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#197 Glosse von Anke: Wat guckse? – Vorsorge für die letzte Reise!

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Habt ihr die frohe Botschaft des Statistischen Bundesamtes auch gelesen? Die Deutschen werden immer älter! Die noch verbleibende Lebenserwartung für eine 65-jährige Frau liegt im Schnitt bei 21,2 Jahren, Männer bringen es rein rechnerisch noch auf 18,2 Jahre.

Als Zugehörige dieser Altersgruppe bin ich da ehrlich gesagt beruhigt – ich kann mir bei der Auswahl meiner Grabstätte offenbar noch ein wenig Zeit lassen. Obwohl: Man weiß ja nie, wann der Sensenmann an die Tür klopft. Schließlich errechnet die Statistik nur einen durchschnittlichen Mittelwert. Ob ich darunter oder darüber liegen werde, weiß der liebe Gott allein.

Für viele Menschen ist das Thema Tod ein totales Tabu. Die sterben dann plötzlich weg und lassen ihre trauernden Lieben mit vielen Fragen allein: Erdbestattung oder ab in die Urne? Im Meer versenken oder am Fuße eines stattlichen Baumes eingraben? Ins sturmsichere Kolumbarium oder vom Winde verweht? Anonym oder stadtbekannt? Manche heben bei einer exklusiven Ballonbestattung noch einmal ab oder landen als Diamantanhänger am Hals ihrer Erben. Bei dieser Vielfalt an Möglichkeiten sollte man für seinen eigenen Abschied durchaus rechtzeitig Vorsorge treffen.

Aber bitte nicht übertreiben: Die Mutter einer Freundin zum Beispiel hatte nicht nur zu Lebzeiten ihr Begräbnis im Detail ausgearbeitet, sie hatte sogar für die kommenden 30 Jahre nach ihrem Ableben einen Floristen beauftragt und bezahlt, an ihrem Geburtstag einen ansehnlichen Blumenstrauß auf ihr Grab zu setzen: „Die Kinder denken da sowieso nicht dran.“

Auch mein eigener Vater schoss im Bemühen, seine beiden Töchter nicht mit der Organisation seiner nahenden Bestattung zu belasten, ein wenig übers Ziel hinaus. Mit großer Sorgfalt hatte er für sich und seine Ehefrau – sprich: meine Mutter – ein sonniges Plätzchen auf dem Friedhof ausgesucht. Marmorplatte und Schriftzeichen wurden nach seinen Anweisungen gefertigt. Selbst die Grablaterne aus Edelstahl war bestellt.

So weit, so vorausschauend. Doch als ich am Allerheiligentag bei einem Spaziergang über den Friedhof den perfekt eingerichteten Begräbnisplatz vorfand, legte sich doch ein eisiges Händchen um meinen Hals: Sogar sein Name war bereits auf den Stein montiert. Gottlob ohne Datum – aber es war ein echter Schock. Schließlich war ich an diesem Nachmittag noch bei meinen Eltern zum Kaffeetrinken eingeladen!

Neulich sprach ich mit einer Kollegin über dieses Thema. Auch sie hat sehr genaue Vorstellungen von ihrer Erdbestattung. „Den Spruch auf meinem Grabstein habe ich auch schon geschrieben, aber mein jüngerer Bruder weigert sich hartnäckig, meinen letzten Willen umzusetzen“, beschwert sie sich.

„Wieso, was willst du denn auf deinem Grabstein stehen haben?“, frage ich neugierig.

„Ganz einfach“, zwinkert sie und zitiert den Text, mit dem sie nach ihrer „Himmelfahrt“ die Besucher_innen ihres Grabes begrüßen möchte:

„Wat guckse? – Ich würde jetzt auch lieber am Strand liegen!“

Ferienprogramm Dorsten 2026: Angebote für Familien zu Hause

Am ersten Schultag nach den Ferien erzählen viele Kinder von der Nordsee, vom Campingplatz, vom Flug in den Süden oder von Oma und Opa irgendwo auf dem Land. Andere sitzen daneben und haben nichts davon erlebt. Kein Meer, keine Berge, keine Reise. Nicht, weil sie keine Lust gehabt hätten, sondern weil es zu Hause finanziell eng ist.

Für viele Familien ist Urlaub längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Laut Statistischem Bundesamt lebten im Jahr 2025 rund 21 Prozent der Menschen in Deutschland in Haushalten, die sich nach eigener Einschätzung keine einwöchige Urlaubsreise leisten konnten. Das waren rund 17,3 Millionen Menschen.

Auch in Dorsten kennen viele Familien diese Lage. Die gestiegenen Preise für Benzin, Lebensmittel und den Alltag insgesamt machen sich bemerkbar. „Viele Familien haben es derzeit nicht einfach“, sagt Swantje Bärenfänger, Leiterin von Das LEO. Umso wichtiger seien Orte, an denen Kinder und Jugendliche auch ohne große Reise etwas erleben können.

