solcher Aktionstage besuchen. Das Gartengelände mit Bauerngarten sowie die Pilz-Ausstellung „Vernetzte Landschaften“ sind ganzjährig geöffnet. Weitere Informationen gibt es zudem unter www.biostation-re.de.
Rund 150 Motorradfahrer haben am diesjährigen Pokerrun teilgenommen und dabei zahlreiche Clubhäuser in der Region besucht. Viele der Biker waren mehrere Stunden unterwegs und steuerten mehr als fünf Stationen an. Am Abend endete die Tour mit Live Musik, Gesprächen über Motorräder und einer ausgelassenen Feier bis in die frühen Morgenstunden.
Der Pokerrun der Star Riders hat auch in diesem Jahr zahlreiche Motorradfreunde auf die Straße gebracht. Etwa 150 Teilnehmer machten sich auf den Weg, um verschiedene Clubhäuser anzufahren und dort Spielkarten für die abschließende Pokerwertung zu sammeln.
Viele Gäste in Wulfen. Foto: Starriders
Die meisten Fahrer besuchten mehr als fünf Clubhäuser. Entsprechend viele Kilometer kamen im Laufe des Tages zusammen. Einige Teilnehmer waren über viele Stunden auf ihren Motorrädern unterwegs.
Im Garten gab es Waffeln, Pommes und Currywurst. Foto: Starriders
An den einzelnen Stationen wurden die Gäste mit kalten Getränken und unterschiedlichen Speisen versorgt. Zum Angebot gehörten unter anderem Waffeln mit Eis, Kuchen, Leberkäse und Currywurst.
Junge Fahrer legen mehr als 300 Kilometer zurück
Besondere Aufmerksamkeit erhielten zwei 18 Jahre alte Teilnehmer. Sie absolvierten die Tour mit einer Maschine mit 125 Kubikzentimetern Hubraum und legten gemeinsam deutlich mehr als 300 Kilometer zurück. Insgesamt fuhren die beiden acht Clubs an. Für diese Leistung wurden sie am Abend mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet.
Weite Anreisen aus Bayern, Hamburg und dem Ausland
Der Pokerrun zog nicht nur Motorradfahrer aus Dorsten und der näheren Umgebung an. Zwei Biker reisten aus Bayern an. Weitere Teilnehmer kamen aus Hamburg, Belgien und Ungarn. Die weiten Anfahrten zeigten, dass sich die Veranstaltung inzwischen auch über die Region hinaus einen Namen gemacht hat.
Nettes Zusammenkommen bei kühlen Gwtränken. Foto: Starriders
Live Musik von Blue Bench und der 5Minds Blues Band
Nach Abschluss der Tour begann am Abend die gemeinsame Party. Für die musikalische Begleitung sorgten die Bands Blue Bench und 5Minds Blues Band.
Es wurde rockig. Foto: Starriders
Viele Gäste hielten sich im Freigelände auf. Dort wurde über Motorräder, Touren und gemeinsame Erlebnisse gesprochen. In der Bikerszene wird dafür häufig der Ausdruck Benzingespräche verwendet.
Foto: Starriders
Die Feier dauerte bis zum Tagesanbruch. Zum Abschluss wurden die verbliebenen Gäste am Morgen mit einem gemeinsamen Frühstück verabschiedet.
Veranstalter ziehen positives Fazit
Die Star Riders zeigten sich mit dem Verlauf des Pokerruns zufrieden. Die hohe Teilnehmerzahl, die gute Stimmung und die Besucher aus verschiedenen Teilen Deutschlands und Europas hätten die Veranstaltung erneut zu einem besonderen Erlebnis gemacht. Nach vielen Kilometern, zahlreichen Clubbesuchen und einer langen Partynacht fiel das Fazit entsprechend positiv aus: Der Pokerrun habe allen Beteiligten erneut viel Freude bereitet.
Eine echte Ausnahmeleistung. Beim 24-Stunden-Lauf legten hunderte Läufer insgesamt 35.386 Kilometer zurück. Das entspricht genau 36.513 Runden. Jeder Teilnehmer hat für seine Leistung eine Trophäe verdient. Sechs Läufer bekamen jedoch eine besondere Auszeichnung.
Über 1400 Teilnehmer liefen mit. Mit 100 Jahren startete Maria Lammers den diesjährigen Dorstener 24-Stunden-Lauf. Mit dabei war auch prominente Unterstützung von der Schalke-Legende Olaf Thon. Helfer der DLRG, der Bürgerschützenverein Holsterhausen 53 und dem großen Organisationsteam ermöglichten ein reibungsloses Lauf-Fest, sowohl am Tag als auch in der tiefen Nacht.