Feriengefühl direkt vor der Haustür

Dass die Sommerferien nicht nur aus Kofferpacken bestehen müssen, zeigt ein Blick auf die Angebote in Dorsten. Jugendhäuser, Vereine, freie Träger, Kirchengemeinden, die Stadtbibliothek, der Kulturrucksack und die Jugendförderung der Stadt stellen auch in diesem Jahr wieder Programme auf die Beine.

Luca Sörries von der Jugendförderung sieht Dorsten dabei gut aufgestellt. „In Dorsten haben wir viele ehrenamtliche Organisationen und Träger, die sich in der Jugendförderung engagieren“, sagt er. Die Angebote würden auch gut genutzt. Die Ferienübersicht der Stadt soll Familien helfen, einen Einstieg zu finden und passende Ansprechpartner zu finden. Die Stadt weist zugleich darauf hin, dass diese Übersicht keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

Genau deshalb rät Sörries, nicht nur auf eine zentrale Liste zu schauen. „Es lohnt sich auch, bei den Vereinen in der Umgebung nachzufragen.“ Viele Vereine böten in den Ferien eigene kleine Aktionen an, mal für einen Nachmittag, mal für mehrere Tage, manchmal auch ohne große öffentliche Werbung.

Luca Sörries. Foto: Borgwardt

Offene Türen im LEO und im Treffpunkt Altstadt

Eine besondere Rolle spielen in den Ferien die offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen. Das LEO und der Treffpunkt Altstadt bleiben nicht nur für feste Kurse oder einzelne Veranstaltungen geöffnet. „Im LEO und im Treffpunkt Altstadt gibt es immer ein offenes Angebot“, sagt Swantje Bärenfänger. Die Mitarbeiter und die Häuser stünden während der ganzen Ferien zur Verfügung.

Für viele Kinder ist das nicht neu. Sie kommen bereits während der Schulzeit regelmäßig vorbei. In den Ferien aber wächst der Bedarf noch einmal. Dann fallen Schule, Klassenverband, Pausenhof, AGs und die gewohnte Tagesstruktur weg. Ein offenes Haus kann dann zum wichtigen Treffpunkt werden: zum Spielen, Reden, Kreativsein oder einfach, um nicht allein zu Hause zu sitzen.

Das ersetzt keinen Familienurlaub. Aber es schafft Erinnerungen. Und manchmal ist genau das entscheidend: ein Ort, an dem Kinder willkommen sind und merken, dass auch ihr Sommer etwas Besonderes sein kann.

Premiere für die Kreativwoche im LEO

Ein Beispiel ist die Kreativwoche „Deine Industriestadt Dorsten“ im LEO. „Die Kreativwoche findet zum ersten Mal statt“, sagt Swantje Bärenfänger. Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren.

Swantje Bärenfänger. Foto: Borgwardt

Vom 10. bis 14. August beschäftigen sich die Teilnehmer kreativ mit Dorsten, seiner Industriegeschichte und der Ruhrpottkultur. Die Stadt beschreibt das Projekt als Möglichkeit, Dorsten aus einer kreativen Perspektive zu sehen und eigene Ideen gestalterisch umzusetzen. Am Ende der Woche soll es eine kleine Präsentation geben. „Am Freitag gibt es eine Vernissage und Waffeln im LEO“, sagt Bärenfänger.

Daneben nennt sie weitere Angebote wie einen Holzworkshop für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren vom 20. bis 24. Juli, die bereits ausgebuchte Zirkuswoche, das Red Balloon Festival und „Hervester Kids on Tour“.

Nicht jedes Kind sucht dasselbe

Gerade diese Mischung ist wichtig. Manche Kinder wollen Fußball spielen, andere malen, basteln, bauen, auftreten oder einfach Zeit mit Gleichaltrigen verbringen. Einige Familien suchen ein festes Wochenprogramm, andere eher ein offenes Angebot ohne große Hürde.

Deshalb ist das Ferienangebot in Dorsten kein einzelner großer Kalender, der alle Fragen beantwortet. Es ist eher ein Netz aus vielen kleinen und größeren Möglichkeiten. Dazu gehören Sportvereine, Jugendhäuser, mobile Angebote, Kulturprojekte, Bibliotheksaktionen wie der Sommerleseclub, und Ferienfreizeiten mit Übernachtung.

Ein großes Beispiel ist die Sportplatzolympiade des SV Dorsten-Hardt. Vom 18. bis 24. Juli findet sie im Hermann-Grefer-Sportpark statt. Für ältere Jugendliche kann die Veranstaltung ebenfalls interessant sein. Luca Sörries weist darauf hin, dass Jugendliche ab 14 Jahren dort auch als Helfer mitmachen können. So wird aus einem Ferienangebot zugleich eine Gelegenheit, Verantwortung zu übernehmen und Teil eines großen Gemeinschaftsprojekts zu werden.

Kinder-Ferienzirkus
Der Kinderferienzirkus ist jedes Jahr sehr beliebt – aber auch schnell ausgebucht. Foto: Borgwardt

Wenn die Angebote zu den Kindern kommen

Nicht jedes Kind wird zu einem Kurs gefahren. Nicht jede Familie kann flexibel planen. Deshalb sind mobile Angebote besonders wichtig. Luca Sörries nennt unter anderem die „Rote Tonne“ und das DoKiMo, das Dorstener Kinder-Mobil, das am Friedensplatz Halt macht.

Solche Angebote warten nicht darauf, dass Kinder den Weg zu ihnen finden. Sie kommen in den Stadtteil, auf Plätze und an Orte, an denen Kinder ohnehin unterwegs sind. Für Familien kann das eine Entlastung sein. Für Kinder kann es den Unterschied machen zwischen einem langen Ferientag ohne Plan und einem Nachmittag, von dem sie später erzählen.

Dorstener-Kindermobil
Das DoKiMo – das Dorstener Kinder Mobil – ist in den Ferien auch wieder mit Spielangeboten unterwegs. Foto: Archiv

Sommer ist auch eine Frage der Teilhabe

Wenn Familien nicht verreisen können, geht es nicht nur um fehlende Urlaubsbilder. Für Kinder und Jugendliche bedeuten Ferien auch Gesprächsthemen, Gemeinschaft und das Gefühl, etwas erlebt zu haben. Wer nach sechs Wochen zurück in die Schule kommt, möchte ebenfalls erzählen können: Ich war dabei. Ich habe etwas gemacht. Mein Sommer war nicht leer.

Dorsten kann den Urlaub am Meer nicht ersetzen. Aber die Stadt kann gemeinsam mit Vereinen, Trägern und Jugendhäusern Räume öffnen, in denen Kinder und Jugendliche ihre Ferien aktiv erleben. Das ist keine kleine Sache. Es geht um Teilhabe, um Begegnung und manchmal auch um einen sicheren Ort in einer Zeit, die für Familien ohnehin anstrengend genug ist.

Red Balloon Festival 2026
Organisatoren und Unterstützer freuen sich auf das Red Balloon Festival: Frank Schellhaus (Atlantis), Bürgermeister Tobias Stockhoff, Anja Schäfer (Stadtagentur), Uwe Schniederjan (Sparkasse Vest), Swantje Bärenfänger (Das LEO), Jacky Möller (Gleichstellungsbeauftragte), Jan Müller und Tim Cleve (beide TJ-Audio), Karim Laiquddin (Rock Forum Dorsten). Foto: Borgwardt

Die wichtigste Botschaft lautet deshalb: Selbst nachfragen lohnt sich. Die Ferienübersicht der Jugendförderung ist ein guter Anfang. Darüber hinaus können Familien bei Jugendhäusern, Vereinen, Kirchengemeinden, der Stadtbibliothek, dem Kulturrucksack, Sportvereinen oder Einrichtungen im eigenen Stadtteil nach passenden Angeboten suchen.

Nicht alles ist noch frei. Nicht alles passt zu jedem Kind. Aber wer sich auf die Suche macht, findet in Dorsten oft mehr Möglichkeiten, als auf den ersten Blick sichtbar sind.

Denn Ferien müssen nicht weit weg stattfinden, damit Kinder etwas erleben. Manchmal reicht ein offenes Haus, ein Sportplatz, ein Workshop, ein Spielmobil oder ein Verein um die Ecke. Entscheidend ist, dass es Menschen gibt, die Kindern zeigen: Auch hier kann Sommer sein.

Dorstener 24-Stunden-Lauf 2026 ist erfolgreich gestartet

Blauer Himmel, sommerliche Temperaturen und ein Starterfeld, wie es vielfältiger kaum sein könnte: Der 24-Stunden-Lauf Dorsten ist am Freitagnachmittag erfolgreich gestartet. Pünktlich um 16 Uhr machten sich die Teilnehmer auf den rund einen Kilometer langen Rundkurs durch den Bürgerpark Maria Lindenhof. Gelaufen wird ohne Unterbrechung bis Samstag, 11. Juli, um 16 Uhr.

Schon vor dem Start herrschte im Bürgerpark eine ausgelassene Volksfest-Atmosphäre. Familien, Freundeskreise, Vereine und sportlich ambitionierte Läufer versammelten sich an der Strecke. Viele Zuschauer feuerten die Teilnehmer an, während Musik und zahlreiche Begegnungen für gute Laune sorgten.

100-Jährige führt Starterfeld an

Für einen besonders bewegenden Moment sorgte die älteste Teilnehmerin des diesjährigen Laufes. Mit stolzen 100 Jahren ging Maria Lammers am Rollator an der Spitze des Starterfeldes auf die Strecke. Damit verkörperte sie eindrucksvoll das Motto der Veranstaltung: Beim Dorstener 24-Stunden-Lauf kann jeder auf seine ganz persönliche Weise mitmachen.

Maria Lammers wurde von Fußball-Legende Olaf Thon sowie Thomas und Heike Hein vom Orga-Team begleitet. Foto: Borgwardt

Hinter ihr setzte sich ein bunt gemischtes Feld in Bewegung. Zu sehen waren sehr sportliche Läufer ebenso wie Gelegenheitsläufer jeden Alters. Manche gingen mit Walkingstöcken auf die Strecke, andere liefen mit Hund oder schoben einen Kinderwagen vor sich her.