Raik und Frederik liefen als die Letzten in die Zielgeraden. Foto: Christian Haug
Großer Jubel bei Siegerehrung
Um Punkt 16.00 Uhr, 24 Stunden nach dem Startschuss, liefen Raik und Frederik als die letzten Läufer ins Ziel ein. Danach ging es sofort zur Siegerehrung über. Moderator Michael Maiß meldete sich vorher noch kurz zu Wort: „Ich bedanke mich herzlich bei den Reservisten der Bundeswehr, dem Orga-Team, dem Bürgerschützenverein Holsterhausen, der DLRG, dem Tierheim und den vielen, vielen weiteren Helfern. Wir sagen Dankeschön und freuen uns schon auf 2027.“
Drei Männer und drei Frauen wurden für ihre besonderen Leistungen mit Bronze, Silber und Gold ausgezeichnet. Jeder bekam außerdem eine Trophäe als Andenken für den 24-Stunden Lauf. Das sind die Läufer mit den meisten gelaufenen Runden:
Noch vor zwei Jahren verkaufte Daniel Sopczak seine Fotografien auf kleinen Kunst- und Trödelmärkten in der Region. Inzwischen hat der Marler in Dubai und Miami ausgestellt, internationale Sammler begeistert und Werke für mehrere Tausend Euro verkauft. Nun eröffnet er auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Fürst Leopold seine eigene Galerie und zeigt seine erste große Einzelausstellung in Dorsten.
Daniel Sopczak, den alle nur Soppi nennen, sitzt entspannt in der Kaue des CreativQuartiers Fürst Leopold. Auf seinen Armen und im Gesicht leuchten zahlreiche kleine, farbenfrohe Kunstwerke. Sobald der 40-Jährige über seine Fotografien spricht, verändert sich seine Haltung. Seine Augen strahlen, jedes Bild hat eine Geschichte. Stolz ist dabei, vor allem aber Begeisterung.
„Bei meiner Kunst bin ich sehr zielstrebig. Ich weiß genau, was ich möchte“, sagt Sopczak. Ansonsten sei er durchaus ein bequemer Mensch, fügt er mit einem Lächeln hinzu. Doch wenn es um seine Bilder geht, gibt es keine Kompromisse. Fotografien, Drucke und Rahmungen müssen perfekt zusammenspielen. Vieles lässt er eigens anfertigen.
Dass seine Werke heute mehrere Tausend Euro kosten und Käufer aus aller Welt finden, hätte er sich vor zwei Jahren selbst kaum vorstellen können.
Der Zusammenbruch wird zum Wendepunkt
Soppi ist gelernter Chemikant. Viele Jahre arbeitete er in wechselnden Schichten in unterschiedlichen Industriebetrieben. Der Beruf erfüllte ihn nicht. Schlafmangel, Unzufriedenheit und Depressionen bestimmten zunehmend seinen Alltag.
Den Moment, an dem es nicht mehr weiterging, kann er bis heute auf den Tag genau benennen.
„Am 31. Mai 2024 war es. Ich sollte zur Nachtschicht, hatte aber einen richtigen Zusammenbruch“, erzählt er. „Wenn ich gefahren wäre, wäre ich nicht mehr zurückgekommen.“
Er blieb zu Hause, kündigte und konzentrierte sich auf seine Genesung. Es folgte unter anderem eine Reha in Gelsenkirchen. In dieser schwierigen Zeit nahm er immer häufiger die Kamera mit.
Die Leidenschaft für die Fotografie hatte ihm bereits sein Vater mitgegeben. Wegen der Arbeit war sie jedoch lange in den Hintergrund geraten. Nun wurde sie zu einem wichtigen Teil seines Neuanfangs.
„In dieser Zeit habe ich ganz viele Fotos gemacht und gemerkt, wie sich mein ganzes Mindset verändert hat“, sagt Soppi. Dann wird seine Stimme ernst: „Die Fotografie hat mir das Leben gerettet.“
Foto: Borgwardt
Von Ückendorf nach Dubai
Seine ersten gerahmten Bilder verkaufte Soppi für 25 oder 30 Euro auf Märkten in Gelsenkirchen-Ückendorf und anderen Städten der Region. Häufig waren die Arbeiten schon am ersten Tag ausverkauft.
Auf einem dieser Märkte wurde Thomas Wirth, ein renommierter Düsseldorfer Künstler, auf ihn aufmerksam. Er lud Sopczak zu einer Ausstellung in den Medienhafen ein und stellte ihn dort in etablierten Kunstkreisen vor. Von diesem Moment an nahm seine Laufbahn rasant Fahrt auf.
Ausstellungen in München, Köln und Essen folgten. Dann erfüllte sich Sopczak einen Traum und präsentierte seine Arbeiten auf einer Kunstmesse in Dubai.