Auch die unterschiedlichen Körperfiguren, Geschwindigkeiten und persönlichen Ziele spielten keine Rolle. Während einige Teilnehmer möglichst viele Runden sammeln wollen, genießen andere einfach einen Spaziergang durch den Bürgerpark. Einzelne Feuerwehrleute nahmen die Herausforderung sogar in kompletter Einsatzkleidung mit Helm an.

Foto: Borgwardt

Nicht die Geschwindigkeit zählt

Beim 24-Stunden-Lauf geht es nicht darum, die gesamten 24 Stunden durchzulaufen. Jeder entscheidet selbst, ob er eine einzelne Runde, mehrere Kilometer oder sogar einen Marathon absolviert. Bereits vor der Veranstaltung waren zunächst alle 1.250 Startplätze vergeben. Das hatte es in der Geschichte des Dorstener Spendenlaufes bislang noch nicht gegeben.

Im Mittelpunkt steht nicht die sportliche Höchstleistung, sondern die Gemeinschaft. Mit jeder Runde unterstützen die Teilnehmer den guten Zweck. Die Startgelder fließen vollständig in den Spendentopf, aus dem anschließend soziale Einrichtungen, Vereine und Projekte in Dorsten unterstützt werden.

Gute Laune bei Helfern und Organisatoren. Foto: Borgwardt

Obst und Getränke an der Strecke

Damit die Teilnehmer auch bei den sommerlichen Temperaturen gut versorgt bleiben, stehen entlang der Strecke mehrere Versorgungsstationen bereit. Dort gibt es kostenlos frisches Obst und Getränke. Die Helfer sorgen dafür, dass die Läufer während des gesamten Tages und auch in der Nacht neue Kraft sammeln können.

Für hungrige Teilnehmer und Zuschauer stand das Orgateam selbst am Imbissstand. Foto: Borgwardt

Rund 75 ehrenamtliche Helfer sind nach Angaben des Organisationsteams im Einsatz, um den Ablauf, die Anmeldung und die Versorgung sicherzustellen. Die rund einen Kilometer lange Strecke führt durch und um den Bürgerpark zwischen Lippe und Wesel-Datteln-Kanal.

Wenn es dunkel wird, endet die Veranstaltung noch lange nicht. Auch während der Nacht sollen weiterhin Teilnehmer ihre Runden durch den Bürgerpark drehen. Erst am Samstag um 16 Uhr wird der vierte Dorstener 24-Stunden-Lauf offiziell beendet.

Nach dem Zieleinlauf stehen inzwischen auch die besonders starken Leistungen fest: Das sind die besten Läufer beim Dorstener 24-Stunden-Lauf 2026.

Fotogalerie: Zahlreiche Eindrücke vom Start, von den Teilnehmern und von der besonderen Atmosphäre im Bürgerpark gibt es in der angefügten Fotogalerie.

Stadt Haltern kündigt Abschleppmaßnahmen am Silbersee II an

Am Silbersee II will die Stadt Haltern an heißen Wochenenden konsequenter gegen falsch parkende Autos vorgehen. Bereits am Wochenende sollen Ordnungsamt und Abschleppunternehmen verstärkt kontrollieren.

Grund sind erhebliche Verkehrsprobleme und zahlreiche Beschwerden von Anwohnern. Nach Angaben der Stadt waren Parkplätze zuletzt früh ausgelastet. Viele Besucher stellten ihre Fahrzeuge daraufhin in umliegenden Wohnstraßen ab. Dabei wurden unter anderem Einfahrten blockiert, Gehwege zugeparkt sowie Halt- und Parkverbote missachtet.

Abschleppmaßnahmen am Silbersee II angekündigt

Die Stadt sieht dadurch die Wohngebiete belastet und die Verkehrssicherheit beeinträchtigt. Ziel der Abschleppmaßnahmen sei es, die Wohnstraßen nachhaltig zu entlasten, Rettungswege freizuhalten und die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Die Kontrollen beschränken sich laut Stadt nicht nur auf die unmittelbare Umgebung des Silbersees II. Auch angrenzende Wohngebiete sollen stärker überprüft werden. Abgeschleppt werden demnach Fahrzeuge, die ordnungswidrig oder behindernd geparkt sind. Das gilt unabhängig davon, ob sie Besuchern des Silbersees, Anwohnern oder deren Gästen gehören.

Überlaufparkplatz am Prickings Hof nutzen

Die Stadt bittet Anwohner, möglichst private Stellplätze und Einfahrten zu nutzen. Alle Verkehrsteilnehmer sollen ihre Fahrzeuge ordnungsgemäß im öffentlichen Verkehrsraum abstellen.

Besucher des Silbersees II sollen ausschließlich ausgewiesene Parkflächen nutzen. Sobald die Parkplätze am Silbersee II ausgelastet sind oder eine schnelle Auslastung absehbar ist, soll der Verkehr über die angepasste Verkehrsführung frühzeitig zum Überlaufparkplatz am Prickings Hof geleitet werden. Hinweise dazu sollen über die Betreiber des Silbersees kommuniziert werden.

Für Autofahrer bedeutet das: Wer an besucherstarken Tagen zum See fährt, sollte sich frühzeitig auf die ausgeschilderte Verkehrsführung einstellen und nicht in Wohnstraßen nach Ausweichparkplätzen suchen. Gerade blockierte Einfahrten, Gehwege und Rettungswege nennt die Stadt als Gründe für das konsequentere Vorgehen.

Die Stadt appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, die Regeln einzuhalten und den Anweisungen von Polizei, Ordnungsamt sowie eingesetzten Sicherheitskräften zu folgen. Nur so könnten Sicherheit und ein möglichst reibungsloser Ablauf an besucherstarken Tagen gewährleistet werden.

102 Schüler feiern ihren Abschluss an der St.-Ursula-Realschule

Festliche Kleidung, strahlende Gesichter und die Erinnerung an viele gemeinsame Schuljahre: An der St.-Ursula-Realschule in Dorsten haben die Abschlussklassen des Jahrgangs 2026 ihren Schulabschluss gefeiert.

Insgesamt verabschiedete die Schule in diesem Jahr 102 Absolventen. Für die Erinnerungsfotos kamen die Klassen im neu gestalteten Ursula-Garten der Schule zusammen. Die moderne Anlage mit ihren Sitzstufen und Grünflächen bot dabei den passenden Rahmen für die Gruppenbilder.

Mit der Zeugnisübergabe endet für die Schülerinnen und Schüler ein wichtiger Lebensabschnitt. Während einige nach den Sommerferien eine weiterführende Schule besuchen, beginnen andere eine Ausbildung oder schlagen einen anderen beruflichen Weg ein.

Die Fotos zeigen die Abschlussklassen des Jahrgangs 2026.

Zigarettenautomat in Dorsten-Holsterhausen gesprengt

Unbekannte Täter haben am frühen Freitagmorgen einen Zigarettenautomaten an der Luisenstraße in Dorsten-Holsterhausen gesprengt. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die Hinweise zu den beiden flüchtigen Personen geben können.

Zeuge hört gegen 4 Uhr einen Knall

Nach Angaben der Polizei beobachtete ein Zeuge gegen 4 Uhr, wie sich zwei Personen an dem Automaten zu schaffen machten. Kurz darauf habe es einen lauten Knall gegeben. Anschließend sei Rauch aus dem beschädigten Zigarettenautomaten aufgestiegen.

Eine der verdächtigen Personen war demnach dunkel gekleidet. Die zweite Person trug einen weißen Pullover mit Kapuze. Beide flüchteten nach der Tat mit Fahrrädern in Richtung Holsterhausen.

Ob die Täter Zigaretten oder Bargeld erbeuteten und wie hoch der entstandene Sachschaden ist, teilte die Polizei zunächst nicht mit.

Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei bittet Personen, die am frühen Freitagmorgen verdächtige Beobachtungen im Bereich der Luisenstraße gemacht haben, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizei unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 2361 111 entgegen.

Deniz Aytekin kommt zum Business-Coffee des SVS 2020

Deniz Aytekin beim SVS 2020: Der SVS 2020 Business-Club lädt Geschäftsleute und weitere Interessierte zum nächsten "All you can meet"-Business-Coffee ein und begrüßt mit Deniz Aytekin einen der bekanntesten deutschen und internationalen Schiedsrichter und Unternehmer als Gastredner.

Deniz Aytekin spricht über Entscheidungen unter Druck

Deniz Aytekin wurde 2019, 2022, 2024 und auch 2026 zum DFB-Schiedsrichter des Jahres gewählt und steht wie kaum ein anderer für klare Entscheidungen, moderne Führung und Kommunikation auf Augenhöhe.

Business-Coffee statt Frühstück: Die Veranstaltung findet am Dienstag, 14. Juli, um 15:30 Uhr in der Volksbank-Arena / INJOY-Sportsbar statt. Nach Gästen wie Joey Kelly, Martin Daxl, Miriam Höller und zuletzt Frank Baumann setzt der SVS 2020 Business-Club damit erneut ein starkes Zeichen für inspirierende Begegnungen und hochkarätige Impulse.

In seinem Vortrag zeigt der frisch gewählte Schiedsrichter des Jahres und Unternehmer, welche Parallelen es zwischen dem Fußballfeld und dem Führungsalltag in Unternehmen gibt: Wie trifft man unter hohem Druck die richtigen Entscheidungen? Warum sind Empathie, Fingerspitzengefühl und klare Kommunikation oft wirksamer als reine Härte? Und wie gelingt es, auch in emotional aufgeladenen Situationen Respekt und Akzeptanz zu sichern?

Seine Erfahrungen aus dem Profifußball liefern dazu spannende und direkt übertragbare Impulse für Unternehmer, Selbstständige und Führungskräfte.