„Meine Eltern dachten: Jetzt hebt er ab“, erzählt er lachend.
Doch statt sich auf dem Erfolg auszuruhen, ging er das nächste Risiko ein. Für eine Ausstellung in Miami setzte Sopczak finanziell fast alles auf eine Karte.
„Wenn das schiefgegangen wäre, wäre ich erledigt gewesen.“
Zunächst sah es tatsächlich danach aus. Wegen des amerikanischen Thanksgiving-Feiertages drohten seine Kunstwerke im Zoll hängen zu bleiben. Erst am Morgen des ersten Ausstellungstages kamen die Bilder am Veranstaltungsort an. Die Präsentation konnte stattfinden und wurde schließlich doch noch zu einem großen Erfolg.
Kein Photoshop und keine künstliche Intelligenz
Rund 90 Prozent seiner Werke entstehen auf klassischem 35-Millimeter-Film. Photoshop und künstliche Intelligenz lehnt Sopczak für seine Kunst ab. Seine Motive sollen ehrlich bleiben.
Trotzdem wirken viele Fotografien, als seien sie aufwendig komponiert worden. Leuchtende Farben, klare Linien, Spiegelungen und perfekt eingefangene Bewegungen verbinden sich zu Bildern, die teilweise an Gemälde erinnern.
Manchmal hilft der Zufall. Häufig braucht es vor allem Geduld.
Für ein Motiv des Eiffelturms fuhr Sopczak zwei Tage lang immer wieder mit der Pariser Métro. Erst nach mehreren Filmen passten Licht, Bewegung und Linienführung so zusammen, wie er es sich vorgestellt hatte.
Foto: Borgwardt
Auch bekannte Wahrzeichen tauchen in seinen Arbeiten auf. Der Eiffelturm, das London Eye, die HMS Belfast oder der Tower of London sind jedoch nie so zu sehen, wie man sie aus Reiseführern kennt. Sie erscheinen zwischen Straßenschluchten, Fenstern, Fahrzeugen, Menschen und überraschenden Lichtstimmungen.
Besondere Filme sorgen zusätzlich für Farbverschiebungen und ungewöhnliche Effekte. Manche Rollen sind bereits vorbelichtet. Andere reagieren ganz eigen auf Licht und Wetter. Dadurch entstehen kleine Details, die sich erst beim längeren Betrachten erschließen.
Straßenfotografie mit Wurzeln in der Hip-Hop-Kultur
Soppi liebt die Straßenfotografie. Seine Einflüsse kommen aus der Hip-Hop-Kultur, aus Graffiti, Musik und urbanem Leben. Sehenswürdigkeiten interessieren ihn weniger als die Szenen, die sich zufällig um sie herum entwickeln.
Er sucht nach Blicken, Bewegungen und Momenten, die oft nur den Bruchteil einer Sekunde existieren. Mal schwebt ein Linienflugzeug über einer Fast-Food-Filiale. Mal verwandelt ein Regenguss eine Straße in Tokio in ein Meer aus Neonfarben und Spiegelungen.
Gerade weil diese Augenblicke nicht geplant werden können, wirken die fertigen Bilder häufig so außergewöhnlich. Sopczak hält urbane Szenen fest, die real sind und trotzdem beinahe unwirklich erscheinen.
Das London Eye – aber ganz anders, als gewohnt. Foto: Borgwardt
Zurück zu den Wurzeln auf Fürst Leopold
Seine Galerie und sein Büro hat Soppi inzwischen im CreativQuartier Fürst Leopold eingerichtet. Die Wahl des Standortes war bewusst.
„Als Sohn eines Bergmanns war für mich klar: zurück zu den Wurzeln“, sagt er. Die alten Industriegebäude seien der ideale Rahmen für seine rohe und unverfälschte Fotokunst.
In Dorsten möchte er künftig nicht nur seine eigenen Arbeiten zeigen. Geplant sind weitere Ausstellungen, Veranstaltungen und soziale Projekte. Besonders wichtig ist ihm das Projekt „Kinderalltag im Fokus“. Dabei sollen Kinder ihr eigenes Leben fotografieren. Der Erlös aus den späteren Ausstellungen soll vollständig Projekten für benachteiligte Kinder zugutekommen.
Zunächst steht jedoch seine eigene große Ausstellung im Mittelpunkt. Am Samstag, 18. Juli, findet in der Kaue eine Vernissage für geladene Gäste statt. Am Sonntag, 19. Juli, ist die Ausstellung von 11 bis 15 Uhr für alle Interessierten geöffnet. Parallel feiert „CACO – Coffee on Sunday“ Premiere. Zwischen Young- und Oldtimern gibt es Kaffee, Kuchen, Speisen und Getränke.