Business-Coffee statt Frühstück

Der SVS 2020 Business-Club hat sich in kurzer Zeit zu einem lebendigen Netzwerk für Entscheider aus der Region entwickelt. Das Business-Frühstück sonst und jetzt Business-Coffee mit Kuchen und Keksen steht ganz im Sinne des Club-Mottos "All you can meet" – mit wertvollen Kontakten, inspirierenden Gesprächen und frischen Denkanstößen für den Berufsalltag.

Ermöglicht wurde der Auftritt durch die hervorragenden Kontakte von Paul Underberg, der gemeinsam mit dem Organisationsteam ab sofort auch die Verantwortung für diese und künftige Veranstaltungen mitträgt.

"Der Vortrag von Deniz, den man sonst nur aus dem TV als strengen, charismatischen Schiri kennt, ist wirklich ein Erlebnis, spannend, humorvoll und gespickt mit vielen Anekdoten aus dem Nähkästchen der Fußball-Bundesliga", so Underberg.

Die Teilnahmegebühr beträgt 79 Euro inklusive Mehrwertsteuer zugunsten des Vereins. Die Plätze sind begrenzt und der Verein bittet um schnelle Reaktionen, um gut planen zu können.

Anmeldung zum Business-Coffee

  • Termin: Dienstag, 14. Juli, 15:30 Uhr
  • Ort: Volksbank-Arena / INJOY-Sportsbar
  • Teilnahmegebühr: 79 Euro inklusive Mehrwertsteuer zugunsten des Vereins
  • Anmeldung: [email protected]
  • Rückfragen: Paul Underberg, 0173 5 777 777

Hinweis: Dieser Beitrag wurde als Zweitverwertung für Dorsten-Online vorbereitet; Primärportal ist Schermbeck-Online.

Kupferdiebe steigen auf Dach der Kita St. Josef in Hervest

Kupferdiebe haben die katholische Kita St. Josef in Dorsten-Hervest gleich zweimal ins Visier genommen. Nachdem bereits am ersten Juli-Wochenende größere Mengen Kupfer vom Dach des Gebäudes an der Josefstraße gestohlen worden waren, kehrten mutmaßliche Täter in der Nacht zum Donnerstag, 9. Juli, offenbar zurück.

Nach Angaben der Verbundleitung der katholischen Kirchengemeinde St. Paulus wurde ein Nachbar in der Nacht durch verdächtige Geräusche geweckt. Als er nachschaute, bemerkte er zwei Männer auf dem Dach der Kindertagesstätte. Vor dem Gebäude soll zudem ein Transporter gestanden haben.

Nachbar alarmiert die Polizei

Der Zeuge verständigte daraufhin die Polizei. Die Einsatzkräfte rückten gemeinsam mit der Feuerwehr an, die unter anderem eine Leiter bereitstellte, um das Dach kontrollieren zu können. Den beiden Verdächtigen gelang jedoch die Flucht.

Ob bei dem erneuten Vorfall weiteres Kupfer entwendet wurde, war zunächst nicht bekannt. Bereits bei dem ersten Diebstahl am Wochenende zuvor hatten die Täter nach Angaben der Kita größere Teile der Kupferverkleidung vom Dach entfernt. Dabei entstand erheblicher Schaden am Gebäude.

Kita warnt andere Einrichtungen

Verbundleiterin Lisa Jüttermann möchte mit dem Vorfall auch andere Einrichtungen, Kirchengemeinden und Gebäudeeigentümer sensibilisieren. Verdächtige Geräusche oder Beobachtungen an Dächern sollten insbesondere in den Nachtstunden ernst genommen und umgehend der Polizei gemeldet werden.

Zeugen, die in der Nacht zum 9. Juli im Bereich der Josefstraße verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, sollten sich bei der Polizei melden. Dies gilt auch für Hinweise auf einen Transporter, der in der Nähe der Kita abgestellt gewesen sein könnte.

Hubschrauber über Dorsten: Großaufgebot sucht nach Person im Wasser

Ein Polizeihubschrauber über der Dorstener Innenstadt, Einsatzkräfte am Wesel-Datteln-Kanal und Boote auf dem Wasser: Am späten Donnerstagabend hat eine Meldung über eine mögliche Person im Kanal ein Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr ausgelöst.

Nach ersten Informationen war bei der Polizei nach 22 Uhr der Hinweis eingegangen, dass sich eine Person im Wasser befinden könnte. Der betroffene Bereich lag etwa zwischen den Mercaden und dem Hafen-Café, also in Höhe der Dorstener Innenstadt. Dort konzentrierten sich die Suchmaßnahmen auf den Wesel-Datteln-Kanal und die angrenzenden Uferbereiche.

Hubschrauber und Drohne suchen Kanal ab

Für viele Anwohner und Passanten war der Einsatz vor allem durch den Polizeihubschrauber wahrnehmbar, der längere Zeit über dem Kanalbereich kreiste. Mit einer Wärmebildkamera wurde aus der Luft nach möglichen Spuren oder einer Person im Wasser gesucht.

Parallel kam auch eine Drohne zum Einsatz. Zudem war ein Einsatzboot auf dem Kanal unterwegs. Die Kräfte suchten den Bereich systematisch ab, während weitere Einsatzkräfte am Ufer bereitstanden.

Auch ein Einsatzboot und Taucher suchten nach einer möglichen Person im Wasser. Foto: Marc Gruber

Taucher aus Dorsten und Gelsenkirchen alarmiert

Unterstützung erhielten die Dorstener Einsatzkräfte durch Taucher der Feuerwehr Dorsten sowie durch Einsatztaucher aus Gelsenkirchen. Sie wurden vorsorglich hinzugezogen, um bei Bedarf sofort im Wasser eingesetzt werden zu können.

Trotz der umfangreichen Suche gab es bis nach 23 Uhr offenbar keine Hinweise auf eine tatsächlich im Wasser befindliche Person. Der Einsatz wurde schließlich ohne Ergebnis abgebrochen. Nach derzeitigem Stand könnte es sich möglicherweise um einen Fehlalarm gehandelt haben.

Keine Person gefunden

Ob der ursprüngliche Hinweis auf eine konkrete Beobachtung zurückging oder ob es sich um eine Fehlwahrnehmung handelte, war am späten Abend zunächst unklar. Fest steht: Die Einsatzkräfte nahmen die Meldung ernst und suchten den Kanalbereich mit großem Aufwand ab.

Erst vor wenigen Tagen hatte es in Dorsten bereits einen Rettungseinsatz am Wesel-Datteln-Kanal gegeben. Auch deshalb reagieren Polizei und Feuerwehr bei Meldungen über Personen im Wasser mit besonderer Dringlichkeit.

Ferienangebot: Hervester Kids gehen zwei Tage auf Tour

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Rucksack packen, feste Schuhe anziehen und los geht es: Mit „Hervester Kids on Tour“ wartet in den Sommerferien ein kleines Abenteuer direkt vor der Haustür. Kinder aus Hervest können am Mittwoch, 5. August, und Donnerstag, 6. August 2026, gemeinsam zwei abwechslungsreiche Tage erleben.

Am ersten Tag steht eine Fahrradtour auf dem Programm. Gestartet wird am Mittwoch um 10 Uhr an der St.-Josef-Kirche. Von dort aus geht es zum Ellerbruchspielplatz, wo die Kinder gemeinsam Zeit verbringen können. Der Aktionstag endet um 16 Uhr. Wichtig für diesen Tag: Die Kinder benötigen ein verkehrssicheres Fahrrad und einen Helm.

Ausflug zum Schloss Beck

Am Donnerstag führt die Tour dann aus Hervest hinaus: Geplant ist ein Ausflug zum Schloss Beck. Abfahrt und Ankunft sind am Hervester Bahnhof. Der Ausflug ist von 9.30 bis 17 Uhr vorgesehen. Genauere Informationen erhalten die Familien im Rahmen der Anmeldung.

Das Angebot richtet sich an Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren. Die Kosten für beide Tage betragen 5 Euro. Darin ist auch die Verpflegung enthalten. Eine Anmeldung ist nur für beide Tage möglich und erfolgt über diesen Link.

Viele Partner machen das Angebot möglich

Hinter „Hervester Kids on Tour“ steht eine breite Kooperation verschiedener Einrichtungen und Initiativen aus dem Stadtteil. Beteiligt sind die Pfarrgemeinde St. Paulus, die Mobile Jugendhilfe Hervest, die Kirche im Bahnhof, Das Leo, die Integrationsagentur, das Paul-Gerhard-Haus, die Mr. Trucker Kinderhilfe, DITIB Dorsten und das Ellerbruchteam.

25 Drittklässler zeigen ihr Können beim Vorlesewettbewerb in Dorsten

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25 Schülerinnen und Schüler aus Dorstener Grundschulen haben beim Vorlesewettbewerb in der Stadtbibliothek ihr Können gezeigt. Der Förderverein der Stadtbibliothek hatte zur Endrunde eingeladen, für die sich die Kinder zuvor über schulische Vorentscheide qualifiziert hatten.

Finale in der Stadtbibliothek

In der Stadtbibliothek Dorsten stand am Samstag das Vorlesen im Mittelpunkt. 25 Kinder aus den dritten Klassen traten vor einer Jury an und lasen aus der Geschichte von Toni Tintenklecks vor.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich bereits durch ihren Sieg beim Vorentscheid an ihrer Schule für das Finale qualifiziert. Damit galten sie nach Angaben der Veranstalter schon vor der Endrunde als Gewinnerinnen und Gewinner.

Buchempfehlungen und Gedanken zur Freundschaft

Neben dem Vorlesen stellten die Kinder auch persönliche Buchempfehlungen vor. Außerdem erklärten sie, warum gute Freundinnen und Freunde im Leben wichtig seien.

Die Beiträge zeigten, wie intensiv sich die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld mit Büchern und Geschichten beschäftigt hatten. Viele Antworten seien spannend, überraschend und teilweise bewegend gewesen.

Der Sieger beim Vorlesewettbewerb in Dorsten 2026
Der Sieger beim Vorlesewettbewerb in Dorsten 2026

Geteilter dritter Platz

Nach Angaben der Veranstalter fiel der Jury die Entscheidung besonders schwer. Das Niveau sei außergewöhnlich hoch gewesen. Erstmals in der Geschichte des Vorlesewettbewerbs wurde deshalb ein geteilter dritter Platz vergeben.

Ausgezeichnet wurden:

  1. Platz: Maximilian Hilgenfeld, Agathaschule
  2. Platz: Tim Fehmer, Pestalozzischule
  3. Platz, geteilt: Leonie Rolinger, Wittenbrinkschule, und Luis V.-E., Wilhelm-Lehmbruck-Schule

Auch alle weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden gewürdigt. Sie hätten gezeigt, wie viel Freude Vorlesen und Lesen machen könne.

Dank an Schulen, Jury und Familien

Ein besonderer Dank galt den Lehrkräften, die die Kinder vorbereitet und begleitet hatten. Auch die Jury, Bürgermeister Tobias Stockhoff sowie die Familien und Gäste wurden für ihre Unterstützung gewürdigt.

Der Applaus des Publikums habe den Kindern Rückenstärkung gegeben und zugleich die Arbeit des Fördervereins und der Stadtbibliothek unterstützt.

Förderverein setzt auf Leseförderung

Der Förderverein der Stadtbibliothek Dorsten hatte das Format vor vielen Jahren initiiert und betreut den Vorlesewettbewerb seither. Mit dem Wettbewerb möchte der Verein die Leseförderung stärken und das kulturelle Angebot in Dorsten beleben.

Das Finale in der Stadtbibliothek hat sich inzwischen als fester Termin im Veranstaltungskalender etabliert. Es zeige, welche Bedeutung Bücher für Kinder haben und wie Lesen Menschen miteinander verbinden könne.

Betrugsmasche „defekte Bankkarte“: Polizei warnt auch Bürger in Dorsten

Gleich zwei Seniorinnen aus Marl und Oer-Erkenschwick sind am Dienstag, 7. Juli, Opfer einer bekannten Betrugsmasche geworden. Die Polizei warnt deshalb erneut vor falschen Bankmitarbeitern, die am Telefon Druck aufbauen und anschließend Bankkarten an der Haustür abholen lassen. Auch für Dorsten ist diese Warnung relevant, denn solche Tätergruppen agieren häufig über Stadtgrenzen hinweg.

Die Masche lief in beiden Fällen ähnlich ab: Unbekannte riefen die älteren Frauen an und gaben sich als Mitarbeiter einer Bank aus. Sie behaupteten, die EC-Karte der Seniorinnen sei beschädigt und müsse dringend ausgetauscht werden. Im weiteren Gespräch fragten die Täter auch nach der PIN. Kurz darauf erschien jeweils eine weibliche Abholerin an der Haustür und nahm die angeblich defekte Karte entgegen.

Im Fall der Seniorin aus Marl wurde mit der Karte wenig später Geld abgehoben.

Ermittler prüfen Zusammenhang der Fälle

In Oer-Erkenschwick ereignete sich der Betrugsfall an der Ewaldstraße. Die Abholerin erschien dort gegen 16.20 Uhr. Sie soll etwa 1,70 Meter groß und rund 35 Jahre alt gewesen sein. Außerdem hatte sie lange blonde Haare mit Dauerwelle.

Der zweite Fall ereignete sich in Marl an der Straße Langehegge. Dort klingelte die Abholerin zwischen 11.45 Uhr und 12.55 Uhr. Beschrieben wird sie als etwa 1,66 Meter groß, mit hellblonden, etwa schulterlangen und gekräuselten Haaren. Zudem trug sie eine Brille.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft, ob beide Fälle zusammenhängen und möglicherweise dieselbe Frau die Karten abgeholt hat.

Zeugen gesucht

Zeugen, denen die beschriebene Frau am Dienstag in Oer-Erkenschwick an der Ewaldstraße, in Marl an der Langehegge oder in der Nähe der betroffenen Wohnungen aufgefallen ist, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0800/2361 111 entgegen.

Polizei warnt: Niemals PIN herausgeben

Die Polizei weist darauf hin, dass echte Banken niemals am Telefon nach der PIN fragen. Auch Bankkarten werden nicht spontan von unbekannten Personen an der Haustür abgeholt. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte das Gespräch beenden und selbst bei der Bank anrufen. Wichtig ist dabei, die offizielle Telefonnummer der Bank zu nutzen und nicht eine Nummer, die am Telefon genannt wurde.

Bei verdächtigen Anrufen oder Personen an der Haustür sollte sofort die Polizei über den Notruf 110 verständigt werden.

Gerade Angehörige älterer Menschen sollten über diese Masche sprechen. Die Täter gehen oft gezielt auf Senioren zu, setzen sie unter Druck und nutzen Vertrauen in Banken oder Behörden aus. Ein klares Warnsignal ist immer, wenn am Telefon Eile erzeugt wird oder persönliche Daten, PIN-Nummern, Geld oder Wertgegenstände verlangt werden.

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